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Mit Erfahrung gegen den Lehrkräftemangel

An den Schulen in NRW haben im vergangenen Jahr mehr als 800 Lehrkräfte unterrichtet, die schon im Ruhestand sein könnten. Das sind doppelt so viele wie zwei Jahre zuvor. Schulministerin Yvonne Gebauer ist mit der wachsenden Zahl zufrieden.

 (© Mirja Nicolussi)

Lebensältere Lehrkräfte, die länger im Schuldienst bleiben, helfen den derzeitigen Lehrermangel zu lindern (© stockfour/Shutterstock)

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Lehrkräfte, die nach Vollendung des 66. Lebensjahres im Schuldienst tätig sind, deutlich angestiegen. Seit 2016 arbeiten insgesamt 444 Lehrkräfte mehr im Schuldienst, die aus dem Ruhestand zurückgekehrt sind oder diesen nach hinten verschoben haben. Schulministerin Yvonne Gebauer ist mit der wachsenden Zahl zufrieden und will weiterhin für das Konzept werben: „Es freut mich sehr, dass wir so viele lebensältere Lehrerinnen und Lehrer dafür gewinnen konnten, aus dem Ruhestand in den Schuldienst zurückzukehren oder den Eintritt in den Ruhestand noch ein wenig hinauszuschieben. Genau das war das Ziel einer unserer Maßnahmen zur Verbesserung der Lehrerversorgung. Die Lehrerinnen und Lehrer leisten mit ihrem Einsatz und ihrer Erfahrung einen unschätzbaren Beitrag. Dafür danke ich ihnen sehr.“

Die Zahl der Pensionärinnen und Pensionäre, die wieder im Schuldienst als tarifbeschäftigte Lehrkräfte tätig sind, hat sich seit 2016 von 415 Lehrkräften auf 818 Lehrkräfte im Jahr 2018 nahezu verdoppelt. Auch die Möglichkeit, den Eintritt in den Ruhestand hinauszuschieben, wird von den Lehrkräften häufiger genutzt. Hier ist die Zahl seit 2016 von 58 auf 99 im Jahr 2018 gestiegen. Insgesamt ergibt sich dadurch ein Anstieg von 473 auf 917 Lehrkräfte (plus 444).

Das Ministerium für Schule und Bildung hat bei den Schulen zu Beginn des Schuljahres 2018/19 im Rahmen des zweiten umfassenden Maßnahmenpakets zur Verbesserung der Lehrerversorgung noch einmal intensiv für die Gewinnung von Pensionärinnen und Pensionären für den Schuldienst geworben. Die Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung trotz eigentlichem Ruhestand für die Lehrkräfte wurden wesentlich attraktiver gestaltet: Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Dienstzeit verlängern, erhalten nun einen Besoldungszuschlag in Höhe von zehn Prozent des monatlichen Grundgehalts. Und auch die stundenweise Rückkehr aus dem Ruhestand ist gegenwärtig attraktiver als je zuvor, denn für Beamtinnen und Beamten ist die Hinzuverdienstgrenze ausgesetzt.

„Die Rückkehr in den Schuldienst ist für Pensionärinnen und Pensionäre attraktiv und die erfahrenen Lehrkräfte helfen spürbar dabei, den Lehrermangel zu lindern. Die Landesregierung ist daher fest entschlossen, die bis Ende 2019 befristete Regelung darüber hinaus zu verlängern“, erklärte Ministerin Gebauer und betonte: „Zugleich möchte ich die Gelegenheit nutzen und noch einmal für unsere Maßnahme werben: Der längere Einsatz jeder erfahrenen Lehrkraft hilft unseren Schülerinnen und Schülern!“

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