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Digitalpakt

Die Landesregierung ist fest entschlossen, bei der Digitalisierung der Schulen in NRW den begonnenen und umfassenden Aufholprozess konsequent fortzusetzen. Sie ist angetreten, um den bis 2017 entstandenen Nachholbedarf schnellstens zu beseitigen und die Digitalisierung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen entscheidend voranzutreiben. Für modernen Unterricht sind eine zeitgemäße, digitale Infrastruktur und Ausstattung, ein leistungsfähiger Breitbandanschluss ebenso notwendig wie Lehrerinnen und Lehrer, die mit dienstlichen Endgeräte ausgestattet und im Umgang mit digitalen Medien qualifiziert sind. Aktuell erarbeitet das Schulministerium deshalb eine umfassende Digitalstrategie, die Handlungsfelder beschreibt und die Planungen des Landes aufzeigen wird. Darin werden drei zentrale Handlungsfelder benannt: pädagogische Konzepte, die digitale Infrastruktur und Ausstattung der Schulen sowie die Lehreraus- und -fortbildung.

Die Landesregierung investiert massiv in die Schullandschaft des Landes. Allein über das Förderprogramm „Gute Schule 2020“ stellt das Land den Kommunen insgesamt zwei Milliarden Euro für Investitionen zur Verfügung. Hinzu kommen rund 1,2 Milliarden Euro aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz des Bundes sowie jährlich rund 683 Millionen Euro aus der Schul- und Bildungspauschale. Alle Programme können auch für die Digitalisierung der Schulen in NRW genutzt werden. Insgesamt stehen damit in den Jahren 2017 bis 2020 Mittel von über sechs Milliarden Euro zur Verfügung. Darüber hinaus steht mit dem zwischen Bund und Ländern beschlossenen DigitalPakt Schule über eine Milliarde Euro bereit, die ausschließlich in die Digitalisierung der Schulen fließen. Hierzu haben Bund und Länder eine Zusatzvereinbarung zur Verwaltungsvereinbarung zum DigitalPakt Schule 2019 bis 2024 (Sofortausstattungsprogramm) auf den Weg gebracht. Mit den zusätzlichen Mittelndes Landes und der Kommunen steht damit in Nordrhein-Westfalen ein Investitionsvolumen von insgesamt 178 Millionen Euro für die Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bedarf zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte zur Verfügung.

Darüber hinaus investiert das Land zum ersten Mal in die Ausstattung der Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen mit digitalen Endgeräten. Dafür werden insgesamt weitere 103 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ziel ist die Unterstützung der Schulen insbesondere in der Zeit der Pandemie bei der Ausgestaltung des Distanzunterrichts sowie bei der rechtssicheren Arbeit mit personenbezogenen Daten.

Wichtige Informationen für Schulen

Antragsteller und Zuwendungsempfänger für den DigitalPakt Schule ist immer der Schulträger, mit dem gemeinsam ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept (TPEK) erstellt werden muss. Ohne dieses TPEK ist eine Förderung nicht möglich. Zur Vorbereitung sollten die Schulen ihre technischen Bedarfe klären und pädagogisch begründen können. Außerdem muss geklärt sein, wie das Kollegium für die Nutzung der angeschafften Technik pädagogisch qualifiziert werden kann. Bereits vorhandene Medienkonzepte können zur Erstellung des TPEK herangezogen werden.

Die Strukturvorlage zur Erstellung des TPEK finden Sie hier.

Für das Sofortausstattungsprogramm sowie das Ausstattungsprogramm für die Lehrkräfte ist ebenfalls der Schulträger der Antragsteller und Zuwendungsempfänger. Ein technisch- pädagogisches Einsatzkonzept ist hierbei jedoch nicht notwendig. Die über dieses zusätzliche ​Programm beschafften schulgebundenen digitalen Endgeräte müssen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der Notwendigkeit zum Distanzunterricht sofort eingesetzt werden.

Wo bekommen Sie Hilfe?

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur technischen Beratung und zur Förderungfinden Sie bei den Geschäftsstellen Gigabit.NRW Ihrer zuständigen Bezirksregierung:

Die Medienberaterinnen und Medienberater in den Kreisen und kreisfreien Städten unterstützen Sie bei der Erstellung oder Überarbeitung von Medienkonzepten sowie im Hinblick auf das technisch-pädagogische Einsatzkonzept (TPEK).

Wichtige Informationen für öffentliche Schulträger sowie Ersatzschulträger

Antragsteller und Zuwendungsempfänger für alle Schulen sind die jeweiligen Schulträger. Zusammen mit dem Förderantrag zum Förderprogramm DigitalPakt Schule muss ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept (TPEK) vorgelegt werden, welches in Abstimmung mit den einzelnen Schulen getragen und von beiden Seiten gegengezeichnet wurde. Für die Mittel aus dem Sofortausstattungsprogramm sowie Ausstattungsprogramm für Lehrkräfte ist kein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept vorzulegen.

Auch schulübergreifende Investitionen (regionale Maßnahmen) sind förderfähig.

Die Strukturvorlage zur Erstellung des TPEK finden Sie hier.

Wichtige Informationen für Pflege- und Gesundheitsschulen

Antragsteller und Zuwendungsempfänger für das Förderprogramm DigitalPakt Schule ist immer der Schulträger, mit dem gemeinsam ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept (TPEK) erstellt bzw. getragen werden muss. Ohne dieses TPEK ist eine Förderung nicht möglich. Zur Vorbereitung sollten die Schulen ihre technischen Bedarfe klären und pädagogisch begründen können. Außerdem muss geklärt sein, wie das Kollegium für die Nutzung der angeschafften Technik qualifiziert werden kann. Bereits vorhandene Medienkonzepte können zur Erstellung des TPEK herangezogen werden.

Für die Mittel aus dem Sofortausstattungsprogramm ist kein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept vorzulegen. Die über dieses zusätzliche Programm beschafften schulgebundenen digitalen Endgeräte müssen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der Notwendigkeit zum Distanzunterricht sofort eingesetzt werden

Die Strukturvorlage zur Erstellung des TPEK finden Sie hier.

Für weitergehende Fragen der Pflege- und Gesundheitsschulen ist das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen Ihr Ansprechpartner.