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Gedenktage

Gedenktage werden als Tage des Innehaltens und der Reflektion zu einem Baustein eines Bildungsverständnisses, das in Schulprogramm und Unterricht Werte der Demokratie, der Menschenrechte, des Friedens und der transkulturellen Verständigung verankert.

Das Jahr 2014 bot zahlreiche Anlässe, Erinnerungskultur als wesentliches Anliegen historisch-politischer Bildung in allen Bildungsbereichen zu thematisieren. Neben dem 100jährigen Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkriegs sind der 75. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs und der 25. Jahrestag der Öffnung der innerdeutschen Grenze von besonderer Bedeutung.

Rund um diese zentralen Jahrestage gruppieren sich zahlreiche weitere Ereignisse wie der 110. Jahrestag der Schlacht bei Waterberg und der damit verbundene Massenmord an den Herero und Nama durch Deutsche im heutigen Namibia, der 100. Jahrestag der Zerstörung der Bibliothek der belgischen Universität Leuwen durch deutsche Truppen oder der 70. Jahrestag des von der SS-Division „Das Reich“ verübten Massakers an den Menschen im französischen Dorf Oradour-sur-Glane. Auch der 70. Jahrestag des so genannten „D-Day“, der Landung der amerikanischen Truppen in der Normandie, mit dem die Befreiung Deutschlands vom Westen her eingeleitet wurde, fielen auf das Jahr 2014.

Die Aufmerksamkeit von Schulen reicht weit über die Zeitgeschichte der vergangenen 100 Jahre hinaus. Das Jahr 2014 steht für den 225. Jahrestag der französischen Revolution, das Jahr 2015 für den 200. Jahrestag der nach dem „Wiener Kongress“ vereinbarten Nachkriegsordnung, das Jahr 2017 für den 525. Jahrestag der Vertreibung von Muslimen und Juden aus Spanien und für die so genannte „Entdeckung“ Amerikas durch die Schiffe des Christoph Kolumbus sowie für den 500. Jahrestag der Reformation. Rund um konkrete Gedenktage beschäftigen sich Schulen oftmals aufmerksam auch mit dem vermeintlich eher unspektakulären Alltag.

Die an den oben genannten Gedenktagen angedeutete Vielzahl möglicher Anlässe der Erinnerung bedeutet nicht Beliebigkeit, sondern dokumentiert exemplarisch, dass und wie sich Erinnerung in der Schule an den übergeordneten Bildungs- und Erziehungszielen einer demokratischen Gesellschaft orientiert. Viele Schulen zeigten und zeigen immer wieder, wie es gelingen kann, Gedenktage in ein langfristig wirkendes pädagogisches Konzept historisch-politischer Bildung zu integrieren.

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