Fachoberschule für Verwaltung und Rechtspflege Schwerpunkt: Polizeivollzugsdienst („FOS Polizei“)

Polizist von hinten mit Blick auf Funkgerät und Handschellen am Gürtel

Zum Schuljahr 2022/23 soll auf Basis der im Koalitionsvertrag der Landesregierung geäußerten Absicht, Jugendlichen mit mittlerem Schulabschluss unter Beibehaltung der zweigeteilten Laufbahn den Zugang zum Polizeivollzugsdienst zu ermöglichen, der landesweite Schulversuch Fachoberschule für Verwaltung und Rechtspflege Schwerpunkt: Polizeivollzugsdienst („FOS Polizei“) starten.

In dem Schulversuchsbildungsgang können Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Schulabschluss oder der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe in zwei Jahren die Fachhochschulreife sowie berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben und werden dadurch gezielt auf die Ausbildung im gehobenen Polizeivollzugsdienst (Laufbahngruppe 2.1) vorbereitet. Das Praktikum in der Klasse 11 wird in einer mit dem Berufskolleg kooperierenden Polizeibehörde absolviert. 

Der Schulversuch befindet sich aktuell in der Entwicklung. Diese erfolgt in enger Abstimmung zwischen dem Ministerium für Schule und Bildung und dem Ministerium des Innern. 

Hinweis für interessierte Schülerinnen und Schüler:
Sobald weitere Rahmenbedingungen – insbesondere zu den Schulstandorten und dem Auswahlverfahren – feststehen, werden diese im Bildungsportal veröffentlicht. 

Hinweis für Berufskollegs:
Für die Erprobung des Bildungsgangs in einem landesweiten Schulversuch ist eine begrenzte Anzahl an Berufskollegs vorgesehen. Die Schulversuchsschulen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Kriterien wurden zwischen dem Ministerium für Schule und Bildung und dem Ministerium des Innern abgestimmt. Sie umfassen neben schulfachlichen Kriterien auch die Eignung für die Durchführung des Jahrespraktikums im Hinblick auf die Kooperation mit den regional jeweils zuständigen Polizeibehörden. Die Dezernate 45 der Bezirksregierungen informieren und beraten die Berufskollegs bezüglich der entsprechenden Modalitäten des Schulversuchs. Anträge auf Teilnahme am Schulversuch erfolgen stets durch die Schulträger (Schulträgerbeschluss erforderlich). Die Anträge werden über die Bezirksregierungen dem Ministerium für Schule und Bildung zur Genehmigung spätestens bis zum 31.01.2021 vorgelegt.