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Längeres gemeinsames Lernen

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Längeres gemeinsames Lernen

Internationale Schulleistungsstudien zeigen, dass ein Bildungssystem durch längeres gemeinsames Lernen gerechter und leistungsstärker gestaltet werden kann. In den nordrhein-westfälischen Grundschulen lernen die Kinder schon seit Jahren erfolgreich in heterogenen Lerngruppen. Das belegen unter anderem die Ergebnisse der Lesestudie IGLU aus dem Jahr 2006, in der die deutschen Grundschulen deutlich über dem EU- und dem OECD-Durchschnitt lagen. Auch bei den PISA-Studien der vergangenen Jahre kamen die skandinavischen Länder mit ihren integrierten Schulsystemen stets auf die vorderen Plätze und deren Schülerinnen und Schüler erbrachten überdurchschnittliche Leistungen.

Parallel dazu hängt der Bildungserfolg in Deutschland – und auch in Nordrhein-Westfalen – immer noch sehr stark von der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler ab. Die Ergebnisse entsprechender Studien zeigen, dass Kinder aus bildungsfernen Schichten bei gleichen Leistungen vergleichsweise seltener einen höherwertigen Bildungsgang besuchen oder beispielsweise das Abitur machen, als Schülerinnen und Schüler aus bildungsnahen Schichten. Mit der Stärkung des längeren gemeinsamen Lernens soll erreicht werden, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche ihr Leistungspotenzial voll entfalten und so die bestmöglichen Abschlüsse machen können.

In Nordrhein-Westfalen gibt es mehrere Angebote, die das längere gemeinsame Lernen in den Blick nehmen:

  • Mit dem Schulversuch „Gemeinschaftsschule“ und dem Schulversuch „Primus“ soll unter anderem untersucht werden, welche Auswirkungen das längere gemeinsame Lernen hat, wie dadurch die Chancengerechtigkeit vergrößert werden kann und wie mehr Schülerinnen und Schüler zu besseren Abschlüssen geführt werden können.
  • Neben der Gesamtschule gibt es nun mit der neuen Sekundarschule eine weitere Schulform des längeren gemeinsamen Lernens. Das entspricht auch dem Wunsch vieler Eltern, die die Bildungswege ihrer Kinder gerne länger offen halten möchten. 
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