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Sind Ferien nur zum Faulenzen da?

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Sind Ferien nur zum Faulenzen da?

 (© Nicolas Hansen / iStockphoto.com)

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Sechs Wochen frei – vielleicht Urlaub am Meer, und der Rest: Freibad, bolzen, faulenzen? Viele Eltern sind unsicher, was für ihre Kinder in den Ferien das Beste ist: ausspannen, Energie tanken – oder auch etwas lernen?

„Jede gebaute Sandburg, jedes Abenteuer macht Kinder stärker“, behauptet Familientherapeut Wolfgang Bergmann – und ist damit nicht allein. Kinder benötigen Phasen, in denen sie nicht ständig etwas „müssen“. Selbst komplett durchstrukturierte Ferien erzeugen unnötigen Druck. Mediziner wollen schon bei Kindern zunehmend das Stresshormon Cortisol festgestellt haben. Das führt bei manchen Erwachsenen später zum „Burn-out-Syndrom“.

Nein, Ferien sind Ferien, und deshalb ist klar: Ausschlafen, in der Sonne liegen, Spaß haben – all das muss im Vordergrund stehen, damit Schüler wieder fit für das nächste Schuljahr werden. Das bedeutet dennoch nicht den völligen Verzicht auf Förderung. „Lassen Sie ihre Kinder doch selbst etwas entscheiden oder auf die Beine stellen“, rät der Neusser Sozialpädagoge Albert Wunsch. Ein wenig Eigenverantwortung wirkt manchmal Wunder. Wunsch: „Oft lösen sich Schulprobleme durch gemeinsame Aktivitäten und Gespräche, für die sonst keine Zeit ist.“

Und wenn es in der schönsten Zeit des Jahres wirklich notwendig sein sollte, Lernstoff nachzuholen, dann hat Josef Kraus, selbst Psychologe und Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, eine Faustregel parat: „Die ersten beiden Drittel frei, das letzte Drittel gezielt Schwächen bekämpfen – je nach Alter eine halbe bis zwei Stunden täglich.“

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