Luftbild, Grundschule Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, Neubeckum

Angepasster Schulbetrieb in Corona-Zeiten

Hier finden Sie laufend aktuelle Informationen und Links zum angepassten Schulbetrieb in Corona-Zeiten.

Für das begonnene Schuljahr gilt der Grundsatz, dass der Unterricht in Präsenzform den Regelfall darstellt. Darauf haben sich alle am Schulleben Beteiligten und alle Bundesländer verständigt und sich in den letzten Wochen und Monaten dafür eingesetzt. Es ist der Landesregierung ein besonderes Anliegen, dass möglichst viel Unterricht in den Schulen unter Einhaltung von Infektionsschutz und Hygieneregeln angeboten werden kann. Ziel ist, sowohl dem Gesundheitsschutz Rechnung zu tragen, als auch das Recht der Kinder und Jugendlichen auf Bildung zu gewährleisten, das sich am besten in einem Regelbetrieb von Schule verwirklichen lässt.

Allerdings: Auch zu Beginn des Jahres 2021 wirken sich die Corona-Pandemie und die zu deren Bekämpfung ergriffenen Maßnahmen weiterhin auf das Unterrichtsgeschehen an unseren Schulen aus. Für die gesamte Gesellschaft und deren unterschiedliche Lebensbereiche muss es in den nächsten Wochen und Monaten das Ziel sein, parallel zu den begonnenen Impfungen das Infektionsgeschehen so gering zu halten, dass insbesondere die Risikogruppen geschützt und das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Aufgrund der unverändert angespannten und derzeit äußerst unsicheren allgemeinen Infektionslage werden daher auch die Schulen einen Beitrag zur Kontaktminderung leisten müssen. Daraus folgen zu Beginn dieses Jahres zunächst weitere Einschränkungen für den Präsenzunterricht an unseren Schulen. Informationen hierzu finden sich auf dieser Seite.

Die Maßnahmen zur Einhaltung von Hygiene und Infektionsschutz an Schulen in Nordrhein-Westfalen orientieren sich an der Coronabetreuungsverordnung des Gesundheitsministeriums, die je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens fortlaufend aktualisiert wird und damit den sich weiterhin dynamisch verändernden Bedingungen der Coronavirus-Pandemie Rechnung trägt.

Informationen zum Schulbetrieb im neuen Jahr 2021

Regelungen vom 11. bis 31. Januar 2021

In allen Schulformen wird spätestens ab Mittwoch, den 13. Januar 2021 Unterricht grundsätzlich für alle Jahrgangsstufen als Distanzunterricht erteilt. Die Schulen haben danach die Möglichkeit, dem Beginn des Distanzunterrichts bei Bedarf zwei vorbereitende Organisationstage vorzuschalten. Der Präsenzunterricht wird ab sofort bis zum 31. Januar 2021 ausgesetzt.

Alle Informationen finden Sie hier.

 

Vor Weihnachten hat die Landesregierung als mögliche Szenarien einen Stufenplan vorgelegt. Bei der Vorstellung wurde bereits darauf hingewiesen, dass es bei einer besonders kritischen Infektionslage notwendig werden könnte, noch weitergehende Einschränkungen zu beschließen. Dieser Fall ist nun eingetreten, deshalb gelten vom 11. bis zum 31. Januar die oben und hier beschriebenen Regeln.

Betreuung während der Aussetzung des Präsenzunterrichts vom 11. bis 31. Januar 2021

Zu den Fragen und Antworten zur Betreuung während der Aussetzung des Präsenzunterrichts vom 11. bis 31. Januar 2021 sowie zum Formular zur Betreuung eines Kindes während des Distanzunterrichts geht es hier.

Infektionsschutz, Hygiene und Testungen

Regelungen und Merkmale des Infektionsschutzes

Hier gelten die Gemeinsamen Hinweise der kommunalen Spitzenverbände und des Ministeriums für Schule und Bildung, abgestimmt mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie der Unfallkasse NRW, die nach Maßgabe der Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) kontinuierlich aktualisiert werden. Sie sind auf dieser Webseite  unter „Mehr zum Thema“ eingestellt („Hinweise und Verhaltensempfehlungen für den Infektionsschutz an Schulen im Zusammenhang mit Covid-19“).

Die Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales bleibt eine der wesentlichen Rechtsquellen für den Infektionsschutz an den Schulen in Nordrhein-Westfalen. Die jeweils aktuelle Fassung ist auf dessen Webseite allgemein zugänglich: www.mags.nrw und auf dieser Webseite unter „Mehr zum Thema“ zu finden.

Bei Fragen zu Sicherheits- und Hygienemaßnahmen stehen die Betriebsärzte und Sicherheitsfachkräfte der BAD GmbH zur Verfügung und beraten vor Ort in der Schule zur praktischen Umsetzung. Ansprechpartner der BAD GmbH sind hier abrufbar.

Maskenpflicht

  • Im    Schulgebäude   und   auf   dem    Schulgelände   müssen   grundsätzlich   alle Schülerinnen und Schüler eine Alltagsmaske tragen.
  • Ab der Jahrgangsstufe 5 gilt auch im Unterricht und am Sitzplatz die Maskenpflicht.
  • Die Schülerinnen und Schüler der Primarstufe müssen weiterhin keine Alltagsmaske tragen, solange sie sich im Klassenverband im Unterrichtsraum aufhalten.
  • Im Offenen Ganztag besteht innerhalb einer festen Gruppe keine Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske
  • Lehrkräfte, Betreuungskräfte und sonstiges Personal müssen bei Tätigkeiten im Unterrichtsraum außerhalb der Sitzbereichs der Schülerinnen und Schüler, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu den anderen Personen im Raum eingehalten wird, keine Maske tragen. Hierunter fallen beispielsweise Tätigkeiten an einer Tafel oder am Sitzplatz der Lehrkraft, sofern der Abstand von 1,5 Metern eingehalten wird
  • Ebenfalls keine Maske muss während einer Dienstbesprechung (z.B. Konferenz) oder bei der Teilnahme an Sitzungen von Schulmitwirkungsgremien getragen werden, sofern der Abstand von 1,50 m eingehalten wird und die Nachverfolgbarkeit durch eine feste Sitzordnung und deren Dokumentation gewährleistet ist.
  • Von der Maskenpflicht sind Schülerinnen und Schüler nach Vorlage eines aussagekräftigen ärztlichen Attests aus medizinischen Gründen befreit. In diesen Fällen ist in besonderer Weise auf den Mindestabstand von 1,5 Metern zu achten.
  • Eine Lehrerin oder ein Lehrer kann Schülerinnen und Schüler aus pädagogischen Gründen zeitweise oder in bestimmten Unterrichtseinheiten von der Maskenpflicht befreien. In Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung sowie Körperliche und Motorische Entwicklung kann die Schulleitung entscheiden, dass bei Schülerinnen und Schülern, die älter als 10 Jahre sind, im Einzelfall die Regeln für die Primarstufe gelten, soweit dies erforderlich ist. In diesen Fällen muss auf den Mindestabstand geachtet werden.
  • Wenn das Tragen einer Maske nicht möglich ist und auch der Mindestabstand von 1,5 Metern aus pädagogischen oder pflegerischen Gründen den Lehrkräften oder dem pädagogischen Personal nicht eingehalten werden kann, wird den Lehrkräften eine besondere Schutzausstattung zur Verfügung gestellt.
  • Eltern, die das Schulgelände ausnahmsweise betreten dürfen (z.B. bei Elternsprechtagen), tragen im gesamten Schulbereich eine Alltagsmaske.

Quarantäneanordnungen

Entscheidungen zu Quarantänemaßnahmen und auch weitergehenden Maßnahmen zum Infektionsschutz in Schulen können nach geltender Rechtslage allein von den zuständigen Stellen (Ordnungsbehörden und untere Gesundheitsbehörden) getroffen werden. Eine Übertragung dieser Entscheidungen auf oder die Übernahme solcher Entscheidungen durch die Leitungen von Schulen ist nicht möglich. Darauf wurden die zuständigen Stellen bzw. die Gesundheitsämter per Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales hingewiesen. Unabhängig davon sind Sie weiterhin darum gebeten, die örtlichen Gesundheitsbehörden auf der Grundlage Ihrer Dokumentationen (Teilnehmerlisten, Sitzpläne etc.) bei der Nachverfolgung von Infektionsketten bestmöglich zu unterstützen.

Plastik-Visiere

Die Anordnung zum Tragen einer textilen MNB in bestimmten Bereichen, in denen die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 m zwischen Personen nicht umfassend sichergestellt werden kann, dient vor allem dem Drittschutz, also dem Schutz vor der Übertragung von SARS-CoV-2 durch potentiell infizierte Personen via Aerosole in der Atemluft, beim Niesen etc. Diesen Schutz stellt – auch nach Einschätzung des RKI – das Tragen eines Visieres (z. B. aus Plexiglas) nicht in der gleichen Weise sicher, wie eine eng am Gesicht anliegende MNB. Daher stellen Visiere keinen grundsätzlichen Ersatz für eine MNB dar. Allerdings können Visiere bei Personen zum Einsatz kommen, bei denen das (dauerhafte) Tragen einer MNB aus medizinischen Gründen nicht möglich ist. Dort, wo das dauerhafte Tragen einer MNB die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung mit sich bringt, kann der Ersatz durch ein Visier auch aus Gründen des Arbeitsschutzes geboten sein. Vorrang hat aus Gründen des Infektionsschutzes aber eindeutig das Tragen einer MNB.

Rückverfolgbarkeit

Um im Bedarfsfall Infektionsketten nachvollziehen und unterbrechen zu können, sind konstante Gruppenzusammensetzungen erforderlich, soweit nicht zwingende schulorganisatorische Gründe entgegenstehen.
Der Unterricht soll jahrgangsbezogen in Klassen, in Kursen oder festen Lerngruppen stattfinden.

Eine jahrgangsübergreifende Gruppenbildung ist grundsätzlich nicht möglich. Ausnahmen bilden bereits jahrgangsgemischt zusammengesetzte reguläre Klassen bzw. Lerngruppen, Gruppen für Ganztags- und Betreuungsangebote sowie Schulsportgemeinschaften.
Damit der Unterricht gemäß den Vorgaben der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen organisiert werden kann, können insofern klassenübergreifende feste Lerngruppen und Kurse gebildet werden (z.B. Religionsunterricht, Wahlpflichtbereich).
Der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe findet wie bisher in festen fachbezogenen Kursen statt. Dies gilt auch für Fachunterrichtskooperationen mit anderen Schulen.
In den Räumen für den Unterricht und andere schulische Angebote soll mit Ausnahme von Ganztags- und Betreuungsangeboten für alle Klassen, Kurse und Lerngruppen eine feste Sitzordnung eingehalten und dokumentiert werden. Für jede Unterrichtsstunde und vergleichbare Schulveranstaltung ist darüber hinaus die jeweilige Anwesenheit zu dokumentieren. Die entsprechenden Dokumente sind zur Rückverfolgbarkeit für vier Wochen aufzubewahren.

Hygiene

Eine regelmäßige und wirksame Durchlüftung der Unterrichtsräume ist sicherzustellen. Räume, in denen dies nicht möglich ist, sind für den Unterricht nicht zugelassen.
Die Schulen sollten zugleich ihre bestehenden Konzepte zur Hygiene und zum Infektionsschutz fortführen, sofern diese dem angepassten Schulbetrieb in Corona-Zeiten nicht entgegenstehen.

Die Hinweise und Verhaltensempfehlungen für den Infektionsschutz an Schulen im Zusammenhang mit Covid-19 als gemeinsames Dokument der kommunalen Spitzenverbände und des Ministeriums für Schule und Bildung mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie der Unfallkasse NRW wurden auf den aktuellen Stand gebracht.

Die Hinweise und Empfehlungen folgen der inzwischen allgemein anerkannten Erkenntnis, dass über die AHA–Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) hinaus das Lüften der Unterrichtsräume ein wesentlicher, einfacher und wirkungsvoller Beitrag dazu ist, das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus über Aerosole deutlich zu verringern.

Die Kultusministerkonferenz hat diesem Thema ihre besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Das Umweltbundesamt hat auf ihre Bitte dazu seine Empfehlungen zu Luftaustausch und effizientem Lüften zur Reduzierung des Infektionsrisikos durch virushaltige Aerosole in Schulen veröffentlicht und ins Netz gestellt:

https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/coronaschutz-in-schulen-alle-20-minuten-fuenf

Die darin empfohlenen Regeln sind klar formuliert, leicht zu befolgen und sollten schnell zur selbstverständlichen Praxis in allen Unterrichtsräumen werden:

  • Stoßlüften alle 20 Minuten,
  • Querlüften wo immer es möglich ist,
  • Lüften während der gesamten Pausendauer.
Hygieneempfehlungen für die Verpflegung in Schulmensen

Die Hygieneempfehlungen für die Verpflegung in Schulmensen des Ministeriums für Schule und Bildung und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales sind eine Hilfe für Schulträger und Schulen, wie der erforderliche Mensabetrieb zum neuen Schuljahr erfolgen kann. Die jeweils geltende Fassung der Bestimmungen finden Sie hier auf den Seiten des Schulministeriums.

Schutz von vorerkrankten Schülerinnen und Schülern

Bitte beachten Sie die aktuellen Informationen unter dem Reiter „Informationen zum Schulbetrieb im neuen Jahr 2021". 

Grundsätzlich sind Schülerinnen und Schüler verpflichtet, am Präsenzunterricht teilzunehmen. Es gelten die allgemeinen Bestimmungen zur Schul- und Teilnahmepflicht.

Für Schülerinnen und Schüler mit relevanten Vorerkrankungen finden die Bestimmungen über Erkrankungen (§ 43 Absatz 2 SchulG) mit folgender Maßgabe Anwendung: Die Eltern entscheiden, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte. Die Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt wird empfohlen. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen dies schriftlich mit. Entsprechende Pflichten gelten für volljährige Schülerinnen und Schüler.

Die Eltern bzw. die betroffenen volljährigen Schülerinnen und Schüler müssen zum einen darlegen, dass für die Schülerin oder den Schüler wegen einer Vorerkrankung eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Bei begründeten Zweifeln kann die Schule ein ärztliches Attest verlangen und in besonderen Fällen ein amtsärztliches Gutachten einholen. Besucht die Schülerin oder der Schüler die Schule voraussichtlich oder tatsächlich länger als sechs Wochen nicht, soll die Schule ein ärztliches Attest verlangen und in besonderen Fällen ein amtsärztliches Gutachten einholen. Für die Schülerin oder den Schüler entfällt lediglich die Verpflichtung zur Teilnahme am Präsenzunterricht. Sie oder er ist weiterhin dazu verpflichtet, daran mitzuarbeiten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. Hierzu gehört auch der Distanzunterricht. Die Verpflichtung zur Teilnahme an Prüfungen bleibt bestehen.

Schutz vorerkrankter Angehöriger, die mit Schülerinnen und Schülern in häuslicher Gemeinschaft leben

Bitte beachten Sie die aktuellen Informationen unter dem Reiter „Informationen zum Schulbetrieb im neuen Jahr 2021". 

Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern, Großeltern oder Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine relevante Erkrankung, bei der eine Infektion mit SARS-Cov-2 ein besonders hohes gesundheitliches Risiko darstellt, besteht, sind vorrangig Maßnahmen der Infektionsprävention innerhalb der häuslichen Gemeinschaft zum Schutz dieser Angehörigen zu treffen.

Die Nichtteilnahme von Schülerinnen und Schülern am Präsenzunterricht kann zum Schutz ihrer Angehörigen nur in eng begrenzten Ausnahmefällen und nur vorübergehend in Betracht kommen. Dies setzt voraus, dass ein ärztliches Attest des betreffenden Angehörigen vorgelegt wird, aus dem sich die Corona-relevante Vorerkrankung ergibt.

Eine Entbindung von der Teilnahme am Präsenzunterricht kommt vor allem dann in Betracht, wenn sich die oder der Angehörige aufgrund des individuellen Verlaufs ihrer oder seiner Vorerkrankung vorübergehend in einem Zustand erhöhter Vulnerabilität befindet. Die Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Distanzunterricht und zur Teilnahme an Prüfungen bleibt bestehen. Diese Grundsätze gelten ebenso bei Anträgen auf Entbindung von der Teilnahme am Präsenzunterricht.

Schutzausstattung für Lehrkräfte

An öffentlichen Schulen:

Alltagsmasken, FFP2-Masken
Für alle Lehrkräfte, die im Präsenzunterricht eingesetzt sind, können durch den Schulträger seit Mai 2020 wiederverwendbare Alltagsmasken beschafft werden. Wie bereits in der Schulmail vom 21. Dezember 2020 angekündigt, stellt die Landesregierung die notwendigen Mittel bereit, um alle Lehrkräfte und selbstverständlich auch das weitere Landespersonal an Schulen für die Zeit bis zu den Osterferien mit den sogenannten FFP-2-Masken auszustatten. Hierbei sollen die genannten Personen pro Präsenztag mit zwei FFP-2 Masken ausgestattet werden. Die Verteilung wird, wie bereits mitgeteilt, über die Schulträger bewirkt, die sich dankenswerter Weise in den Dienst der Sache gestellt haben; in den anderen Fällen wird die Bezirksregierung tätig.

Schutzausrüstung im Gemeinsamen Lernen
Soweit für Lehrkräfte, die im gemeinsamen Lernen in Präsenz tätig sind eine besondere Schutzausstattung (Einmalhandschuhe, Schutzkleidung bzw. Schutzkittel, Plexiglasscheiben) erforderlich ist, können die betroffenen Schulen bei den Bezirksregierungen hierfür Mittel erhalten. Die Mittel können gegen Vorlage des Nachweises der Anschaffung dieser Ausstattung erstattet werden.

Besondere Schutzausstattung an Förderschulen
Für besondere Schutzausrüstung (besondere Schutzmasken, FFP2-Masken, FFP3- Masken, Visiere, Schutzkleidung bzw. Schutzkittel) an Förderschulen wurde den Bezirksregierungen ein weiteres Budget zur Verfügung gestellt. Für Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Körperliche und Motorische Entwicklung sowie Geistige Entwicklung steht ein erhöhtes Budget zur Verfügung. Die Mittel können ebenfalls von den Schulen auf Antrag gegen Nachweis der Anschaffung der Ausstattung bei den Bezirksregierungen abgerufen werden.

An Ersatzschulen:

Für den Bereich der Ersatzschulen wurden den Bezirksregierungen weitere Mittel zur Erstattung von Kosten zur Anschaffung von Masken, Schutzausrüstung, Desinfektionsmitteln und Hygieneartikeln zugewiesen. Die Mittel können dort durch den jeweiligen Ersatzschulträger gegen Nachweis abgerufen werden.

Möglichkeiten der Corona-Testung für das Personal an den Schulen

Alle an den öffentlichen Schulen sowie den Ersatz- und anerkannten Ergänzungsschulen tätigen Personen können sich in der Zeit nach den Weihnachtsferien (ab 11. Januar 2021) bis zum letzten Schultag vor den Osterferien (26. März 2021) bis zu sechs Mal anlasslos und zu einem frei gewählten Termin testen lassen. Die Testung soll außerhalb der Zeiten eigener Unterrichtsverpflichtung oder der eigenen Arbeitszeit an der Schule stattfinden. Die Kosten übernimmt das Land. In der Zeit vom 11. Januar 2021 bis zum 31. Januar 2021 kann dieses Testangebot nur von Personen in Anspruch genommen werden, die in dieser Zeit tatsächlich einen Präsenzdienst in den Schulen leisten.

Die Testung erfolgt regelhaft mittels PoC-Antigen-Test (sog. Corona-Schnelltest), bei dem das Ergebnis nach einer kurzen Wartezeit in der Praxis mitgeteilt wird.

Sollte im Einzelfall zu dem vereinbarten Termin in der Praxis kein PoC-Antigen-Test zur Verfügung stehen, kann der Arzt/die Ärztin alternativ einen PCR-Test (Test mit anschließend erforderlicher Laborauswertung) oder – in Abhängigkeit von der Laborauslastung – auch einen Antigen-Labortest durchführen.

Die Schulleitungen werden gebeten, das Testangebot in ihrer Schule bekannt zu machen und für Beschäftigte, die das Angebot nutzen wollen, diese Bescheinigung auszustellen. 

Organisatorischer Hinweis

Die Nutzung des kostenlosen Testangebots ist nur bei Vertragsärztinnen und Vertragsärzten mit Sitz in NRW möglich. Bei ausschließlich privatärztlich tätigen Ärztinnen und Ärzten – egal ob sich die Praxis in oder außerhalb von NRW befindet – kann die Testung nicht erfolgen. 

Umfassende Testungen für Personal an Schulen sowie Schülerinnen und Schüler im Corona-Fall

Sollten bei Testungen oder auf anderem Wege Infektionsfälle mit dem Coronavirus festgestellt werden, wird das zuständige Gesundheitsamt von der Schulleitung informiert und entscheidet über weitere Maßnahmen. Beispielsweise kommt eine Testung von Kontaktpersonen in Betracht, um lokale Cluster und Infektionsketten zu identifizieren und möglichst frühzeitig zu unterbrechen. Je nach Infektionsgeschehen und regionaler Gegebenheit werden Schulen aber auch umfassend oder gar vollständig getestet und wenn nötig auch kurzfristig vorübergehend geschlossen, um das Infektionsgeschehen gesichert abklären und eindämmen zu können.

Zuständigkeiten und Vorgehen in Schule bei auftretenden Corona-Fällen

Schülerinnen und Schüler, die im Schulalltag COVID-19-Symptome (wie insbesondere Fieber, trockener Husten, Verlust des Geschmacks-/Geruchssinn) aufweisen, sind ansteckungsverdächtig. Sie sind daher zum Schutz der Anwesenden gemäß § 54 Absatz 3 SchulG – bei Minderjährigen nach Rücksprache mit den Eltern – unmittelbar und unverzüglich von der Schulleitung nach Hause zu schicken oder von den Eltern abzuholen. Bis zum Verlassen der Schule sind sie getrennt unterzubringen und angemessen zu beaufsichtigen. Die Schulleitung nimmt mit dem Gesundheitsamt Kontakt auf. Dieses entscheidet über das weitere Vorgehen. Ein genauer Ablaufplan ist den Schulen landesweit zur Verfügung gestellt worden.

Auch Schnupfen kann nach Aussage des Robert-Koch-Instituts zu den Symptomen einer COVID-19-Infektion gehören. Angesichts der Häufigkeit eines einfachen Schnupfens soll die Schule den Eltern unter Bezugnahme auf § 43 Absatz 2 Satz 1 SchulG empfehlen, dass eine Schülerin oder ein Schüler mit dieser Symptomatik ohne weitere Krankheitsanzeichen oder Beeinträchtigung ihres Wohlbefindens zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden soll. Wenn keine weiteren Symptome auftreten, nimmt die Schülerin oder der Schüler wieder am Unterricht teil. Kommen jedoch weitere Symptome wie Husten, Fieber etc. hinzu, ist eine diagnostische Abklärung zu veranlassen.

Distanzunterricht bei Quarantänemaßnahmen

Die Anwesenheit in der Schule, also die Teilnahme am Präsenzunterricht und sonstigen Schulveranstaltungen, ist für die Dauer einer Quarantäne ausgeschlossen; dabei ist von 14 Tagen auszugehen. Die zu einer Quarantäne verpflichteten Schülerinnen und Schüler erhalten Distanzunterricht. Sie sind auch weiterhin verpflichtet, sich auf diesen Unterricht vorzubereiten, sich aktiv daran zu beteiligen, die erforderlichen Arbeiten anzufertigen und die Hausaufgaben zu erledigen.

Bitte beachten Sie die aktuellen Informationen unter dem Reiter „Informationen zum Schulbetrieb im neuen Jahr 2021". 

 

Umgang mit Rückkehrenden aus Risikogebieten

Bei einer Einreise aus einem Risikogebiet ist die Coronaeinreiseverordnung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu beachten, aus der sich besondere Verpflichtungen für Schülerinnen und Schüler sowie alle an Schulen tätigen Personen ergeben können. Weiterführende Informationen sind auf dessen Sonderseite abrufbar unter: www.mags.nrw/coronavirus.  

Die Einstufung als Risikogebiet wird durch das Robert-Koch-Institut fortgeschrieben und veröffentlicht: www.rki.de/covid-19-risikogebiete.

 

Rückkehr von Schülerinnen und Schülern aus Risikogebieten/Schulpflicht

Schülerinnen und Schüler müssen sich nach der Rückkehr aus Risikogebieten nach Maßgabe der jeweils geltenden Coronaeinreiseverordnung regelmäßig in Quarantäne begeben. Wenn sie dies missachten und dennoch zur Schule kommen, spricht die Schulleiterin oder der Schulleiter aufgrund des Hausrechts das Verbot aus, das Schulgelände zu betreten. Unabhängig von den rechtlichen Folgen stellt ein solches Verhalten einen schweren Verstoß gegen die Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme in der Schule dar.

Wenn Schülerinnen und Schüler in Quarantäne sind, bleiben sie dem Unterricht aus Rechtsgründen fern. Dieser Umstand stellt daher keine Schulpflichtverletzung und keinen schulischen Pflichtenverstoß der Schülerin oder des Schülers dar. Das dem privaten Lebensbereich zuzurechnende Urlaubsverhalten ist durch schulrechtliche Maßnahmen (Bußgeldverfahren, Ordnungsmaßnahmen) nicht zu sanktionieren.

Nach § 43 Absatz 2 SchulG müssen die Eltern bzw. die betroffenen volljährigen Schülerinnen und Schüler im Falle eines Schulversäumnisses die Schule unverzüglich benachrichtigen und schriftlich den Grund mitteilen. Bei begründeten Zweifeln, ob Unterricht aufgrund der Verpflichtung zur Einhaltung von Quarantänemaßnahmen versäumt wird, kann die Schule im Fall der gesetzlichen Quarantäne gemäß § 3 CoronaEinrVO von den Eltern Nachweise über die Reise in ein Risikogebiet verlangen und im Fall einer behördlich angeordneten Quarantäne im Wege der Amtshilfe gemäß § 5 Absatz 1 Nr. 3 Verwaltungsverfahrensgesetz NRW beim Gesundheitsamt Erkundigungen einziehen, ob und ggfls. welche Maßnahmen dort aufgrund des Infektionsschutzgesetzes oder aufgrund der nach dem Infektionsschutzgesetz erlassenen Bestimmungen getroffen worden sind. Für die Nachholung quarantänebedingt nicht erbrachter Leistungsnachweise (Klassenarbeiten, Klausuren) gelten die Bestimmungen der jeweiligen Ausbildungs- und Prüfungsordnung.

Nach dem Aufenthalt in einem Risikogebiet und der Einreise nach Deutschland entfällt die Pflicht zur Quarantäne ab dem Zeitpunkt, ab dem Einreisende ein negatives Testergebnis nachweisen können. Hierfür gibt es aktuell zwei Möglichkeiten:

  • Nachweis eines negativen Testergebnisses bei der Einreise, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Dieses ärztliche Zeugnis muss in deutscher oder in englischer Sprache verfasst sein.
  • Testung unverzüglich nach der Einreise (Testzentrum oder Hausarzt)
Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App kann bei der Eindämmung der Pandemie einen zusätzlichen Beitrag leisten, indem sie schneller als bei der klassischen Nachverfolgung Personen identifiziert und benachrichtigt, die eine epidemiologisch relevante Begegnung mit einer Corona-positiven Person hatten. Zudem hilft sie, den zeitlichen Verzug zwischen dem positiven Test einer Person und der Ermittlung und Information ihrer Kontakte zu reduzieren. Die Nutzung der App soll allen am Schulleben Beteiligten empfohlen werden.

Ergebnisse der wöchentlichen Umfrage zum Schulbetrieb in Corona-Zeiten

Seit Beginn des Schuljahres erhebt das Ministerium für Schule und Bildung wöchentlich Informationen zum Schulbetrieb. Mit der Abfrage wird u.a. erfasst, wie viele Schulen vollständigen oder eingeschränkten Präsenzunterricht anbieten. Erfragt wird auch, wie viele Schulen nach einer Entscheidung der Gesundheitsbehörden vor Ort vollständig geschlossen sind. Auch die Anzahl der Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler, die sich in Quarantäne befinden oder sich mit dem Coronavirus infiziert haben, wird berichtet.

Die Ergebnisse werden für das Land, die Regierungsbezirke und die Kreise bzw. kreisfreien Städte veröffentlicht. Mit der Abfrage werden keine Individualdaten erhoben, sodass die Zeitreihe als Abfolge von Stichtagswerten zu betrachten ist.

Bei der Bewertung der Zahlen und Anteilswerte zum Infektionsgeschehen ist zu beachten, dass diese nicht mit den häufig genannten Inzidenzzahlen gleichzusetzen sind. Die Schulen melden die Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte so lange als infiziert, bis sie genesen sind. Während die Inzidenzzahl die Zahl der Neuinfektionen misst, also jeder Fall einmalig gezählt wird, werden bei der Erhebung an der Schule bestehende Infektionsfälle in der Regel – abhängig von der Dauer der Infektion – mehrfach gezählt. Gleiches gilt für die Zahl der in Quarantäne befindlichen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte.

Die Ergebnisse der wöchentlichen Schulabfrage finden Sie hier.

Allgemeine Informationen zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus

Wo sind die Impfzentren? Wie läuft der Impftermin ab? Kommen Kosten auf mich zu? – Antworten auf diese und weitere wichtige Fragen zur Coronavirus-Schutzimpfung in Nordrhein-Westfalen finden Sie auf den Seiten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales an dieser Stelle

Das Bundesministerium für Gesundheit gibt hier auf seiner Homepage Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Impfung gegen das Coronavirus.

Die grundlegende Coronavirus-Impfverordnung (Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2) kann an dieser Stelle eingesehen werden.

Ressourcen und Einsatz der Lehrkräfte

Maßnahmen zur Verstärkung der Personalausstattung an Schulen

Zur unmittelbaren Abmilderung der Folgen der Corona-Krise, die beispielsweise dadurch entstehen, dass Lehrkräfte aus gesundheitlichen Gründen nicht oder nur eingeschränkt im Präsenzunterricht eingesetzt werden können, werden zum Schuljahresbeginn weitere Maßnahmen getroffen, um die Unterrichtssituation an den Schulen zu verbessern.

  • Für das Schuljahr 2020/21 wurden den Bezirksregierungen bereits 800 Stellen zusätzlich zugewiesen. Diese Planstellen für unbefristete Einstellungen an Gymnasien werden aus personalwirtschaftlichen Gründen im Vorgriff auf einen durch die Umstellung auf einen neunjährigen Bildungsgang begründeten absehbaren hohen Einstellungsbedarf zum Schuljahr 2026/27 bereitgestellt. Die auf diesen Stellen eingestellten Lehrkräfte sollen in dieser Übergangszeit durch Abordnungen insbesondere den Schulen und Schulformen zu Gute kommen, die aufgrund der Situation am Lehrkräftearbeitsmarkt unter einem Lehrkräftemangel leiden. Die Stellen können auch aufgrund der günstigen Situation am Lehrkräftearbeitsmarkt für Lehrkräfte mit der Lehramtsbefähigung für die Sekundarstufe II nach Schuljahresbeginn besetzt werden. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass zum 1. November 2020 wieder neue grundständig ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung stehen werden. Die Maßnahme, die in den nächsten Jahren auf bis zu 3.000 Stellen ausgebaut werden soll, trägt auch dazu bei, die Unterrichtssituation vor dem Hintergrund der besonderen pandemiebedingten Belastungen zu verbessern.
  • Zur Sicherung des Präsenzunterrichts ist die Möglichkeit für weitere befristete Beschäftigungen von Lehrkräften eröffnet worden (Runderlass vom 21. Juli 2020). Neben befristeten Beschäftigungen mit Sachgrund soll nunmehr auch die Möglichkeit des § 14 Abs. 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) zur sachgrundlosen befristeten Beschäftigung genutzt werden. Dies eröffnet zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten von bis zu zwei Jahren. Abhängig von den konkreten Erfordernissen vor Ort entscheiden die zuständigen Schulaufsichtsbehörden in eigener Zuständigkeit, welche Schulen in welchem Umfang befristete Lehrkräftebedarfe ausschreiben können. Die Ausschreibungen können bereits erfolgen. Darauf können sich sowohl Bewerberinnen und Bewerber mit einer Lehramtsbefähigung als auch geeignete andere Personen ohne Lehramt bewerben, zum Beispiel Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit oder ohne lehramtsbezogenen Abschluss oder Studierende, die bisher noch nicht im Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen beschäftigt waren.
  • Damit Schulen in den Fällen, in denen derzeit keine freien Lehrerstellen zur Verfügung stehen, befristete Einstellungen vornehmen können, werden zum Schuljahresbeginn zusätzlich weitere 400 Stellen für die Beschäftigung von Lehrkräften bereitgestellt. Auch diese Ausschreibungen können bereits erfolgen.
  • Im Rahmen der Stellenbewirtschaftung für das Schuljahr 2020/21 wird ermöglicht, bis zu 400 freie Lehrerstellen in der Schulform Grundschule für die Einstellung von tarifbeschäftigten Sozialpädagogischen Fachkräften in der Schuleingangsphase zu nutzen. Zum Schuljahreswechsel 2021/22 können die so in Anspruch genommenen Lehrerstellen wieder mit Lehrkräften besetzt werden. Die Stellen werden mit dem Haushalt 2021 zusätzlich bereitgestellt. Die Maßnahme zielt darauf ab, der schwierigen Personalsituation an zahlreichen Grundschulen und der Tatsache entgegenzuwirken, dass Kinder zum Teil durch fehlenden Präsenzunterricht Rückschritte in ihrer schulischen Entwicklung haben können. Die Ausschreibungen können bereits erfolgen.
  • Als Folge der Corona-Krise können sich derzeit noch nicht quantifizierbare Veränderungen beim Stellenbedarf an den Berufskollegs ergeben, wenn Ausbildungsplätze nicht im bisherigen Umfang zur Verfügung stehen. Für den Fall, dass die zugewiesenen Stellen nicht ausreichen, um den schülerzahlbedingten Stellenbedarf an den Berufskollegs zu decken, können nach Beginn des Schuljahres weitere Stellen zur Bedarfsdeckung zugewiesen werden.
  • Die Zahl der wöchentlichen Pflichtstunden einer Lehrkraft kann aus schulorganisatorischen Gründen, insbesondere zum Ausgleich einer nicht gleichmäßigen Unterrichtserteilung, für bis zu sechs Monate um bis zu sechs Stunden über- oder unterschritten werden. Die zusätzlich oder weniger erteilten Unterrichtsstunden sind innerhalb des Schuljahres auszugleichen, ausnahmsweise im folgenden Schuljahr. Eine Überschreitung um mehr als zwei Stunden soll in der Regel nicht ohne Zustimmung der Lehrkraft erfolgen, wenn sie über zwei Wochen andauert (§ 2 Abs. 4 VO zu § 93 Abs. 2 SchulG). Die Regelung dient dazu, eine nicht gleichmäßige Unterrichtserteilung flexibel im Schuljahr auszugleichen.
  • Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter können im Schuljahr 2020/21 freiwillig statt bislang drei bis zu sechs Stunden zusätzlichen, das heißt über den selbstständigen Ausbildungsunterricht hinausgehenden Unterricht an ihrer Ausbildungsschule erteilen, sofern das Ausbildungsziel dadurch nicht gefährdet wird und die Lehramtsanwärterin oder der Lehramtsanwärter diesem zustimmt. Eine diesbezügliche Beauftragung sollte nur mit Einverständnis des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung erfolgen.
  • Die wichtigsten Maßnahmen der Maßnahmenpakete 1 bis 3 aus den Bereichen Dienstrecht, Lehrerausbildung und Lehrereinstellung sind in einer Broschüre für die Schulleitungen (sog. Instrumentenkasten) zusammengefasst und Ende April/Anfang Mai 2020 an alle Schulen verschickt worden. Die Broschüre kann unter dem Link url.nrw/brleve abgerufen werden.

Auf der Internetseite des Schulministeriums ist die Datei hier zu finden.

Schulen, die über eine oder mehrere der vorgenannten Maßnahmen Personal gewinnen möchten, wenden sich an die zuständige Schulaufsichtsbehörde.

Personaleinsatz – Arbeitsschutz und Dienstpflicht

Unterrichtseinsatz von Lehrkräften nach den Weihnachtsferien bis zum 26. März 2021 (letzter Unterrichtstag vor den Osterferien)

Selbstverständlich trifft das Land NRW als Dienstherr und Arbeitgeber gegenüber allen Beschäftigten gerade in Zeiten einer Pandemie eine besondere Fürsorgepflicht. Daher sind besondere Regelungen zum Schutz der Beschäftigten getroffen worden, die sich auf die jeweils aktuelle Erkenntnislage stützen. 

In den "Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf" (Stand: 29. Oktober 2020) stellt das Robert-Koch-Institut (RKI) fest: „Die verschiedenen vorgenannten Einflüsse und deren Kombinationsmöglichkeiten machen die Komplexität einer Risiko-Einschätzung deutlich. Daher ist eine generelle Festlegung zur Einstufung in eine Risikogruppe nicht möglich. Vielmehr erfordert dies eine individuelle Risikofaktoren-Bewertung im Sinne einer (arbeits-) medizinischen Begutachtung.“ Auf Grundlage dieser Bewertungen des RKI zu den Risiken eines Covid-19 Krankheitsverlaufs sind die nachstehenden Regelungen ergangen und gelten derzeit bis zum letzten Unterrichtstag vor den Osterferien. Sie gelten auch für weiteres im Schulbereich eingesetztes Landespersonal und für Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder sowie Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter.

  1. Lehrkräfte, bei denen aufgrund besonderer gesundheitlicher Risiken die Gefahr eines schweren Verlaufs von Covid-19 besteht, können auf Grundlage eines ärztlichen Attests von der Verpflichtung zum Präsenzunterricht (einschließlich Pausen- oder Klausuraufsichten etc.) befreit werden. Dieses legen sie ihrer Schulleitung vor. Eine konkrete Krankheitsdiagnose ist nicht erforderlich, das Attest muss vielmehr die vg. erhöhte Gefahr bestätigen. Im Einzelfall kann bei Bedarf eine zusätzliche arbeitsmedizinische Begutachtung hinzugezogen werden. Bis zur Vorlage eines solchen Attests sind Lehrkräfte zum Dienst verpflichtet. Atteste, die bis zu den Weihnachtsferien ausgestellt wurden, entfalten seit dem Unterrichtsende vor den Weihnachtsferien keine Wirkung mehr. Für die Zeit nach den Weihnachtsferien ist für eine Befreiung vom Präsenzunterricht die Vorlage eines neuen Attestes erforderlich. Diese Befreiungsmöglichkeit wird auch Lehrkräften eingeräumt, die mit einer tatsächlich zu betreuenden Person mit Pflegegrad (Antragsstellung reicht aus) in häuslicher Gemeinschaft leben. Hier ist ebenfalls ein ärztliches Attest über die o.g. besondere Gefährdung der pflegebedürftigen Person aufgrund einer relevanten Vorerkrankung vorzulegen.
    Gleiches gilt, wenn dieses Risiko für ein in häuslicher Gemeinschaft lebendes minderjähriges Kind ärztlich attestiert wird, auch wenn für dieses Kind kein Pflegegrad anerkannt ist. Die Befreiungsmöglichkeit für die Lehrkraft besteht aber nur, sofern das Kind auch selbst aufgrund seiner gesundheitlichen Disposition vom Präsenzunterricht befreit ist oder keine Betreuungseinrichtung mit Kontakt zu anderen Kindern besucht.
  2. Ein derartiges Attest entbindet nicht von der Verpflichtung, alle übrigen dienstlichen Tätigkeiten am häuslichen Arbeitsplatz oder in der Schule zu erfüllen, wie beispielsweise das Bereitstellen von Materialen im „Lernen auf Distanz“ oder die Teilnahme an Konferenzen und Dienstgesprächen sowie die Abnahme von mündlichen Prüfungen.   

Zur Entscheidung über den Einsatz von Lehrkräften ist zu beachten:

  • Bei Lehrkräften, die aufgrund eines Attestes vom Präsenzunterricht befreit sind, ist das Interesse, keine dienstlichen Tätigkeiten mit relevant erhöhtem Ansteckungsrisiko auf Grund einer Vielzahl von Schülerkontakten auszuüben, besonders zu berücksichtigen.
  • Mit der Befreiung vom Präsenzunterricht entfällt jedoch nicht die allgemeine Dienstpflicht zu Tätigkeiten, die insgesamt der Unterrichtsversorgung und Unterrichtsorganisation dienen können. Auch dieses Interesse hat die Schulleitung bei der Interessenabwägung einzubringen.

Von einer Formulierung von Beispielfällen wird abgesehen, da die Abwägung nach den besonderen Umständen des jeweiligen Einzelfalles vorgenommen werden muss. Hierbei ist zu berücksichtigen, ob der persönliche Kontakt mit der einzelnen Schülerin oder dem einzelnen Schüler im Schulbetrieb zwingend erforderlich ist.

  1. Das RKI hat bislang Schwangere nicht per se als Risikopersonen in Bezug auf einen schweren Krankheitsverlauf von Covid-19 eingestuft. Für Schwangere gelten daher die generellen Regelungen zu Beschäftigungsverboten nach dem Mutterschutzgesetz. Dies entspricht dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 14. Juli 2020. Bei Präsenzdiensten in der Schule sind die hygienischen Standards gemäß der Coronabetreuungsverordnung einzuhalten. Auf die dazu in den FAQ unter „Hygienemaßnahmen“ eingestellten Informationen wird insoweit verwiesen.

Für eine Beratung zu Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Hinblick auf den Einsatz in der Schule stehen den Lehrkräften die Ansprechpartner der BAD GmbH zur Verfügung.

Unterricht auf Distanz

Einrichtung von Distanzunterricht in einer Schule

Bitte beachten Sie die aktuellen Informationen unter dem Reiter „Informationen zum Schulbetrieb im neuen Jahr 2021".

Verordnung zum Lernen auf Distanz

Am 30. September 2020 hat der Ausschuss für Schule und Bildung seine Zustimmung zur Zweiten Verordnung zur befristeten Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 Schulgesetz (VO Distanzunterricht) erteilt. Sie tritt rückwirkend zum 1. August 2020 in Kraft.
Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern liegt damit ein rechtverbindlicher Rahmen für den Distanzunterricht vor.
Die Verordnung finden Sie hier.

Handreichung zur lernförderlichen Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht

Die Schulen können zur Unterstützung auf eine Handreichung zur Entwicklung organisatorischer, didaktischer und pädagogischer Konzepte sowie mit Hinweisen zur Leistungsbewertung zurückgreifen. In ihr werden Fragen zu Organisationsmodellen, zu den im Kollegium zu treffenden Absprachen, zur Sicherstellung der Lernangebote für alle Schülerinnen und Schüler, zur Einbeziehung der Eltern und der Information der Schulgemeinde etc. thematisiert. Die Handreichung ist vom Ministerium für Schule und Bildung in enger Zusammenarbeit mit der Qualitäts- und Unterstützungsagentur sowie unter Beteiligung von erfahrenen Schulleitungen erarbeitet worden. Sie steht als Online-Broschüre zur Verfügung: www.broschüren.nrw/distanzunterricht.

Fachliche Unterrichtsvorhaben für den Unterricht auf Distanz werden von der QUA-LiS im Lehrplannavigator zu Beginn des Schuljahres zur Verfügung gestellt. Das Angebot wird sukzessive weiter ausgebaut.

Für die Berufskollegs wird zum Schuljahresbeginn eine Handreichung zur chancengerechten Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht in digitaler und anschließend auch in gedruckter Form veröffentlicht. Sie ist vom Ministerium für Schule und Bildung in Zusammenarbeit mit QUA-LiS und unter Beteiligung von oberer Schulaufsicht, Schulleitungen und Lehrkräften entwickelt worden. Die Handreichung enthält unter anderem rechtliche, organisatorische und didaktisch-methodische Hinweise sowie Qualitätskriterien zu bildungsgangspezifischen Konzepten. Sie wird ergänzt von Unterstützungsmaterialien in einem strukturierten Webangebot zur Umsetzung von digitalen Lernformaten (www.berufsbildung.nrw.de).

Impulse für das Lernen auf Distanz

Die Autoren Axel Krommer, Philippe Wampfler und Wanda Klee haben im Auftrag des Schulministeriums Impulse für das Lernen auf Distanz als didaktisches Unterstützungs- und Reflexionsangebot für Lehrerinnen und Lehrer konzipiert, sie sollen impulsgebend auch für Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder an den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung wirken. Die Hinweise sind bewusst allgemein formuliert, erfordern eine Konkretisierung, die an die jeweilige Schulsituation angepasst ist, und sollen dazu beitragen, dass sich in der Phase des Distanzlernens vielfältige Lernchancen ergeben und gleichzeitig die sozialen Aspekte des Lernens angemessen gewürdigt werden. Sie sind nicht als starres Regelwerk zu verstehen, sollen aber Orientierung geben.

Die Impulse finden Sie hier.

Investitionen in eine digitale schulische Infrastruktur und Ausstattung

Das Land investiert gemeinsam mit dem Bund in erheblichem Umfang in die Schuldigitalisierung. Beispielsweise steht den Schulträgern in Nordrhein-Westfalen rund eine Milliarde Euro aus dem DigitalPakt Schule zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie stehen weitere Mittel bereit, um die Schuldigitalisierung zu beschleunigen. Für die Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bedarf stockt das Land die vom Bund zur Verfügung gestellten 105 Millionen Euro um zusätzliche 55 Millionen Euro auf. Zusammen mit einem Eigenanteil der Schulträger von 17,8 Millionen Euro stehen insgesamt rund 178 Millionen Euro für dieses Sofortausstattungsprogramm zur Verfügung.

Des Weiteren fördert Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland die Ausstattung von Lehrkräften mit digitalen Endgeräten mit 103 Millionen Euro.

Im Rahmen einer weiteren Zusatzvereinbarung zum DigitalPakt stehen für Nordrhein-Westfalen zusätzliche 105 Millionen Euro zur Verfügung, um die Schulträger dabei zu unterstützen, den Ausbau von professionellen Administrations- und Supportstrukturen finanzieren (Personal- und Sachkosten). So soll sichergestellt werden, dass die Technik zuverlässig funktioniert und Lehrerinnen und Lehrer sich mehr auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.

Das Land stellt darüber hinaus digitale Anwendungen für die schulische Arbeit bereit, insbesondere die Schulplattform LOGINEO NRW, die Lernplattform LOGINEO NRW LMS und den LOGINEO NRW Messenger, der perspektivisch auch ein Videokonferenztool beinhaltet.

Digitale Endgeräte und LOGINEO NRW

Digitale Endgeräte

Alle Lehrerinnen und Lehrer der öffentlichen Schulen und der Ersatzschulen werden vom Land und unter organisatorischer Mitwirkung der Schulträger mit dienstlichen Endgeräten ausgestattet. Die Beschaffung der Geräte über die Schulträger ist bereits möglich. Hierzu stellt das Land 103 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderrichtlinie zur Ausstattung der Lehrkräfte mit dienstlichen Endgeräten ist unter dem nachfolgendem Link zum Digitalpakt veröffentlicht. Vorgesehen ist, dass die Schulträger in einem vereinfachten Verfahren Budgets erhalten und die dienstlichen Endgeräte für die Lehrkräfte in eigener Zuständigkeit beschaffen und verteilen. Es gilt ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn für Beschaffungsvorgänge ab dem 16. März 2020.

Mit den Mitteln aus der Zusatzvereinbarung zum Digitalpakt Schule („Sofortausstattungsprogramm“) in Höhe von insgesamt 178 Millionen Euro können die Schulträger bereits Endgeräte für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bedarf beschaffen. Die Förderrichtlinie ist am 22. Juli 2020 unter https://digitalpakt-nrw.de veröffentlicht worden. Antragsberechtigt sind Schulträger, die nach einem Verteilschlüssel entsprechende Budgets erhalten. Diese beschaffen und verteilen die Geräte in eigener Zuständigkeit unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben. Es gilt ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn für alle Beschaffungen ab dem 16. März 2020.

LOGINEO NRW

Die Landesregierung stellt den Schulen mit der Schulplattform LOGINEO NRW, dem Lernmanagementsystem LOGINEO NRW LMS und dem LOGINEO NRW Messenger drei Anwendungen zur Verfügung, um die Digitalisierung der Schulen, das digitale Arbeiten der Lehrerinnen und Lehrer, das Lehren und Lernen mit digitalen Medien sowie den Austausch mit den Schülerinnen und Schülern zu unterstützen.

Das Hauptsystem LOGINEO NRW beinhaltet unter anderem Funktionen wie dienstliche E-Mail, Cloud-Speicher, Daten-Safe und Terminkalender. Mit LOGINEO NRW haben Lehrkräfte die Möglichkeit, rechtssicher unter Beachtung des Datenschutzes zu kommunizieren. Es kann unter www.logineo.nrw.de beantragt werden.

Seit dem 10. Juni ist für alle öffentlichen Schulen und Ersatzschulen sowie für die Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) das Lernmanagementsystem LOGINEO NRW LMS kostenfrei verfügbar. Das Lernmanagementsystem LOGINEO NRW LMS erleichtert das Lernen auf Distanz und trägt zugleich dazu bei, Lehr- und Lernprozesse auch im Präsenzunterricht digital zu unterstützen. Über LOGINEO NRW LMS können zum Beispiel Aufgaben zum Selbstlernen erstellt und um entsprechende Lernmaterialien wie Texte, Bilder, Videos und Links ergänzt werden. Die Schülerinnen und Schüler können sich individuell und vertiefend damit auseinandersetzen und erhalten von ihren Lehrerinnen und Lehrern Feedback. Zugleich sind die Lehrkräfte über das Lernmanagementsystem bei Fragen für ihre Schülerinnen und Schüler erreichbar. Das LMS kann unter https://logineonrw-lms.de/ beantragt werden.

Darüber hinaus stellt das Land Nordrhein-Westfalen den öffentlichen Schulen, den Ersatzschulen und den ZfsL einen Messenger-Dienst kostenlos zur Verfügung. Der LOGINEO NRW Messenger ermöglicht eine einfache, schnelle und sichere digitale Kommunikation an Schulen, sei es in Phasen des Unterrichts auf Distanz oder im Rahmen des Präsenzunterrichts. Schulen können das System online unter www.logineo.nrw.de beantragen. Fragen und Antworten zum LOGINEO NRW-Messenger finden Sie hier.

Schul- und Unterrichtsbetrieb, Prüfungen und Abschlüsse

Unterrichtsbeginn

Bitte beachten Sie die aktuellen Informationen unter dem Reiter „Informationen zum Schulbetrieb im neuen Jahr 2021". 

Zunächst bis zum Ende des laufenden Schuljahres kann ab sofort der Unterricht an allen Schulen gestaffelt in der Zeit zwischen 7.00 Uhr und 9.00 Uhr beginnen.

Gilt die Staffelung nur innerhalb der Schule (z.B. für die verschiedenen Jahrgangsstufen), bindet die Schulleiterin oder der Schulleiter den Schulträger ein und informiert die Schulkonferenz und die Schulaufsichtsbehörde über die getroffene Entscheidung. Ob der Unterricht bereits um 7.00 Uhr beginnen soll, ist insbesondere für jüngere Jahrgänge besonders sorgfältig zu prüfen. In der Regel eignet sich ein früher Unterrichtsbeginn für ältere Schülerinnen und Schüler und vor allem im Bereich der Beruflichen Bildung.

Soll dagegen vorrangig ein gestaffelter Unterrichtsbeginn aller Schulen eines Schulträgers erreicht werden, schlägt der Schulträger nach Beratung mit den Schulen unter Einbindung der Verkehrsträger eine Regelung vor. Die Schulleiterin oder der Schulleiter folgt dem Vorschlag, wenn nicht zwingende pädagogische Gründe entgegenstehen; erfolgt keine Einigung, entscheidet die Schulaufsichtsbehörde. Die Schulleiterin oder der Schulleiter unterrichtet die Schulkonferenz über die getroffene Entscheidung.

Siehe hierzu auch BASS 12-63 Nr.3

Schulveranstaltungen, Elternberatung und Elterninformation

Schulveranstaltungen unter Beteiligung von Personen, die weder Schülerinnen und Schüler noch an der Schule pädagogisch oder sonst tätig sind, sind laut CoronaSchVO vorerst bis zum 10. Januar 2021 untersagt. 

Hiervon umfasst sind Tage der offenen Tür und Schulfeste, aber auch Elternabende wie zum Beispiel die Information aller Eltern der Klasse 4 der Grundschule über das Angebot in der Sekundarstufe I. Auch Elternsprechtage, die im Format einer offenen, größeren Präsenzveranstaltung durchgeführt werden sollen und bei denen unterschiedliche Eltern und Lehrkräfte gleichzeitig zusammentreffen können, sind derzeit unzulässig.

Elternsprechtage können allerdings so organisiert werden, dass Eltern individuell das Schulgelände betreten und so das Zusammentreffen von Angehörigen zahlreicher Haushalte auf engem Raum vermieden wird. Dann sind sie keine Veranstaltungen und ebenso erlaubt wie individuelle Lehrersprechstunden. Im Übrigen kann ein Austausch mit Eltern auch telefonisch oder digital erfolgen. Eltern haben auf dem gesamten Schulgelände eine Alltagsmaske zu tragen.

Prüfungen

Der Beginn der Abschlussprüfungen im Abitur sowie im Rahmen der Zentralen Prüfungen Klasse 10 wird im kommenden Jahr um jeweils knapp zwei Wochen verschoben. Das gibt den Schulen Gelegenheit, die Schülerinnen und Schüler besser auf die Prüfungen vorzubereiten.

Zudem sollen Lehrkräfte in ausgewählten Fächern der allgemeinbildenden Schulen eine erweiterte Aufgabenauswahlmöglichkeit erhalten, um angesichts möglicher Einschränkungen durch die Corona-Pandemie im Interesse der Schülerinnen und Schüler Prüfungen ohne Abstriche am Niveau, aber mit Blick auf die unterrichteten Inhaltsfelder zu ermöglichen. Die Abiturvorgaben gelten unverändert. Die neuen Prüfungstermine für die einzelnen Fächer werden den Schulen wie üblich zu Beginn des Schuljahres per Erlass mitgeteilt.

Abgesehen davon sollen im kommenden Schuljahr alle Vorgaben der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen unverändert gelten; dies schließt alle Abschlussverfahren und Prüfungen einschließlich der Abiturprüfungen im Jahr 2021 ein. Die aktualisierten Vorgaben für das Zentralabitur 2021 an den Beruflichen Gymnasien, die zusätzliche Fokussierungen enthalten, sind mittlerweile unter www.standardsicherung.nrw.de veröffentlicht. Die angepasste Terminleiste für das Zentralabitur 2021 ist zum Schuljahresbeginn 2020/2021 ebenfalls unter www.standardsicherung.nrw.de verfügbar.

Sportunterricht

Bitte beachten Sie auch die aktuellen Informationen unter dem Reiter „Informationen zum Schulbetrieb im neuen Jahr 2021“.

Voraussetzung für die Nutzung der Sporthallen ist eine Belüftung, die einen Luftaustausch ermöglicht und die Aerosolkonzentration in der Sporthallenluft herabsetzt. Die Hallennutzungssituation wird vor Ort durch den Schulträger in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Ämtern analysiert und die Hallen werden entsprechend freigegeben. Damit ist für jede einzelne Sporthalle zu prüfen und zu entscheiden, ob die Belüftung dort ausreicht bzw. hergestellt werden kann.

Die örtlichen Ordnungsbehörden können im Einzelfall davon abweichende Maßnahmen zum Infektionsschutz anordnen, wenn das Infektionsgeschehen es erforderlich macht (§ 16 CoronaSchVO). Dazu kann notfalls auch die Schließung zählen. Ein solcher Einzelfall muss sich auf das Pandemiegeschehen an einer bestimmten Schule oder bestimmten Schulen erstrecken. Wenn im Einzelfall keine Schutzmaßnahme angeordnet ist, sind die Kommunen als Schulträger aufgrund von § 79 Schulgesetz verpflichtet, die für den Sportunterricht erforderlichen Einrichtungen bereitzustellen.

Für den Fall, dass Ihnen vor Ort die notwendigen Raumkapazitäten für den Sportunterricht nicht zur Verfügung gestellt werden, suchen Sie bitte den Austausch mit Ihrem Schulträger. Mit den Vertretern der Schulträger wurde besprochen, dass die Bereitstellung der notwendigen Raumkapazitäten insbesondere für den Sportunterricht in Sporthallen in einer gemeinsamen Anstrengung zeitnah und gezielt optimiert werden soll.

Sollte es an einzelnen Schulen bei Raumengpässen für den Sportunterricht bleiben und angesichts der Winterzeit der Sportunterricht im Freien verständlicherweise nicht möglich sein, sind für den überdachten Sport in Sporthallen Schülerinnen und Schüler besonders zu berücksichtigen, für die der Sportunterricht prüfungsrelevant ist.

Darüber hinaus kann der Sportunterricht zeitlich befristet auf theoretische Inhalte konzentriert und in Abhängigkeit von den Altersgruppen und den Witterungsbedingungen auf Bewegungseinheiten im Freien ausgerichtet werden.

Zu weiteren Vorgaben und Hinweisen zum Sportunterricht sei auf den Anhang zur SchulMail vom 8. Oktober 2020 und die Hygieneempfehlungen „Hinweise und Verhaltensempfehlungen zum Infektionsschutz an Schulen im Zusammenhang mit Covid 19“ hingewiesen, die nach wie vor Gültigkeit haben. Alle aktuellen Dokumente zum Thema „Sportunterricht unter Corona-Bedingungen“ sind auf www.schulsport-nrw.de hinterlegt.

Für Berufskollegs beachten Sie bitte auch den Runderlass „Ergänzende Bestimmungen zur sportpraktischen Prüfung im Abitur am Beruflichen Gymnasium und der Prüfung zur Freizeitsportleiterin/zum Freizeitsportleiter im Bildungsgang APO-BK, Anlage D 17 (gültig für die Abiturprüfung 2021)“ vom 07. Dezember 2020.

Musikunterricht

Der schulische Musikunterricht findet auch im Schuljahr 2020/2021 statt. 

Für gemeinsames Singen gilt, dass es bevorzugt im Freien stattfindet und in geschlossenen Räumen vorerst nicht gestattet ist. Mit „geschlossenen Räumen“ sind in erster Linie Klassenräume gemeint. Verfügt eine Schule über ausreichend große und gut zu belüftende Räume (z.B. Aula, Musiksaal), die ein gemeinsames Singen ermöglichen, das die Anforderungen der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) erfüllt, also insbesondere vergrößerte Abstandsregeln zwischen den Sängerinnen und Sängern und möglichen anderen Akteuren sowie eine dauerhafte oder mindestens regelmäßige Durchlüftung mit kurzen Lüftungsintervallen berücksichtigt, dann kann auch in diesen Räumen gesungen werden.

Beim gemeinsamen Singen sowie bei der Verwendung von Blasinstrumenten sind die entsprechenden Regelungen der jeweils gültigen CoronaSchVO (s. https://www.mags.nrw/coronavirus-rechtlicheregelungen-nrw#verordnungen) zu beachten. Diese beinhalten im Wesentlichen vergrößerte Mindestabstände und Hinweise zur Hygiene und zur Durchlüftung von Räumlichkeiten.

Auf dem Singen vergleichbare Ausdrucksformen in affinen schulischen Angeboten (z.B. Darstellen und Gestalten, Literatur, Theater) sind diese Regelungen analog anzuwenden.

Sofern die schulischen Möglichkeiten die Einhaltung der Vorschriften für das Singen und das Spielen von Blasinstrumenten temporär oder dauerhaft nicht ermöglichen, ist auf andere Formen des aktiven Musizierens und Gestaltens zurückzugreifen, die den Schülerinnen und Schülern im Musikunterricht ebenfalls kreative Schaffens- und Ausführungsprozesse ermöglichen.

Bei schulbezogenen oder öffentlichen Aufführungen wird empfohlen, bis auf weiteres vorrangig alternative Präsentations- und Dokumentationsformen (z.B. Audio/Video-Aufzeichnungen, Streams) unter Beachtung des Urheber- und Datenschutzrechtes zu nutzen.

Fachpraktischer Unterricht in den Berufskollegs

Bei der Durchführung des fachpraktischen Unterrichts sind Bedingungen zu schaffen, die die aktuellen Vorgaben zur Eindämmung des Infektionsgeschehens beachten und Situationen verhindern, die Infektionsgeschehen verstärken könnten. Es gelten die CoronaBetrVO und CoronaSchVO.

Ganztags- und Betreuungsangebote in der Primarstufe und der Sekundarstufe I

Bitte beachten Sie auch die aktuellen Informationen unter dem Reiter „Informationen zum Schulbetrieb im neuen Jahr 2021“.

Die unterrichtsfreien Tage sind keine dienstfreien Tage für die Lehrerinnen und Lehrer sowie den weiteren an den Schulen Tätigen. Die Schulen haben demnach weiterhin die Aufgabe, den berechtigten Interessen von Eltern auf eine Betreuung ihrer Kinder am 21. und 22. Dezember 2020 sowie am 7. Und 8. Januar 2021 nachzukommen.

Daher findet an diesen Tagen in den Schulen eine Notbetreuung statt, soweit hierfür ein Bedarf besteht. Teilnehmen können alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6, deren Eltern dies bei der Schule beantragen. Hierfür steht ein Formular unter Downloads (siehe rechte Seitenspalte) zur Verfügung.

Eine frühzeitige Antragsstellung kann dazu beitragen, allen Beteiligten Planungssicherheit zu geben.

Die Notbetreuung wird von Lehrkräften geleistet. Sofern die Notbetreuung den offenen Ganztag und weitere Betreuungsangebote umfasst, werden die Kräfte für die Ganztags- und Betreuungsangebote einbezogen.

Der zeitliche Umfang der Notbetreuung richtet sich nach der allgemeinen Unterrichtszeit an den genannten Tagen. Die Notbetreuung von Schülerinnen und Schülern, die auch sonst an Ganztags- und Betreuungsangeboten teilnehmen, umfasst diesen Zeitrahmen.

Die Schülerinnen und Schüler in den Notbetreuungsgruppen tragen Alltagsmasken. Die Vorgaben zur Hygiene und zum Infektionsschutz gelten auch für die Notbetreuung. Bei der Einrichtung der Gruppen ist an diesen beiden Tagen das Einhalten des Mindestabstandes von 1,5 Metern in den Räumen zu berücksichtigen. Für jede Gruppe wird eine Teilnehmerliste geführt.

Schulen mit nur wenigen Anmeldungen zur Notbetreuung können sich auf gemeinsame Angebote verständigen; die zuständige Schulaufsichtsbehörde muss hierbei eingebunden sein.

Kooperationsangebote der Schulen mit außerschulischen Kooperationspartnern

Aktivitäten außerschulischer Partner mit Schulen (z.B. im Ganztag, in gemeinsamen Projekten, in Bildungspartnerschaften) sind weiterhin zulässig. Maßgeblich ist, ob es sich um ein Kooperationsangebot in der Gesamtverantwortung der Schule handelt. Diese Angebote sind als schulische Nutzung im Sinne des § 1 Absatz 2 der CoronaBetrVO zulässig. Sie dürfen – soweit erforderlich und sinnvoll – auch außerhalb des Schulgebäudes, etwa in Räumlichkeiten der außerschulischen Partner, stattfinden. In diesen Fällen gelten die Hygienekonzepte und Vorgaben zum Infektionsschutz in Schulen (feste Gruppen, Rückverfolgbarkeit, Lüftung, Maskenpflicht etc.) entsprechend.

Informationen zu den Programmen sowie die Förderrichtlinien sind auch hier zu finden.

Außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote

Freiwillige außerschulische Angebote sind weiterhin zulässig. Bei der Beratung der Antragsteller und der Genehmigung der Anträge sollte beachtet werden, dass der Bildungscharakter der Veranstaltung prägend ist und es sich nicht ausschließlich um ein Sport- oder Freizeitangebot (z.B. Tagesausflüge) handelt.

Schulfahrten

Absage von Schulfahrten

Frau Ministerin Gebauer hat am 20. November 2020 angekündigt, dass mit sofortiger Wirkung alle bis zum 31. März 2021 genehmigten Schulfahrten im Sinne der Richtlinie für Schulfahrten (BASS 14-12 Nr.2) abzusagen sind und es den Schulleiterinnen und Schulleitern untersagt ist, für den benannten Zeitraum neue Schulfahrten zu genehmigen. Über die getroffene Regelung wurde auch im Rahmen der SchulMail vom 30. November 2020 informiert.

Übernahme von Stornierungskosten

Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen grundsätzlich die von der Vertragspartnerin oder dem Vertragspartner der Schule (z.B. Reiseveranstalter, Transportunternehmen, Unterkünfte) rechtmäßig in Rechnung gestellten und nachgewiesenen Stornierungskosten für alle abzusagenden Schulfahrten, die vor dem 24. März 2020 gebucht worden sind. Es gilt – wie bisher – der Grundsatz der Kostenminderungspflicht.

Erstattungsverfahren

Das Land Nordrhein-Westfalen tritt jedoch nicht in bestehende Verträge der Schulen mit Dritten ein. Daher erfolgt die Auszahlung nicht direkt an den oder die Vertragspartner, sondern ausschließlich an die Schulen. Die Erstattung von Stornierungskosten wird über die Bezirksregierungen erfolgen.

Das Land wird die Kosten nur dann übernehmen, wenn die Schulfahrt bis zum 24. Dezember 2020 storniert wurde.

Die Anträge auf Erstattung der Stornierungskosten sind auf dem bekannten, unveränderten Formular bis zum 8. Januar 2021 bei der zuständigen Bezirksregierung ausschließlich per E-Mail an die dort eingerichteten Funktionspostfächer einzureichen.

  • Bezirksregierung Arnsberg: corona-storno[at]bra.nrw.de
  • Bezirksregierung Detmold: corona-stornokosten[at]brdt.nrw.de
  • Bezirksregierung Düsseldorf: corona-stornokosten[at]brd.nrw.de
  • Bezirksregierung Köln: reisekostenstelle[at]brk.nrw.de
  • Bezirksregierung Münster: stornokosten[at]bezreg-muenster.nrw.de

Dem Antrag sind die folgenden Unterlagen beizufügen:

  • die Rechnung der Vertragspartner inklusive aller berücksichtigten Rückzahlungen (vgl. Nummern 5 und 6 des Formulars) sowie
  • den Vertrag oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, aus denen die Höhe der Stornierungskosten hervorgeht.

Die Anträge können nur von den Schulen selbst, nicht aber von den Eltern oder den Vertragspartnern gestellt werden.

Neubuchungen von Schulfahrten

Für die Genehmigung und Neubuchung von Schulfahrten nach dem 31. März 2021 muss eine sorgfältige Risikoabwägung erfolgen und ein strenger Maßstab angelegt werden. Schule und Eltern bzw. Schülerinnen und Schülern müssen sich bewusst sein, dass für neu zu buchende Schulfahrten eine Übernahme von möglichen Stornierungskosten durch das Land Nordrhein-Westfalen nicht in Betracht kommt.

Nach Nr. 5.2 der Richtlinien für Schulfahrten (Runderlass des ehemaligen Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 19.03.1997 in der Fassung vom 26.04.2013 (ABl. NRW. S. 232 / BASS 14—12 Nr. 2)) ist bei mehrtätigen Veranstaltungen und bei Veranstaltungen, die mit erhöhten finanziellen Belastungen verbunden sind, vor Vertragsabschluss von allen Eltern – auch von Eltern der volljährigen Schülerinnen und Schüler – eine schriftliche, rechtsverbindliche Erklärung einzuholen, dass sie der Teilnahme an der Veranstaltung zustimmen und sich verpflichten, die entstehenden Kosten zu tragen. Diese Kostentragungspflicht gilt auch im Falle der Stornierung einer Schulfahrt.

Weitere schulische Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes

Eintägige Exkursionen können unter Einhaltung der maßgeblichen Hygienevorschriften durchgeführt werden.

Ebenfalls können verpflichtenden Standardelemente im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ und Unterricht oder Prüfungen, die außerhalb des Schulgeländes stattfinden, zum Beispiel in Sporthallen oder Schwimmbädern, weiterhin durchgeführt werden.

Ersatz und Ergänzungsschulen

Die vorgenannten Regelungen gelten gleichermaßen für Ersatz- und anerkannte allgemein bildende sowie anerkannte ausländische bzw. internationale Ergänzungsschulen.

Gremien der schulischen Mitwirkung

Für die partizipative Gestaltung des Schullebens ist es unabdingbar, dass die Gremien der schulischen Mitwirkung ungehindert tätig werden können. Hierzu gehört insbesondere ihre Konstituierung nach den Wahlen zu Beginn des kommenden Schuljahres sowie die Beratung und Fassung erforderlicher Beschlüsse in Sitzungen. Eingeschränkte Tagungsmöglichkeiten und – im Falle der Schulkonferenz – grundsätzlich zulässige Eil- und Dringlichkeitsentscheidungen gemäß § 67 Absätze 4 und 5 SchulG sind nur noch als Ausnahmen vertretbar.

Die Tätigkeit der Schulmitwirkungsgremien stellt eine sonstige schulisch-dienstliche Nutzung der Schule im Sinne von § 1 Absatz 5 Nr. 5 der CoronaBetrVO dar. Da ist es, unter Wahrung der weiter geltenden Vorgaben an den Hygiene- und Infektionsschutz (Mindestabstand soweit möglich, ansonsten Maskenpflicht sowie Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit), zulässig und erforderlich, dass auch die Elternvertreter in den Mitwirkungsgremien das Recht haben, hierzu die Schule zu betreten; entsprechendes gilt für die Schülervertretung. Für Lehrkräfte handelt es sich um die Erledigung von nicht unterrichtlichen Dienstaufgaben nach § 1 Absatz 5 Nr. 2 CoronaBetrVO.

Berufliche Bildung

Regelungen und Hinweise zur Aufnahme, Beschulung und kontinuierlichen Weiterbeschulung

Die nachfolgenden Regelungen und Hinweise zur Aufnahme, Beschulung und kontinuierlichen Weiterbeschulung in den Fachklassen des dualen Systems im Schuljahr 2020/2021 und zu Praktika sind zu beachten:

Der Runderlass „Regelungen zu Möglichkeiten der kontinuierlichen Beschulung in den Fachklassen des dualen Systems bei möglichen Auswirkungen der Corona-Krise auf bestehende Ausbildungsverhältnisse“ vom 2. April 2020 enthält Regelungen zur möglichen Weiterbeschulung von Auszubildenden, die ihren Ausbildungsplatz verlieren.

Der Runderlass „Planungserfordernisse zur Beschulung in den Fachklassen des dualen Systems im Schuljahr 2020/2021 und Information von Betrieben, Maßnahmenträgern und weiteren Partnern“ vom 8. Juni 2020, verweist auf mögliche vermehrte spätere Einmündungen von Auszubildenden bedingt durch Maßnahmen zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes sowie die Möglichkeit zur Anpassung unterschiedlicher Lernstände durch verstärkte Förderung im Rahmen eines möglichen erweiterten Stützunterrichts.

Der Runderlass „Planungserfordernisse zur Beschulung in den Bildungsgängen des Berufskollegs im Schuljahr 2020/2021“ vom 23. Juni 2020 regelt die zur Erfüllung der Schulpflicht erforderliche Aufnahme und Beschulung von Schulentlassenen der allgemeinbildenden Schulen in Bildungsgängen der Berufskollegs bis zur verspäteten Aufnahme einer Ausbildung und diesbezügliche Verfahren. Zu den hier avisierten zusätzlichen Stellen wurde im Kapitel „Maßnahmen zur Verstärkung der Personalausstattung“ bereits eingegangen.

Der Runderlass „Praktika in Bildungsgängen der Berufskollegs“ vom 26. Mai 2020 enthält Regelungen für den Fall, dass Praktika im Rahmen von Bildungsgängen, die zur Fachhochschulreife führen, Corona bedingt nicht zeitgerecht zur Verfügung stehen.

Der Runderlass „Praktika in Bildungsgängen der Berufskollegs (APO-BK, Anlage C/D)“ vom 08. Oktober 2020 enthält Regelungen für den Fall, dass Schülerinnen und Schüler trotz intensiver Bemühungen keine Praktikumsstelle finden können.

Der Runderlass „Beschulung in den Fachklassen des dualen Systems vor den Abschlussprüfungen im Winter 2020“ vom 03. November enthält Regelungen zu Möglichkeiten im aktuellen Prüfungsdurchgang, den Unterricht innerhalb des Schuljahres unter Einhaltung des Gesamtunterrichtsvolumens zu verschieben.

Der Runderlass „Klausuren, Klassenarbeiten, mündliche Prüfungen in Abschlussjahrgängen an den Berufskollegs und Informationserfordernis gegenüber Ausbildungsbetrieben“ vom 20. November 2020 enthält Regelungen zu Klausuren, Klassenarbeiten, mündliche Prüfungen in Abschlussjahrgängen an den Berufskollegs trotz des grundsätzlichen Verzichts auf Unterricht am 21. und 22. Dezember 2020.

 

Der Runderlass „Praktika in Bildungsgängen der Berufskollegs; befristete Bestimmungen für das Schuljahr 2020/21“ vom 26. November 2020 enthält ergänzende Regelungen zum Erlass „Praktika in Bildungsgängen der Berufskollegs (APO-BK, Anlage C/D) vom 08. Oktober 2020 für Bildungsgänge der Ausbildungsvorbereitung in Vollzeitform, Bildungsgänge der Berufsfachschule, die berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln und Abschlüsse der Sekundarstufe I ermöglichen, Bildungsgänge der Berufsfachschule, die einen Berufsabschluss nach Landesrecht vermitteln und Abschlüsse der Sekundarstufe I ermöglichen, Bildungsgänge des Beruflichen Gymnasiums (Ergänzung für die Jahrgansstufe 14) sowie Bildungsgänge der Fachschulen, Fachrichtung Sozialwesen.

 

Der Runderlass „Ergänzende Bestimmungen zur sportpraktischen Prüfung im Abitur am Beruflichen Gymnasium und der Prüfung zur Freizeitsportleiterin/zum Freizeitsportleiter im Bildungsgang APO-BK, Anlage D 17 (gültig für die Abiturprüfung 2021)“ vom 07. Dezember 2020 enthält Regelungen zur sportpraktischen Prüfung im Abitur am Beruflichen Gymnasium und der Prüfung zur Freizeitsportleiterin/zum Freizeitsportleiter im Bildungsgang APO-BK, Anlage D 17.

 

 

Unterstützung von abschlussgefährdeten Schülerinnen und Schülern

Für die Förderung aller Schülerinnen und Schüler an Berufskollegs, die im nächsten Schuljahr ihren Abschluss erwerben wollen, ist verstärkt von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, den Differenzierungsbereich gemäß VV zu § 6 Absatz 2 der APO-BK für das Angebot von Stützunterricht zu nutzen. Zu ggf. erforderlichen zusätzlichen Stellen wird auf das Kapitel „Maßnahmen zur Verstärkung der Personalausstattung“ verwiesen.

Corona-spezifische Regelungen zum Praktika zum Erwerb der Fachhochschulreife und zur Einschreibung an Fachhochschulen

Einjähriges gelenktes Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife

Mit dem Runderlass „Praktika zum Erwerb des praktischen Teils der Fachhochschulreife“ vom 11.01.2021 wurde folgende Regelung getroffen: Praktikantinnen und Praktikanten, die das einjährige gelenkte Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife nach Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife (§ 4 Nr. 3, 4 Gleichwertigkeitsverordnung) gemäß Abschnitt IV. der Praktikum-Ausbildungsordnung absolvieren, kann auch dann eine ordnungsgemäße Durchführung des Praktikums gemäß Anlage 2.5 der Praktikum-Ausbildungsordnung bescheinigt werden, wenn das Praktikum zeitweise durch coronabedingte Betriebsschließungen aufgrund der ab dem 02.11.2020 geltenden bzw. danach getroffener Regelungen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie unterbrochen werden musste. Voraussetzung hierfür ist, dass die Ausfallzeiten einer erfolgreichen Ableistung des Praktikums und der Vermittlung der vorgesehenen Kenntnisse nicht entgegenstehen.

Einschlägiges halbjähriges Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife

Der Runderlass „Praktika zum Erwerb des praktischen Teils der Fachhochschulreife“ vom 11.01.2021 trifft Regelungen für Praktikantinnen und Praktikanten, die den schulischen Teil der

Fachhochschulreife bereits erworben haben und das einschlägige halbjährige Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife (§ 4 Nr. 1 Gleichwertigkeitsverordnung) nach Abschnitt III Nr. 2 d) der Praktikum-Ausbildungsordnung absolvieren, und dies aufgrund coronabedingter Betriebsschließungen zeitweise unterbrechen müssen. Näheres kann dem Runderlass entnommen werden.

 

Fristen bei den Fachhochschulen für den Nachweis des Praktikums zum Erwerb der Fachhochschulreife

Es wird auf § 24 der Verordnung über die Vergabe von Studienplätzen in Nordrhein-Westfalen verwiesen, der Regelungen zur vorbehaltlichen Einschreibung für Personen mit Fachhochschulreife trifft.

Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats

Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2019/2020 aufgrund der Corona-Pandemie nicht an den Prüfungen zum Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats teilnehmen konnten, haben die Möglichkeit, als "externe Prüflinge“ an den regulären Prüfungen ihres ehemaligen Berufskollegs im Schuljahr 2020/2021 teilzunehmen.

Berufliche Orientierung im Rahmen von KAoA

Umsetzung der Berufliche Orientierung nach den Vorgaben der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“

Die Berufliche Orientierung nach den Vorgaben der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist weiterhin verpflichtend umzusetzen. Für die Umsetzung sind die weitreichenden eingeräumten Flexibilisierungsmöglichkeiten zu nutzen. Alle Standardelemente gelten als Unterricht in anderer Form, mit denen die Schulen ihrer Aufgabe zur Beruflichen Orientierung in der Sekundarstufe I nach § 8 Absatz 3 APO-S I und in der Sekundarstufe II nach § 1 Absatz 2 der APO-GOSt (BASS 13-32 Nr. 3.1) bzw. § 1 Absatz 3 Nummer 1 der APO-BK (BASS 13-33 Nr. 1.1) nachkommen.

Vorgaben für die Durchführung der Standardelemente bei der aktuellen Phase „Unterricht auf Distanz“ sind unter den jeweiligen Standardelementen aufgeführt.

Eine Woche „Berufliche Orientierung extra“ in den Osterferien

Das Angebot der KAoA-Ferienkurse wird auch in den Osterferien fortgeführt. Zu diesem Zeitpunkt können abgesagte Kurse aus den Weihnachtsferien nachgeholt werden.

Beratung von außerschulischen Partnern

Beratungs- und Berufsorientierungsangebot der Bundesagentur für Arbeit (SBO 2.1 und SBO 2.3)

Eine Beratung in Präsenz vor Ort an Schule ist aktuell nicht möglich.

Beratungstermine in telefonischer Form oder im Videoformat können auch weiterhin mit den Berufsberaterinnen und –beratern der Agentur für Arbeit über die Rufnummer 0800/4 5555 00 (gebührenfrei) vereinbart werden. Zusätzlich ist auch eine Terminvereinbarung online über die Homepage www.arbeitsagentur.de und dort über die Punkte „Schule, Ausbildung, Studium“ + „Kontaktiere uns direkt“ möglich.

 

Berufseinstiegsbegleitung (SBO 10.4)

Eine Beratung in Präsenz vor Ort an Schule ist aktuell nicht möglich.

Die Kontaktaufnahme durch die Berufseinstiegsbegleitung erfolgt telefonisch oder elektronisch.

Standardelemente in der Sekundarstufe I

Elterninformationsveranstaltungen (SBO 2.5)

Die Durchführung von Elternveranstaltungen im Rahmen von KAoA ist in Präsenz untersagt. Die Informationen müssen digital oder postalisch weitergegeben werden. Für die Auftaktveranstaltungen für KAoA-STAR muss zusätzlich ein telefonischer Beratungstermin durch die Schule gewährleistet sein.

 

Potenzialanalyse – 1-tägig (SBO 4.1) und Potenzialanalyse für die Förderschwerpunkte Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung – 2-tägig (SBO 4.2)

Alle noch geplanten Potenzialanalysen sind (inkl. der Auswertungsgespräche) in digitaler Form umzusetzen.

Sollte dies nicht möglich sein, ist eine Ausweitung des Umsetzungszeitraums der Potenzialanalyse (inkl. der Auswertungsgespräche) bis einschließlich 26.03.2021 erlaubt (sowohl in Präsenzform als auch digital – je nach Stand der dann gültigen Coronaschutzverordnung).

 

Praxisphasen in der Sekundarstufe I und II

Berufsfelderkundungen (SBO 5.1), Praxiskurse (SBO 6.4),

Berufsfelderkundungen und Praxiskurse können in entsprechenden Jahrgängen nur als durch die Schule unterrichtlich durchgeführte Digitalformate stattfinden.

Trägergestützte Angebote fallen aus.

 

Schülerbetriebspraktika in der Sek. I (SBO 6.1), Langzeitpraktikum (SBO 6.5) und Praxiselemente in der Sek. II (SBO 9.1)

Praktika müssen verschoben oder in digitaler Form durch die Schule durchgeführt werden. Die Schule bietet dann ein Angebot zur Beruflichen Orientierung von mindestens einer Woche, das eine intensive Auseinandersetzung mit dem gewählten Praktikumsberuf ermöglicht.

Auf Wunsch der Eltern und bei dem Vorliegen des schriftlichen Einverständnisses der Betriebe können ein- bis dreiwöchige Schülerbetriebspraktika durch die Schulleitungen auch in Präsenz im Betrieb genehmigt werden.

Das Langzeitpraktikum kann weiterhin durchgeführt werden.

 

Praxisphasen im Ausland (SBO 5, SBO 6 und SBO 9)

Die Corona-Schutzverordnung (CoronaSchVO) und die Corona-Einreiseverordnung (CoronaEinrVO) sind einzuhalten. Die Bestimmungen der Nachbarstaaten sind zu beachten. Ein Auslandspraktikum in durch das RKI benannten Risikogebieten ist ausgeschlossen.

 

KAoA-STAR Standardelemente

Die Umsetzung der KAoA-STAR Standardelemente ist nur in digitaler Form möglich.

Der Integrationsfachdienst (IFD) führt die KAoA-STAR Standardelemente digital mit Unterstützung durch die Schulen durch.

Die individuelle Einzelberatung während der STAR - Übergangsbegleitung durch den Integrationsfachdienst (IFD) (SBO 10.5) kann nur telefonisch oder in digitaler Form erfolgen.

Alle noch geplanten STAR - Potenzialanalysen sind (inkl. der Auswertungsgespräche) in digitaler Form umzusetzen.

Sollte dies nicht möglich sein, ist eine Ausweitung des Umsetzungszeitraums der STAR - Potenzialanalyse (inkl. der Auswertungsgespräche) bis zu den Sommerferien erlaubt (sowohl in Präsenzform als auch digital – je nach Stand der dann gültigen Coronaschutzverordnung).

Standardelemente in der Sekundarstufe II

KAoA-kompakt (SBO 7.1)

Siehe Regelungen zu SBO 4.1, SBO 5.1 und SBO 6.4

Studienorientierung (SBO 9.2)

Die einzelnen Hochschulen bieten alternative Formen der Beratung an. Diese sind über die Internetseite der Studienberatung der jeweiligen Hochschule zu erreichen. Die einzelnen Zentralen Studienberatungsstellen mit ihren Kontaktdaten sind unter www.zsb-in-nrw.de zu finden.

Über die Angebote der Studienorientierung an den Hochschulen sind Informationen auf der Internetseite der jeweiligen Hochschule zu finden. Auch hier werden neben den Präsenzveranstaltungen alternative digitale Formate angeboten.

Notbetreuung

Informationen zur Notbetreuung bis zum 31. Januar finden Sie hier.

Weitere Informationen

Materialsammlung für Lernangebote auf Distanz

Sammlung von Unterstützungsangeboten für Lehrkräfte

Das Ministerium für Schule und Bildung hat in Zusammenarbeit mit der QUA-LiS und der Medienberatung NRW eine Sammlung von Unterstützungsangeboten für Lehrerinnen und Lehrer in Phasen des Distanzlernens zusammengestellt. Die Liste wird in den kommenden Tagen und Woche weiter aktualisiert, sodass es sich lohnt, diese immer mal wieder aufzurufen. Neben staatlich-kommunalen Angeboten finden sich sowohl überfachliche als auch fachliche Hinweise, die es den Lehrkräften erleichtern sollen, sinnvolle Lernangebote für die Schülerinnen und Schüler zu konzipieren.

Musikalische Ideen und Unterrichtsmaterialien des WDR für die Grundschule (und bestimmt auch für ältere Kinder und Jugendliche) finden Sie hier:

dacklkonzerte.wdr.de
Neben Konzertmitschnitten unserer WDR Dackl Konzerte mit der WDR Big Band, dem WDR Sinfonieorchester und dem Rundfunkchor finden Sie hier auch kurze Videoclips, in denen der Dackl witzig, frech und unterhaltsam die Kinder zum Mitmachen animiert – so bastelt Dackl Musikinstrumente oder macht mit Ralph Caspers ein Musikquiz. 
 mauskonzerte.wdr.de
Die Maus geht ins Konzert! Hier finden Sie Konzertmitschnitte der letzten Maus-Konzerte und Unterrichtsmaterial mit vielen Anregungen, wie Werke und Komponisten den Kindern spielerisch zugänglich gemacht werden können.
klangkiste.wdr.de
Einen eigenen Hit gestalten, Instrumente kennenlernen oder ein Spiel mit der Stimme steuern – mit der Webapp "WDR Klangkiste" für Kinder bis 12 Jahren ist das möglich. Hier gibt es dazu das passende Unterrichtsmaterial.

„(Vor-)Lesen, Spielen und Lernen in Zeiten von Corona“ - Angebot der Stiftung Lesen

Die Stiftung Lesen hat mit der Seite „(Vor-)Lesen, Spielen und Lernen in Zeiten von Corona“ einen Service für Eltern, Kinder und Lehrkräfte eingerichtet. Hier finden sich Medientipps, Aktionsideen, digitale Vorlesegeschichten und Unterrichtsmaterialien die helfen, Kinder für das Lesen zu begeistern und zuhause gemeinsam Zeit mit Geschichten zu verbringen.

Unterrichtsmaterial und Angebote des RBB

  • Das komplette Angebot aller Ausgaben der Aktion Schulstunde finden Sie hier.
  • Das mehrfach mit dem  deutschen Bildungsmedienpreis "digita" ausgezeichnete Angebot richtet sich schwerpunktmäßig an  Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 6. Die  digitale Unterrichtsplattform Aktion Schulstunde bietet ein umfangreiches und kostenloses Angebot an  Filmen, Audiobeiträgen, Unterrichtsblättern und Projektideen  zu den Themen: TodGlückToleranzHeimat GlaubeArbeitBildung und Gerechtigkeit.  
  • Knietzsche, preisgekrönte Figur der Aktion Schulstunde des rbb, philosophiert über große Themen der Zeit - ob über Tod, Toleranz, Respekt oder Glück - und findet seine ihm eigenen Antworten. Auch Corona ist eine Herausforderung. "Jetzt geht es um Rücksicht, Zusammenhalt und Vertrauen" meint Knietzsche und ist zuversichtlich, dass wir jetzt alle etwas für eine schönere Zukunft lernen können. Knietzsche und das Coronavirus steht hier für Sie zum Download bereit.
Ausbildung von Lehrkräften, Vorbereitungsdienst, Staatsprüfung

Die Ausbildung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern (LAA) an den ZfsL findet zunächst bis zum 31.01.2021 weiterhin in Distanzformaten statt. Unterrichtsbesuche können derzeit nicht stattfinden; an deren Stelle treten weitere verbindliche Ausbildungsformate, die eine individuelle Begleitung und Beratung der Auszubildenden ermöglichen und als weitere Beurteilungsgrundlagen mit in die Langzeitbeurteilungen eingehen. LAA werden angeregt, ihren schulischen Einsatz im Rahmen von Distanzunterricht sowie dort gewonnene Kompetenzen und Erfahrungen aktiv in diese Ausbildungsbegleitung durch die Seminarausbilder/innen mit einzubringen.

Die im Zusammenhang der Pandemie bestehenden besonderen Regelungen zum Einsatz von Lehrerinnen und Lehrern gelten in ihrer jeweiligen Fassung weiterhin entsprechend auch für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie Praktikantinnen und Praktikanten.

Staatsprüfungen im Zeitraum vom 01.01.2021 – 30.04.2021:

Qualitätsvolle Abschlüsse des Vorbereitungsdienstes erfordern Staatsprüfungen, die das eigenständige Unterrichten als die zentrale Kompetenz von Lehrerinnen und Lehrern in den Mittelpunkt stellen; dies lässt sich bestmöglich über Präsenzunterricht darstellen. Die aktuelle pandemiebedingte Entwicklung an den Schulen erfordert allerdings größtmögliche Flexibilität, um den besonderen und z.T. sehr herausfordernden Situationen angemessen begegnen zu können und allen Absolventinnen und Absolventen gleichwertige und individuell faire Prüfungsbedingungen zu ermöglichen.

Die Sonderregelungen der OVP („Dritte Verordnung zur Änderung der Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Staatsprüfung vom 17.12. 2020“) eröffnen erneut die Option eine Staatsprüfung in Präsenzunterricht oder über ein Fachgespräch bzw. zwei Fachgespräche mit Simulationsanteilen im Fach bzw. in den Fächern abzuleisten. In den möglichen Varianten wird ein Nichtbestehen einmalig als nicht durchgeführte Prüfung gewertet.

Ausgangspunkt für das individuell zum Tragen kommende Prüfungsformat ist die konkrete Situation an der jeweiligen Ausbildungsschule. Sobald feststeht, dass eine Staatsprüfung nicht im Präsenzformat stattfinden kann, teilen LAA und Schulleitung dies dem Prüfungsamt mit. (Weitere Informationen und das entsprechende Formular sind auf dem Internetportal des Landesprüfungsamtes (LPA) hinterlegt).

Informationen für Schulleitungen - „Führen und Leiten in Krisensituationen“

Die dynamische Entwicklung im Zusammenhang mit dem Coronavirus erfordert ein gleichermaßen umsichtiges wie effektives Handeln der Schulleitungen. Der Notfallordner „Hinsehen und Handeln“ unterstützt Schulen dabei, kompetent mit verschiedensten Notlagen umzugehen, auch bei der Bewältigung der aktuellen Situation. 

Ein Auszug aus dem Notfallorder (Seiten 231 – 234) bietet wichtige Handlungsempfehlungen für Schulleitungen und gibt Schulleiterinnen und Schulleitern wichtige Orientierung. Der gesamte Notfallordner steht allen Schulen auch online zum Download zur Verfügung. (www.notfallordner.nrw.de, Anmeldung mit Schulkennung und Kennwort)

Zuständigkeit für Schutzmaßnahmen

Die Bekämpfung der Verbreitung des Corona-Virus liegt – wie aus-geführt - in der Zuständigkeit der Gesundheitsbehörden unter der Aufsicht des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Das NRW-Gesundheitsministerium steht in ständigem Kontakt zur Bundesebene, zu anderen Bundesländern und orientiert sich an den Risikobewertungen und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI).

Das RKI in Berlin beobachtet und bewertet die Lage stetig und ist bundesweit die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Coronavirus. Von dort aus werden Maßnahmen bundesweit koordiniert.

Grundsätzlich haben auch Schulleitungen im Einzelfall die Befugnis, Schülerinnen und Schüler vom Unterricht auszuschließen, wenn von ihnen eine Gesundheitsgefahr ausgeht (§ 54 Absatz 4 SchulG). Dies gilt nach beamten- bzw. arbeitsrechtlichen Regelungen auch für Lehrkräfte. Darüber hinaus kann im Ausnahmefall eine Schule auf Grundlage des Hausrechtes der Schulleitung (§ 59 Absatz 1 Ziffer 6 in Verbindung mit Absatz 8 SchulG) zur Abwehr erheblicher konkreter Gefahren geschlossen werden.

Informationen zum Corona-Virus, Bürgertelefon

Robert-Koch-Intstitut (RKI)

Das RKI veröffentlicht auf seiner Internetseite eine Vielzahl von Informationen für Fachleute, aber auch die allgemeine Öffentlichkeit.

Bürgertelefon

Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus ein Bürgertelefon zum Coronavirus unter der Nummer (0211) 9119 1001 geschaltet. Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner am Bürgertelefon beantworten allgemeine Fragen zum Coronavirus und zur Vorbeugung.

Portal der Landesregierung

Wichtige Fragen und Antworten zum Corona-Virus sind zu den folgenden Themenkomplexen in der FAQ-Liste auf dem Landesportal aufbereitet: Grundsätzliche Informationen, Situation in Nordrhein-Westfalen, Unternehmen, Arbeitnehmer, Kinderbetreuung, Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser/Pflege- und Altenheime, Justiz, Kultureinrichtungen, Verbraucher

Ansprechpartner/Hotlines, Aktuelle Meldungen, gesammelte Informationen etc. sind auf der Corona-Seite des Landes zusammengestellt.

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS NRW)

Erlasse des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW zur Bekämpfung der Corona-Pandemie finden Sie hier in chronologischer Reihenfolge.

Aktuelle Fallzahlen für NRW sind hier zu finden.

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW (MWIDE NRW)

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen verschiedene öffentliche Angebote zur Verfügung. Hier finden Sie Informationen zu den Themen Bürgschaftsbank NRW, Landesbürgschaftsprogramm, Förderberatung der NRW.BANK, Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW sowie zu steuerlichen Maßnahmen.

Bundesagentur für Arbeit (BA)

Aktuelle Informationen der Bundesagentur für Arbeit für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier.

Weitere aktuelle Informationen der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hier.

unternehmer nrw

unternehmer nrw stellt hier die wichtigsten Informationen zur aktuellen Entwicklung aus arbeitsrechtlicher und wirtschaftspolitischer Perspektive zur Verfügung.

Barrierefreie Informationen zum Coronavirus
Schulpsychologie - Unterstützung und Begleitung

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus können – für den schulischen Bereich – zahlreiche psychosoziale Effekte bei allen am Schulleben Beteiligten haben.

Diese sind beispielsweise:

  • Verunsicherung bei Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräften durch die anhaltende Pandemieentwicklung und den damit verbundenen als bedrohlich und teilweise widersprüchlich empfundenen Nachrichten, Situationen und Erlebnisse. Dadurch entsteht teilweise eine hohe psychosoziale Belastung.
  • Quarantäne-Situationen einzelner Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte oder ganzer Lerngruppen erzeugen möglicherweise Verunsicherung und Ängstlichkeit über Krankheitsverläufe und den Grad der eigenen Betroffenheit.
  • die pandemiegeschuldeten Einschränkungen und Beschränkungen im täglichen Leben. Sie können eine Zunahme von psychischer Gewalt unter Schülerinnen und Schülern durch „(Cyber-) Mobbing“ ermöglichen.
  • Diskussionen um Verschwörungserzählungen und Verunsicherung über „was sind die richtigen“ Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.
  • Probleme seitens der Schulen, bei einigen Schülerinnen und Schülern einen regelmäßigen Schulbesuch durchzusetzen, da z.B. besorgte Eltern ihre Kinder nicht zur Schule schicken wollen.

Darüber hinaus kann es vereinzelt auch zu krisenhaften Entwicklungen kommen. Einige Schülerinnen und Schüler oder Lehrkräfte waren oder sind selbst am Coronavirus erkrankt bzw. mussten die Erkrankung oder sogar den Tod von Familienangehörigen ertragen. Beengte Wohnverhältnisse und Kontakteinschränkungen führen möglicherweise bei einigen Schülerinnen und Schülern zu innerfamiliären Streitigkeiten, zu Konflikt- oder gar Gewalterfahrungen in der Familie, die sie verarbeiten müssen.

Ihre Erfahrungen, Verluste, Ängste und Sorgen bringen sie in die Schule ein. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte haben vielleicht eine schwere Erkrankung oder sogar Todesfälle in ihrem persönlichen Umfeld erfahren. Mitschülerinnen und Mitschüler haben teilweise gleiche oder ähnlich schlimme Erfahrungen gemacht.

Diese Erlebnisse und Ereignisse können ein unterschiedliches Ausmaß annehmen und schnell eine hohe Dynamik entwickeln, nachhaltige Auswirkungen auf das Schulleben und den Schulalltag haben und sich zu schulischen Krisen entwickeln.

Auf derartige Situationen sind die Schulleitungen in ihrer Verantwortung für das schulische Krisenmanagement an ihren Schulen bereits seit Jahren vorbereitet. Neu ist, dass möglicherweise nicht nur einzelne, sondern viele Schulen von diesem krisenhaften Geschehen erfasst sind bzw. werden. Mit den konkreten Hinweisen aus dem Notfallordner können sich u.a. die Mitglieder der schulischen Teams für Beratung, Gewaltprävention und Krisenintervention und Lehrkräfte gut vorbereiten. Daher sollten diese Aspekte regelmäßig schulintern besprochen und auf ihre Aktualität hin überprüft werden.

Im Besonderen empfehlen sich diese Seiten des Notfallordners.

Bei diesen besonderen Herausforderungen werden das Ministerium für Schule und Bildung, die Schulpsychologischen Dienste vor Ort sowie die Schulsozialarbeit die Schulen und alle am Schulleben Beteiligten umfassend und passgenau begleiten.

Zusätzlich finden Sie folgende Unterstützungsangebote der Schulpsychologie:

Bei Fragen zum schulischen Krisenmanagement können Sie den Krisenbeauftragten des MSB unter folgender Nummer kontaktieren: 0172 / 28 43 101 oder 0173 / 73 54 329

Bei anderen Fragen, in denen Ihnen eine Schulpsychologin oder ein Schulpsychologe beratend zur Seite stehen kann, ist die Schulpsychologie und die Landesstelle für Schulpsychologie und Schulisches Krisenmanagement weiterhin Ihr bekannter Ansprechpartner.

Das nordrhein-westfälische Unterstützungssystem für Schulen und alle am Schulleben Beteiligte in herausfordernden Situationen

Allen Schulen in Nordrhein-Westfalen stehen etablierte und bewährte Strukturen sowie ein breit aufgestelltes Unterstützungssystem zur Seite, deren Eckpfeiler neben der Schulsozialarbeit die Schulpsychologie bildet. In NRW ist die Schulpsychologie eine gemeinsame Aufgabe des Landes und der Kommunen. Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen im Landesdienst arbeiten mit ihren Kolleginnen und Kollegen im kommunalen Dienst in einer gemeinsamen Einrichtung, der schulpsychologischen Beratungsstelle zusammen. In jedem Kreis bzw. kreisfreien Stadt gibt es einen schulpsychologischen Dienst, der für Schulen, Lehrkräfte, Schulpersonal, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler niedrigschwellige, vertrauliche und kostenlose Beratungen, Aktuell befinden sich 414 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen im Dienst, davon derzeit 239 im Landesdienst. Im Rahmen des Aktionsplans „Für Demokratie und Respekt – Entschieden gegen Diskriminierung und Gewalt“ wurden in den Haushalt 2021 50 zusätzliche Landesstellen für Schulpsychologinnen und Schulpsychologen eingestellt, um diese Form der professionellen Unterstützung zu weiter auszubauen. Insgesamt handelt es sich dann um 289 (239) Landestellen und insgesamt um 464 Stellen.

Für die Prävention, Bewältigung und Nachsorge schulischer Krisen gibt es an jeder schulpsychologischen Beratungsstelle speziell ausgebildete Fachkräfte. In schulischen Großschadenslagen wird der schulpsychologische Einsatz durch das Landesteam Schulpsychologische Krisenintervention der Landesstelle Schulpsychologie und Schulpsychologisches Krisenmanagement (LaSP) geleitet, die in einem engen Kontakt zum Schulischen Krisenbeauftragten des Ministeriums für Schule und Bildung steht.

Grundlage für das Krisenmanagement sind die „Empfehlungen zu Strukturen, Aufgaben und Verfahrensweisen des Schulpsychologischen Krisenmanagements in Schulen in Nordrhein-Westfalen“ vom Juni 2014, die das MSB mit den Kommunalen Spitzenverbänden und der Unfallkasse NRW abgestimmt hat.

An den Schulen gibt es Teams für Beratung, Gewaltprävention und Krisenintervention. Diese Teams bilden das Rückgrat des innerschulischen Beratungs- und Krisenmanagementnetzwerks. Die Teams werden durch die zuständigen Schulpsychologischen Dienste qualifiziert

Die Beratungslehrkräfte sind wesentlicher Teil der schulischen Beratungsteams. In fast allen Schulen der Sekundarstufe I und II gibt es mindestens eine speziell ausgebildete Beratungslehrkraft. Die Qualifizierung der Beratungslehrkräfte erfolgt regional im Auftrag der Fortbildungsdezernate der Bezirksregierungen. Die Schulsozialarbeit als weitere wichtige innerschulische Ressource ist ebenfalls Bestandteil der innerschulischen Beratungsteams.

Der Notfallordner ist ein wichtiges Instrument bei der Bewältigung schulischer Krisen und wurde 2014 mit Unterstützung der Unfallkasse umfassend überarbeitet. Schulleitungen werden durch den Notfallordner darin unterstützt, mit verschiedensten Notlagen umzugehen und können auf umfassende Empfehlungen, Handlungsschritten und Maßnahmen für Krisenereignisse zurückgreifen. Der Notfallordner wird weiter fortgeschrieben und themenbezogen ergänzt.

So verfügt NRW über eine umfassende und erfahrene Unterstützungsstruktur für alle am Schulleben Beteiligten und für herausfordernde schulische Situationen. Dieses gemeinsame schulische wie schulpsychologische Krisenmanagement hat sich seit vielen Jahren in Kooperation mit allen kommunalen Spitzenverbänden, der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen sowie dem Ministerium für Schule und Bildung in vielen schulischen Krisen- bis hin zu Großschadenslagen bewährt.

Auf Basis dieser gewachsenen Struktur können Schulen, Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler umfassend bei der Wiederaufnahme des Unterrichts begleitet werden.

 

Rufnummern für spezielle Hilfen

In Zeiten von sozialer Distanzierung und Quarantäne kann das eigene Zuhause ziemlich eng werden, manchmal sogar ziemlich problematisch. Auch wenn wir unsere sozialen Kontakte einschränken ist niemand mit seinen Problemen, Ängsten oder Sorgen alleine.

Unter den folgenden Telefonnummern können Betroffene zusätzliche Hilfe finden:

„Nummer gegen Kummer“ (Kinder und Jugendliche)

116 111

„Nummer gegen Kummer“ (Elterntelefon)

0800 111 0 550

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

08000 116 016

Hilfetelefon Gewalt an Männern

0800 12 39 900

Telefonseelsorge

0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222

„Schwangere in Not“ 

0800 40 40 020

Info- Telefon Depression      

0800 334 4533

Hilfetelefon sexueller Missbrauch:

0800-22 55 530

Hilfetelefon tatgeneigte Personen    

(kostenfrei und anonym)

0800 70 22 240