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Tipps gegen Internetschummeleien

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Tipps gegen Internetschummeleien

1. Die Themen geschickt wählen...

Vor Vergabe des Themas empfiehlt es sich, Web-Sites zu besuchen, die fertige Referate und Hausarbeiten zum Download bereitstellen (zum Beispiel fundus.org, hausarbeiten.de oder gute-noten.de). Kann man das Thema so spezialisieren, dass es auf diesen Seiten nicht vorkommt, hat man das Plagiat erschwert.

2. Verdachtsmomente erkennen...

Eine Arbeit, die aus mehreren Quellen per Zwischenablage erzeugt worden ist, enthält nicht selten verräterische Anzeichen. Diese sind insbesondere:

  • Formatierungswechsel
    Verschiedene Web-Sites sind oft in unterschiedlichen Schriftarten, Zeilenlängen, Zeilenabständen oder Überschriftenarten formatiert. Beim Einfügen per Zwischenablage werden diese Formatierungen mit übertragen. Sie müssen deshalb sehr sorgfältig wieder angepasst werden - eine Aufgabe, die nicht immer vollständig gelingt. Ein unmotivierter Formatierungswechsel ist deshalb immer ein Verdacht, dass hier geschummelt worden ist.
  • Stilwechsel
    Wechselt der Stil zum Beispiel von holpriger, ungeschickter Ausdrucksweise zu einem flüssigen, elaborierten Sprachstil, liegt auch hier der Verdacht auf ein Plagiat nahe.
  • Orthografische und grammatikalische Fehler

Wessen Kenntnisstand oder Fleiß nicht ausreicht, eine eigenständige Arbeit anzufertigen, ist oft auch nicht bereit oder in der Lage, den Text hinreichend gründlich auf Fehler durchzusehen. Besonders beachtenswert sind hier Rechtschreibfehler in Eigennamen, da diese durch die üblichen Rechtschreibkorrektur-Programme nicht erkannt werden. Typische Fehler entstehen auch, wenn das Original in englischer Sprache abgefasst und vor der Übernahme automatisch übersetzt worden ist. Um für diese Fehler sensibilisiert zu werden, ist jeder Lehrkraft anzuraten, einen fremdsprachigen Text aus seinem Fachgebiet bei Google zu recherchieren und beim Suchergebnis die Funktion "Diese Seite übersetzen" aufzurufen.

3. Beweise für die Schummelei sammeln...

Um ein Plagiat zu beweisen, gibt es folgende Hilfsmittel:

Suchmaschine

Die Eingabe eines beliebigen Wortes aus der verdächtigen Textstelle führt meist nicht zu einem befriedigenden Ergebnis, da viel zu viele Treffer geliefert werden. Ein besseres Ergebnis erhält man, wenn man ungewöhnliche Ausdrücke oder Phrasen - in Anführungszeichen eingeschlossen - in die Suchmaschine eingibt. Die Suchmaschinen schaltet dadurch auf "Phrasensuche" und liefert Quellen, in welcher der Text wörtlich vorkommt. Hat man mit der exakten Suche kein Glück, hilft es oft, einzelne Worte in der Reihenfolge ihres Vorkommens im Satz - diesmal aber ohne Eingabe eines Anführungszeichens - in die Suchmaschine einzugeben. Diese findet bevorzugt Texte, welche alle eingegebenen Worte in der definierten Reihenfolge enthalten.

"Fremde Federn Finden"

Für alle, die Plagiaten besser auf die Spur kommen wollen, hat die FHTW-Professorin Debora Weber-Wulff die Seite "Fremde Federn Finden" erstellt. Hier können Lehrkräfte anhand von Beispiele lernen, Verdachtsmomente zu erkennen und mit den gängigen Plagiat-Suchprogrammen umzugehen. Die Lerneinheit steht hier zur Verfügung.

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