Fragen und Antworten zur Betreuung während der Aussetzung des Präsenzunterrichts vom 11. bis 31. Januar 2021

Bis zum 31. Januar 2021 wird Unterricht für alle Jahrgangsstufen grundsätzlich als Distanzunterricht erteilt. Informationen zu Betreuungsangeboten für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 finden Sie hier.

Wo finde ich das Anmeldeformular zur Betreuung eines Kindes während des Distanzunterrichts?

Das Formular zur Anmeldung zur Betreuung eines Kindes während des Distanzunterrichts finden an dieser Stelle.

Das Formular steht außerdem an dieser Stelle in 12 weiteren Sprachen zur Verfügung.

    Wer darf an der Betreuung teilnehmen?

    Grundsätzlich gilt: Der Distanzunterricht bis zum 31.1.2021 ist der schulische Beitrag zur Eindämmung der Pandemie durch die konsequente Reduzierung von Kontakten. Wann immer möglich, sollten Schülerinnen und Schüler zu Hause betreut werden. Für die Betreuung ist eine Anmeldung erforderlich. (Link zum Formular). Eltern werden gebeten, möglichst frühzeitig und verlässlich (zur Ermöglichung von konstanten Gruppenzusammensetzungen) ihren dringenden Betreuungsbedarf anzumelden.

    Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6, die nach Erklärung ihrer Eltern nicht zuhause betreut werden können oder bei denen aus Sicht der Schule eine Kindeswohlgefährdung nach Rücksprache mit dem zuständigen Jugendamt vorliegen könnte. Bei dringendem Bedarf kann das Betreuungsangebot auch unabhängig vom Bestehen eines Betreuungsvertrages in Anspruch genommen werden. 

    Welche Regelungen gelten für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf oder im Gemeinsamen Lernen?

    Für Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in Förderschulen oder in Schulen des Gemeinsamen Lernens, der eine besondere Betreuung erfordert (z.B. in den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung) muss diese in Absprache mit den Eltern auch in höheren Altersstufen sichergestellt werden (dies entspricht der SchulMail vom 21. Dezember 2020). Die zur Teilhabe an Bildung gemäß § 112 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch bzw. § 35a Achtes Buch Sozialgesetzbuch einzusetzenden Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter können auch im häuslichen Umfeld der Schülerinnen und Schüler unterstützen. Bei der Entscheidung des Leistungserbringers über den Einsatz im häuslichen Umfeld sind die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler einzubeziehen. Die jeweils aktuell geltenden Empfehlungen und Richtlinien des Robert Koch-Institutes sind zu beachten.

    In welchem Zeitumfang wird die Betreuung angeboten?

    Die Betreuung findet zeitlich im Umfang des regulären Unterrichts- und Ganztags- bzw. Betreuungszeitraums statt, der im Normalbetrieb stattfinden würde.

    Was findet in der Betreuung statt?

    Die Betreuungsangebote dazu, jenen Schülerinnen und Schülern, die beim Distanzunterricht im häuslichen Umfeld ohne Betreuung Probleme bekämen, die Erledigung ihrer Aufgaben in der Schule unter Aufsicht (s- hierzu auch Personal im Betreuungsangebot) zu ermöglichen. Diese Schülerinnen und Schüler nehmen - auch wenn sie sich in der Schule befinden - am Distanzunterricht ihrer jeweiligen Lerngruppe teil. Präsenzunterricht findet während der Betreuungsangebote nicht statt. 
    Im Nachmittagsbereich (Zeiten der OGS oder Betreuungsangebote) findet eine entsprechende Betreuung statt.

    Schülerinnen und Schüler nehmen am Distanzunterricht ihrer jeweiligen Lerngruppe teil, bearbeiten also z.B. die im Rahmen des Distanzunterrichts bereitgestellten Aufgaben.

    Im Zeitrahmen der Ganztags- und Betreuungsangebote können z.B. Bewegungsangebote, Beschäftigungs-, Spiel- und Bastelangebote unterbreitet werden.

    Welches Personal wird im Betreuungsangebot eingesetzt?

    Für die Aufsicht während der Betreuung des Distanzunterrichts kommt – sofern vorhanden – vor allem sonstiges schulisches Personal in Betracht (aber gegebenenfalls auch ein Teil der Lehrkräfte). Über den Einsatz der Lehrkräfte entscheidet die Schulleitung. Über die Einbeziehung des Personals im offenen Ganztag bzw. in weiteren Ganztags- und Betreuungsangeboten wird vor Ort in Abstimmung mit den Trägern entschieden.

    Das Personal des Trägers der Ganztags- und Betreuungsangebote deckt in der Regel die Zeiten ab, zu denen im Normalbetrieb Ganztags- oder Betreuungsangebote stattgefunden hätten. Individuelle Absprachen vor Ort werden unter Einbeziehung der Schulleitung, des Trägers und des Schulträgers getroffen.
     

    Wie werden die Gruppen gebildet?

    Es sollen möglichst konstante Gruppen gebildet werden. Es ist möglich, auch Gruppenkonstellationen zu wählen, die von der im Regelbetrieb üblichen Einteilung der Ganztags- und Betreuungsangebote abweichen. Die konkrete Gruppeneinteilung wird vor Ort geregelt.

    Welche Hygieneregeln sind einzuhalten?

    Es gelten die Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung für die Ganztagsbetreuung. Danach besteht die Verpflichtung mindestens zum Tragen einer Alltagsmaske für die Betreuerinnen und Betreuer, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Für Schülerinnen und Schüler gilt die bisherige Maskenpflicht im Schulgebäude und auf dem Schulgelände, solange sie sich nicht in der festen Gruppe in den Betreuungsräumen und in definierten Bereichen des Außengeländes aufhalten. Hier müssen sie keine Alltagsmaske tragen. Für regelmäßiges Lüften (20/5 Regel) und Händewaschen ist zu sorgen. 

    Wird ein Mittagessen angeboten?

    Die konkrete Ausgestaltung der Mittagsverpflegung wird vor Ort durch die Schulträger geregelt. Allerdings wird trotz des gewohnten zeitlichen Betreuungsumfangs möglicherweise die übliche Verpflegung durch Lunchpakete o.ä. ersetzt.

    Werden Elternbeiträge zurückerstattet?

    Für den Monat Januar werden die Elternbeiträge für Angebote im Rahmen des Grundlagenerlasses BASS 12-63 Nr. 2 „Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe I“ zurückerstattet. Die konkrete Abwicklung liegt bei den Kommunen.

    Werden den Betreuungskräften Masken zur Verfügung gestellt?

    Für den Zeitraum zwischen dem 11.01. und 31.01.2021 werden für die vor Ort tätigen Betreuerinnen und Betreuer im offenen Ganztag und anderen Betreuungsangeboten  FFP2-Masken zur Verfügung gestellt. Die genannten Personen werden pro vollem Präsenztag mit zwei FFP-2 Masken ausgestattet. Die Verteilung soll über die Schulträger erfolgen. Die Bedarfe werden den Schulträgern über die jeweilige Schulleitung gemeldet.

    Fragen für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf

    Warum werden bei den Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung besonders die Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung als Beispiele genannt?

    Insbesondere in diesen Förderschwerpunkten führen komplexere Beeinträchtigungen sehr häufig zu einer nicht lebensalterskonformen Entwicklung. Aus diesem Grund muss bei Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung vor allem in diesen Fällen in Absprache mit den Eltern über Klasse 6 hinaus eine besondere Betreuung sichergestellt werden (dies entspricht der SchulMail vom 21. Dezember 2020). 

    Findet der Schülerspezialverkehr an diesen Tagen statt?

    Das Ministerium für Schule und Bildung ist nicht für den Schülerspezialverkehr – also einer durch den Schulträger zur Verfügung gestellten Zubringung der Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung zur Schule – zuständig. Diese wird durch die Schulträger eingerichtet.

    Nach Auffassung des Ministeriums für Schule und Bildung handelt es sich beim Distanzunterricht um lehrplanmäßigen Unterricht. Schülerinnen und Schülern, die beim Distanzunterricht im häuslichen Umfeld ohne Betreuung Probleme bekämen, wird die Erledigung ihrer Aufgaben in der Schule unter Aufsicht ermöglicht. Sie nehmen aber - auch wenn sie sich in der Schule befinden - am Distanzunterricht ihrer jeweiligen Lerngruppe teil. In diesen Fällen besteht deshalb weiterhin ein Anspruch auf Beförderung mit dem Schülerspezialverkehr bzw. auf Übernahme der entsprechenden Kosten durch die Schulträger (§ 1 Absatz 11 CoronaBetrVO i. d. F. vom 7. Januar 2021 in Verbindung mit § 3 Absatz 7 Distanzlernverordnung). 

    Ist der Einsatz von Schulbegleitung im Sinne von Integrationshelferinnen und Integrationshelfern landeseinheitlich geregelt?

    Maßnahmen zur Teilnahme an Bildung – wie z.B. eine Unterstützung durch Schulbegleitung im Sinne von Integrationshelferinnen und Integrationshelfern, gehören zum Leistungskatalog gemäß § 112 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch bzw. § 35a Achtes Buch Sozialgesetzbuch. Das zuständige Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales des Landes NRW teilt dazu mit: 
    „Die zur Teilhabe an Bildung gemäß § 112 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch bzw. § 35a Achtes Buch Sozialgesetzbuch einzusetzenden Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter können auch im häuslichen Umfeld der Schülerinnen und Schüler unterstützen. Bei der Entscheidung des Leistungserbringers über den Einsatz im häuslichen Umfeld sind die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler einzubeziehen. Die jeweils aktuell geltenden Empfehlungen und Richtlinien des Robert Koch-Institutes sind zu beachten“. 
    Dies gilt auch, wenn der Distanzunterricht im Rahmen der Betreuung in der Schule stattfindet.

    Muss im Zeitraum des Lockdowns auf Frühförderung verzichtet werden?

    Die Hausfrüherziehung, die Förderung in einem Förderschulkindergarten als Teil der Förderschule oder in einer Kindertageseinrichtung mit Unterstützung durch die Förderschule sind Maßnahmen der pädagogischen Förderung im Kleinkindalter, um basale Grundkompetenzen bei Kindern mit Hör- oder Sehschädigungen frühzeitig aufzubauen. Um den Erfordernissen der Kontaktreduzierung nachzukommen, können Förderschulen dieser Förderschwerpunkte zeitlich begrenzt auch in der Frühförderung digitale Unterstützungsmöglichkeiten nutzen, sofern die Eltern dieser Kinder damit einverstanden sind. Wichtig bei der Auswahl des Angebotes ist, dass Familien, die diese Form der digitalen Begleitung nicht leisten können, möglichst bei der Förderung vorrangig berücksichtigt werden. Es sind die Empfehlungen und Richtlinien des Robert-Koch-Instituts zu beachten.