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Der Aufbau von Erinnerungskultur in der Schule kann Kinder und Jugendliche befähigen, die Komplexität unserer Welt mit ihren zahlreichen Problemen und den vielen unterschiedlichen Sichtweisen und Interpretationen als durch eigenes Tun gestaltbar und veränderbar zu begreifen.

Die Schule kann sich in den Fächern und fächerverbindend an der folgenden beispielhaft genannten Themensammlung orientieren:

  • Die Bedeutung und Bewertung von Feier- und Gedenktagen in verschiedenen Ländern und Weltregionen als Teil von offizieller und offiziöser Geschichtspolitik.
  • Unterschiedliche Bewertungen und Auseinandersetzungen rund um zentrale weltgeschichtlicher Ereignisse, beispielsweise der Jahre 1492, 1683 oder 1918.
  • Der Wandel der Bewertung und Auseinandersetzungen rund um zentrale weltgeschichtliche Ereignisse, beispielsweise im Hinblick auf die Bewertung des 14. Juli 1789, des 11. November 1918 oder des 8. Mai 1945.
  • Entwicklungen auf dem Wege zu Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und anderen pauschalen Formen der moralischen Herabsetzung von Menschen.
  • Entwicklung geschlechtsspezifischer Zugänge zur Erinnerungskultur.
  • Der Wandel des Umgangs mit Schuld und Aufarbeitung in unterschiedlichen Ländern.
  • Auseinandersetzungen um die Völker verbindende Werte und Menschenrechte sowie die Entwicklung des Europagedankens, des Gedankens der Einen Welt und von entsprechenden internationalen Vereinbarungen.
  • Die Entwicklung und Veränderbarkeit von Grenzen, beispielsweise in Folge der Pariser Vorortverträge und im Hinblick auf die künstlichen Grenzziehungen in afrikanischen, arabischen und asiatischen Staaten vor und nach dem Ersten Weltkrieg.
  • Anlässe, Bewertungen und Auseinandersetzung rund um die Erfahrung von und mit Migration, Flucht und Vertreibung in unterschiedlichen Weltregionen.
  • Langzeitwirkungen historischer Ereignisse und die „Lange Dauer“ (Fernand Braudel) von Entwicklungen im Verhältnis von Menschen und Volksgruppen zueinander.
  • Die Entwicklung des Bildes vom Anderen im Spannungsfeld des Fremden und des Vertrauten, beispielsweise im Hinblick auf ausgewählte oder teilweise auch fiktive Biographien von Opfern von Deportation, Flucht und Vertreibung, der Menschen, die Widerstand leisteten sowie der Menschen, die als Täterinnen und Täter schuldig wurden.
  • Die Bedeutung von Bildungsinstitutionen bei der Vermittlung von Einstellungen zu anderen Menschen, Ländern, auch im Hinblick auf die Entstehung und Bewältigung „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“.
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