Gruppenangebote für Schülerinnen und Schüler von berufsbildenden Schulen

Gruppenangebote, um mögliche entstandene Kompetenzdefizite auszugleichen für Schülerinnen und Schüler von berufsbildenden Schulen (Allgemeine Berufskollegs und Berufskollegs als Förderschulen).

Allgemeine Informationen

Welche Zielsetzungen verfolgen die Maßnahmen dieser Förderrichtlinie?

Ziel der Maßnahmen ist es, Schülerinnen und Schülern in unterschiedlichen Bildungsgängen am Berufskolleg, die insbesondere noch im laufenden bzw. im kommenden Jahr Berufsabschlussprüfungen vor den Kammern ablegen oder die Anforderungen zum Erwerb allgemeinbildender Abschlüsse in beruflichen Bildungsgängen erfüllen müssen, die Möglichkeit zu bieten, coronabedingt entstandenen Kompetenzdefizite auszugleichen.

Welche inhaltlichen Elemente können die Programme dieser Förderrichtlinie enthalten?

Es muss sich um Lernangebote handeln, die für die Abschlussprüfungen notwendige Inhalte vermitteln und so aufgrund der Corona-Pandemie entstandene Kompetenzdefizite bei Schülerinnen und Schülern ausgleichen.

Wer kann teilnehmen?

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die ein allgemeines Berufskolleg oder ein Berufskolleg als Förderschule besuchen und durch die Corona-Pandemie entstandene Kompetenzdefizite ausgleichen möchten.

Wie groß sind die Gruppen und wie setzen sie sich zusammen?

Die Lerngruppen bestehen jeweils aus 6 bis 12 Schülerinnen und Schülern der Berufskollegs.

Wann finden die Angebote statt?

Die Angebote können ab dem 10. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2020 stattfinden. Auch Angebote an den Wochenenden oder an Nachmittagen sind möglich.

Welche Dauer sollen die Angebote haben?

Die Angebote finden an mindestens einem Tag für sechs Zeitstunden pro Tag statt. 

Informationen für Eltern und Schülerinnen und Schüler

Wo erhalte ich Informationen über Angebote und Anmeldemöglichkeiten vor Ort?

Informationen zu den regionalen Angeboten können Sie über die Schulträger oder Schulen erhalten.

Was wird die Teilnahme für Schülerinnen und Schüler kosten?

Die Teilnahme an dem Angebot ist für die Schülerinnen und Schüler kostenlos. Sollte eine Mittagsverpflegung bereitgestellt werden, kann hierfür ein Beitrag erhoben werden, sofern ein bereitgestelltes Mittagessen in Anspruch genommen wird.

Brauchen Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme eine Bescheinigung aus der Schule?

Die Teilnahme an diesen außerschulischen Angeboten ist freiwillig und bedarf grundsätzlich keiner Bescheinigung durch die Schule. Die Teilnahmemöglichkeit ergibt sich aus den verfügbaren Angeboten und Plätzen. Über die Teilnahmezulassung entscheidet der Maßnahmenträger.

Informationen für Lehrkräfte am Berufskolleg

Soll ich für Schülerinnen und Schülern, die an Angeboten teilnehmen, Förderempfehlungen erstellen?

Wenn Lehrkräfte dies tun und die Schülerinnen und Schüler sie zum Angebot mitbringen, kann das hilfreich sein und ist somit wünschenswert.

Kann ich gezielt Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an Angeboten empfehlen?

Die Teilnahme ist freiwillig. Dennoch kann es sinnvoll sein, Schülerinnen und Schüler für die Angebote zu motivieren.

Kann ich – im Rahmen einer Nebentätigkeit – ein Angebot personell unterstützen?

Ja. Mit Schulmail vom 16.09.2020 wurde ausdrücklich klargestellt, dass Lehrerinnen und Lehrer die Durchführung einer Maßnahme (Außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote in Coronazeiten) auch im Rahmen einer Nebentätigkeit unterstützen können. 

Für verbeamtete Lehrkräfte gelten die §§ 48-58 des Landesbeamtengesetzes (LBG) und die Vorschriften der Nebentätigkeitsverordnung (NtV). Tarifbeschäftigte Lehrkräfte müssen ihrem Arbeitgeber Nebentätigkeiten rechtzeitig vorher schriftlich anzeigen (§ 3 Abs. 4 TV-L). Bei konkreten Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Dezernat 47 der für Sie zuständigen Bezirksregierung. 

Informationen für Maßnahmenträger

Welche Maßnahmen sind förderungsfähig? / Welche Voraussetzungen müssen für eine Förderung erfüllt sein?

Förderfähig ist die Durchführung von außerschulischen Lernangeboten an berufsbildenden Schulen. Eine Förderung kann bewilligt werden, wenn u.a. die Voraussetzungen von Nr. 4 der Richtlinie über die Förderung von außerschulischen Lernangeboten an berufsbildenden Schulen in Coronazeiten im Jahr 2020 – Außerschulische Lernangebote an berufsbildenden Schulen vom 16. September 2020 erfüllt sind.

Wer kann eine Förderung für sein Angebot beantragen?

Anträge können gestellt werden durch Schulträger (Gemeinden, Gemeindeverbände und Zweckverbände sowie Landschaftsverbände in ihrer Funktion als Träger öffentlicher Schulen und Träger genehmigter Ersatzschulen) sowie durch gemäß AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifizierte Träger.

Wo kann ich eine Förderung beantragen?

Die Förderung wird bei der zuständigen Bezirksregierung (Dezernat 48) beantragt.

Was beinhaltet die Förderung?

Zuwendungsfähige Gesamtausgaben sind die entstehenden Personal- und Sachausgaben in Höhe von 455 Euro pro Gruppe pro Tag. Gefördert werden bis zu 80 vom Hundert der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Mindestens 20 vom Hundert der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben sind als Eigenanteil zu erbringen.
 

Wer kann die Angebote durchführen?

Grundsätzlich werden die Angebote selbstständig durch den Maßnahmenträger (Gemeinden, Gemeindeverbände und Zweckverbände sowie Landschaftsverbände in ihrer Funktion als Träger öffentlicher Schulen, Träger genehmigter Ersatzschulen und durch gemäß AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifizierte Träger durchgeführt. Die Angebote können aber ggf. auch von Dritten organisiert werden, sofern eine Weiterleitung der Fördermittel zugelassen wurde.

Ist es im Rahmen der Förderung notwendig ein Angebot für sechs Zeitstunden pro Tag durchzuführen oder kann auch eine Förderung für einen kürzeren Zeitraum unterrichtsbegleitend (z.B. drei Tage à zwei Stunden) bewilligt werden?

Mit Ausnahme der Förderrichtlinie für Individualangebote im häuslichen Umfeld sind sechs Zeitstunden pro Tag verbindlich und Angebote von weniger als sechs Zeitstunden pro Tag sind nicht förderfähig. 

Die mit den Richtlinien geförderten Angebote sollen in der Zielrichtung keine Ausweitung der ansonsten bestehenden schulischen Möglichkeiten unterrichtsbegleitender individueller Förderung (z.B. im Rahmen von Ergänzungsstunden, Lernzeiten, Förderbändern, in AGs oder OGS-Angeboten) darstellen, sondern sind außerschulische Angebote, welche die schulische Förderung flankieren und indirekt unterstützen.

Wer ist zuständig, Unfallversicherungsschutz für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sicherzustellen?

Da es sich um außerschulische Angebote handelt, hat die für die außerschulische Veranstaltung zuständige Institution (der antragsberechtigte Schulträger, der anerkannte Träger der freien Jugendhilfe, der nach AZAV zertifizierte Träger im berufsbildenden Bereich oder der Träger von Schulbegleitungsmaßnahmen) einen geeigneten Unfallversicherungsschutz für Schülerinnen und Schüler sicherzustellen.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei den Bezirksregierungen

Regierungsbezirk Arnsberg

Anne Wenner
Laurentiusstr. 1
59821 Arnsberg
Telefon 02931 82-3313
Telefax 02931 82-40506
anne.wenner [at] bezreg-arnsberg.nrw.de

Rainer Kaufung
Laurentiusstr. 1
59821 Arnsberg
Telefon 02931 82-3312
Telefax 02931 82-40354
rainer.kaufung [at] bezreg-arnsberg.nrw.de

Reinhild Stewen
Laurentiusstr. 1
59821 Arnsberg
Telefon 02931 82-3368
Telefax 02931 82-40203
reinhild.stewen [at] bezreg-arnsberg.nrw.de

Regierungsbezirk Detmold

Monika Burmeister

monika.burmeister [at] bezreg-detmold.nrw.de

05231 / 71-4886

Regierungsbezirk Düsseldorf

Dez48.Ferienprogramm [at] brd.nrw.de

0211 475-4800

Regierungsbezirk Köln

Peter Marx
peter.marx [at] brk.nrw.de
0221-147-2552

Susanne Larfeld
susanne.larfeld [at] brk.nrw.de
0221-147-3852

Regierungsbezirk Münster

Bernhard Kock
Tel.: 02 51 / 41 14 11 0
Email: bernhard.kock [at] brms.nrw.de
zuständig für die Stadt Münster und die Kreise Coesfeld, Steinfurt und Warendorf

Roger Sczigalla
Tel.: 02 51 / 41 14 11 5
Email: roger.sczigalla [at] brms.nrw.de
zuständig für die Städte Bottrop und Gelsenkirchen, die Kreise Borken u. Recklinghausen sowie die Mittelbewirtschaftung.