Schüler verwenden iPads im Unterricht

Lehren und Lernen in der Digitalen Welt

Die Landesregierung betrachtet die Digitalisierung der Schulen als eines ihrer wichtigsten schulpolitischen Ziele. Sie ist fest entschlossen, den begonnenen und umfassenden Aufholprozess konsequent fortzusetzen...

Digitalisierung

Die Landesregierung betrachtet die Digitalisierung der Schulen als eines ihrer wichtigsten schulpolitischen Ziele. Sie ist fest entschlossen, den begonnenen und umfassenden Aufholprozess konsequent fortzusetzen.

Für modernen Unterricht sind eine zeitgemäße, digitale Infrastruktur und Ausstattung sowie ein leistungsfähiger Breitbandanschluss ebenso notwendig wie Lehrerinnen und Lehrer, die im Umgang mit digitalen Medien qualifiziert sind.

Das Land und auch der Bund unterstützen die Kommunen bei der Aufgabe der Digitalisierung der Schulen mit erheblichen Mitteln: Über das Förderprogramm „Gute Schule 2020“ stellt das Land den Kommunen insgesamt zwei Milliarden Euro für Investitionen in die digitale Infrastruktur und Ausstattung der Schulen zur Verfügung.

Hinzu kommen rund 1,12 Milliarden Euro aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz des Bundes sowie jährliche Mittel aus einer dynamisierten Schul- und Bildungspauschale. Sie ist mittlerweile auf 683 Millionen Euro im Jahr 2020 angestiegen. Insgesamt stehen damit in den nächsten Jahren Mittel von über sechs Milliarden Euro zur Verfügung. Hinzu kommen die Mittel aus dem DigitalPakt Schule des Bundes in Höhe von 1,054 Milliarden.

 

Sofortprogramm des Bundes für digitale Lernmittel

Bund und Länder hatten sich auf eine Zusatzvereinbarung zum DigitalPakt Schule in Höhe von 500 Millionen Euro verständigt, um Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten auszustatten. Auf das Land Nordrhein-Westfalen entfallen davon rund 105 Millionen Euro. Die Landesregierung hat zusätzlich 55 Millionen Euro bereitgestellt, sodass insgesamt von Land und Bund 160 Millionen Euro bereitstehen. Die Kommunen erbringen einen Eigenanteil von 17,8 Millionen Euro, sodass insgesamt rund 178 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Eine individuelle Bedürftigkeitsprüfung ist hierbei nicht vorgesehen. Die schulgebundenen mobilen Endgeräte werden den bedürftigen Schülerinnen und Schülern in Form einer Leihe unentgeltlich von der Schule zur Verfügung gestellt.

Die Förderrichtlinie hat die Landesregierung am 21. Juli 2020 in Kraft gesetzt. Die Schulträger werden bei diesem Programm in die Lage versetzt, voraussetzungslos alle Beschaffungen von mobilen digitalen Endgeräten ab dem 16. März 2020 über dieses „Sofortausstattungsprogramm“ fördern zu lassen. Um das Verfahren schlank auszugestalten, ist ein sehr einfaches Antrags- und Abwicklungsverfahren in den Geschäftsstellen Gigabit.NRW umgesetzt worden.

Die Landesregierung hat mit der Änderung der Förderrichtlinie für die Schulträger die Möglichkeit geschaffen, die Mittel noch bis zum 31. Juli 2021 verausgaben zu können.

 

Digitales Lernen auf Distanz

Für das begonnene Schuljahr gilt der Grundsatz, dass der Unterricht in Präsenzform den Regelfall darstellt. Darauf haben sich alle am Schulleben Beteiligten und alle Bundesländer verständigt und sich in den letzten Wochen und Monaten dafür eingesetzt. Es ist der Landesregierung ein besonderes Anliegen, dass möglichst viel Unterricht in den Schulen unter Einhaltung von Infektionsschutz und Hygieneregeln angeboten werden kann. Ziel ist, sowohl dem Gesundheitsschutz Rechnung zu tragen, als auch das Recht der Kinder und Jugendlichen auf Bildung zu gewährleisten, das sich am besten in einem Regelbetrieb von Schule verwirklichen lässt.

Angesichts der aktuellen Infektionslage musste die Landesregierung über weitergehende  Einschränkungen entscheiden. Informationen hierzu finden sich auf dieser Seite.

Zur Sicherstellung eines an das Infektionsgeschehen angepassten Schulbetrieb in Corona-Zeiten unterstützt das Ministerium für Schule und Bildung die Schulen dabei auf vielfältige Weise. Am 30. September 2020 hat der Ausschuss für Schule und Bildung seine Zustimmung zur Zweiten Verordnung zur befristeten Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 Schulgesetz (VO Distanzunterricht) erteilt. Sie tritt rückwirkend zum 1. August 2020 in Kraft. Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern liegt damit ein rechtverbindlicher Rahmen für den Distanzunterricht vor. Die Verordnung finden Sie unter "Downloads". 

Die Handreichung zur lernförderlichen Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht als Leitfaden für Schulleitungen und Lehrkräfte. Sie bietet konkrete Hinweise und Unterstützung bei der Entwicklung organisatorischer, didaktischer und pädagogischer Konzepte sowie Leitlinien zur Leistungsbewertung. Ferner gibt eine umfangreiche Materialsammlung Hinweise und Tipps für das Lernen auf Distanz und unterstützt Lehrerinnen und Lehrer dabei, geeignete Aufgaben für Ihre Schülerinnen und Schüler zu konzipieren. Die Liste wird kontinuierlich ergänzt und erweitert. Zudem hat das Ministerium "Didaktische Hinweise für das Lernen auf Distanz" veröffentlicht. Sie sollen dazu beitragen, dass sich in der Phase des Distanzlernens vielfältige Lernchancen ergeben und gleichzeitig die sozialen Aspekte des Lernens gewürdigt werden. Sie sind nicht als starres Regelwerk zu verstehen, sollen aber Orientierung geben. Darüber hinaus hat das Schulministerium seit Mai für Lehrkräfte kostenlose Online-Seminare angeboten, bei denen die Möglichkeit bestand, mit den Autoren der didaktischen Hinweise in den direkten Austausch zu treten. Hier finden Sie die Aufzeichnung der Online-Seminare.

 

Handreichung zur Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht

Die "Handreichung zur lernförderlichen Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht" dient als Leitfaden für Schulleitungen und Lehrkräfte. Sie bietet konkrete Hinweise und Unterstützung bei der Entwicklung organisatorischer, didaktischer und pädagogischer Konzepte sowie Leitlinien zur Leistungsbewertung – als Online-Broschüre und PDF.

Unter anderem bietet die Handreichung einen Fragebogen zur häuslichen Ausstattung der Schülerinnen und Schüler. Dieser Fragebogen wurde nun durch die Schulsozialarbeit Bornheim sowie den Kommunalen Integrationsdienst des Rhein-Sieg-Kreises in sechs Sprachen übersetzt.

Fragebogen Albanisch

Fragebogen Arabisch 

Fragebogen Kurdisch 

Fragebogen Polnisch

Fragebogen Russisch

Fragebogen Türkisch

Zu dieser Handreichung bietet das Schulministerium für Lehrkräfte eine Austauschreihe in Form von Videokonferenzen mit Fachleuten aus der Schulpraxis an. In diesem Format werden Beispiele aus der Praxis für die Praxis vorgestellt. Zudem geht es um den Austausch von Erfahrungen und die Möglichkeit, sich miteinander zu vernetzen. Die Aufzeichnungen können hier angesehen werden.

Die didaktische Empfehlung der Handreichung ist im folgenden Erklärvideo kurz erläutert. Es unterstützt die Lehrkräfte bei der Herausforderung, ihren Unterricht so zu planen, dass er sowohl in Präsenz als auch in Distanz gut funktioniert.

 

LOGINEO NRW

Was ist LOGINEO NRW?

LOGINEO NRW ist eine webbasierte Arbeitsplattform für Schulen in Nordrhein-Westfalen und soll schulische Abläufe in einer digitalen, benutzerfreundlichen Umgebung erleichtern und vereinfachen.

Lehrerinnen und Lehrer erhalten mit LOGINEO NRW Zugriff auf eine Vielzahl von Anwendungen. So können Lehrkräfte beispielsweise

  • rechtssicher über dienstliche E-Mail-Adressen kommunizieren
  • Termine in gemeinsamen Kalendern organisieren
  • Materialien in einem geschützten Cloudbereich austauschen

Die Kosten für die Nutzung von LOGINEO NRW durch das Schulpersonal trägt das Land.

Wie funktioniert LOGINEO NRW?

  • Über LOGINEO NRW erhalten Lehrkräfte dienstliche bzw. schulische E-Mail-Adressen, um private und dienstliche Kommunikation besser voneinander trennen zu können.
  • Mit LOGINEO NRW verfügen die Schulen über eine rechtssichere, datenschutzkonforme Alternative zu privaten Cloud-Anbietern, um Dateien auszutauschen, gemeinsam zu verwalten und zu bearbeiten.
  • Über LOGINEO NRW haben Lehrkräfte direkten Zugriff auf EDMOND NRW, eine Datenbank mit tausenden lizensierten audiovisuellen Bildungsmedien, die sie rechtssicher im Unterricht einsetzen und lerngruppenspezifisch anpassen dürfen.
  • In einem eigens zu diesem Zweck eingerichteten Datensafe können in LOGINEO NRW auch Dokumente mit sensiblen personenbezogenen Daten webbasiert gespeichert werden.
  • Die in LOGINEO NRW verarbeiteten Daten werden in einem durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierten Rechenzentrum gehostet.

 

LOGINEO NRW LMS – Das Lernmanagementsystem

Was ist LOGINEO NRW LMS?

  • Das Lernmanagementsystem LOGINEO NRW LMS für Schulen in Nordrhein-Westfalen unterstützt Lehr-Lernprozesse digital, sei es in Phasen des Lernens auf Distanz oder im Rahmen des Präsenzunterrichts. Das LOGINEO NRW LMS ist das neuste Mitglied der LOGINEO NRW Familie und erweitert das Angebot an digitalen Werkzeugen rund um das Hauptsystem LOGINEO NRW.

Wie funktioniert LOGINEO NRW LMS?

  • Lehrerinnen und Lehrer können Unterrichtsmaterial (z. B. Texte, Ton- und Videoaufnahmen) digital zur Verfügung stellen, den Lernfortschritt verfolgen, Lernerfolge nachvollziehen und individuelle Rückmeldungen geben.
  • Schülerinnen und Schüler können Aufgaben bearbeiten, einreichen und Rückmeldungen erhalten.
  • Das LMS unterstützt dabei eine Vielzahl an Formaten, etwa Texte, Videos oder Tonaufnahmen. Lehrkräfte können also z. B. ihren Schülerinnen und Schülern auch eine gesprochene Rückmeldung geben.
  • Lehrkräfte und Schülerinnen und Schülern können miteinander kommunizieren, beispielsweise um Fragen zu den Aufgaben zu stellen.
  • Moodle und somit auch LOGINEO NRW LMS ist mit seinen Strukturelementen grundsätzlich in allen Funktionen barrierearm.

Wie erhält eine Schule LOGINEO NRW LMS und wie wird sie dabei unterstützt?

  • Schulen können die Lernplattform online unter www.logineo.nrw beantragen.
  • Die digitale Lernplattform LOGINEO NRW und das Lernmanagementsystem LOGINEO NRW LMS können unabhängig voneinander beantragt werden.
  • Bezugsberechtigt sind alle Schulen in öffentlicher Trägerschaft, genehmigte Ersatzschulen sowie alle Zentren für schulische Lehrerausbildung (ZfsL).

     

Logineo NRW Messenger 

  • Das Land NRW stellt den öffentlichen Schulen, den Ersatzschulen und den Zentren für schulische Lehrerausbildung (ZfsL) einen Messenger-Dienst kostenlos zur Verfügung. Der LOGINEO NRW Messenger ermöglicht eine einfache, schnelle und sichere digitale Kommunikation an Schulen, sei es in Phasen des Unterrichts auf Distanz oder im Rahmen des Präsenzunterrichts. Schulen können das System online unter www.logineo.nrw.de beantragen. Fragen und Antworten zum LOGINEO NRW-Messenger finden Sie hier.