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Schulpolitik aktuell - Lehrkräfte in der digitalisierten Welt – Orientierungsrahmen für die Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung in NRW

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Schulpolitik aktuell - Lehrkräfte in der digitalisierten Welt – Orientierungsrahmen für die Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung in NRW

Mit dem Orientierungsrahmen hat das Land Nordrhein-Westfalen eine verbindliche Grundlage für die Lehreraus- und Lehrerfortbildung in der digitalisierten Welt geschaffen. Anknüpfend an die bekannten Handlungsfelder für Lehrerinnen und Lehrer – Unterrichten, Erziehen, Lernen und Leisten fördern, Beraten und Schule entwickeln – zeigt der Orientierungsrahmen auf, welche neuen – unter den Bedingungen der Digitalisierung künftig aber zentralen – Kompetenzen, es auszubilden gilt. Der Orientierungsrahmen macht transparent, welche pädagogischen und didaktischen Kompetenzen das Land bei Lehrkräften für grundlegend hält, den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung gestaltend zu begegnen. Für die Lehreraus- und Lehrerfortbildung sind damit zukunftsweisende Weichen gestellt worden.

 (© pro imago life)

(© pro imago life)

Deutliche Anlehnung am Medienkompetenzrahmen NRW

Ziel ist es, alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Chancen und Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten. Der Orientierungsrahmen ist daher in enger Verzahnung mit dem Medienkompetenzrahmen NRW, der für alle Schülerinnen und Schüler der Primar- und der Sekundarstufe I bereits verbindlich gilt, entstanden. Er zeigt auf, über welche Kompetenzen die Lehrkräfte ihrerseits verfügen müssen, um die im Medienkompetenzrahmen NRW definierten Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler zur Entwicklung eines sicheren, kreativen und verantwortungsvollen Umgangs mit Medien grundzulegen. Auch im Aufbau und Layout lehnt sich der Orientierungsrahmen deutlich an den Medienkompetenzrahmen NRW an.

Fünf Handlungsfelder mit 20 Kompetenzen

In fünf Handlungsfeldern weist der Orientierungsrahmen insgesamt 20 Kompetenzen aus. Neben Kompetenzen, die das originäre Lehrerhandeln selbst fokussieren (z.B. „Digitale Ressourcen und Materialien für das Lehren und Lernen adressatengerecht und zielorientiert auswählen, modifizieren und eigenständig erstellen“), bietet er Orientierung in Bezug auf die Zielperspektiven, denen das (künftige) Lehrerhandeln grundlegend verpflichtet ist. Er zeigt und belegt, dass die Digitalisierung von Schule weit über den bloßen Einsatz von digitalen Werkzeugen hinausgehen muss, wenn sie dem Anspruch, jetzige und künftige Schülergenerationen auf die Herausforderungen der digitalisierten Welt vorzubereiten, gerecht werden möchte. Es wird nicht zuletzt darum gehen, die „besondere Relevanz von Medienkompetenz für Bildungsprozesse und das lebenslange Lernen [zu] erkennen, [zu] reflektieren und für Schule und Unterricht im Hinblick auf bestmögliche Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler verantwortungsvoll [zu] gestalten“.

Bestmögliche Bildung und der gerechte Zugang zu Bildung bleiben in der digitalisierten Welt wichtige Grundpfeiler des nordrhein-westfälischen Bildungssystems. Schulentwicklungsprozesse, die diesem Anspruch gerecht werden wollen, werden zukünftig noch deutlicher Kooperationsstrukturen sowohl innerhalb des Kollegiums als auch in der Zusammenarbeit mit externen Partner in den Blick nehmen. Die dafür notwendigen Kompetenzen werden im Handlungsfeld „Schule entwickeln“ in den Blick aufgezeigt.

Perspektive für das Profil künftiger Lehrkräfte

Auch wenn sich der Orientierungsrahmen zum jetzigen Zeitpunkt und in erster Linie an diejenigen richtet, die in der Lehrerausbildung tätig oder an der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften beteiligt sind, zeigt er doch in der Perspektive auf, wie sich das Kompetenzprofil von Lehrkräften zukunftsweisend erweitert, um alle Schülerinnen und Schülern bestmöglich auf eine digitalisierte Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten. Durch die Implementierung des Orientierungsrahmens in die Lehrerausbildung der ersten und zweiten Phase wird so zunehmend ein systematisch angelegtes Leitbild für künftige Generationen von Lehrerinnen und Lehrern entstehen.

Das Land Nordrhein-Westfalen vertraut darauf, dass diejenigen, die bereits als Lehrkräfte tätig sind, ihre besondere fachliche, didaktische und pädagogische Expertise in den Wandlungsprozess der Schulen einbringen. Bei der Entwicklung der aufgeführten Kompetenzen für das Lehrerhandeln in der digitalisierten Welt werden die erfahrenen Lehrkräfte dort unterstützt, wo Unterstützung benötigt wird – sowohl durch die Fortbildungs- und Weiterbildungsangebote des staatlichen Fortbildungssystems als auch durch die Bereitstellung von Beratungs- und Unterstützungssystemen für die Schulen selbst.

Den vollständigen Orientierungsrahmen finden Sie hier als PDF-Format.

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