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Kreissozialindex

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Kreissozialindex

Der Kreissozialindex misst die soziale Belastung von Schulamtsbezirken (d. h. Kreisen und kreisfreien Städten). Mit ihm werden die Schülerzahlen der öffentlichen Grund- und Hauptschulen gewichtet, um die auf die Grundschulen und Hauptschulen entfallenden zusätzlichen Stellen gegen Unterrichtsausfall, für Vertretungsaufgaben und für besondere Förderaufgaben (Anteil der insgesamt 4.000 Stellen) zuzuweisen. Die Stellen werden zu 70% unter Berücksichtigung des Kreissozialindexes und zu 30% ausschließlich nach der Schülerzahl zugewiesen. Darüber hinaus wird der Kreissozialindex seit dem Schuljahr 2015/16 auch zur Aufteilung des für den Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen gebildeten Stellenbudgets auf die 53 Schulamtsbezirke (regionale Stellenbudgets) schrittweise herangezogen.Der Sozialindex basiert auf den folgenden vier soziodemografischen Merkmalen:

  • Arbeitslosenquote,
  • Sozialhilfequote,
  • Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte sowie
  • Anteil der Wohnungen in Einfamilienhäusern.

Die Schulaufsicht entscheidet aufgrund ihrer speziellen Kenntnisse, welche Schulen weitere Stellen oder Stellenanteile bekommen sollen. Je höher beispielsweise die Arbeitslosen- und die Sozialhilfequote ist, desto höher sind die Belastungen und desto mehr Lehrkräfte werden an den Schulen vor Ort benötigt. Folglich werden die zusätzlichen Stellen vorrangig den Schulen zugewiesen, die in einem schwierigen sozialen Umfeld liegen und an denen eine erhöhte Anzahl von Kindern unterrichtet wird, die besonders gefördert werden müssen.

Weitere Informationen über die Berechnungsweise des Kreissozialindexes können hier einem Artikel der Zeitschrift SchulVerwaltung NRW, Nr. 6/2006, entnommen werden.

Die aktuellen Kreissozialindexwerte der einzelnen Kreise und kreisfreien Städte finden Sie in dieser Tabelle: Sozialindexwerte der Kreise und kreisfreien Städte.

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