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Ruhr-Konferenz

Die Metropolregion auf dem Weg zur Chancenregion

Das Ruhrgebiet ist als Metropolregion in Deutschland einzigartig. Um das große Potenzial der Region auszuschöpfen, hat die Landesregierung die Ruhr-Konferenz gestartet. Das Ministerium für Schule und Bildung beteiligt sich mit zwei Themenforen daran.

 (© shutterstock/ William Perugini)

(© shutterstock/ William Perugini)

Das Ruhrgebiet ist als Metropolregion in Deutschland einzigartig: Dies gilt vor allem im Hinblick auf die Bevölkerungsanzahl, die Vielfalt der Menschen, die Wirtschaftsleistung, die Anzahl der Studierenden und das Bildungs- und Kulturangebot. Diese Einzigartigkeit macht die Anziehungskraft der Region aus.

Gleichwohl gibt es große Herausforderungen. Das betrifft zum Beispiel den anhaltenden Strukturwandel, die Sicherstellung von Mobilität sowie beste Bildung zum Beispiel durch eine auskömmliche Lehrerversorgung und eine nachhaltige Modernisierung der Schullandschaft.

Sicher ist: Für die zukünftige Entwicklung der Region ist vor allem eine vielfältige, innovative und aktive Bildungslandschaft von entscheidender Bedeutung. Bildung ist der Motor für gesellschaftlichen Wohlstand und Innovation. Bildung soll jedoch auch für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler unabhängig von sozialer Herkunft und Wohnort einen Aufstieg durch Bildung ermöglichen.

Das große Potenzial der Region können die 53 Städte und Gemeinden im Ruhrgebiet am besten ausschöpfen, wenn sie und ihre Schulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Kulturinstitutionen, Stiftungen, Verbände, Vereine und die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam handeln. Um diese Entwicklung zu fördern, hat die Landesregierung die Ruhr-Konferenz initiiert. Die Ruhr-Konferenz ist ein Prozess und verfolgt drei Ziele: Sie fördert in der Region selbst und auch außerhalb das Bewusstsein für die Chancen und Potenziale des Ruhrgebiets. Sie treibt die Entwicklung zur Metropolregion voran, indem sie die schon bestehende Zusammenarbeit zwischen den Institutionen und den Bürgerinnen und Bürgern nutzt und weitere Netzwerke organisiert. Und sie sorgt durch Projekte in allen 20 Themenbereichen dafür, dass das Gesamtziel der erfolgreichen Metropolregion Wirklichkeit wird. Denn: Es gibt Dinge, die schafft man nur gemeinsam. Das galt im Ruhrgebiet schon immer - und darauf baut auch die Ruhr-Konferenz. So soll die Vielfalt der Ideen von Initiativen, Institutionen und Bürgerinnen und Bürgern sichtbar gemacht werden, um Projektvorschläge für die Landesregierung zu erarbeiten.

Die Ruhr-Konferenz hat drei Phasen – Zuhören, Entscheiden, Handeln. Die erste Phase hat im Frühjahr 2018 mit der Vorstellung des Projekts durch Ministerpräsident Armin Laschet begonnen und wird sich bis Mitte dieses Jahres in den Themenforen fortsetzen. Das Ministerium für Schule und Bildung beteiligt sich mit zwei Themenforen an dem Prozess:

Unterricht sichern – Lehrerversorgung stärken (Themenforum 9):

Im Rahmen des Themenforums von Frau Ministerin Yvonne Gebauer und dem Rektor der Universität Duisburg-Essen, Professor Dr. Ulrich Radtke, wird die Lehrkräfteversorgung im Ruhrgebiet aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und geeignete Maßnahmen identifiziert, um die Lehrerausbildung an den Universitäten der Metropolregion noch besser zu koordinieren und laufende Projekte gezielter miteinander zu verzahnen. Durch Kooperation und intelligente Vernetzung soll zudem erreicht werden, dass mehr Lehrerinnen und Lehrer für das Ruhrgebiet ausgebildet und wirksamere Maßnahmen zur Lehrergewinnung entwickelt werden.

Beste Bildungschancen unabhängig von Ort und Herkunft – Talentschulen als Modelle für individuelle Förderung (Themenforum 10):

Das Themenforum von Staatssekretär Mathias Richter und dem Präsidenten der Westfälischen Hochschule Professor Dr. Bernd Kriegesmann  orientiert sich an den Handlungsfeldern, die im Schulversuch Talentschulen aufgezeigt werden. Gemeinsam wird erörtert, wie es gelingt Herkunft und Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler zu entkoppeln und beste Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Hierzu sollen zunächst bestehende Projekte der „Chancenregion-Ruhrgebiet“ sichtbar gemacht werden und Kooperationen ausgebaut oder gefestigt und innovative Ideen konkretisiert werden. Entlang eines offenen Dialogprozesses werden am 2. Mai 2019 Projektvorschläge mit dem Fokus „Aufstieg durch Bildung“ erarbeitet und konkretisiert.

In der zweiten Phase ab Mitte 2019 bündelt die Landesregierung diese Vorschläge zu einem Maßnahmenpaket mit Leit- und Einzelprojekten. Die dritte Phase bildet die Umsetzung der Projekte ab 2020.

Mehr Informationen unter: www.land.nrw/de/ruhr-konferenz

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