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Unterrichtsversorgung

Erläuterungen zum Unterrichtsausfall-Check von Correctiv und den Ruhr Nachrichten:

Das Schulministerium wird die Ergebnisse selbstverständlich genauer anschauen, wenn das Material für eine Prüfung zur Verfügung gestellt wird. Alle Hinweise zur Unterrichtssituation an den Schulen werden sehr ernst genommen.

Zu beachten ist, dass das Recherchenetzwerk selbst darauf hinweist, dass seine Ergebnisse nicht repräsentativ sind und zudem ein Vergleich mit der letzten Stichprobenuntersuchung der Landesregierung für das Schuljahr 2015/16 nur schwer möglich ist. Während die Stichprobenuntersuchung der Landesregierung die insgesamt zu erteilenden Unterrichtsstunden laut Stundenplan analysiert hat, nimmt Correctiv offensichtlich lediglich die Unterrichtsstunden in den Blick, die nicht planmäßig erteilt werden konnten. Dargestellt wird dann nur, wie viel Unterricht davon letztlich ausgefallen ist. Einen Überblick über die tatsächliche Unterrichtssituation erhält man jedoch nur dann, wenn auch der planmäßig erteilte Unterricht mit einbezogen wird. Ansonsten kommt es zu Verzerrungen in der Darstellung und Bewertung. Zudem legt die erste Betrachtung der Daten von Correctiv den Schluss nahe, dass alleine schon wegen der relativ geringen Stichprobengröße keine Hochrechnungen auf die Unterrichtssituation des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Dortmund insgesamt vorgenommen werden können. Denn zu berücksichtigen ist, dass das Ergebnis einer einzelnen Schule umso mehr Gewicht erhält, je kleiner die Stichprobe ist.

Nach der Stichprobenuntersuchung der Landesregierung für das Schuljahr 2015/16 ergab sich im Durchschnitt für alle Schulformen ein auf NRW hochgerechneter Wert von 1,8 Prozent ersatzlos ausgefallenen Unterrichts.

Die Landesregierung arbeitet systematisch daran, dass so wenig Unterricht wie möglich ausfällt. Die Schulaufsicht unterstützt die Schulen bei der Sicherung der Unterrichtsversorgung. Es werden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, damit die Schulen in Nordrhein-Westfalen freie Lehrerstellen so rasch wie möglich besetzten oder Vertretungslehrkräfte einstellen können.

Ab dem Schuljahr 2017/18 wird die Erhebung der Unterrichtsversorgung in Nordrhein-Westfalen nach dem „rollierenden Verfahren“ durchgeführt. Damit folgt das Schulministerium einer Empfehlung der Bildungskonferenz, in deren Rahmen Schulministerin Sylvia Löhrmann gemeinsam mit allen Beteiligten, darunter Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter, die Unterrichtsausfallstatistik ausgiebig diskutiert hat.

Mit dem „rollierenden Verfahren“ wird die Erhebung von Unterrichtserteilung und Unterrichtsausfall deutlich ausgeweitet. Künftig nehmen alle Schulen der insgesamt beteiligten Schulformen teil und das gesamte Schuljahr wird abgedeckt. Der Aufwand für die Schulen bleibt jedoch im Rahmen, weil jede einzelne Schule nur – wie bisher – für einen Zeitraum von zwei Wochen an der Erhebung teilnimmt.

Das „rollierende Verfahren“ ermöglicht verlässliche und valide Aussagen zur Unterrichtsversorgung. Erhoben werden

  • der planmäßig erteilte Unterricht,
  • der Unterricht in besonderer Form wie zum Beispiel Klassenfahrten, Projektwochen, Betriebspraktika, Lernen an außerschulischen Lernorten,
  • Vertretungsmaßnahmen wie zum Beispiel die Vertretung im vorgesehen Fach, Ersatzunterricht, Aufhebung von Doppelbesetzungen, Zusammenlegung von Lerngruppen, Eigenverantwortliches Arbeiten,
  • Gründe für Vertretungsmaßnahmen wie zum Beispiel Krankheit, Mutterschutz, Elternzeit, Sonderurlaub, Fortbildung, Konferenzen sowie
  • der ersatzlos ausgefallene Unterricht.

Zur Vermeidung von Unterrichtsausfall hat die Landesregierung bereits folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Die Flexiblen Mittel für den Vertretungsunterricht wurden mit dem Haushalt 2017 auf rund 60 Millionen Euro angehoben. Das sind fünf Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
  • Für die Grundschulen gibt es eine Vertretungsreserve von 900 Stellen. Grundschulen können im Bedarfsfall Lehrkräfte aus dieser Vertretungsreserve anfordern.
  • Außerdem stehen den Schulen auch im Schuljahr 2016/17 insgesamt 4.000 Stellen gegen Unterrichtsausfall, für Vertretungsaufgaben und zur individuellen Förderung zur Verfügung.

 

Bei Rückfragen steht Ihnen die Pressestelle des Schulministeriums (0211 5867 3506) zur Verfügung.

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