Luftbild Schulhof

Angepasster Schulbetrieb in Corona-Zeiten

Seit dem 20. April hat in Nordrhein-Westfalen die behutsame und schrittweise Rückkehr in den Schulalltag begonnen. Hier finden Sie laufend aktuelle Informationen und Links zum angepassten Schulbetrieb in Corona-Zeiten.

Im Schuljahr 2020/2021 soll der Schul- und Unterrichtsbetrieb in Nordrhein-Westfalen wieder möglichst vollständig im Präsenzunterricht stattfinden. Über dieses Ziel sind sich alle Länder einig, was auch in einem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 18. Juni 2020 noch einmal bekräftigt wurde. Dabei muss der Schutz der Gesundheit der Lehrkräfte, der Schülerinnen und Schüler, sowie aller am Schulleben Beteiligten sichergestellt sein. Zugleich soll durch eine möglichst weitgehende Rückkehr zu einem angepassten Schulbetrieb in Corona-Zeiten das Recht der Kinder und jungen Menschen auf Bildung und Erziehung gesichert werden. In der Praxis muss das bedeuten, dass für die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge an allen Schulformen in ganz Nordrhein-Westfalen Unterricht nach Stundentafel stattfindet. Es gilt wieder der Grundsatz, dass der Unterricht in Präsenzform den Regelfall darstellt. Sollte Präsenzunterricht auch nach Ausschöpfen aller Möglichkeiten wegen des weiterhin notwendigen Infektionsschutzes oder deshalb nicht vollständig möglich sein, weil Lehrkräfte dafür nicht eingesetzt werden können und auch kein Vertretungsunterricht erteilt werden kann, findet Distanzunterricht statt.

Die hier beschriebenen Maßnahmen, Vorgaben und Hinweise für die Schulen in Nordrhein-Westfalen zielen zuallererst darauf ab, einen an das Infektionsgeschehen angepassten Schulbetrieb in Corona-Zeiten sicherzustellen. Zudem sind sie oftmals ebenso darauf ausgerichtet, dem Infektionsgeschehen im schulischen Umfeld flexibel und kontrollierend zu begegnen, damit die Bildungs- und Erziehungsziele durch Schule und Unterricht erreicht werden können.

Infektionsschutz, Hygiene und Testungen

Regelungen und Merkmale des Infektionsschutzes

Die Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales bleibt eine der wesentlichen Rechtsquellen für den Infektionsschutz an den Schulen in Nordrhein-Westfalen. Die jeweils aktuelle Fassung ist auf dessen Webseite allgemein zugänglich: www.mags.nrw

Die derzeit geltende Fassung berücksichtigt das aktuelle Infektionsgeschehen, den weiterhin notwendigen Infektionsschutz wie auch die Durchführung und Sicherstellung eines angepassten Schulbetriebs in Corona-Zeiten mit Unterricht nach den Vorgaben der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen. Die wesentlichen Merkmale des Infektionsschutzes in den Schulen nach den Herbstferien 2020 sind:

Mund-Nasen-Schutz

Anlässlich des aktuellen und beschleunigten Infektionsgeschehens knüpft Nordrhein-Westfalen weitgehend wieder an die bewährten Regelungen der Zeit unmittelbar nach den Sommerferien an. Das bedeutet für den Schulbetrieb nach den Herbstferien:

  • Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände müssen alle Schülerinnen und Schüler eine Mund-Nase-Bedeckung tragen; dies gilt für alle Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 5 auch wieder im Unterricht und an ihrem Sitzplatz.
  • Die Schülerinnen und Schüler der Primarstufe müssen weiterhin keine Mund-Nase-Bedeckung tragen, solange sie sich im Klassenverband im Unterrichtsraum aufhalten.
  • Auch für die Angebote im Offenen Ganztag gelten die bisherigen Regelungen fort, d.h es sind keine Mund-Nase-Bedeckungen erforderlich.
  • Lehrkräfte müssen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen, solange sie im Unterricht einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten können.
  • Von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung kann die Schulleitung nach Vorlage eines aussagekräftigen ärztlichen Attests generell aus medizinischen Gründen befreien, eine Lehrerin oder ein Lehrer aus pädagogischen Gründen zeitweise oder in bestimmten Unterrichtseinheiten. In diesen Fällen ist in besonderer Weise auf die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern – wenn möglich – zu achten.

Diese Regelungen sollen bis zum Beginn der Weihnachtsferien am 22. Dezember 2020 gelten.

Die Erweiterung der Maskenpflicht soll nach den Herbstferien – ebenso wie nach den Sommerferien – durch zusätzlichen Schutz für alle Beteiligten für mehr Sicherheit und Stabilität im Unterrichtsgeschehen sorgen. Zudem kann und soll sie eine wichtige Grundlage für die örtlich zuständigen Gesundheitsämter sein, wenn es darum geht, weitreichende Quarantäne-Maßnahmen zu vermeiden.

Es ist pädagogisch herausfordernd, im Schultag die MNB-Pflicht einzuhalten. Wir bitten hier um Unterstützung der Schülerinnen und Schüler durch Eltern und Lehrkräfte, sich auf die Maßnahmen und Erfordernisse, die die Schule zur Einhaltung des Hygiene- und Gesundheitsschutzes einfordert, einzulassen.

Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen ist ein Baustein, um Risikogruppen zu schützen und zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus beizutragen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der hygienisch einwandfreie Umgang mit den Mund-Nasen-Bedeckungen wichtig. Informationen hierzu gibt es z.B. unter https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/verhaltensregeln.html

Plastik-Visiere

Die Anordnung zum Tragen einer textilen MNB in bestimmten Bereichen, in denen die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 m zwischen Personen nicht umfassend sichergestellt werden kann, dient vor allem dem Drittschutz, also dem Schutz vor der Übertragung von SARS-CoV-2 durch potentiell infizierte Personen via Aerosole in der Atemluft, beim Niesen etc. Diesen Schutz stellt – auch nach Einschätzung des RKI – das Tragen eines Visieres (z. B. aus Plexiglas) nicht in der gleichen Weise sicher, wie eine eng am Gesicht anliegende MNB. Daher stellen Visiere keinen grundsätzlichen Ersatz für eine MNB dar. Allerdings können Visiere bei Personen zum Einsatz kommen, bei denen das (dauerhafte) Tragen einer MNB aus medizinischen Gründen nicht möglich ist. Dort, wo das dauerhafte Tragen einer MNB die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung mit sich bringt, kann der Ersatz durch ein Visier auch aus Gründen des Arbeitsschutzes geboten sein. Vorrang hat aus Gründen des Infektionsschutzes aber eindeutig das Tragen einer MNB.

Rückverfolgbarkeit

Um im Bedarfsfall Infektionsketten nachvollziehen und unterbrechen zu können, sind konstante Gruppenzusammensetzungen erforderlich, soweit nicht zwingende schulorganisatorische Gründe entgegenstehen.
Der Unterricht soll jahrgangsbezogen in Klassen, in Kursen oder festen Lerngruppen stattfinden.

Eine jahrgangsübergreifende Gruppenbildung ist grundsätzlich nicht möglich. Ausnahmen bilden bereits jahrgangsgemischt zusammengesetzte reguläre Klassen bzw. Lerngruppen, Gruppen für Ganztags- und Betreuungsangebote sowie Schulsportgemeinschaften.
Damit der Unterricht gemäß den Vorgaben der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen organisiert werden kann, können insofern klassenübergreifende feste Lerngruppen und Kurse gebildet werden (z.B. Religionsunterricht, Wahlpflichtbereich).
Der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe findet wie bisher in festen fachbezogenen Kursen statt. Dies gilt auch für Fachunterrichtskooperationen mit anderen Schulen.
In den Räumen für den Unterricht und andere schulische Angebote soll mit Ausnahme von Ganztags- und Betreuungsangeboten für alle Klassen, Kurse und Lerngruppen eine feste Sitzordnung eingehalten und dokumentiert werden. Für jede Unterrichtsstunde und vergleichbare Schulveranstaltung ist darüber hinaus die jeweilige Anwesenheit zu dokumentieren. Die entsprechenden Dokumente sind zur Rückverfolgbarkeit für vier Wochen aufzubewahren.

Hygiene

Eine regelmäßige und wirksame Durchlüftung der Unterrichtsräume ist sicherzustellen. Räume, in denen dies nicht möglich ist, sind für den Unterricht nicht zugelassen.
Die Schulen sollten zugleich ihre bestehenden Konzepte zur Hygiene und zum Infektionsschutz fortführen, sofern diese dem angepassten Schulbetrieb in Corona-Zeiten nicht entgegenstehen.

Die Hinweise und Verhaltensempfehlungen für den Infektionsschutz an Schulen im Zusammenhang mit Covid-19 als gemeinsames Dokument der kommunalen Spitzenverbände und des Ministeriums für Schule und Bildung mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie der Unfallkasse NRW wurden auf den aktuellen Stand gebracht.

Die Hinweise und Empfehlungen folgen der inzwischen allgemein anerkannten Erkenntnis, dass über die AHA–Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) hinaus das Lüften der Unterrichtsräume ein wesentlicher, einfacher und wirkungsvoller Beitrag dazu ist, das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus über Aerosole deutlich zu verringern.

Die Kultusministerkonferenz hat diesem Thema ihre besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Das Umweltbundesamt hat auf ihre Bitte dazu seine Empfehlungen zu Luftaustausch und effizientem Lüften zur Reduzierung des Infektionsrisikos durch virushaltige Aerosole in Schulen veröffentlicht und ins Netz gestellt:

https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/coronaschutz-in-schulen-alle-20-minuten-fuenf

Die darin empfohlenen Regeln sind klar formuliert, leicht zu befolgen und sollten schnell zur selbstverständlichen Praxis in allen Unterrichtsräumen werden:

  • Stoßlüften alle 20 Minuten,
  • Querlüften wo immer es möglich ist,
  • Lüften während der gesamten Pausendauer.
Hinweise und Verhaltensempfehlungen für den Infektionsschutz

Die gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden für das neue Schuljahr erarbeiteten und mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie der Unfallkasse NRW abgestimmten „Hinweise und Verhaltensempfehlungen für den Infektionsschutz an Schulen in Zusammenhang mit Covid-19“ werden regelmäßig aktualisiert und in das Bildungsportal eingestellt. Bei Fragen zu Sicherheits- und Hygienemaßnahmen stehen die Betriebsärzte und Sicherheitsfachkräfte der BAD GmbH zur Verfügung und beraten vor Ort in der Schule zur praktischen Umsetzung. Ansprechpartner der BAD GmbH sind hier abrufbar.

Hygieneempfehlungen für die Verpflegung in Schulmensen

Die Hygieneempfehlungen für die Verpflegung in Schulmensen des Ministeriums für Schule und Bildung und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales sind eine Hilfe für Schulträger und Schulen, wie der erforderliche Mensabetrieb zum neuen Schuljahr erfolgen kann. Die jeweils geltende Fassung der Bestimmungen finden Sie hier auf den Seiten des Schulministeriums.

Schutz von vorerkrankten Schülerinnen und Schülern

Grundsätzlich sind Schülerinnen und Schüler verpflichtet, am Präsenzunterricht teilzunehmen. Es gelten die allgemeinen Bestimmungen zur Schul- und Teilnahmepflicht.

Für Schülerinnen und Schüler mit relevanten Vorerkrankungen finden die Bestimmungen über Erkrankungen (§ 43 Absatz 2 SchulG) mit folgender Maßgabe Anwendung: Die Eltern entscheiden, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte. Die Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt wird empfohlen. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen dies schriftlich mit. Entsprechende Pflichten gelten für volljährige Schülerinnen und Schüler.

Die Eltern bzw. die betroffenen volljährigen Schülerinnen und Schüler müssen zum einen darlegen, dass für die Schülerin oder den Schüler wegen einer Vorerkrankung eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Bei begründeten Zweifeln kann die Schule ein ärztliches Attest verlangen und in besonderen Fällen ein amtsärztliches Gutachten einholen. Besucht die Schülerin oder der Schüler die Schule voraussichtlich oder tatsächlich länger als sechs Wochen nicht, soll die Schule ein ärztliches Attest verlangen und in besonderen Fällen ein amtsärztliches Gutachten einholen. Für die Schülerin oder den Schüler entfällt lediglich die Verpflichtung zur Teilnahme am Präsenzunterricht. Sie oder er ist weiterhin dazu verpflichtet, daran mitzuarbeiten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. Hierzu gehört auch der Distanzunterricht. Die Verpflichtung zur Teilnahme an Prüfungen bleibt bestehen.

Schutz vorerkrankter Angehöriger, die mit Schülerinnen und Schülern in häuslicher Gemeinschaft leben

Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern, Großeltern oder Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine relevante Erkrankung, bei der eine Infektion mit SARS-Cov-2 ein besonders hohes gesundheitliches Risiko darstellt, besteht, sind vorrangig Maßnahmen der Infektionsprävention innerhalb der häuslichen Gemeinschaft zum Schutz dieser Angehörigen zu treffen.

Die Nichtteilnahme von Schülerinnen und Schülern am Präsenzunterricht kann zum Schutz ihrer Angehörigen nur in eng begrenzten Ausnahmefällen und nur vorübergehend in Betracht kommen. Dies setzt voraus, dass ein ärztliches Attest des betreffenden Angehörigen vorgelegt wird, aus dem sich die Corona-relevante Vorerkrankung ergibt.

Eine Entbindung von der Teilnahme am Präsenzunterricht kommt vor allem dann in Betracht, wenn sich die oder der Angehörige aufgrund des individuellen Verlaufs ihrer oder seiner Vorerkrankung vorübergehend in einem Zustand erhöhter Vulnerabilität befindet. Die Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Distanzunterricht und zur Teilnahme an Prüfungen bleibt bestehen. Diese Grundsätze gelten ebenso bei Anträgen auf Entbindung von der Teilnahme am Präsenzunterricht.

Möglichkeiten der Corona-Testung für das Personal an den Schulen

Alle an den öffentlichen und privaten Schulen tätigen Personen können sich in der Zeit vom ersten Schultag nach den Herbstferien (26. Oktober 2020) bis zum letzten Schultag vor den Weihnachtsferien (22. Dezember 2020) bis zu drei Mal anlasslos und zu einem frei gewählten Termin testen lassen. Die Testung soll außerhalb der Zeiten eigener Unterrichtsverpflichtung oder der eigenen Arbeitszeit an der Schule stattfinden. Die Kosten übernimmt das Land. Die Organisation der Testungen erfolgt über die Kassenärztlichen Vereinigungen. Testmöglichkeiten sind bei den bestehenden Testzentren sowie niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, vorrangig den Hausärztinnen und Hausärzten gegeben. Die Schulleitungen werden gebeten, das Testangebot in ihrer Schule bekannt zu machen und stellen für Beschäftigte, die das Angebot nutzen wollen, diese Bescheinigung aus. Sobald das Ergebnis vorliegt, wird die getestete Person persönlich durch das untersuchende Labor informiert. Das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) erhält Informationen über die Ergebnisse in anonymisierter Form, um im Rahmen einer Studie das Infektionsgeschehen an den Schulen zu analysieren.

Organisatorischer Hinweis:

Die Nutzung des kostenlosen Testangebots ist nur bei Vertragsärztinnen und Vertragsärzten mit Sitz in NRW möglich. Bei ausschließlich privatärztlich tätigen Ärztinnen und Ärzten – egal ob sich die Praxis in oder außerhalb von NRW befindet – kann die Testung nicht erfolgen. Überdies kann die Testung in Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigungen vorgenommen werden. Diese sind von den Testzentren der Kommunen zu unterscheiden. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld der Testung, ob es sich um ein Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung oder der Kommune handelt.

Umfassende Testungen für Personal an Schulen sowie Schülerinnen und Schüler im Corona-Fall

Sollten bei Testungen oder auf anderem Wege Infektionsfälle mit dem Corona-Virus festgestellt werden, wird das zuständige Gesundheitsamt von der Schulleitung informiert und entscheidet über weitere Maßnahmen. Beispielsweise kommt eine Testung von Kontaktpersonen in Betracht, um lokale Cluster und Infektionsketten zu identifizieren und möglichst frühzeitig zu unterbrechen. Je nach Infektionsgeschehen und regionaler Gegebenheit werden Schulen aber auch umfassend oder gar vollständig getestet und wenn nötig auch kurzfristig vorübergehend geschlossen, um das Infektionsgeschehen gesichert abklären und eindämmen zu können.

Zuständigkeiten und Vorgehen in Schule bei auftretenden Corona-Fällen

Schülerinnen und Schüler, die im Schulalltag COVID-19-Symptome (wie insbesondere Fieber, trockener Husten, Verlust des Geschmacks-/Geruchssinn) aufweisen, sind ansteckungsverdächtig. Sie sind daher zum Schutz der Anwesenden gemäß § 54 Absatz 3 SchulG – bei Minderjährigen nach Rücksprache mit den Eltern – unmittelbar und unverzüglich von der Schulleitung nach Hause zu schicken oder von den Eltern abzuholen. Bis zum Verlassen der Schule sind sie getrennt unterzubringen und angemessen zu beaufsichtigen. Die Schulleitung nimmt mit dem Gesundheitsamt Kontakt auf. Dieses entscheidet über das weitere Vorgehen. Ein genauer Ablaufplan ist den Schulen landesweit zur Verfügung gestellt worden.

Auch Schnupfen kann nach Aussage des Robert-Koch-Instituts zu den Symptomen einer COVID-19-Infektion gehören. Angesichts der Häufigkeit eines einfachen Schnupfens soll die Schule den Eltern unter Bezugnahme auf § 43 Absatz 2 Satz 1 SchulG empfehlen, dass eine Schülerin oder ein Schüler mit dieser Symptomatik ohne weitere Krankheitsanzeichen oder Beeinträchtigung ihres Wohlbefindens zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden soll. Wenn keine weiteren Symptome auftreten, nimmt die Schülerin oder der Schüler wieder am Unterricht teil. Kommen jedoch weitere Symptome wie Husten, Fieber etc. hinzu, ist eine diagnostische Abklärung zu veranlassen.

Distanzunterricht bei Quarantänemaßnahmen

Die Anwesenheit in der Schule, also die Teilnahme am Präsenzunterricht und sonstigen Schulveranstaltungen, ist für die Dauer einer Quarantäne ausgeschlossen; dabei ist von 14 Tagen auszugehen. Die zu einer Quarantäne verpflichteten Schülerinnen und Schüler erhalten Distanzunterricht. Sie sind auch weiterhin verpflichtet, sich auf diesen Unterricht vorzubereiten, sich aktiv daran zu beteiligen, die erforderlichen Arbeiten anzufertigen und die Hausaufgaben zu erledigen.

Umgang mit Rückkehrenden aus Risikogebieten

Bei einer Einreise aus einem Risikogebiet ist die Coronaeinreiseverordnung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu beachten, aus der sich besondere Verpflichtungen für Schülerinnen und Schüler sowie alle an Schulen tätigen Personen ergeben können. Weiterführende Informationen sind auf dessen Sonderseite abrufbar unter: www.mags.nrw/coronavirus.  

Die Einstufung als Risikogebiet wird durch das Robert-Koch-Institut fortgeschrieben und veröffentlicht: www.rki.de/covid-19-risikogebiete.

 

Rückkehr von Schülerinnen und Schülern aus Risikogebieten/Schulpflicht

Schülerinnen und Schülern müssen sich nach der Rückkehr aus Risikogebieten nach Maßgabe der jeweils geltenden Coronaeinreiseverordnung (vgl. zu der ab dem 7. Oktober 2020 geltenden Fassung https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/201006_coronaeinrvo_ab_07.10.2020_lesefassung.pdf) regelmäßig in Quarantäne begeben. Wenn sie dies missachten und dennoch zur Schule kommen, spricht die Schulleiterin oder der Schulleiter aufgrund des Hausrechts das Verbot aus, das Schulgelände zu betreten. Unabhängig von den rechtlichen Folgen stellt ein solches Verhalten einen schweren Verstoß gegen die Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme in der Schule dar.

Wenn Schülerinnen und Schüler in Quarantäne sind, bleiben sie dem Unterricht aus Rechtsgründen fern. Dieser Umstand stellt daher keine Schulpflichtverletzung und keinen schulischen Pflichtenverstoß der Schülerin oder des Schülers dar. Das dem privaten Lebensbereich zuzurechnende Urlaubsverhalten ist durch schulrechtliche Maßnahmen (Bußgeldverfahren, Ordnungsmaßnahmen) nicht zu sanktionieren.

Nach § 43 Absatz 2 SchulG müssen die Eltern bzw. die betroffenen volljährigen Schülerinnen und Schüler im Falle eines Schulversäumnisses die Schule unverzüglich benachrichtigen und schriftlich den Grund mitteilen. Bei begründeten Zweifeln, ob Unterricht aufgrund der Verpflichtung zur Einhaltung von Quarantänemaßnahmen versäumt wird, kann die Schule im Fall der gesetzlichen Quarantäne gemäß § 3 CoronaEinrVO von den Eltern Nachweise über die Reise in ein Risikogebiet verlangen und im Fall einer behördlich angeordneten Quarantäne im Wege der Amtshilfe gemäß § 5 Absatz 1 Nr. 3 Verwaltungsverfahrensgesetz NRW beim Gesundheitsamt Erkundigungen einziehen, ob und ggfls. welche Maßnahmen dort aufgrund des Infektionsschutzgesetzes oder aufgrund der nach dem Infektionsschutzgesetz erlassenen Bestimmungen getroffen worden sind. Für die Nachholung quarantänebedingt nicht erbrachter Leistungsnachweise (Klassenarbeiten, Klausuren) gelten die Bestimmungen der jeweiligen Ausbildungs- und Prüfungsordnung.

Nach dem Aufenthalt in einem Risikogebiet und der Einreise nach Deutschland entfällt die Pflicht zur Quarantäne ab dem Zeitpunkt, ab dem Einreisende ein negatives Testergebnis nachweisen können. Hierfür gibt es aktuell zwei Möglichkeiten:

  • Nachweis eines negativen Testergebnisses bei der Einreise, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Dieses ärztliche Zeugnis muss in deutscher oder in englischer Sprache verfasst sein.
  • Testung unverzüglich nach der Einreise (Testzentrum oder Hausarzt)
Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App kann bei der Eindämmung der Pandemie einen zusätzlichen Beitrag leisten, indem sie schneller als bei der klassischen Nachverfolgung Personen identifiziert und benachrichtigt, die eine epidemiologisch relevante Begegnung mit einer Corona-positiven Person hatten. Zudem hilft sie, den zeitlichen Verzug zwischen dem positiven Test einer Person und der Ermittlung und Information ihrer Kontakte zu reduzieren. Die Nutzung der App soll allen am Schulleben Beteiligten empfohlen werden.

Ressourcen und Einsatz der Lehrkräfte

Maßnahmen zur Verstärkung der Personalausstattung an Schulen

Zur unmittelbaren Abmilderung der Folgen der Corona-Krise, die beispielsweise dadurch entstehen, dass Lehrkräfte aus gesundheitlichen Gründen nicht oder nur eingeschränkt im Präsenzunterricht eingesetzt werden können, werden zum Schuljahresbeginn weitere Maßnahmen getroffen, um die Unterrichtssituation an den Schulen zu verbessern.

  • Für das Schuljahr 2020/21 wurden den Bezirksregierungen bereits 800 Stellen zusätzlich zugewiesen. Diese Planstellen für unbefristete Einstellungen an Gymnasien werden aus personalwirtschaftlichen Gründen im Vorgriff auf einen durch die Umstellung auf einen neunjährigen Bildungsgang begründeten absehbaren hohen Einstellungsbedarf zum Schuljahr 2026/27 bereitgestellt. Die auf diesen Stellen eingestellten Lehrkräfte sollen in dieser Übergangszeit durch Abordnungen insbesondere den Schulen und Schulformen zu Gute kommen, die aufgrund der Situation am Lehrkräftearbeitsmarkt unter einem Lehrkräftemangel leiden. Die Stellen können auch aufgrund der günstigen Situation am Lehrkräftearbeitsmarkt für Lehrkräfte mit der Lehramtsbefähigung für die Sekundarstufe II nach Schuljahresbeginn besetzt werden. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass zum 1. November 2020 wieder neue grundständig ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung stehen werden. Die Maßnahme, die in den nächsten Jahren auf bis zu 3.000 Stellen ausgebaut werden soll, trägt auch dazu bei, die Unterrichtssituation vor dem Hintergrund der besonderen pandemiebedingten Belastungen zu verbessern.
  • Zur Sicherung des Präsenzunterrichts ist die Möglichkeit für weitere befristete Beschäftigungen von Lehrkräften eröffnet worden (Runderlass vom 21. Juli 2020). Neben befristeten Beschäftigungen mit Sachgrund soll nunmehr auch die Möglichkeit des § 14 Abs. 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) zur sachgrundlosen befristeten Beschäftigung genutzt werden. Dies eröffnet zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten von bis zu zwei Jahren. Abhängig von den konkreten Erfordernissen vor Ort entscheiden die zuständigen Schulaufsichtsbehörden in eigener Zuständigkeit, welche Schulen in welchem Umfang befristete Lehrkräftebedarfe ausschreiben können. Die Ausschreibungen können bereits erfolgen. Darauf können sich sowohl Bewerberinnen und Bewerber mit einer Lehramtsbefähigung als auch geeignete andere Personen ohne Lehramt bewerben, zum Beispiel Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit oder ohne lehramtsbezogenen Abschluss oder Studierende, die bisher noch nicht im Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen beschäftigt waren.
  • Damit Schulen in den Fällen, in denen derzeit keine freien Lehrerstellen zur Verfügung stehen, befristete Einstellungen vornehmen können, werden zum Schuljahresbeginn zusätzlich weitere 400 Stellen für die Beschäftigung von Lehrkräften bereitgestellt. Auch diese Ausschreibungen können bereits erfolgen.
  • Im Rahmen der Stellenbewirtschaftung für das Schuljahr 2020/21 wird ermöglicht, bis zu 400 freie Lehrerstellen in der Schulform Grundschule für die Einstellung von tarifbeschäftigten Sozialpädagogischen Fachkräften in der Schuleingangsphase zu nutzen. Zum Schuljahreswechsel 2021/22 können die so in Anspruch genommenen Lehrerstellen wieder mit Lehrkräften besetzt werden. Die Stellen werden mit dem Haushalt 2021 zusätzlich bereitgestellt. Die Maßnahme zielt darauf ab, der schwierigen Personalsituation an zahlreichen Grundschulen und der Tatsache entgegenzuwirken, dass Kinder zum Teil durch fehlenden Präsenzunterricht Rückschritte in ihrer schulischen Entwicklung haben können. Die Ausschreibungen können bereits erfolgen.
  • Als Folge der Corona-Krise können sich derzeit noch nicht quantifizierbare Veränderungen beim Stellenbedarf an den Berufskollegs ergeben, wenn Ausbildungsplätze nicht im bisherigen Umfang zur Verfügung stehen. Für den Fall, dass die zugewiesenen Stellen nicht ausreichen, um den schülerzahlbedingten Stellenbedarf an den Berufskollegs zu decken, können nach Beginn des Schuljahres weitere Stellen zur Bedarfsdeckung zugewiesen werden.
  • Die Zahl der wöchentlichen Pflichtstunden einer Lehrkraft kann aus schulorganisatorischen Gründen, insbesondere zum Ausgleich einer nicht gleichmäßigen Unterrichtserteilung, für bis zu sechs Monate um bis zu sechs Stunden über- oder unterschritten werden. Die zusätzlich oder weniger erteilten Unterrichtsstunden sind innerhalb des Schuljahres auszugleichen, ausnahmsweise im folgenden Schuljahr. Eine Überschreitung um mehr als zwei Stunden soll in der Regel nicht ohne Zustimmung der Lehrkraft erfolgen, wenn sie über zwei Wochen andauert (§ 2 Abs. 4 VO zu § 93 Abs. 2 SchulG). Die Regelung dient dazu, eine nicht gleichmäßige Unterrichtserteilung flexibel im Schuljahr auszugleichen.
  • Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter können im Schuljahr 2020/21 freiwillig statt bislang drei bis zu sechs Stunden zusätzlichen, das heißt über den selbstständigen Ausbildungsunterricht hinausgehenden Unterricht an ihrer Ausbildungsschule erteilen, sofern das Ausbildungsziel dadurch nicht gefährdet wird und die Lehramtsanwärterin oder der Lehramtsanwärter diesem zustimmt. Eine diesbezügliche Beauftragung sollte nur mit Einverständnis des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung erfolgen.
  • Die wichtigsten Maßnahmen der Maßnahmenpakete 1 bis 3 aus den Bereichen Dienstrecht, Lehrerausbildung und Lehrereinstellung sind in einer Broschüre für die Schulleitungen (sog. Instrumentenkasten) zusammengefasst und Ende April/Anfang Mai 2020 an alle Schulen verschickt worden. Die Broschüre kann unter dem Link url.nrw/brleve abgerufen werden.

Auf der Internetseite des Schulministeriums ist die Datei hier zu finden.

Schulen, die über eine oder mehrere der vorgenannten Maßnahmen Personal gewinnen möchten, wenden sich an die zuständige Schulaufsichtsbehörde.

Personaleinsatz

Die Geltungsdauer der mit Runderlass vom 22. Mai 2020 bestimmten Regelungen zum Einsatz des Personals wurde zuletzt mit Runderlass vom 09. Oktober 2020 bis zum Ablauf des 22. Dezember 2020 (letzter Unterrichtstag vor den Weihnachtsferien) verlängert. Danach gilt:

  • Für die Zeit nach den Herbstferien ist für eine Befreiung vom Präsenzunterricht die Vorlage eines neuen Attestes erforderlich. Gemäß bisheriger Erlasslage vom 22. Mai 2020, die mit neuer Erlasslage in diesem Punkt fortgeschrieben wurde, ist dabei eine individuelle Risikofaktoren-Bewertung im Sinne einer (arbeits-) medizinischen Begutachtung erforderlich und vorzunehmen. Diese hat den Kriterien des Robert-Koch-Instituts zu entsprechen.
  • Für Schwangere gelten die generellen Regelungen zu Beschäftigungsverboten nach dem Mutterschutzgesetz.

Zur Entscheidung über den Einsatz von Lehrkräften ist zu beachten:

  • Bei Lehrkräften, die aufgrund eines Attestes vom Präsenzunterricht befreit sind, ist das Interesse, keine dienstlichen Tätigkeiten mit relevant erhöhtem Ansteckungsrisiko auf Grund einer Vielzahl von Schülerkontakten auszuüben, besonders zu berücksichtigen.
  • Mit der Befreiung vom Präsenzunterricht entfällt jedoch nicht die allgemeine Dienstpflicht zu Tätigkeiten, die insgesamt der Unterrichtsversorgung und Unterrichtsorganisation dienen können. Auch dieses Interesse hat die Schulleitung bei der Interessenabwägung einzubringen.

Von einer Formulierung von Beispielfällen wird abgesehen, da die Abwägung nach den besonderen Umständen des jeweiligen Einzelfalles vorgenommen werden muss.

Für eine Beratung zu Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Hinblick auf den Einsatz in der Schule stehen den Lehrkräften die Ansprechpartner der BAD GmbH zur Verfügung.

Unterricht auf Distanz

Rechtlicher Rahmen für das Lernen auf Distanz

Am 30. September 2020 hat der Ausschuss für Schule und Bildung seine Zustimmung zur Zweiten Verordnung zur befristeten Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 Schulgesetz (VO Distanzunterricht) erteilt. Die Verordnung vom 2. Oktober 2020 ist rückwirkend zum 1. August 2020 in Kraft getreten und kann hier eingesehen werden. 

Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern liegt damit ein rechtverbindlicher Rahmen für den Distanzunterricht vor:

Distanzunterricht kommt nur bei einem durch SARS-CoV-2 verursachten Infektionsgeschehen in Betracht. Ist die Unterrichtsversorgung aus anderen Gründen angespannt, ist nicht auf Distanzunterricht, sondern die üblichen Instrumente zur Sicherstellung der Unterrichtsversorgung zurückzugreifen.

Der Schul- und Unterrichtsbetrieb in Präsenz hat absoluten Vorrang. Erst wenn nach Ausschöpfen aller Möglichkeiten, Präsenzunterricht nicht oder nicht vollständig erteilt werden kann, findet Distanzunterricht statt. An diese Voraussetzung sind strenge Maßstäbe zu legen. Es sind alle Optionen zur Realisierung des Vorrangs von Präsenzunterricht zu nutzen.

Über die Einrichtung von Distanzunterricht entscheidet die Schulleitung.

 

Handreichung zur lernförderlichen Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht

Die Schulen können zur Unterstützung auf eine Handreichung zur Entwicklung organisatorischer, didaktischer und pädagogischer Konzepte sowie mit Hinweisen zur Leistungsbewertung zurückgreifen. In ihr werden Fragen zu Organisationsmodellen, zu den im Kollegium zu treffenden Absprachen, zur Sicherstellung der Lernangebote für alle Schülerinnen und Schüler, zur Einbeziehung der Eltern und der Information der Schulgemeinde etc. thematisiert. Die Handreichung ist vom Ministerium für Schule und Bildung in enger Zusammenarbeit mit der Qualitäts- und Unterstützungsagentur sowie unter Beteiligung von erfahrenen Schulleitungen erarbeitet worden; sie wird den Schulen in der 32. KW bekannt gemacht, also rechtzeitig zum Start in das neue Schuljahr als online-Broschüre zur Verfügung stehen (www.broschüren.nrw/distanzunterricht).

Fachliche Unterrichtsvorhaben für den Unterricht auf Distanz werden von der QUA-LiS im Lehrplannavigator zu Beginn des Schuljahres zur Verfügung gestellt. Das Angebot wird sukzessive weiter ausgebaut.

Für die Berufskollegs wird zum Schuljahresbeginn eine Handreichung zur chancengerechten Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht in digitaler und anschließend auch in gedruckter Form veröffentlicht. Sie ist vom Ministerium für Schule und Bildung in Zusammenarbeit mit QUA-LiS und unter Beteiligung von oberer Schulaufsicht, Schulleitungen und Lehrkräften entwickelt worden. Die Handreichung enthält unter anderem rechtliche, organisatorische und didaktisch-methodische Hinweise sowie Qualitätskriterien zu bildungsgangspezifischen Konzepten. Sie wird ergänzt von Unterstützungsmaterialien in einem strukturierten Webangebot zur Umsetzung von digitalen Lernformaten (www.berufsbildung.nrw.de).

Impulse für das Lernen auf Distanz

Die Autoren Axel Krommer, Philippe Wampfler und Wanda Klee haben im Auftrag des Schulministeriums Impulse für das Lernen auf Distanz als didaktisches Unterstützungs- und Reflexionsangebot für Lehrerinnen und Lehrer konzipiert, sie sollen impulsgebend auch für Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder an den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung wirken. Die Hinweise sind bewusst allgemein formuliert, erfordern eine Konkretisierung, die an die jeweilige Schulsituation angepasst ist, und sollen dazu beitragen, dass sich in der Phase des Distanzlernens vielfältige Lernchancen ergeben und gleichzeitig die sozialen Aspekte des Lernens angemessen gewürdigt werden. Sie sind nicht als starres Regelwerk zu verstehen, sollen aber Orientierung geben.

Die Impulse finden Sie hier.

Investitionen in eine digitale schulische Infrastruktur und Ausstattung

Das Land investiert gemeinsam mit dem Bund in erheblichem Umfang in die Schuldigitalisierung. Beispielsweise steht den Schulträgern in Nordrhein-Westfalen rund eine Milliarde Euro aus dem DigitalPakt Schule zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie stehen weitere Mittel bereit, um die Schuldigitalisierung zu beschleunigen. Für die Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bedarf stockt das Land die vom Bund zur Verfügung gestellten 105 Millionen Euro um zusätzliche 55 Millionen Euro auf. Zusammen mit einem Eigenanteil der Schulträger von 17,8 Millionen Euro stehen insgesamt rund 178 Millionen Euro für dieses Sofortausstattungsprogramm zur Verfügung.

Des Weiteren fördert Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland die Ausstattung von Lehrkräften mit digitalen Endgeräten mit 103 Millionen Euro.

Im Rahmen einer weiteren Zusatzvereinbarung zum DigitalPakt stehen für Nordrhein-Westfalen zusätzliche 105 Millionen Euro zur Verfügung, um die Schulträger dabei zu unterstützen, den Ausbau von professionellen Administrations- und Supportstrukturen finanzieren (Personal- und Sachkosten). So soll sichergestellt werden, dass die Technik zuverlässig funktioniert und Lehrerinnen und Lehrer sich mehr auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.

Das Land stellt darüber hinaus digitale Anwendungen für die schulische Arbeit bereit, insbesondere die Schulplattform LOGINEO NRW, die Lernplattform LOGINEO NRW LMS und den LOGINEO NRW Messenger, der perspektivisch auch ein Videokonferenztool beinhaltet.

Digitale Endgeräte und LOGINEO NRW

Digitale Endgeräte

Alle Lehrerinnen und Lehrer der öffentlichen Schulen und der Ersatzschulen werden vom Land und unter organisatorischer Mitwirkung der Schulträger mit dienstlichen Endgeräten ausgestattet. Die Beschaffung der Geräte über die Schulträger ist bereits möglich. Hierzu stellt das Land 103 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderrichtlinie zur Ausstattung der Lehrkräfte mit dienstlichen Endgeräten ist unter dem nachfolgendem Link zum Digitalpakt veröffentlicht. Vorgesehen ist, dass die Schulträger in einem vereinfachten Verfahren Budgets erhalten und die dienstlichen Endgeräte für die Lehrkräfte in eigener Zuständigkeit beschaffen und verteilen. Es gilt ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn für Beschaffungsvorgänge ab dem 16. März 2020.

Mit den Mitteln aus der Zusatzvereinbarung zum Digitalpakt Schule („Sofortausstattungsprogramm“) in Höhe von insgesamt 178 Millionen Euro können die Schulträger bereits Endgeräte für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bedarf beschaffen. Die Förderrichtlinie ist am 22. Juli 2020 unter https://digitalpakt-nrw.de veröffentlicht worden. Antragsberechtigt sind Schulträger, die nach einem Verteilschlüssel entsprechende Budgets erhalten. Diese beschaffen und verteilen die Geräte in eigener Zuständigkeit unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben. Es gilt ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn für alle Beschaffungen ab dem 16. März 2020.

LOGINEO NRW

Die Landesregierung stellt den Schulen mit der Schulplattform LOGINEO NRW und dem Lernmanagementsystem LOGINEO NRW LMS zwei Anwendungen zur Verfügung, um die Digitalisierung der Schulen, das digitale Arbeiten der Lehrerinnen und Lehrer sowie das Lehren und Lernen mit digitalen Medien zu unterstützen. Das Land sichert dauerhaft den Betrieb und die Weiterentwicklung der Angebote der „LOGINEO Familie“ mit zusätzlich rund 36,4 Millionen Euro.

  • LOGINEO NRW beinhaltet u. a. Funktionen wie dienstliche E-Mail, Cloud-Speicher, Daten-Safe, Terminkalender u. a. Mit LOGINEO NRW haben Lehrkräfte die Möglichkeit, ab sofort rechtssicher unter Beachtung des Datenschutzes zu kommunizieren. Das Ministerium für Schule und Bildung wird die Schülererweiterung (Version 1.5) im Schuljahr 2020/2021 zur Verfügung stellen. Aktuell (Stand: 23. Juli 2020) haben 1.199 Schulen das Hauptsystem beantragt und 914 Systeme konnten ausgeliefert werden. Das Hauptsystem kann unter www.logineo.nrw.de beantragt werden.
  • Das Ministerium für Schule und Bildung bietet die Lernplattform LOGINEO NRW LMS allen öffentlichen Schulen und Ersatzschulen sowie den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung kostenlos an. Aktuell (Stand: 23. Juli 2020) haben 915 Schulen das LMS beantragt und 892 entsprechende Instanzen erhalten. Das LMS kann unter https://logineonrw-lms.de/ beantragt werden.
  • Das Land NRW stellt den öffentlichen Schulen, den Ersatzschulen und den Zentren für schulische Lehrerausbildung (ZfsL) ab sofort einen Messenger-Dienst kostenlos zur Verfügung. Der LOGINEO NRW Messenger ermöglicht eine einfache, schnelle und sichere digitale Kommunikation an Schulen, sei es in Phasen des Unterrichts auf Distanz oder im Rahmen des Präsenzunterrichts. Schulen können das System online unter www.logineo.nrw.de beantragen. Fragen und Antworten zum LOGINEO NRW-Messenger finden Sie hier.

Schul- und Unterrichtsbetrieb, Prüfungen und Abschlüsse

Prüfungen

Der Beginn der Abschlussprüfungen im Abitur sowie im Rahmen der Zentralen Prüfungen Klasse 10 wird im kommenden Jahr um jeweils knapp zwei Wochen verschoben. Das gibt den Schulen Gelegenheit, die Schülerinnen und Schüler besser auf die Prüfungen vorzubereiten.

Zudem sollen Lehrkräfte in ausgewählten Fächern der allgemeinbildenden Schulen eine erweiterte Aufgabenauswahlmöglichkeit erhalten, um angesichts möglicher Einschränkungen durch die Corona-Pandemie im Interesse der Schülerinnen und Schüler Prüfungen ohne Abstriche am Niveau, aber mit Blick auf die unterrichteten Inhaltsfelder zu ermöglichen. Die Abiturvorgaben gelten unverändert. Die neuen Prüfungstermine für die einzelnen Fächer werden den Schulen wie üblich zu Beginn des Schuljahres per Erlass mitgeteilt.

Abgesehen davon sollen im kommenden Schuljahr alle Vorgaben der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen unverändert gelten; dies schließt alle Abschlussverfahren und Prüfungen einschließlich der Abiturprüfungen im Jahr 2021 ein. Die aktualisierten Vorgaben für das Zentralabitur 2021 an den Beruflichen Gymnasien, die zusätzliche Fokussierungen enthalten, sind mittlerweile unter www.standardsicherung.nrw.de veröffentlicht. Die angepasste Terminleiste für das Zentralabitur 2021 ist zum Schuljahresbeginn 2020/2021 ebenfalls unter www.standardsicherung.nrw.de verfügbar.

Sportunterricht

Die nach wie vor angespannte Infektionslage erlaubt es nicht, den Schulsport ohne Einschränkungen stattfinden zu lassen. Vorgaben für den Hygiene- und Infektionsschutz sind angemessen und mit aller Sorgfalt zu berücksichtigen. Es ist jedoch wichtig, dass der Schulsport und insbesondere der Sportunterricht gerade in der aktuellen Situation stattfinden, um Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen, gesundheitsförderlich zu wirken, Ausgleich zur außergewöhnlichen Situation im Schulbetrieb zu bieten und die Vorbereitung auf sportpraktische Prüfungsteile des Abiturs sowie im Rahmen weiterer Bildungsgänge zu ermöglichen.

Sportunterricht wird witterungsbedingt nach den Herbstferien in der Regel in den Sporthallen stattfinden. Voraussetzung für die Nutzung der Sporthallen ist eine Belüftungssituation, die einen Luftaustausch ermöglicht und die Aerosolkonzentration in der Sporthallenluft herabsetzt (vgl. „Hinweise und Verhaltensempfehlungen für den Infektionsschutz an Schulen im Zusammenhang mit Covid-19“).

Die Hallennutzungssituation wird vor Ort durch den Schulträger in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Ämtern analysiert und die Hallen werden entsprechend freigegeben. Lehrkräfte veranlassen aktiv eine Querlüftung durch Öffnung der Türen und/oder Fenster. Dabei sind die Zwischenwände bei Mehrfachhallen nach jeder Stunde hochzufahren.

Weitere Hinweise hierzu enthält die beigefügte Anlage.

Musikunterricht

Der schulische Musikunterricht findet im Schuljahr 2020/2021 in seinen unterschiedlichen Ausprägungen statt. Gemeinsames Singen in geschlossenen Räumen ist vorerst bis zu den Herbstferien nicht gestattet. Beim gemeinsamen Singen außerhalb von geschlossenen Räumen sowie bei der Verwendung von Blasinstrumenten sind die jeweils aufgeführten Sonderregelungen der CoronaSchVO (insbesondere § 8 Abs. 5 CoronaSchVO in entsprechender Anwendung) und ihrer Anlage zu beachten. Diese beinhalten im Wesentlichen vergrößerte Mindestabstände, Hinweise zum Umgang mit und zur Reinigung von Instrumenten sowie zur Hygiene in und zur Durchlüftung von Räumlichkeiten.

Sofern die schulischen Möglichkeiten die Einhaltung der Vorschriften für das Singen und das Spielen von Blasinstrumenten temporär oder dauerhaft nicht ermöglichen, ist auf andere Formen des aktiven Musizierens und Gestaltens zurückzugreifen, die den Schülerinnen und Schülern im Musikunterricht ebenfalls kreative Schaffens- und Ausführungsprozesse ermöglichen.

Fachpraktischer Unterricht in den Berufskollegs

Bei der Durchführung des fachpraktischen Unterrichts sind Bedingungen zu schaffen, die die aktuellen Vorgaben zur Eindämmung des Infektionsgeschehens beachten und Situationen verhindern, die Infektionsgeschehen verstärken könnten. Es gelten die CoronaBetrVO und CoronaSchVO.

Ganztags- und Betreuungsangebote in der Primarstufe und der Sekundarstufe I

Offene und gebundene Ganztags- und Betreuungsangebote werden im Schuljahr 2020/2021 im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten unter Beachtung des schulischen Hygienekonzeptes wieder regulär aufgenommen.

Die Mitwirkung externer Partner im Ganztag ist ebenfalls wieder vollständig möglich und wird vor Ort im Rahmen der bestehenden Konzepte ausgestaltet. Auch Fahrten und Exkursionen können im neuen Schuljahr wieder stattfinden. Die jeweils gültigen Regelungen der CoronaSchVO und ihrer Anlage sind zu beachten.

Falls Abweichungen vom regulären zeitlichen Umfang der Angebote erforderlich sind, wird die Umsetzung von Schulleitung und OGS-Leitung unter Einbeziehung des Schulträgers gestaltet.

Grundsätzlich ist ein regulärer Angebotsumfang anzustreben. Die für diese Aufgabe zur Verfügung gestellten Stellenzuschläge sind entsprechend einzusetzen. Die Zusammensetzung der Gruppen in den Ganztags- und Betreuungsangeboten ist zu dokumentieren, um bei Bedarf Infektionsketten zurückverfolgen zu können. Für Räume und Kontaktflächen gelten die Hygienebestimmungen, die im Rahmen der standortbezogenen Hygienekonzepte festgelegt sind.

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung gilt entsprechend den vorstehenden Regelungen zum Schulbetrieb. Zudem gilt für den Bereich der OGS, dass das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in den Gruppenräumen der Ganztags- und Betreuungsangebote in der Primarstufe nicht erforderlich ist.

Möglich sind auch Angebote zur Mittagsverpflegung durch Dienstleister, Kioske oder Bistros zur Versorgung derjenigen, die sich am Schulstandort aufhalten, wenn die aktuell gültigen Vorgaben zum Infektionsschutz und die Hygienevorschriften eingehalten werden. Die einzelnen Maßnahmen sind durch den Schulträger jeweils in Rücksprache mit der Schulleitung und dem örtlichen Gesundheitsamt abzuklären.

Wiederaufnahme von außerunterrichtlichen Angeboten und Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern

Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern kann im Schuljahr 2020/2021 regulär stattfinden und ausgestaltet werden, zum Beispiel in Ganztagsangeboten oder in Kooperationen in den Bereichen Kultur oder Sport. Kooperationen mit außerschulischen Partnern können in der Schule und an außerschulischen Lernorten stattfinden. Die jeweils gültigen Regelungen der CoronaSchVO und ihrer Anlage und die standortbezogenen Hygienekonzepte der Schulen und der außerschulischen Partner sind zu beachten.

 

Am 16. September 2020 hat das Ministerium für Schule und Bildung vier Förderrichtlinien für außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote veröffentlicht, die ab dem 10. Oktober 2020 bis zum Jahresende durchgeführt werden können und sich unabhängig vom Leistungsniveau an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen richten.

Dabei handelt es sich um die folgenden Formate:

  • Außerschulische Lernangebote an berufsbildenden Schulen
  • Bildungs- und Erziehungsangebote für Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen
  • Gruppenangebote für die individuelle fachliche Förderung und Potenzialentwicklung von Schülerinnen und Schülern
  • Individuelles Betreuungsangebot für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und intensivpädagogischem Förderbedarf gemäß § 15 AO-SF

Informationen zu den Programmen sowie die Förderrichtlinien sind auch im Bildungsportal des Landes NRW zu finden (vgl. https://www.schulministerium.nrw.de/themen/schulsystem/ausserschulische-bildungsangebote-coronazeiten).

 

 

Schulfahrten

Schulfahrten

Schulen können für den Zeitraum nach den Herbstferien – auch soweit Schulfahrten in das Ausland betroffen sind – wieder selbst über ihr Fahrtenprogramm bestimmen. Sie tun dies aber in eigener Verantwortung. Dies erscheint angemessen, da inzwischen hinreichende Informationen zur Einschätzung der Risiken vor Ort vorliegen. So veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage täglich aktualisierte Fallzahlen nach Bundesland und Landkreis.

Meine Empfehlung aus der SchulMail vom 03. August 2020, welche Stornovereinbarungen mit dem Reiseveranstalter zu treffen sind, möchte ich vor dem Hintergrund neuer Informationen ergänzen. Die Möglichkeit einer „jederzeit kostenfreien Stornierung“ werden die Schulen in den Verhandlungen mit Reiseveranstaltern nicht durchsetzen können. Vielmehr werden gebuchte Reiseleistungen nur dann kostenfrei storniert werden können, wenn in Nordrhein-Westfalen der Standort der Schule (Kreis oder kreisfreie Stadt) oder der Zielort der Klassenfahrt vom RKI als (regionales) Risikogebiet ausgewiesen ist. Sind für ausländische Zielorte der Klassenfahrt keine regionalen Angaben verfügbar, so gelten die Angaben des gesamten Landes. Eine kostenfreie Stornierung kann nur dann erfolgen, wenn die Ausweisung als Risikogebiet vor dem Zeitpunkt der Stornoerklärung erfolgt.

Vor diesem Hintergrund bitte ich alle Schulen, vor der Buchung von Schulfahrten
– insbesondere auch angesichts des weiterhin dynamischen Infektionsgeschehens – eine sorgfältige Risikoabwägung vorzunehmen. Und auch Eltern müssen sich – so im Übrigen auch die langjährige Erlasslage – des Risikos von Stornokosten bewusst sein. Derzeit hilft nur äußerste Vorsicht und sehr verantwortungsvolles Handeln.

 

Teilnahme an Schulfahrten

Nach Nr. 4.2 der Richtlinien für Schulfahrten ist in besonderen Ausnahmefällen gemäß § 43 Absatz 4 SchulG eine Befreiung von der Pflicht zur Teilnahme an einer Schulfahrt möglich. Dies gilt auch, wenn Eltern gravierende gesundheitliche Gründe geltend machen.

Schulfahrten in das Ausland, Stornokosten

Auf Grund des Runderlasses vom 28. Mai 2020 sind alle ein- und mehrtägigen Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche in das Ausland, die im Zeitraum vor den Herbstferien geplant waren, abzusagen. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt die Stornierungskosten aller von Schulen abgesagten Fahrten ins Ausland, die bis zu den Herbstferien geplant waren, nur soweit die Stornierungen durch die Schulen bis zum 12. Juni 2020 erfolgt sind; im Fall der Schulen in freier Trägerschaft bis 10. Juli 2020. Sofern für die Zeit nach den Herbstferien Buchungen beabsichtigt sind, ist darauf zu achten, dass jederzeit eine kostenfreie Stornierung möglich ist, da das Land Nordrhein-Westfalen keine Stornokosten für Absagen nach dem 12. Juni 2020 bzw. nach dem 10. Juli 2020 übernimmt.

Fahrten und Exkursionen innerhalb Deutschlands können unter Beachtung der erforderlichen Maßnahmen zur Wahrung des Infektionsschutzes durchgeführt werden. Mehrtägige Reisen innerhalb Nordrhein-Westfalens oder in andere Bundesländer sowie eintägige Wandertage und Exkursionen zu außerschulischen Lernorten sind somit möglich. Bei der Buchung und Planung ist im Vorfeld sorgfältig die Vereinbarkeit mit dem Infektionsschutz zu prüfen.

Kosten bei Nichtteilnahme an einer Schulfahrt oder Abbruch einer Schulfahrt

Nach Nr. 5.2 der Richtlinien für Schulfahrten ist bei mehrtätigen Veranstaltungen und bei Veranstaltungen, die mit erhöhten finanziellen Belastungen verbunden sind, vor Vertragsabschluss von allen Eltern – auch von Eltern der volljährigen Schülerinnen und Schüler – eine schriftliche, rechtsverbindliche Erklärung einzuholen, dass sie der Teilnahme an der Veranstaltung zustimmen und sich verpflichten, die entstehenden Kosten zu tragen.

Auf dieser Grundlage sind sie nach verbindlicher Anmeldung auch bei Nichtteilnahme an der Schulfahrt oder Abbruch der Schulfahrt – z. B. wegen einer Erkrankung – zur Zahlung der entstandenen notwendigen Kosten verpflichtet. Auf ein Verschulden kommt es nicht an. Die Eltern tragen die Kosten in vollem Umfang. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt nicht die Kosten für die (vorzeitige) Rückreise der an der Schulfahrt teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.

Die Schulen haben die Aufgabe, die Eltern umfassend darüber zu informieren, welche Kosten durch die Stornierung, den Abbruch oder die Umbuchung einer Schulfahrt auf sie zukommen können. Eine Übernahme der Kosten durch das Land findet nicht statt.

Wöchentliche Erhebungen

Eine zentrale Frage ist, in welchem Ausmaß die Corona-Pandemie das Unterrichtsgeschehen an den Schulen in Nordrhein-Westfalen auch im kommenden Schuljahr beeinflussen wird. Daher wird zum Schuljahr 2020/2021 die seit den Osterferien 2020 ausgesetzte Erhebung der Unterrichtsstatistik in beiden Erhebungsteilen (Wochenmeldung und Detailerhebung) mit Schuljahresbeginn an den bisher teilnehmenden Schulformen wiederaufgenommen. Um den besonderen Bedingungen des Unterrichtsbetriebs unter dem Einfluss der Corona-Pandemie Rechnung zu tragen, wird künftig auch die Erteilung von „Distanzunterricht“ gesondert erfasst. Die Erhebung findet dann ausschließlich webbasiert mit der Anwendung „UntStat-Web“ statt. Die Anwendung „UntStat-PC“ entfällt.

Darüber hinaus besteht auch weiterhin Informationsbedarf über das Pandemiegeschehen und dessen Auswirkungen auf den Schulbetrieb. Daher wird an allen öffentlichen Schulen die wöchentliche Abfrage zum Schulbetrieb unter Einfluss der Corona-Pandemie ab dem Erhebungsstichtag 19. August 2020 fortgeführt. Die Erhebung erfolgt mittels eines Online-Fragebogens im Bildungsportal.

Über die Neuerungen werden Sie mit gesonderten E-Mails informiert.

Entzerrter Unterrichtsbeginn

Der Unterricht beginnt in der Zeit zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr. Der Schulträger entwickelt insbesondere in Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen eine abgestimmte Regelung und schlägt Zeiten für den Unterrichtsbeginn vor. Die Schulleiterin oder der Schulleiter folgt bei der Festsetzung des Unterrichtsbeginns den begründeten Vorschlägen des Schulträgers, falls nicht zwingende pädagogische Gründe entgegenstehen. (Siehe hierzu auch BASS 12-63 Nr. 3)

Einschulungen, Übergänge, Gremien der schulischen Mitwirkung

Einschulungsfeiern

Einschulungsfeiern sind möglich, allerdings sind dabei die Vorschriften der CoronaSchVO und der CoronaBetrVO zu beachten. Einschulungsfeiern dürfen keinen „überwiegend geselligen Charakter“ haben (§ 1 Absatz 5 Nummer 7 CoronaBetrVO). § 13 Absatz 1 CoronaSchVO ist zu beachten. Die Ausgestaltung der Einschulungsfeiern steht in Abhängigkeit der individuellen schulischen Rahmenbedingungen (Personal/Räume). Somit kann es zu unterschiedlichen Umsetzungen der Einschulungsfeierlichkeiten in einer Kommune kommen.

Gremien der schulischen Mitwirkung

Für die partizipative Gestaltung des Schullebens ist es unabdingbar, dass die Gremien der schulischen Mitwirkung ungehindert tätig werden können. Hierzu gehört insbesondere ihre Konstituierung nach den Wahlen zu Beginn des kommenden Schuljahres sowie die Beratung und Fassung erforderlicher Beschlüsse in Sitzungen. Eingeschränkte Tagungsmöglichkeiten und – im Falle der Schulkonferenz – grundsätzlich zulässige Eil- und Dringlichkeitsentscheidungen gemäß § 67 Absätze 4 und 5 SchulG sind nur noch als Ausnahmen vertretbar.

Die Tätigkeit der Schulmitwirkungsgremien stellt eine sonstige schulisch-dienstliche Nutzung der Schule im Sinne von § 1 Absatz 5 Nr. 5 der CoronaBetrVO dar. Da ist es, unter Wahrung der weiter geltenden Vorgaben an den Hygiene- und Infektionsschutz (Mindestabstand soweit möglich, ansonsten Maskenpflicht sowie Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit), zulässig und erforderlich, dass auch die Elternvertreter in den Mitwirkungsgremien das Recht haben, hierzu die Schule zu betreten; entsprechendes gilt für die Schülervertretung. Für Lehrkräfte handelt es sich um die Erledigung von nicht unterrichtlichen Dienstaufgaben nach § 1 Absatz 5 Nr. 2 CoronaBetrVO.

Berufliche Bildung

Regelungen und Hinweise zur Aufnahme, Beschulung und kontinuierlichen Weiterbeschulung

Die nachfolgenden Regelungen und Hinweise zur Aufnahme, Beschulung und kontinuierlichen Weiterbeschulung in den Fachklassen des dualen Systems im Schuljahr 2020/2021 und zu Praktika sind zu beachten:

Der Runderlass „Regelungen zu Möglichkeiten der kontinuierlichen Beschulung in den Fachklassen des dualen Systems bei möglichen Auswirkungen der Corona-Krise auf bestehende Ausbildungsverhältnisse“ vom 2. April 2020 enthält Regelungen zur möglichen Weiterbeschulung von Auszubildenden, die ihren Ausbildungsplatz verlieren.

Der Runderlass „Planungserfordernisse zur Beschulung in den Fachklassen des dualen Systems im Schuljahr 2020/2021 und Information von Betrieben, Maßnahmenträgern und weiteren Partnern“ vom 8. Juni 2020, verweist auf mögliche vermehrte spätere Einmündungen von Auszubildenden bedingt durch Maßnahmen zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes sowie die Möglichkeit zur Anpassung unterschiedlicher Lernstände durch verstärkte Förderung im Rahmen eines möglichen erweiterten Stützunterrichts.

Der Runderlass „Planungserfordernisse zur Beschulung in den Bildungsgängen des Berufskollegs im Schuljahr 2020/2021“ vom 23. Juni 2020 regelt die zur Erfüllung der Schulpflicht erforderliche Aufnahme und Beschulung von Schulentlassenen der allgemeinbildenden Schulen in Bildungsgängen der Berufskollegs bis zur verspäteten Aufnahme einer Ausbildung und diesbezügliche Verfahren. Zu den hier avisierten zusätzlichen Stellen wurde im Kapitel „Maßnahmen zur Verstärkung der Personalausstattung“ bereits eingegangen.

Der Runderlass „Praktika in Bildungsgängen der Berufskollegs“ vom 26. Mai 2020 enthält Regelungen für den Fall, dass Praktika im Rahmen von Bildungsgängen, die zur Fachhochschulreife führen, Corona bedingt nicht zeitgerecht zur Verfügung stehen.

Unterstützung von abschlussgefährdeten Schülerinnen und Schülern

Für die Förderung aller Schülerinnen und Schüler an Berufskollegs, die im nächsten Schuljahr ihren Abschluss erwerben wollen, ist verstärkt von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, den Differenzierungsbereich gemäß VV zu § 6 Absatz 2 der APO-BK für das Angebot von Stützunterricht zu nutzen. Zu ggf. erforderlichen zusätzlichen Stellen wird auf das Kapitel „Maßnahmen zur Verstärkung der Personalausstattung“ verwiesen.

Corona-spezifische Regelungen zum Praktika zum Erwerb der Fachhochschulreife und zur Einschreibung an Fachhochschulen

Einschlägiges halbjähriges Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife

Schülerinnen und Schülern, die das einschlägige halbjährige Praktikum (Abschnitt III. Praktikum-Ausbildungsordnung) zum Erwerb der Fachhochschulreife (§ 4 Nr. 1 Gleichwertigkeitsverordnung) wegen Corona bedingter Betriebsschließungen in dem Zeitraum des Ruhens des Unterrichts aussetzen mussten, kann die Fachhochschulreife von den Berufskollegs trotzdem bescheinigt werden, wenn die Praktikumsinhalte nach Anlage 1 der Praktikum-Ausbildungsordnung ordnungsgemäß vermittelt werden konnten.
Nach Wiederaufnahme des Unterrichts (23.04.2020) ist eine Bescheinigung über die Fachhochschulreife auch dann möglich, wenn – aufgrund eines durch die Corona-Pandemie verspäteten Beginns oder einer Absage des Praktikums – zum vollständigen Nachweis des 24-wöchigen Praktikums bis zu drei Wochen fehlen. Außerdem bestehen in Absprache mit dem Berufskolleg folgende Möglichkeiten, wenn nicht absehbar ist, dass das einschlägige Praktikum aufgrund der Corona-Pandemie bis zum Beginn eines Fachhochschulstudiums vollständig abgeleistet werden kann:

  • Abweichend von Abschnitt III Nr. 5 Praktikum-Ausbildungsordnung können einschlägige Betriebspraktika aus der Sekundarstufe I angerechnet werden.
  • Das Praktikum kann in einem anderen Fachbereich abgeleistet werden.
  • Die Schule entscheidet anhand der organisatorischen Möglichkeiten und Umstände im Einzelfall, ob sie bis zum Ende des Schuljahres Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnen kann, einschlägige Praxisleistungen an der Schule zu erbringen.

Einjähriges gelenktes Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife

Praktikantinnen und Praktikanten im einjährigen gelenkten Praktikum (Abschnitt IV. Praktikum-Ausbildungsordnung) zum Erwerb der Fachhochschulreife (§ 4 Nr. 3, 4 Gleichwertigkeitsverordnung) kann die ordnungsgemäße Durchführung des Praktikums dann bescheinigt werden, wenn die Ausfallzeiten einer erfolgreichen Ableistung des Praktikums und der Vermittlung der vorgesehenen Kenntnisse nicht entgegenstehen. Als Anhaltspunkt für hinnehmbare Ausfallzeiten, die eine ordnungsgemäße Durchführung nicht prinzipiell behindern, ist der Zeitraum des tatsächlich ruhenden Unterrichtsbetriebs anzusehen. Wenn diese Voraussetzungen nicht vorliegen, wäre das Praktikum entsprechend zu verlängern.

Fristen bei den Fachhochschulen für den Nachweis des Praktikums zum Erwerb der Fachhochschulreife

Es wird auf § 24 der Verordnung über die Vergabe von Studienplätzen in Nordrhein-Westfalen verwiesen, der Regelungen zur vorbehaltlichen Einschreibung für Personen mit Fachhochschulreife trifft.

Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats

Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2019/2020 aufgrund der Corona-Pandemie nicht an den Prüfungen zum Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats teilnehmen konnten, haben die Möglichkeit, als "externe Prüflinge“ an den regulären Prüfungen ihres ehemaligen Berufskollegs im Schuljahr 2020/2021 teilzunehmen.

Berufliche Orientierung im Rahmen von KAoA

Umsetzung der Berufliche Orientierung nach den Vorgaben der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“

Die Berufliche Orientierung nach den Vorgaben der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist im Schuljahr 2020/21 wieder verpflichtend umzusetzen. Die Umsetzung ist im Rahmen der aktuell gültigen Einschränkungen (Corona-Pandemie) und unter Berücksichtigung des vorherrschenden Angebots (bspw. Praxisplätze) verpflichtend. Bei Problemstellungen unterstützen die regionalen Partner, insbesondere die für die jeweilige Kommune regional zuständigen Vertreterinnen und Vertreter der Schulaufsicht mit der Generale KAoA (im folgenden Schulaufsicht genannt), die Kommunalen Koordinierungsstellen und im Rahmen von KAoA-STAR die Koordinierungsstellen KAoA-STAR der Landschaftsverbände.

Sollten Corona-bedingte Einschränkungen nur einzelne Gebietskörperschaften betreffen, so stimmen die Schulaufsichten die zu treffenden Maßnahmen mit den Schulen, den jeweiligen Kommunalen Koordinierungen und im Rahmen von KAoA-STAR mit den Koordinierungsstellen der Landschaftsverbände ab.

Eine Woche „Berufliche Orientierung extra“ in den Herbst- und Weihnachtsferien

Auch in den Herbstferien soll das in den Sommerferien erfolgreich angelaufene KAoA-Angebot der Ferienkurse „Eine Woche berufliche Orientierung extra“ für Jugendliche der Jahrgangsstufen 9 und 10 aus allen Schulformen fortgesetzt werden.

Bei diesen Ferienkursen handelt es sich um ein zusätzliches, freiwilliges Angebot im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“. Die Dauer eines Ferienkurses beträgt 5 Tage (entsprechend einer Woche: montags - freitags) mit insgesamt mindestens 35 Zeitstunden und einer täglichen Durchführungsdauer von mindestens 7 Zeitstunden inklusive Pausen nach JArbSchG. Bei der Durchführung sind die jeweiligen Hygiene- und Abstandsbestimmungen aus der gültigen Fassung der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) zu beachten. 15 Jugendliche können pro Ferienkurs teilnehmen. Die Kurse finden in außerschulischen, beruflichen Ausbildungs- und Lehrwerkstätten statt und werden von erfahrenen Trägern der Berufsbildung und Beruflichen Orientierung ausgeführt.

Während der fünftägigen Kurse können Schülerinnen und Schüler praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern erwerben. Mit diesem Angebot ist ein Nachholen der Standardelemente nicht vorgesehen, sondern es bietet unabhängig davon eine Möglichkeit, die persönliche Praxiserfahrung zu vertiefen.

Die jeweilige thematische Ausgestaltung der Ferienkurse wird den Schulen gemeinsam mit den Anmeldeformalitäten zeitnah bekannt gegeben.
Die Schülerinnen und Schüler können sich in Kursen zum Thema „Gestalte deinen Übergang“ mit dem bisherigen Prozess der Beruflichen Orientierung auseinandersetzen, erkennen ggf. Lücken und greifen den anstehenden Übergang „Schule-Beruf“ auf. Dabei werden Praxisansichten vertieft. Sie lernen in einem weiteren Schritt systematisch Methoden, Instrumente und Strategien für die schriftliche und mündliche Bewerbung bei Unternehmen einzusetzen.

Weitere Informationen zu den Ferienkursen erfolgen regional durch die Schulaufsicht und die Kommunalen Koordinierungsstellen.

Beratungs- und Berufsorientierungsangebot der Bundesagentur für Arbeit

Das Beratungsangebot wird zu Schuljahresbeginn intensiviert und ausgebaut werden.
Die Schule hat die Aufgabe, die individuelle Einzelberatung in ihren organisatorischen Tagesablauf zu integrieren und die hygienischen Rahmenbedingen sicherzustellen.

Darüber hinaus ist die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit über den telefonischen Kontakt oder per E-Mail zu erreichen. Persönliche Beratungstermine sind in den Agenturen für Arbeit über die bewährte Hotline zu erfragen.

Standardelemente in der Sekundarstufe I

An den unterrichtlichen Gruppenveranstaltungen zu den Standardelementen (z. B. Potenzialanalyse, Berufsfelderkundungen, Praxiskurse und KAoA-Standardelemente), die außerschulisch in den Räumen eines Bildungsträgers durchgeführt werden, können bei Einhaltung der jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) auch Jugendliche aus unterschiedlichen Klassen und Jahrgangsstufen gemeinsam teilnehmen. Die Rückverfolgbarkeit muss gewährleitest sein und zwischen Schule und außerschulischem Träger abgestimmt sein. Die entsprechende Dokumentation muss durch den außerschulischen Träger vorgenommen werden.

Bei der Durchführung der Standardelemente im Schulgebäude im Sinne des § 1 Abs. 2 der Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) gelten die Abs. 3 bis 7 der CoronaBetrVO. Die näheren Regelungen zur unterrichtlichen Nutzung des Schulgebäudes im Sinne der CoronaBetrVO finden sich in der Schulmail vom 03.08.2020.

Elterninformationsveranstaltungen (SBO 2.5) und STAR – Elterninformations-veranstaltungen (SBO 2.6)

Die aktuellen Regelungen für Versammlungen und Veranstaltungen sind in der jeweils gültigen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) und aktuell der Schulmail vom 03.08.2020 aufgeführt.
Wenn die örtlichen Gegebenheiten in den Schulen jeweils die Voraussetzung bieten, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden können, sollten die Elterninformationsveranstaltungen zu Beginn der Jahrgangsstufe 8 wie gewohnt stattfinden.

Als Ersatz für Elterninformationsveranstaltungen können und für Eltern aus Risikogruppen sollen die Informationen auch digital oder postalisch weitergegeben werden.

Potenzialanalyse – 1-tägig (SBO 4.1)

Auch im Schuljahr 2020/21 erhalten alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 eine Potenzialanalyse (PA). Es wird voraussichtlich zu inhaltlichen und organisatorischen Anpassungen aufgrund von Hygiene- und Abstandsgeboten kommen. Da die Hygiene- und Abstandsgebote einer ständigen Änderung unterliegen, muss im Vorfeld der Potenzialanalyse eine Absprache zwischen Schule und Bildungsträger erfolgen.
Neben der Durchführung nach regulärem Modell, besteht die Möglichkeit, die Potenzialanalyse in anderer Form durchzuführen. Über die Umsetzung verständigen sich Schule und Bildungsträger auf ein Modell und teilen dies der Kommunalen Koordinierungsstelle (KoKo) und der Schulaufsicht mit:

  • im Zweischicht-Modell in Präsenz (Reduzierung der Dauer auf vier Zeitstunden)
  • in Präsenz mit angepassten Aufgaben
  • in hybriden Formen (Präsenz und digital)
  • als digitales Format für Schülerinnen und Schüler, die aus gesundheitlichen Gründen nicht in Präsenz teilnehmen können und für Schülerinnen und Schüler, die in Quarantäne sind.

Bei der Durchführung der Standardelemente hat die Potenzialanalyse Priorität. Die jeweiligen Kommunalen Koordinierungsstellen tragen in Absprache mit den Schulaufsichten dafür Sorge, dass die Termine zwischen den Schulen und den Trägern abgestimmt und bis Ende des 1. Schulhalbjahres durchgeführt werden.

Sofern geeignete Räumlichkeiten zur Umsetzung der Potenzialanalyse an der entsendenden Schule zur Verfügung stehen und Corona-Auflagen dem nicht entgegenstehen, kann die Potenzialanalyse durch den Bildungsträger in Abstimmung mit der Schule in diesen Räumlichkeiten durchgeführt werden. Es können auch Lösungen gefunden werden, in denen ein Teil der Schülerinnen und Schüler in den Räumlichkeiten beim Bildungsträger ist und der andere Teil in der Schule, um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern an einem Tag die Potenzialanalyse zu ermöglichen.

Potenzialanalyse für die Förderschwerpunkte Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung – 2-tägig (SBO 4.2)

Aufgrund der aktuellen Lage im Schuljahr 2020/21 wird das Huckepackverfahren ausgesetzt. Für die Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung im Gemeinsamen Lernen besteht daher keine Möglichkeit im Huckepack an einer zweitägigen Potenzialanalyse teilzunehmen. Sie erhalten in diesem Schuljahr damit keine zweitägige Potenzialanalyse.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen mit ihrem Klassenverband an der eintägigen Potenzialanalyse teil oder ggf. an einer für diese Zielgruppe passenden digitalen Variante.  Hinsichtlich der Umsetzung verständigen sich Schule und Bildungsträger auf ein Modell und teilen dies der KoKo und der Schulaufsicht mit.

STAR – Potenzialanalyse für die Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sprache – 2-tägig (SBO 4.3)

Die noch nicht durchgeführten KAoA-STAR-Potenzialanalysen aus dem Schuljahr 2019/20 können abweichend vom bisherigen zeitlichen Rahmen i. d. R. im Schuljahr 2020/21 nachgeholt werden. Eine Durchführung muss jedoch bis zum 31.12.2020 erfolgen. Hierzu erfolgen Absprachen zwischen Träger, Schule und dem jeweiligen Integrationsfachdienst (IFD).

STAR – Feststellung des funktionalen Sehvermögens für den Förderschwerpunkt Sehen (SBO 4.4) und STAR – Potenzialanalyse für den Förderschwerpunkt Sehen – 2-tägig (SBO 4.5)

Die noch nicht durchgeführten Feststellungen des funktionalen Sehvermögens und KAoA-STAR-Potenzialanalysen für den Förderschwerpunkt Sehen aus dem Schuljahr 2019/20 können abweichend vom bisherigen zeitlichen Rahmen im Schuljahr 2020/21 nachgeholt werden. Eine Durchführung muss jedoch bis zum 31.12.2020 erfolgen. Hierzu erfolgen Absprachen zwischen Träger, Schule und dem jeweiligen Integrationsfachdienst (IFD).

Praxisphasen in der Sekundarstufe I und II

Die Durchführungsdauer bei Standardelementen der Praxisphasen (Berufsfelderkundungen, Praxiskurse, Schülerbetriebspraktika, Praxiselemente Sek. II, KAoA-kompakt) kann in dem Schuljahr 2020/2021 wie im vergangenen Schuljahr 2019/20 verkürzt werden, wenn schulische Belange, ein fehlendes Angebot an betrieblichen Plätzen oder Engpässe im Rahmen der trägergestützten Angebote dies erforderlich machen. Zur Verkürzung trägergestützter Elemente sind die unten folgenden Regelungen zu beachten.

Insgesamt sollte die aktuelle Lage in den Betrieben berücksichtigt werden (z.B. Auswirkung des Lockdowns auf bestimmte Branchen, hohe Hygieneanforderungen, Home-Office vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter usw.). Die betrieblichen Standardelemente bieten für die Umsetzung einen flexiblen zeitlichen Rahmen, der ausgeschöpft werden kann und sollte. Es sollen pragmatische Lösungen gefunden werden, insbesondere auch im Hinblick auf die Möglichkeiten der externen Partner und des Gesundheitsschutzes.
Die nach Möglichkeit nachzuholenden trägergestützten Standardelemente (Berufsfelderkundungen, Praxiskurse und KAoA-kompakt) können nur in regionaler Abstimmung mit der Kommunalen Koordinierungsstelle, der Schulaufsicht und den Bildungsträgern durchgeführt werden. Da die Hygiene- und Abstandsgebote einer ständigen Änderung unterliegen, muss im Vorfeld der Durchführung eine Absprache zwischen Schule und Bildungsträger erfolgen. Es muss auf regionaler Ebene geklärt werden, welche Kapazitäten in den jeweiligen Regionen zur Verfügung stehen.
Im Zeitraum bis zum 31.12.2020 sollen trägergestützte Berufsfelderkundungen nachgeholt werden. Die trägergestützten Berufsfelderkundungen der Jahrgangsstufe 8 können i.d.R. erst im 2. Halbjahr, ab Februar 2021 realisiert werden.

Praxisphasen im Ausland (SBO 5, SBO 6 und SBO 9)

Berufsfelderkundungen, Schülerbetriebspraktika, Langzeitpraktika und Praxis-elemente in der Sek. II im Ausland sind bis zu den Herbstferien auszusetzen (auf Grund des Runderlasses vom 28. Mai 2020). An Nordrhein-Westfalen angrenzende Nachbarstaaten sind hiervon ausgenommen. Die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) und die Coronaeinreiseverordnung (CoronaEinrVO) sind einzuhalten. Die Bestimmungen der Nachbarstaaten sind zu beachten.

Trägergestützte Berufsfelderkundungen (SBO 5.1) und trägergestützte Praxiskurse (SBO 6.4)

Die trägergestützten Berufsfelderkundungen und Praxiskurse können wie folgt durchgeführt werden:
Den Bildungsträgern wird ermöglicht, BFE und Praxiskurse unter Einhaltung der jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) umzusetzen. Da die Bildungsträger ggf. die vorgesehenen Gruppengrößen reduzieren müssen und / oder um ausreichende Kapazitäten zu ermöglichen, können die Bildungsträger - zeitlich befristet im Schuljahr 2020/21 - in Abstimmung mit den Schulen neben der regulären Umsetzung der drei BFE-Tage bzw. des dreitägigen Praxiskurses auch zwei weitere Modelle als zeitlich verkürzte Formate zur Umsetzung anbieten:

  • 2 - Tages - Modell: Die Umsetzung der BFE-Tage/ des Kurses erfolgt in zwei statt drei Tagen bei einer täglichen Dauer von mindestens 7 Stunden (inklusive Pausen nach JArbSchG). Die Inhalte der BFE-Tage/ des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren
  • 2 - Schicht - Modell: Eine Gruppe wird in 2 Teil-Gruppen geteilt. Jede Teil-Gruppe kommt an den 3 Tagen für jeweils 4 Stunden reine Werkstattzeit zum Bildungsträger. Die Inhalte der BFE-Tage/ des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren. Die eine Gruppe kommt vormittags, die andere Gruppe nachmittags. Die Zeiten werden so gelegt, dass sich die Gruppen nicht begegnen.

Bei dem Wunsch einer alternativen Umsetzung verständigen sich Schule und Bildungsträger auf ein Modell und teilen dies der KoKo und der Schulaufsicht mit. Die KoKo informiert die LGH per Mail, der Träger kann anschließend den entsprechenden Kurs ins BAN Portal eintragen und die Schule dort ihre Buchung vornehmen.

Schülerbetriebspraktika in der Sek. I (SBO 6.1), STAR- Betriebspraktikum (SBO 6.3) und Praxiselemente in der Sek. II (SBO 9.1)

Der Kontakt zu den Betrieben sollte frühzeitig hergestellt werden, um zu klären, ob das Praktikum stattfinden kann. Insgesamt sollte die aktuelle Lage in den Betrieben berücksichtigt werden.
Bei KAoA-STAR erfolgt der Kontakt zum Betrieb und die Betreuung der Schülerinnen und Schüler durch den Integrationsfachdienst (IFD).
In dieser Krisensituation kann für das Schülerbetriebspraktikum im Schuljahr 2020/21 eine alternative Umsetzung abweichend vom internen BO-Curriculum durch die Schulen geplant werden, z. B. können die im Schuljahr 2019/20 nicht durchgeführten Praktika in das nächste Schuljahr verschoben werden oder/und verkürzt werden oder nicht durchgeführt werden. Die Umsetzung während der Unterrichtszeit kann mit einer Fortführung in den Ferien kombiniert werden. Hierbei müssen auch in den Ferien die Vorgaben des Erlasses zur Beruflichen Orientierung wie z. B. die Erreichbarkeit der Schule und die Betreuung der Jugendlichen im Betrieb durch die Schule eingehalten werden.
Bei der alternativen Umsetzungsplanung muss berücksichtigt werden, dass für jede Schülerin bzw. jeden Schüler mindestens ein einwöchiges Praktikum insgesamt in der Sekundarstufe I oder II durchgeführt wird. Diese Abweichung von den Mindeststandards gilt bis zum Ende des Schuljahres 2020/21.

Eine Schülerin bzw. ein Schüler der jetzigen EF und Q1 (bzw. Klasse 11 und 12 des Beruflichen Gymnasiums) sollte in der Oberstufe mindestens eine Praxisphase von fünf Tagen durchlaufen.
Schülerinnen und Schüler, die wegen der Krisensituation keine Plätze für die Praxisphasen finden, müssen durch die Schule das Unterrichtsangebot erhalten, sich intensiv mit den Inhalten der Praxisphasen auseinander zu setzen. Dabei können digitale Angebote eingesetzt werden.

Standardelemente in der Sekundarstufe II

KAoA-kompakt (SBO 7.1)

Die Durchführung der einzelnen Bestandteile von KAoA-kompakt unterliegen den gleichen Rahmenvorgaben wie sie bei der Potenzialanalyse, den Berufsfelderkundungen und den Praxiskursen aufgeführt sind.

Studienorientierung (SBO 9.2)

Die einzelnen Hochschulen bieten alternative Formen der Beratung an. Diese sind über die Internetseite der Studienberatung der jeweiligen Hochschule zu erreichen. Die einzelnen Zentralen Studienberatungsstellen mit ihren Kontaktdaten sind unter www.zsb-in-nrw.de zu finden.
Über die Angebote der Studienorientierung an den Hochschulen sind Informationen auf der Internetseite der jeweiligen Hochschule zu finden. Auch hier werden neben den Präsenzveranstaltungen alternative digitale Formate angeboten.

Notbetreuung

Wann muss eine Notbetreuung gewährleistet werden?

Die Notbetreuung findet nur noch dann statt, wenn kein Regelbetrieb an Schulen möglich ist, beispielsweise aufgrund weitreichender Quarantäne der Lehrkräfte oder im Falle regionaler/lokaler Lockdowns. 

Der Schulträger/die zuständige Schulaufsicht/die örtlichen Gesundheitsbehörden sind einzubeziehen. 

Eine Notbetreuung muss in folgenden Fallkonstellationen gewährleistet werden:

a) Das Kollegium steht weitreichend unter Quarantäne, die Schülerinnen und Schüler jedoch nicht. Ein Regelbetrieb kann mit den vorhandenen Lehrkräften nicht mehr gewährleistet werden.

b) In der Region besteht ein regionaler oder lokaler Lockdown/ein generelles Betretungsverbot für eine oder mehrere Schulen. Das bedeutet, dass aufgrund behördlicher Anordnungen ein generelles Betretungsverbot für eine oder mehrere Schulen besteht, aber nicht alle Personen unter Quarantäne stehen. 

Wie und wo ist die Notbetreuung zu gewährleisten?

Die Notbetreuung wird am jeweiligen Schulstandort angeboten. Anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler können gemäß §3 Absatz 2 Coronabetreuungsverordnung in die Notbetreuung aufgenommen werden, sofern sie nicht unter Quarantäne stehen. Wenn kein einsatzfähiges Personal des eigenen Standortes für die Notbetreuung eingesetzt werden kann, entscheidet die Schulaufsicht über vorübergehende Personalmaßnahmen. Vorrübergehende Umsetzungen von OGS- oder Betreuungspersonal können ggf. vom jeweiligen Anstellungsträger in Abstimmung mit dem Schulträger veranlasst werden. Die Notbetreuung findet an allen betroffenen Schulstandorten statt. 

Der Ausfall (Quarantäne) einzelner Lehrkräfte oder OGS-Beschäftigter soll intern aufgefangen werden.

Wird eine Notbetreuung auch für Schülerinnen und Schüler gewährleistet, die unter Quarantäne stehen?

Nein, Personen, die unter Quarantäne stehen, dürfen nicht an der Notbetreuung teilnehmen. 

Welche Schülerinnen und Schüler dürfen die angebotene Notbetreuung besuchen?

Maßgeblich sind § 1 Absatz 10 und § 3 Absatz 1 der Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO).

Wenn mindestens ein Elternteil in einem der Tätigkeitsbereiche nach Maßgabe Anlage 2 (ab dem 23. April 2020) zur CoronaBetrVO beschäftigt und in diesem Tätigkeitsbereich unabkömmlich ist, besteht ein Anspruch. Dies bezieht sich ausdrücklich auch auf Tätigkeiten im Home-Office, wenn der Arbeitgeber die Unabkömmlichkeit bescheinigt. Ein alleinerziehendes Elternteil, das einer Erwerbstätigkeit nachgeht, sich im Rahmen einer Schulausbildung oder im Rahmen einer Hochschulausbildung in einer Abschlussprüfung befindet und eine private Betreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll - unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts - organisiert werden kann, hat ebenfalls einen Anspruch. Dabei ist es nicht maßgeblich, ob ggf. ein geteiltes Sorgerecht besteht.

Zudem dürfen Schülerinnen und Schüler die Notbetreuung besuchen, wenn wegen einer Kindeswohlgefährdung eine Aufnahme in die Notbetreuung erforderlich ist (s. §1 Absatz 10 CoronaBetrVO). 
Das Notbetreuungsangebot gilt für alle Kinder, in der Regel von Klasse 1 bis Klasse 6. Ein entsprechendes Antragsformular ist hier zu finden.

Gehören Beschäftige, die in der Notbetreuung, in den Ganztags- und Betreuungsangeboten oder im Unterricht oder zur Wahrnehmung erforderlicher Dienstgeschäfte in Sinne der Coronabetreuungsverordnung tätig sind, zu den oben definierten Berufsgruppen?

Ja, wenn diese tatsächlich eine Betreuungs- bzw. Unterrichtsaufgabe wahrnehmen. 

Wie werden die Notbetreuungsgruppen gebildet?

Es sollen feste Gruppen für die Notbetreuung gebildet werden. Die Zusammensetzung ist zu dokumentieren. Die Gruppengröße kann sich an der OGS-Gruppengröße orientieren. In den festen Notbetreuungsgruppen muss keine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden. Im übrigen Schulgebäude, auf Laufwegen usw. ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen (vgl. Schulmail vom 3. August 2020). 

Wer trifft die Entscheidung zur Teilnahme eines Kindes an der Notbetreuung?

Die Entscheidung, ein Kind zur Notbetreuung in der Schule aufzunehmen, richtet sich nach § 3 Coronabetreuungsverordnung des Gesundheitsministeriums und wird von den Leitungen der jeweiligen Einrichtungen getroffen. 

Was sind die rechtlichen Voraussetzungen zur Aufnahme in die Notbetreuung und wie werden diese nachgewiesen?

Grundlage einer solchen Entscheidung ist der schriftliche Nachweis (oder die Zusicherung der Nachreichung der Vorlage) der jeweiligen Arbeitgeber bzw. Bildungseinrichtung der oben genannten Personengruppen, dass deren Präsenz am Arbeitsplatz für das Funktionieren der jeweiligen Betriebe bzw. Einrichtungen notwendig ist (Unabkömmlichkeit) und eine private Betreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll - unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts - organisiert werden kann.

Ein Nachweis beider Elternteile ist nicht mehr erforderlich. Das Formular für die entsprechende Bescheinigung finden Sie hier. Für Selbstständige ist eine Eigenerklärung erforderlich. Eine Reihe von Schulträgern hat ebenfalls Formulare bereitgestellt. Schulleitungen sollten alle Formulare, die ihnen vorgelegt werden, zunächst akzeptieren. 

Falls Zweifel vorliegen, können die Schulleitungen sich an ihre zuständige Schulaufsichtsbehörde wenden; in der Schulaufsicht stehen dafür feste Ansprechpersonen zur Verfügung.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten des Formulars zum Nachweis der Anspruchsberechtigung für die Notbetreuung erhoben und wie werden diese Daten verarbeitet?

Zur Erfüllung des Bildungsauftrags der Schulen ist es datenschutzrechtlich zulässig, zum Zwecke der Notbetreuung in Fällen der längeren Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie bestimmte Angaben zu erheben. Hierzu gehören die Angaben, welche in dem Formular erfragt werden. Diese Angaben dürfen unter Rückgriff auf die allgemeine Regelung des § 3 Abs. 1 DSG NRW verarbeitet werden.
Diese Daten müssen nach Maßgabe des Art. 5 DSGVO verarbeitet werden und sind zu löschen, wenn sie zur Erfüllung des Zweckes, zu dem sie erhoben wurden, also der Notbetreuung, nicht mehr benötigt werden.

Was ist bei einer Aufnahme eines Kindes aus Gründen einer Kindeswohlgefährdung zu beachten?

Über die Entscheidung der Aufnahme eines Kindes in die Notbetreuung aus Gründen der Kindeswohlgefährdung entscheidet die Jugendamtsleitung oder eine von ihr benannte Person. Das Jugendamt hat vorrangig zu prüfen, ob das Kindeswohl auch mit anderen verfügbaren Maßnahmen gewährleistet werden kann.
Die Notwendigkeit der Aufnahme ist der Schulleitung schriftlich zu bestätigen. Die Schulleitung kann die Aufnahme nur ablehnen, wenn andernfalls die Durchführung der Notbetreuung insgesamt gefährdet wäre (z.B. aus Gründen des Infektionsschutzes). Die Schulleitung beteiligt in diesem Fall das Jugendamt und die Schulaufsicht.

Kann eine Person mit Notbetreuungsanspruch, die die Notbetreuung zunächst anders regeln kann bzw. nicht dauerhaft eingesetzt werden muss, auch zu einem späteren Zeitpunkt Notbetreuung in Anspruch nehmen, wenn Bedarf entsteht?

Ja, die Notbetreuung kann auch zu einem späteren Zeitpunkt noch in Anspruch genommen werden, sofern ein Elternteil zu der in der Verordnung des MAGS definierten Personengruppen gehört und keine andere Betreuungsmöglichkeit bestehen. Es wird empfohlen, sich diesbezüglich frühzeitig mit der jeweiligen Schulleitung in Verbindung zu setzen, damit die Notbetreuungsangebote und der Personaleinsatz entsprechend geplant werden können. 

An welchen Standorten findet das Notbetreuungsangebot statt?

An allen Schulstandorten, die von Schließungen oder weitreichenden Quarantänemaßnahmen betroffen sind, findet bei Bedarf das Notbetreuungsangebot statt. Damit sind alle Schulen mit entsprechenden Jahrgangsstufen (Klassenstufen 1-6) für dieses Notbetreuungsangebot offen zu halten. Der Schulträger ist einzubeziehen.
Nach wie vor kann eine Notbetreuung an der jeweiligen Schule nur im Rahmen des dort angebotenen Öffnungszeitenrahmens stattfinden. Bietet eine Schule beispielsweise keine OGS, sondern lediglich eine Übermittagbetreuung an, dann endet die Notbetreuung auch nicht am Nachmittag, sondern entsprechend eher.

Wie sind die Angebote ausgestaltet?

Die genaue Ausgestaltung des Angebots wird vor Ort geregelt. 
Der zeitliche Umfang der Notbetreuung und der Ganztags- und/oder Betreuungsangebote orientiert sich daran, in welchem Umfang die betroffenen Schülerinnen oder Schüler im Normalbetrieb die Schule besuchen würden. Der konkrete zeitliche Umfang wird abhängig von den personellen und räumlichen Ressourcen vor Ort geregelt. 

Alle verfügbaren Schulräume (inklusive der Räumlichkeiten der Ganztags- und Betreuungsangebote) bzw. das Außengelände (Schulhof) sollen für die  Notbetreuung genutzt werden, um ein möglichst abwechslungsreiches Angebot für die Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Wenn immer möglich, sollten auch Bewegungsmöglichkeiten und Bewegungsanreize geschaffen werden. Die Regelungen des Infektionsschutzes sind zu beachten. 
Für Räume und Kontaktflächen gelten die bekannten Hygienebestimmungen. 

Wer betreut die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Notbetreuung?

Die Notbetreuung wird in gemeinsamer Verantwortung der Schule und der Träger der Ganztags- und Betreuungsangebote gestaltet.
Die Einteilung der betreuenden Lehrkräfte obliegt der Schulleitung, die des sonstigen Betreuungspersonals obliegt dem jeweiligen Anstellungsträger.

Was kostet das Angebot der Notbetreuung?

Für das Notbetreuungsangebot entstehen keine zusätzlichen Kosten. 

Welche Zeiträume werden durch die Notbetreuung abgedeckt?

Die Notbetreuung an den Schulen erstreckt sich an allen Wochentagen auf den Zeitraum des Schulbetriebs, wie dieser an der jeweiligen Schule stattfinden würde. Dies schließt sowohl die Pädagogische Übermittagbetreuung wie Angebote des Offenen und Gebundenen Ganztags und andere Betreuungsangebote ein, sofern diese auch bisher an der Schule vorhanden sind. 

Findet auch am Wochenende, an Feiertagen und an beweglichen Ferientagen eine Notbetreuung statt?

Nein, am Wochenende, an Feiertagen und an beweglichen Ferientagen findet keine Notbetreuung statt. 

Weitere Informationen

Materialsammlung für Lernangebote auf Distanz

Sammlung von Unterstützungsangeboten für Lehrkräfte

Das Ministerium für Schule und Bildung hat in Zusammenarbeit mit der QUA-LiS und der Medienberatung NRW eine Sammlung von Unterstützungsangeboten für Lehrerinnen und Lehrer in Phasen des Distanzlernens zusammengestellt. Die Liste wird in den kommenden Tagen und Woche weiter aktualisiert, sodass es sich lohnt, diese immer mal wieder aufzurufen. Neben staatlich-kommunalen Angeboten finden sich sowohl überfachliche als auch fachliche Hinweise, die es den Lehrkräften erleichtern sollen, sinnvolle Lernangebote für die Schülerinnen und Schüler zu konzipieren.

Musikalische Ideen und Unterrichtsmaterialien des WDR für die Grundschule (und bestimmt auch für ältere Kinder und Jugendliche) finden Sie hier:

dacklkonzerte.wdr.de
Neben Konzertmitschnitten unserer WDR Dackl Konzerte mit der WDR Big Band, dem WDR Sinfonieorchester und dem Rundfunkchor finden Sie hier auch kurze Videoclips, in denen der Dackl witzig, frech und unterhaltsam die Kinder zum Mitmachen animiert – so bastelt Dackl Musikinstrumente oder macht mit Ralph Caspers ein Musikquiz. 
 mauskonzerte.wdr.de
Die Maus geht ins Konzert! Hier finden Sie Konzertmitschnitte der letzten Maus-Konzerte und Unterrichtsmaterial mit vielen Anregungen, wie Werke und Komponisten den Kindern spielerisch zugänglich gemacht werden können.
klangkiste.wdr.de
Einen eigenen Hit gestalten, Instrumente kennenlernen oder ein Spiel mit der Stimme steuern – mit der Webapp "WDR Klangkiste" für Kinder bis 12 Jahren ist das möglich. Hier gibt es dazu das passende Unterrichtsmaterial.

„(Vor-)Lesen, Spielen und Lernen in Zeiten von Corona“ - Angebot der Stiftung Lesen

Die Stiftung Lesen hat mit der Seite „(Vor-)Lesen, Spielen und Lernen in Zeiten von Corona“ einen Service für Eltern, Kinder und Lehrkräfte eingerichtet. Hier finden sich Medientipps, Aktionsideen, digitale Vorlesegeschichten und Unterrichtsmaterialien die helfen, Kinder für das Lesen zu begeistern und zuhause gemeinsam Zeit mit Geschichten zu verbringen.

Unterrichtsmaterial und Angebote des RBB

  • Das komplette Angebot aller Ausgaben der Aktion Schulstunde finden Sie hier.
  • Das mehrfach mit dem  deutschen Bildungsmedienpreis "digita" ausgezeichnete Angebot richtet sich schwerpunktmäßig an  Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 6. Die  digitale Unterrichtsplattform Aktion Schulstunde bietet ein umfangreiches und kostenloses Angebot an  Filmen, Audiobeiträgen, Unterrichtsblättern und Projektideen  zu den Themen: TodGlückToleranzHeimat GlaubeArbeitBildung und Gerechtigkeit.  
  • Knietzsche, preisgekrönte Figur der Aktion Schulstunde des rbb, philosophiert über große Themen der Zeit - ob über Tod, Toleranz, Respekt oder Glück - und findet seine ihm eigenen Antworten. Auch Corona ist eine Herausforderung. "Jetzt geht es um Rücksicht, Zusammenhalt und Vertrauen" meint Knietzsche und ist zuversichtlich, dass wir jetzt alle etwas für eine schönere Zukunft lernen können. Knietzsche und das Coronavirus steht hier für Sie zum Download bereit.
Lehrkräfte – Arbeitsschutz und Dienstpflicht

Unterrichtseinsatz von Lehrkräften zu Schuljahresbeginn 2020/21 bis zum 9. Oktober (letzter Unterrichtstag vor den Herbstferien)

Selbstverständlich trifft das Land NRW als Dienstherr und Arbeitgeber gegenüber allen Beschäftigten gerade in Zeiten einer Pandemie eine besondere Fürsorgepflicht. Daher sind besondere Regelungen zum Schutz der Beschäftigten getroffen worden, die sich auf die jeweils aktuelle Erkenntnislage stützen. 

In den "Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf" (Stand: 24. Juli 2020) stellt das Robert-Koch-Institut (RKI) fest: „Die verschiedenen vorgenannten Einflüsse und deren Kombinationsmöglichkeiten machen die Komplexität einer Risiko-Einschätzung deutlich. Daher ist eine generelle Festlegung zur Einstufung in eine Risikogruppe nicht möglich. Vielmehr erfordert dies eine individuelle Risikofaktoren-Bewertung im Sinne einer (arbeits-) medizinischen Begutachtung.“ Auf Grundlage dieser Bewertungen des RKI zu den Risiken eines Covid-19 Krankheitsverlaufs sind die nachstehenden Regelungen ergangen und aktuell bis zum letzten Unterrichtstag vor den Herbstferien verlängert worden. Sie gelten für weiteres im Schulbereich eingesetztes Landespersonal und für Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder sowie Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter.

  1. Lehrkräfte, bei denen aufgrund besonderer gesundheitlicher Risiken die Gefahr eines schweren Verlaufs von Covid-19 besteht, können auf Grundlage eines ärztlichen Attests von der Verpflichtung zum Präsenzunterricht (einschließlich Pausen- oder Klausuraufsichten etc.) befreit werden. Dieses legen sie ihrer Schulleitung vor. Eine konkrete Krankheitsdiagnose ist nicht erforderlich, das Attest muss vielmehr die vg. erhöhte Gefahr bestätigen. Im Einzelfall kann bei Bedarf eine zusätzliche arbeitsmedizinische Begutachtung hinzugezogen werden. Bis zur Vorlage eines solchen Attests sind Lehrkräfte zum Dienst verpflichtet. Atteste, die im abgelaufenen Schuljahr ausgestellt wurden, entfalten seit dem Unterrichtsende vor den Sommerferien keine Wirkung mehr. Für die Zeit nach den Sommerferien ist für eine Befreiung vom Präsenzunterricht die Vorlage eines neuen Attestes erforderlich. Diese Befreiungsmöglichkeit wird auch Lehrkräften eingeräumt, die mit einer tatsächlich zu betreuenden Person mit Pflegegrad (Antragsstellung reicht aus) in häuslicher Gemeinschaft leben. Hier ist ebenfalls ein ärztliches Attest über die o.g. besondere Gefährdung der pflegebedürftigen Person aufgrund einer relevanten Vorerkrankung vorzulegen.
  2. Ein derartiges Attest entbindet nicht von der Verpflichtung, alle übrigen dienstlichen Tätigkeiten am häuslichen Arbeitsplatz oder in der Schule zu erfüllen, wie beispielsweise das Bereitstellen von Materialen im „Lernen auf Distanz“ oder die Teilnahme an Konferenzen und Dienstgesprächen sowie die Abnahme von mündlichen Prüfungen.   
  3. Anzumerken ist, dass nach Einschätzung des RKI bei Schwangeren kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von Covid-19 gegenüber nicht schwangeren Frauen mit gleichem Gesundheitsstatus gegeben sein soll. Für Schwangere gelten die generellen Regelungen zu Beschäftigungsverboten nach dem Mutterschutzgesetz. Dies entspricht dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 14. Juli 2020. Bei Präsenzdiensten in der Schule sind die hygienischen Standards gemäß der Coronabetreuungsverordnung einzuhalten. Auf die dazu in den FAQ unter „Hygienemaßnahmen“ eingestellten Informationen wird insoweit verwiesen.

Beratungstelefon für Lehrkräfte

Die als arbeitsmedizinischer Dienst für alle Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen vom MSB bestellte B·A·D GmbH erweitert das Angebot Sprech:ZEIT. Hinzugekommen ist eine arbeitsmedizinische Beratung zu Fragestellungen zu Corona, mit Weiterleitung des Anliegens am das Ärzteteam der B·A·D GmbH. Rückruf innerhalb von 48 Stunden von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr. Zudem besteht jetzt auch die Möglichkeit Kontakt über die E-Mailadresse frag-den-experten [at] bad-gmbh.de aufzunehmen. Auch hier antwortet die B·A·D GmbH innerhalb von 48 Stunden.

Viele Workshops zu Arbeitsschutz und Gesundheitsthemen der B·A·D GmbH können inzwischen auch online durchgeführt werden. Dieses Angebot steht nun in allen fünf Regierungsbezirken zur Verfügung.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Zehn Tipps zur mentalen Gesundheit

Der arbeitsmedizinische Dienst hat für Lehrkräfte zehn Tipps "Wie bleibe ich mental gesund in Krisenzeiten?" zusammengestellt.

Vorbereitungsdienst, Lehrkräfte-Ausbildung

Die schulpraktische Lehrerausbildung in den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) sowie an den Ausbildungsschulen soll soweit wie möglich im Normalbetrieb erfolgen. Soweit (Präsenz-)Unterrichtsangebote einer Schule eingeschränkt sein sollten, können Schulleitungen weiterhin mit den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern (LAA) einen, auch bezogen auf Fächer, flexiblen Einsatz abstimmen. Dabei können Möglichkeiten des Unterrichts auf Distanz und einer Ausbildung auf Distanz einbezogen werden.

Die Regelungen zum Einsatz der Lehramtsanwärterinnen und -anwärter bleiben gegenüber der SchulMail vom 03. August 2020 unverändert.

Die Verfahren der Zweiten Staatsprüfungen sind seit den Sommerferien bereits erfolgreich durchgeführt worden; sie haben in aller Regel wieder in Präsenz in den Schulen stattgefunden, nur noch in Ausnahmefällen in einem modifizierten Format (Fachgespräch); über eine etwaige Verlängerung der Sonderregelungen über den 31. Dezember 2020 hinaus wird gesondert informiert werden.  

Hinsichtlich des Einsatzes von Praktikantinnen und Praktikanten wird auf die Regelungen im Runderlass vom 19. Juli 2020 verwiesen.

Im Interesse der Studierenden sowie im schulischen Interesse, langfristig Verzögerungen bei der Lehrkräfteversorgung zu vermeiden, bitte ich Sie bereits jetzt, die vorgesehene Zahl an Praktikumsplätzen für das Eignungs- und Orientierungspraktikum bereitzustellen und im Online-Anzeigesystem „EOPS-A“ zu veröffentlichen.

Praktikantinnen und Praktikanten können in den herausfordernden kommenden Monaten an vielen Schulen unter Berücksichtigung der schulischen Gegebenheiten eine wertvolle Unterstützung sein. Gute Beispiele für unterstützende Gestaltung der Praktika sind zugänglich gemacht in der „Handreichung zur lernförderlichen Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht“ (Ziff. 3.4, www.broschueren.nrw/distanzunterricht).

Die im Zusammenhang der Pandemie bestehenden besonderen Regelungen zum Einsatz von Lehrerinnen und Lehrern gelten in ihrer jeweiligen Fassung weiterhin entsprechend auch für LAA sowie Praktikantinnen und Praktikanten.

Kooperation mit außerschulischen Partnern

Ist das „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ von der Aussetzung von Schulfahrten und Schulveranstaltung an außerschulischen Lernorten betroffen?

Nein, beim „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ handelt es sich um keine schulische Veranstaltung, sondern um ein außerunterrichtliches Angebot, welches von öffentlichen oder freien Trägern verantwortet wird. Das Land gewährt nach Maßgabe der Richtlinie Zuwendungen für die Durchführung „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“, BASS 11-02 Nr. 31 lediglich Zuwendungen zur Durchführung der außerunterrichtlichen Angebote. Die praktische Durchführung (auch etwaige Absagen) verantworten die jeweiligen Maßnahmenträger (auch unter Beachtung der derzeitig gültigen Vorschriften, wie z.B. der CoronaSchVO).

Findet das „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ in den Sommer- und Herbstferien 2020 statt?

Die Landesregierung hat weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassen (z.B. weitgehendes Kontaktverbot oder Schließung von Freizeit-, Kultur-, Sport- und Vergnügungsstätten). Die Eindämmung der Pandemie und der Infektionsschutz haben gegenwärtig die höchste Priorität. Wie lange diese Maßnahmen notwendig sein werden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht vorhersagen.

Wenn es die allgemeine Lage wieder zulässt, wird das „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch in den Sommer- und Herbstferien durchgeführt. Das Schulministerium möchte daher alle Maßnahmeträger ermutigen, für die Sommer- und Herbstferien 2020 weiterhin Anträge im gewohnten Verfahren zu stellen

Müssen in Zeiten der Corona-Pandemie bei der Organisation und Durchführung des „FerienIntensivTraining - FIT in Deutsch" besondere Regularien beachtet werden?

Die für die Organisation und Durchführung des „FerienIntensivTraining - FIT in Deutsch" relevanten Aspekte und Zuwendungsvoraussetzungen sind in der Richtlinie Zuwendungen für die Durchführung „FerienIntensivTraining - FIT in Deutsch", BASS 11-02 Nr.31 geregelt. Bei der Durchführung des Programms während der Corona-Pandemie sind zudem zwingend die Maßgaben der jeweils zum Durchführungszeitraum gültigen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) zu beachten. Sofern eine Durchführung der Maßnahme in schulischen Räumlichkeiten geplant ist, ist zudem die jeweils zum Durchführungszeitraum gültige Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) zu berücksichtigen.

In der Rundverfügung heißt es, dass Veranstaltungen "an außerschulischen Lernorten" entfallen. Inwiefern betrifft die Rundverfügung Veranstaltungen von außerschulischen Partnern (Theater, etc.) in der Schule? Gemäß der Überschrift der Verfügung geht es um außerschulische Lernorte. Ist damit auch festgelegt, dass die nachfolgende Formulierung „weitere Projekte mit außerschulischen Partnern“ sich ebenfalls eindeutig auf außerschulischen Lernorte bezieht?

Mit Runderlass vom 24. März 2020 an die oberen Schulaufsichtsbehörden wurde diesen mitgeteilt, dass schulische Veranstaltungen an außerschulischen Lernorten bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr möglich sind. Mit Schulmail vom 3. April 2020 wurde klargestellt, dass der Runderlass sich nur auf Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes erstreckt, um Infektionsgefährdungen vorzubeugen. Kulturelle oder sportliche Veranstaltungen und weitere Projekte mit außerschulischen Partnern bleiben davon zunächst unberührt und können – vorausgesetzt der Schulbetrieb ist wiederaufgenommen worden – weiterhin durchgeführt werden, sofern sie in der Schule stattfinden. Weitere Einschränkungen für die Durchführung von Veranstaltungen können sich ggf. allerdings aus infektionsschutzrechtlichen Auflagen und Vorgaben für die Wiederaufnahme des Schulbetriebes ergeben. Dies ist gegenwärtig noch nicht absehbar. Auf den Abschnitt „Umgang mit Schulfahrten bis zu Beginn der Herbstferien“ wird verwiesen. Diese Regelung erstreckt sich nicht auf die Sommerferien, während der Sommerferien können außerschulische Lernorte u.ä. besucht werden.

Wer trägt die Stornokosten von Veranstaltungen/Fahrten, die im Rahmen der OGS stattfinden sollten (Beispiel: außerschulisches Zirkusprojekt o.ä.) – fallen diese auch unter den Fahrtenerlass?

Die Zusage für die Übernahme der Stornierungskosten bezieht sich auf Schulfahrten im Sinne des Runderlasses „Richtlinien für Schulfahrten“. Dies wurde mit Schulmail vom 3. April 2020 nochmals klargestellt. Schulfahrten in diesem Sinne sind schulisch veranlasste Schulwanderungen und Schulfahrten, Schullandheimaufenthalte, Studienfahrten und internationale Begegnungen, nicht aber im Rahmen der offenen Ganztagsbetreuung durchgeführte Fahrten und Projekte.

Informationen für Schulleitungen - „Führen und Leiten in Krisensituationen“

Die dynamische Entwicklung im Zusammenhang mit dem Coronavirus erfordert ein gleichermaßen umsichtiges wie effektives Handeln der Schulleitungen. Der Notfallordner „Hinsehen und Handeln“ unterstützt Schulen dabei, kompetent mit verschiedensten Notlagen umzugehen, auch bei der Bewältigung der aktuellen Situation. 

Ein Auszug aus dem Notfallorder (Seiten 231 – 234) bietet wichtige Handlungsempfehlungen für Schulleitungen und gibt Schulleiterinnen und Schulleitern wichtige Orientierung. Der gesamte Notfallordner steht allen Schulen auch online zum Download zur Verfügung. (www.notfallordner.nrw.de, Anmeldung mit Schulkennung und Kennwort)

Zuständigkeit für Schutzmaßnahmen

Die Bekämpfung der Verbreitung des Corona-Virus liegt – wie aus-geführt - in der Zuständigkeit der Gesundheitsbehörden unter der Aufsicht des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Das NRW-Gesundheitsministerium steht in ständigem Kontakt zur Bundesebene, zu anderen Bundesländern und orientiert sich an den Risikobewertungen und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI).

Das RKI in Berlin beobachtet und bewertet die Lage stetig und ist bundesweit die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Corona-Virus. Von dort aus werden Maßnahmen bundesweit koordiniert.

Grundsätzlich haben auch Schulleitungen im Einzelfall die Befugnis, Schülerinnen und Schüler vom Unterricht auszuschließen, wenn von ihnen eine Gesundheitsgefahr ausgeht (§ 54 Absatz 4 SchulG). Dies gilt nach beamten- bzw. arbeitsrechtlichen Regelungen auch für Lehrkräfte. Darüber hinaus kann im Ausnahmefall eine Schule auf Grundlage des Hausrechtes der Schulleitung (§ 59 Absatz 1 Ziffer 6 in Verbindung mit Absatz 8 SchulG) zur Abwehr erheblicher konkreter Gefahren geschlossen werden.

Informationen zum Corona-Virus, Bürgertelefon

 

Robert-Koch-Intstitut (RKI)

Das RKI veröffentlicht auf seiner Internetseite eine Vielzahl von Informationen für Fachleute, aber auch die allgemeine Öffentlichkeit.

Bürgertelefon

Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus ein Bürgertelefon zum Coronavirus unter der Nummer (0211) 9119 1001 geschaltet. Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner am Bürgertelefon beantworten allgemeine Fragen zum Coronavirus und zur Vorbeugung.

Portal der Landesregierung

Wichtige Fragen und Antworten zum Corona-Virus sind zu den folgenden Themenkomplexen in der FAQ-Liste auf dem Landesportal aufbereitet: Grundsätzliche Informationen, Situation in Nordrhein-Westfalen, Unternehmen, Arbeitnehmer, Kinderbetreuung, Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser/Pflege- und Altenheime, Justiz, Kultureinrichtungen, Verbraucher

Ansprechpartner/Hotlines, Aktuelle Meldungen, gesammelte Informationen etc. sind auf der Corona-Seite des Landes zusammengestellt.

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS NRW)

Erlasse des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW zur Bekämpfung der Corona-Pandemie finden Sie hier in chronologischer Reihenfolge.

Aktuelle Fallzahlen für NRW sind hier zu finden.

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW (MWIDE NRW)

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen verschiedene öffentliche Angebote zur Verfügung. Hier finden Sie Informationen zu den Themen Bürgschaftsbank NRW, Landesbürgschaftsprogramm, Förderberatung der NRW.BANK, Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW sowie zu steuerlichen Maßnahmen.

Bundesagentur für Arbeit (BA)

Aktuelle Informationen der Bundesagentur für Arbeit für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier.

Weitere aktuelle Informationen der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hier.

unternehmer nrw

unternehmer nrw stellt hier die wichtigsten Informationen zur aktuellen Entwicklung aus arbeitsrechtlicher und wirtschaftspolitischer Perspektive zur Verfügung.

Barrierefreie Informationen zum Coronavirus
Wenn Sie Hilfe brauchen – Schulpsychologische Dienste

Die aktuelle Situation rund um das Coronavirus verändert viele gewohnte Abläufe und stellt eine Herausforderung für uns alle dar. Ab dem 23. April 2020 wird eine schrittweise Öffnung der Schulen erfolgen; zunächst für prüfungsvorbereitende Maßnahmen und Unterricht, ausschließlich nur für die Schülerinnen und Schüler, die in diesem Schuljahr noch Prüfungen zu absolvieren haben, weil sie Schulabschlüsse anstreben. Die bisherige Notbetreuung wird fortgesetzt und in einem angemessenen Umfang auf weitere Bedarfs- und Berufsgruppen ausgeweitet. Vorgesehen ist darüber hinaus, den Schulbetrieb an den Grundschulen am 4. Mai 2020 vorerst ausschließlich für den Jahrgang 4 wiederaufzunehmen.

Sie haben als Eltern vielleicht Fragen zu Ihrem Kind oder zum häuslichen Lernen in der Übergangsphase, bei denen Sie ein Schulpsychologe oder eine Schulpsychologin beratend unterstützen kann. Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort kennen das lokale Unterstützungsnetzwerk sehr genau und können Ihnen die passende Hilfestellung vermitteln.

Dasselbe gilt natürlich auch für alle Fragen, die Lehrkräfte; Schulleitungen und Schulen in dieser Zeit bewegen und das Zwischenmenschliche, die Kommunikation und die eigene Belastung betreffen. Auch hier ist die Schulpsychologie weiterhin Ihr gewohnter Ansprechpartner.

Weitere Informationen zum Thema "Schulpsychologie - Zurück in den Schulalltag" finden Sie hier.

Hier finden Sie die Kontaktdaten der Beratungsstellen in Ihrer Nähe. Sie erreichen die Beratungsstellen zu den jeweils bei der Stelle angegeben Zeiten:

Bezirksregierung Arnsberg

Bezirksregierung Detmold

Bezirksregierung Düsseldorf

Bezirksregierung Köln

Bezirksregierung Münster

Falls Sie Ihre Beratungsstelle telefonisch nicht erreichen

Rufnummern für spezielle Hilfen

Unterstützungsangebote für Schülerinnen und Schüler

Ein besonderes Thema ist der Umgang mit Ängsten vor Ansteckung mit dem Corona-Virus (COVID-19), die neben Lehrkräften auch Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern ggf. haben. Diese Ängste müssen in jedem Fall ernst genommen werden. Für die Betroffenen ist es hilfreich, möglichst umfassend und transparent über die vor Ort geltenden Sachverhalte und die durchgeführten Hygienemaßnahmen informiert zu werden. Verunsicherte Menschen benötigen klare Information: Was kann ich selbst tun, wie geht es weiter, auf welche Unterstützungsangebote kann ich zurückgreifen?

Sollte es sich hierbei um Ängste handeln, die sehr stark ausgeprägt sind, können sich alle zuvor genannten Betroffenen auch an die für sie zuständige Schulpsychologische Beratungsstelle wenden, die Kontaktdaten finden Sie hier.

Mehr Informationen zum Thema "Umgang mit Ängsten“ haben wir auch auf unserer Informationsseite „Schule und Corona“ zusammengestellt.

Auf dieser Informationsseite gibt es darüber hinaus auch weitere Informationen für Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler zu Themen wie Gestaltung des ersten Unterrichtstages, Umgang mit heterogenen Lernausgangslagen, Eltern- und Schülerfragen, sowie ein Spezial „Sicher durchs Abitur“.

Informationen zur Schulsozialarbeit

Das eingeschränkte Zusammenleben zu Hause und der fehlende Kontakt zu vertrauten Menschen außerhalb der Familie können sehr belastend sein. Wenn Rat und Unterstützung außerhalb der Familie benötigt werden, stehen die Fachkräfte für Schulsozialarbeit den Schülerinnen und Schülern weiterhin als vertraute Ansprechpartner für Beratungsgespräche zur Verfügung. Ebenso beraten und unterstützen sie Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte in dieser herausfordernden Zeit auf Grundlage ihrer besonderen Expertise und unterstützen die Angebote der Notbetreuung in den Schulen.
Bitte informieren Sie sich auf der Homepage Ihrer Schule über Angebote und Beratungszeiten der Schulsozialarbeit.