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Islamischer Religionsunterricht

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Islamischer Religionsunterricht

FAQ-Liste für Lehrerinnen und Lehrer

Wie sind die Lehrkräfte ausgebildet?

Die Lehrkräfte sind derzeit Islamwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit einem deutschen Hochschulabschluss, die pädagogisch und theologisch qualifiziert wurden. Darüber hinaus gibt es Lehrkräfte mit einer Lehramtsbefähigung, die für das Fach weiterqualifiziert wurden.

Können Bewerberinnen oder Bewerber vom Beirat abgelehnt werden?

Eine ablehnende Entscheidung ist nur aus religiösen Gründen zulässig, die dem Ministerium schriftlich darzulegen sind.

Sind schon Bewerberinnen oder Bewerber abgelehnt worden?

Nein. Das Verfahren ist aber bei einigen Bewerberinnen und Bewerbern noch nicht abgeschlossen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Lehrkraft im islamischen Religionsunterricht eingesetzt werden kann?

Die Lehrkraft muss Muslima oder Muslim sein, die fachlichen Voraussetzungen erfüllen und eine Bevollmächtigung des Beirats vorweisen. Laut der gesetzlichen Vorgaben darf niemand gezwungen werden, Religionsunterricht zu erteilen

Können Lehrkräfte, die bisher im Schulversuch „Islamkunde in deutscher Sprache“ unterrichten, den islamischen Religionsunterricht erteilen?

Ja. Lehrkräfte, die im Rahmen des Schulversuchs "Islamkunde in deutscher Sprache" in den Landesdienst eingestellt wurden, können nach weiteren Qualifizierungsmaßnahmen und mit der Bevollmächtigung des Beirats den islamischen Religionsunterricht erteilen.

Wie sieht das Einstellungsverfahren für die Absolventen des IRU-Masters der Universität Osnabrück aus?

Es handelt sich dabei um einen Ergänzungsstudiengang mit einem viersemestrigen, modularisierten Präsenzstudium. Mit dem Abschluss erweitern Lehrerinnen und Lehrer ihre bereits erworbene Lehrbefähigung um das Fach "Islamischer Religionsunterricht". Lehrkräfte aus Niedersachsen oder anderen Bundesländern können am Bewerbungsverfahren in NRW teilnehmen, wenn Sie die Voraussetzungen der Stellenausschreibung erfüllen und eine Freigabeerklärung der zuständigen Schulaufsichtsbehörde oder einen Nachweis vorlegen, dass das bestehende Beschäftigungsverhältnis zeitnah zum Einstellungstermin beendet werden kann. Daneben ist auch ein Antrag auf Versetzung im Rahmen des KMK-Lehrertauschverfahrens zum Schulhalbjahr oder Schuljahresbeginn möglich, bei dem ebenfalls eine Freigabeerklärung der abgebenden Schulaufsichtsbehörde vorliegen muss.

Müssen islamische Religionslehrerinnen ein Kopftuch tragen?

Nein. Für die Erteilung der Bevollmächtigung durch den Beirat ist es nicht relevant, ob die Bewerberin ein Kopftuch trägt oder nicht.

Wie wurden die Lehrkräfte mit der Unterrichtserlaubnis für Islamkunde fortgebildet?

Im Rahmen einer dienstlichen Unterweisung vermittelten Professor Uçar (Universität Osnabrück) und Professor Khorchide (Universität Münster) den fachlich vorgebildeten Lehrkräften die theologischen und religionspädagogischen Inhalte, um den islamischen Religionsunterricht zu erteilen.

Sind weitere Qualifizierungsmaßnahmen geplant?

Ja. Bis genügend Absolventinnen und Absolventen des Lehramtsstudiengangs "islamische Religionslehre" vorhanden sind, sind weitere dienstliche Unterweisungen und ein mindestens einjähriger Zertifikatskurs zur Erlangung einer Unterrichtserlaubnis geplant.

Brauchen die Lehrkräfte eine Bevollmächtigung zur Unterrichtserteilung wie die katholischen oder evangelischen Religionslehrkräfte?

Ja. Diese wird vom Beirat erteilt.

Wer entscheidet darüber, ob eine Lehrerin oder ein Lehrer den islamischen Religionsunterricht erteilen darf?

Das Land prüft die fachlichen Voraussetzungen (Studienabschlüsse etc.). Der Beirat erteilt den islamischen Religionslehrerinnen und -lehrern eine Bevollmächtigung zur Unterrichtserteilung. Dieses Verfahren entspricht dem der katholischen und evangelischen Kirche.

Wer stellt die fachliche Eignung fest?

Die Feststellung der fachlichen Eignung erfolgt primär durch das Land.

Was prüft der Beirat?

Der Beirat prüft, ob religiöse Gründe der Erteilung einer Bevollmächtigung zur Erteilung von islamischem Religionsunterricht entgegenstehen.

Welche Kriterien gibt es für die Zuteilung der Bevollmächtigung zur Unterrichtserteilung?

Der Beirat hat Kriterien entwickelt. Die Bewerberinnen und Bewerber reichen ihren Lebenslauf und ihre Qualifikationsnachweise ein. In einem kurzen Gespräch mit dem Beirat legen die Bewerberinnen und Bewerber ihre religiöse Bindung an den Islam dar und unterzeichnen eine Erklärung, dass sie den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der islamischen Lehre erteilen, in der persönlichen Lebensführung die Grundsätze des Islam beachten und in Bezug auf den islamischen Religionsunterricht mit einer Moscheegemeinde zusammenarbeiten.

Wo können diese Kriterien abgerufen werden?

Der Beirat hat eine eigene Internetseite www.iru-beirat-nrw.de eingerichtet, auf der die Kriterien zur Erteilung der Bevollmächtigung veröffentlicht sind.

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