09.12.2020

Ministerin Gebauer: Das Fördergeschehen nimmt weiter Fahrt auf

Schulträger haben bereits 438 Millionen Euro für Digitalisierung beantragt

Das Ministerium für Schule und Bildung teilt mit:

Die Digitalisierung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen geht weiter voran. Das geht aus den aktuellen Abrufzahlen des Digitalpakts Schule sowie der digitalen Ausstattungsprogramme für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler hervor. Danach haben die Kommunen in Nordrhein-Westfalen als Schulträger bereits Förderanträge in Höhe von insgesamt rund 438 Millionen Euro gestellt. Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Ich freue mich, dass die Abrufzahlen der Ausstattungsprogramme kontinuierlich steigen und das Fördergeschehen weiter Fahrt aufnimmt. Gemeinsam mit den Kommunen haben wir schon viel erreicht, aber wir werden jetzt nicht nachlassen. Die Corona-Pandemie zeigt, dass es richtig war, gleich zu Beginn der Legislaturperiode, den Weg der Digitalisierung unserer Schulen konsequent voranzutreiben.“

Im Folgenden wird ein Überblick über den aktuellen Stand der landesweiten Ausstattungsprogramme gegeben.

Digitalpakt Schule: 223 Millionen Euro beantragt

Mit dem DigitalPakt Schule haben der Bund und die Länder einen großen Schritt in die Richtung der flächendeckenden Digitalisierung der Schulen in Nordrhein-Westfalen gemacht. Mit dem DigitalPakt wird der Ausbau der IT-Infrastruktur an Schulen gefördert. Förderbar sind die Bereiche IT-Grundstruktur, digitale Arbeitsgeräte, schulgebundene mobile Endgeräte sowie regionale Maßnahmen, soweit diese von den Schulen unmittelbar genutzt werden können. Von den rund fünf Milliarden Euro Gesamtvolumen stehen den NRW-Schulen etwa eine Milliarde Euro zur Verfügung. Insgesamt lagen mit Stand vom 30. November 2020 in Nordrhein-Westfalen Förderanträge mit einem Gesamtvolumen von rund 223 Millionen Euro aus dem DigitalPakt Schule vor.

Sofortausstattungsprogramm für Schülerinnen und Schüler: 136 Millionen Euro beantragt

Bund und Länder hatten sich auf eine Zusatzvereinbarung zum DigitalPakt Schule in Höhe von 500 Millionen Euro verständigt, um Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten auszustatten. Auf das Land Nordrhein-Westfalen entfallen davon rund 105 Millionen Euro. Die Landesregierung hat zusätzlich 55 Millionen Euro bereitgestellt, sodass insgesamt von Land und Bund 160 Millionen Euro bereitstehen. Die Kommunen erbringen einen Eigenanteil von 17,8 Millionen Euro, sodass insgesamt rund 178 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Eine individuelle Bedürftigkeitsprüfung ist hierbei nicht vorgesehen. Die schulgebundenen mobilen Endgeräte werden den bedürftigen Schülerinnen und Schülern in Form einer Leihe unentgeltlich von der Schule zur Verfügung gestellt. Mit Stand 30. November 2020 haben die Schulträger in NRW Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 136 Millionen Euro gestellt. Die Landesregierung hat mit der Änderung der Förderrichtlinie für die Schulträger die Möglichkeit geschaffen, die Mittel noch bis zum 31. Juli 2021 verausgaben zu können.

Dienstliche Endgeräte für Lehrerinnen und Lehrer: 79 Millionen Euro beantragt

Das Land unterstützt die Schulträger im Rahmen des Konjunkturprogramms 2020 bei der Ausstattung der Lehrkräfte mit dienstlichen Endgeräten und stellt dafür 103 Millionen Euro bereit. Mit Stand 30. November 2020 haben die Schulträger in NRW Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 79 Millionen Euro gestellt. Auch bei diesem Programm hat die Landesregierung für die Schulträger die Möglichkeit geschaffen, die Mittel noch bis zum 31. Juli 2021 verausgaben zu können. Allerdings ist es das Ziel der Landesregierung, dass die Endgeräte möglichst schnell in den Schulen ankommen.

 

LOGINEO NRW

Das Ministerium für Schule und Bildung arbeitet mit Hochdruck auch daran, die Voraussetzungen für eine einfache, schnelle und sichere digitale Kommunikation zu stärken.

Mit LOGINEO NRW stellt das Land Nordrhein-Westfalen den Schulen sowie den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung seit dem vergangenen Jahr eine rechtssichere und kostenfreie Arbeitsplattform zur Verfügung, die schulische Abläufe für Lehrerinnen und Lehrer vereinfacht und erleichtert. Mit LOGINEO NRW erhalten die Lehrerinnen und Lehrer Zugriff auf eine Vielzahl von Anwendungen: Über die webbasierte Plattform können sie mittels dienstlicher E-Mail-Adressen rechtssicher kommunizieren, Termine in gemeinsamen Kalendern organisieren und Unterrichtsmaterialien in einem geschützten Cloudbereich austauschen. LOGINEO NRW wird mittlerweile von 1.644 Schulen eingesetzt (Stand: 30. November 2020).

Seit Juni 2020 stellt das Land den Schulen eine weitere Anwendung zur Verfügung. Das kostenfreie Lernmanagementsystem LOGINEO NRW-LMS ist eine Lernplattform, die das Lernen auf Distanz erleichtert und zugleich dazu beiträgt, Lehr- und Lernprozesse auch im Präsenzunterricht digital zu unterstützen. Schulen können ihren kostenfreien Zugang zu LOGINEO NRW-LMS unabhängig vom Hauptsystem LOGINEO NRW beantragen. Bis zum 30. November 2020 haben sich insgesamt 2.147 Schulen in Nordrhein-Westfalen entschieden, das Lernmanagementsystem LOGINEO NRW-LMS einzusetzen.

Seit August 2020 können die Schulen in Nordrhein-Westfalen außerdem den LOGINEO NRW-Messenger nutzen, um auf digitalem Wege einfach, schnell und sicher mit den Schülerinnen und Schülern zu kommunizieren, perspektivisch auch mit einem Videokonferenztool. Mittlerweile nutzen 1.363 Schulen den LOGINEO NRW-Messenger (Stand:
30. November 2020).

Abschließend erklärte Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Das Lehren und Lernen mit digitalen Medien bietet zahlreiche neue Möglichkeiten für die individuelle Gestaltung von Lernprozessen. Die Landesregierung hat das Thema seit Regierungsantritt mit Nachdruck verfolgt. Das wird auch in Zukunft so sein. Dabei werden wir weiter die gesamte Breite des Themas in den Blick nehmen, von der Ausstattung über die Pädagogik bis hin zur Qualifizierung.“

 

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