ICILS

International Computer and Information Literacy Study

Nach 2013 wurde die internationale Vergleichsstudie International Computer and Information Literacy Study (ICILS) 2018 zum zweiten Mal durchgeführt. Die nächste Durchführung ist für 2023 geplant. Nordrhein-Westfalen hat sich 2018 mit einer eigenen Landesstichprobe an ICILS 2018 beteiligt, somit stehen auf nordrhein-westfälische Schulen bezogene Ergebnisse, die eine nationale und internationale Einordnung zulassen, zur Verfügung.

ICILS ist eine wichtige Studie, die die Strategien der Länder zur Digitalisierung im schulischen Bildungssystem flankiert. Im Fokus der Studie steht die Erfassung von computer- und informationsbezogenen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der achten Klasse sowie die Frage, welchen Beitrag die Schulsysteme zum Aufbau der computer- und informationsbezogenen Kompetenzen liefert. Außerdem wird erfasst, welche Einstellung die Schülerinnen und Schülern zu Computer- und Informationstechnik haben.

In der Studie liegen die Schwerpunkte, bezogen auf die Erfassung von computer- und informationstechnologische Kompetenzen, in diesen Bereichen:
•    Kompetenzen zur Nutzung von Technologien zur Recherche von Informationen (z.B. im Internet);
•    die Fähigkeit, die gefundenen Informationen im Hinblick auf ihre Qualität/Nützlichkeit zu bewerten;
•    die Kompetenz, durch die Nutzung von Technologien Informationen zu verarbeiten und zu erzeugen;
•    die Kompetenz, neue Technologien zur Kommunikation von Informationen zu nutzen;
•    Kompetenzen für einen verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit ICT.

Zusätzlich werden auch Kompetenzen im Bereich des Computational Thinking getestet, d. h. Fähigkeiten Probleme zu konzeptualisieren und adäquate digitale Lösungen zu operationalisieren.

Verantwortet wird ICILS von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA). Bei der IEA handelt es sich um einen unabhängigen internationalen Verbund wissenschaftlicher Institutionen für Bildungsforschung.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die deutsche Teilnahme an dieser Studie. Frau Professorin Birgit Eickelmann, Universität Paderborn, hat die nationale Koordination der Studie übernommen und auch die Studie in Nordrhein-Westfalen geleitet.