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Ministerin Gebauer: Wir führen die Berufliche Bildung ins digitale Zeitalter

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Düsseldorf, 22.06.2018: Landesregierung und Partner geben sieben Millionen Euro für eine Zusatzqualifikation für 2.000 Auszubildende im Maschinenbau Ministerin Gebauer: Wir führen die Berufliche Bildung ins digitale Zeitalter

Das Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Erstmalig waren alle Schulleitungen der über 370 öffentlichen ‎und privaten Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen zu einer landesweiten Dienstbesprechung eingeladen. Auf der Tagesordnung der eintägigen Veranstaltung stand die Digitalisierung in der Beruflichen Bildung. Schulministerin Yvonne Gebauer erklärte zum Auftakt der Tagung, dass die Digitalisierung in allen Branchen die Arbeits- und Geschäftsprozesse tiefgreifend verändere: „Das Land will die Berufskollegs dabei unterstützen, ihre Schülerinnen und Schüler auf diesen Wandel systematisch vorzubereiten.“

Eine besondere Initiative wird im Maschinenbau durchgeführt. Das Land, die Nachwuchsstiftung Maschinenbau und die ausbildenden Unternehmen investieren in den nächsten zwei Jahren über sieben Millionen Euro für eine Zusatzqualifikation Digitalisierung. Ab dem kommenden Schuljahr werden Lehrkräfte sowie Ausbilderinnen und Ausbilder gemeinsam in diesem Bereich qualifiziert. Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2018/19 startet dann die Qualifizierung der Schülerinnen und Schüler. „Das ist gelebte Lernortkooperation, von der in den kommenden zwei Jahren bereits 2000 Auszubildende profitieren, die die Zusatzqualifikation ‚Digitale Fertigungsprozesse‘ erwerben. So sorgen wir für die Nachwuchssicherung und –stärkung der Digitalisierungskompetenzen in der exportintensivsten Branche in Nordrhein-Westfalen“, so die Ministerin. Derzeit werden die Qualifizierungsmodule, die in einer ersten Pilotphase für zwei Berufe entwickelt wurden, sowie die Schulungsmaterialien für die Zusatzqualifikation nun für acht Ausbildungsberufe im Maschinenbau konzipiert. Neben analogen Schulungsmaterialien ist das digitale Lernen mit interaktiven E-learnings, Lernvideos und der Einbindung von Webinaren ein wichtiger Bestandteil. Anschließend startet die Fortbildungsoffensive für die Multiplikatoren. Die ersten 27 Berufskollegs sind ausgewählt worden, an denen die Zusatzqualifikation für leistungsstarke, motivierte Auszubildende ab dem nächsten Frühjahr angeboten wird. Ab Sommer 2019 sollen weitere 140 Lehrkräfte von 33 weiteren Berufskollegs und 200 Ausbilderinnen und Ausbilder zu Multiplikatoren fortgebildet werden. Langfristig sollen diese Aspekte in die Bildungspläne einfließen.

Neben flächendeckenden Fortbildungsangeboten für die Lehrkräfte sind weitere Kooperationen im Bereich der Digitalisierung bereits u. a. mit dem Tischlerhandwerk und der Versicherungsbranche verabredet. In ihrer Rede zeigte Ministerin Gebauer auf, wie durch diese Unterstützungsmaßnahmen entsprechende Ankündigungen im Koalitionsvertrag realisiert werden sollen. „Dass wir es ernst meinen mit der Stärkung der beruflichen Bildung haben wir auch mit dieser Veranstaltung zu digitalen Transformationsprozessen deutlich gemacht.“

Zur Unterstützung der Arbeit in den Berufskollegs stellt das Schulministerium neue Handreichungen vor, zum Beispiel zur Erstellung eines Medienkonzeptes oder zur Umsetzung des Themas Digitalisierung im Unterricht. Ebenfalls präsentiert wurden über QR-Code abrufbare Lernsituationen, etwa für den Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce, oder Erhebungstools für die Fortbildungsbedarfe in den Bildungsgängen.

Die Veränderungen in den Branchen wurden in der Halle Münsterland vom Agrarbereich‎ über den Einzelhandel mit dem Schwerpunkt E-Commerce, den Bereichen Gesundheit/Soziales, Maschinenbau, Tischlerhandwerk bis zur Versicherungswirtschaft durch die Branchen selbst dargestellt. Wie die Umsetzung vielfach bereits gelingt, präsentierten Berufskollegs über alle Fachbereiche, Regionen und Bildungsgänge hinweg.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Bildung, Telefon 0211 5867-3505.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.land.nrw

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