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[10.04.2014] Ergänzungserlass zur verbindlichen Einführung von graphikfähigen Taschenrechnern

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[10.04.2014] Ergänzungserlass zur verbindlichen Einführung von graphikfähigen Taschenrechnern

An die
Leitungen von
Gymnasien, Gesamtschulen,
Weiterbildungskollegs und Berufskollegs

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Konsequenz aus der seit Jahren engagiert geführten fachdidaktischen Debatte über die Nutzung digitaler Hilfsmittel im Mathematikunterricht hat das Ministerium für Schule und Weiterbildung mit Erlass vom 27. Juni 2012 die Nutzung graphikfähiger Taschenrechner (GTR) ab dem Schuljahr 2014/2015 für die gymnasiale Oberstufe und das Berufliche Gymnasium verbindlich gemacht. Entscheidend dafür war, dass mit dem GTR gegenüber dem so genannten Wissenschaftlichen Taschenrechner (WTR) zum Beispiel auch die Visualisierung von Graphen möglich ist und damit realitätsnahe Anwendungen im Mathematikunterricht erfolgen können. Alternativ konnten und können Schulen nach wie vor leistungsfähigere Geräte einsetzen, die mit Computer-Algebra-Systemen(CAS) arbeiten.

Auf dieser Basis wurden auch die neuen Kernlehrpläne in NRW für den Mathematikunterricht in der Sekundarstufe II, die die Arbeit mit dem GTR ausdrücklich vorsehen, erarbeitet, abgestimmt und zum kommenden Schuljahr in Kraft gesetzt. Kurz vor der verpflichtenden Einführung des GTR ist nun eine öffentliche Debatte darüber entstanden, ob angesichts der rasanten technischen Entwicklung und möglicher alternativer Lösungen die Konzentration auf die verpflichtende Anschaffung des "Werkzeugs GTR" bzw. des "CAS-Rechners" alternativlos bleiben soll.

Der Erlass vom 27. Juni 2012 bleibt vom Grundsatz her gültig. Mit Blick auf die an einigen Schulen entwickelte Praxis zum Einsatz digitaler Medien definiert der als Anlage beigefügte Ergänzungserlass Anforderungen an alternative schulinterne Lösungen. Bei einer solchen Öffnung ist in jedem Fall zu berücksichtigen, dass Eltern nicht zu einer höheren finanziellen Belastung verpflichtet werden können, als sie bei der Anschaffung eines GTR entstünde. Darüber hinaus muss die Prüfungssicherheit gewährleistet sein.

Ich bitte Sie, die Erweiterung des bisherigen Erlasses den Lehrkräften und Eltern zur Kenntnis zu geben. Falls es in diesem Zusammenhang zu einem erneuten Beratungsprozess in Ihrer Schule kommen sollte, weise ich Sie darauf hin, dass die Anschaffung von graphikfähigen Taschenrechnern oder alternativen Geräten auch noch im ersten Schulhalbjahr 2014/15, also zu Beginn der Einführungsphase, möglich ist.

Der Erlass regelt im Übrigen nicht den Einsatz weiterer digitaler Hilfsmittel (z. B. Smartphones) im Unterricht. Hier bleiben die jeweiligen schulinternen Regelungen bestehen. Im Hinblick auf die weitere technische Entwicklung werden die im Ergänzungserlass getroffenen Regelungen regelmäßig überprüft und ggf. angepasst.

Mit freundlichen Grüßen
Ludwig Hecke
 
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