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Gute Praxis – Mach mit - komm ins B-Team!

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Gute Praxis – Mach mit - komm ins B-Team!

Gesundheitsorientierte Beteiligungsteams in der Sekundarstufe I mit B-Teams

Wenn Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sich auf Augenhöhe begegnen, wenn sie gemeinsam Lust und Zeit haben, das Thema Gesundheit an ihrer eigenen Schule voranzutreiben, wenn daraus konkrete Projekte entstehen, die der ganzen Schule zu Gute kommen, dann hat diese Zusammenarbeit einen Namen: „B-Teams“.

 (© 2xSamara.com/Shutterstock)

(© 2xSamara.com/Shutterstock)

„B-Teams“ steht für „Gesundheitsorientierte Beteiligungsteams“ in Schulen. Jeweils sechs Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse und zwei Lehrkräfte bilden ein Team. Gemeinsam entwickelt das B-Team gesundheitsfördernde Ideen und Maßnahmen. Beispielsweise eine Frühstücksolympiade, womit gesunde Ernährung in der Schule und in der Familie zur Prävention von Essstörungen in den Vordergrund rückt. Oder Bewegungspausen zwischen den Unterrichtsblöcken, um Bewegungsmangel und Haltungsschäden vorzubeugen.

Das Thema Gesundheit von allen Seiten zu betrachten, eröffnet den B-Teams vielfältige Möglichkeiten, sich zu engagieren. Ein bewegungsfreundlicher Schulhof, ein Raum zur Entspannung, ein Beratungsangebot zur Vorbeugung von Abhängigkeitserkrankungen oder eine Kampagne zum Umgang mit Social Media können gesundheitsförderliche Maßnahmen sein. Praxisbeispiele und weiterführende Informationen sind auf der Internetseite des Landesprogramms Bildung und Gesundheit (BuG) dargestellt.

Erprobung und Evaluation der B-Teams (2015 – 2017) haben gezeigt, dass Partizipation der Schülerinnen und Schüler im Schulalltag sich auf die Gesundheit aller, das Miteinander und die Entwicklung schulischer Beteiligungsstrukturen förderlich auswirkt.

Dadurch, dass Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern Verantwortung für diese Prozesse und damit verbundene Aufgaben übernehmen, nehmen sie Einfluss auf einen guten und gesunden Schulalltag. Sie erleben im Team, dass sie mit ihrem Projekt im Schulalltag wirksam werden und etwas bewegen können. Das fördert Erfolgserlebnisse und macht Mut, diesen Weg dauerhaft weiter zu gehen.

Seit Januar dieses Jahres können auch diejenigen Schulen ein B-Team initiieren und beantragen, die kein Mitglied im Landesprogramm „Bildung und Gesundheit“ sind. Nähere Informationen finden Sie hier.

Der Weg zum B-Team:

  1. Die Schule klärt Teilnahme und Finanzierung (Schulkonferenzbeschluss). Der Eigenanteil der Schule beträgt einmalig 300 Euro.
  2. Anschließend meldet sich die Schule an beziehungsweise beantragt eine Förderung.
  3. Die Schulleitung stellt dem B-Team verbindliche Unterrichtszeiten zur Verfügung (rund 20 Unterrichtsstunden pro Schulhalbjahr).
  4. Beratung, Begleitung und Qualifizierung zum B-Team werden gefördert.
  5. Die B-Teams werden in insgesamt fünf Modulen für ihre Tätigkeit qualifiziert.
  6. B-Teams machen in gemeinsamer Verantwortung wirksame Gesundheitsförderung an ihrer Schule sichtbar und wirken an der Öffentlichkeitsarbeit des Landes zur nachhaltigen Verbreitung der Maßnahme mit.

Eine unverbindliche und kostenlose Erstberatung kann über die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) beantragt werden. Die Schule ist dabei frei in der Wahl des Qualifizierungsträgers und trifft damit noch keine Vorentscheidung zur Durchführung der Qualifizierungsmaßnahme.

Ein ganz wesentlicher Faktor, der den Erfolg der B-Teams an der Schule fördert, ist die Verankerung im Schulalltag, insbesondere die verbindliche Absicherung von Unterrichtszeiten, die die B-Teams für die Wahrnehmung ihrer Aufgabe erhalten. Das Feuer der Begeisterung, das die B-Teams beim Netzwerktreffen im November für die Sache der B-Teams und die Erfolge ihrer guten und gesunden Schularbeit vermitteln konnten, springt hoffentlich bald auf viele andere Schulen in Nordrhein-Westfalen über, die gerne ein B-Team einrichten möchten.

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