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Gymnasium

 (© Alex Büttner)

(© Alex Büttner)


Der nordrhein-westfälische Landtag hat am 21.07.2018 das 13. Schulrechtsänderungsgesetz verabschiedet. Hierdurch wird der neunjährige gymnasiale Bildungsgang (G9) für die Gymnasien des Landes ab 01.08.2019 zum Regelfall. Den Schulen wird zugleich eine einmalige Option zum Verbleib bei G8 eingeräumt. Mit der Umstellung sind eine Reihe von rechtlichen und curricularen Änderungen verbunden, die in den kommenden Monaten noch Verbändebeteiligungsverfahren sowie den Landtagsausschuss für Schule und Bildung durchlaufen müssen. Vor diesem Hintergrund finden Sie die jeweils aktuellen Entscheidungsstände auf der Seite „Weiterentwicklung des Gymnasiums (G8/G9)“. Die im nachfolgenden Angebot aufgeführten Regelungen geben den aktuellen Rechtsstand für das Schuljahr 2018/19 – also für den achtjährigen gymnasialen Bildungsgang (G8) wieder.

Das Gymnasium in Nordrhein-Westfalen ermöglicht Schülerinnen und Schülern den schnellsten Weg zum Abitur. In einem durchgehenden Bildungsgang wird dieser Abschluss im Regelfall nach acht Jahren erreicht. Auch die anderen allgemeinbildenden beziehungsweise gleichwertigen Schulabschlüsse können am Gymnasium erworben werden. Der Bildungsgang gliedert sich dabei in eine fünfjährige Sekundarstufe I (Erprobungs- und Mittelstufe) sowie eine dreijährige gymnasiale Oberstufe (Einführungs- und Qualifikationsphase).

Ziel des Gymnasiums ist die Vermittlung einer vertieften allgemeinen Bildung, die zur Aufnahme eines Hochschulstudiums befähigt und für eine berufliche Ausbildung qualifiziert. Der Unterricht soll zur Auseinandersetzung mit komplexen Problemstellungen anleiten und zu abstrahierendem, analysierendem und kritischem Denken führen.

Wesentliche Alleinstellungsmerkmale des Gymnasiums im Vergleich zu den anderen weiterführenden allgemeinbildenden Schulformen sind der in der Mittelstufe um ein Schuljahr verkürzte Weg bis zum Abitur, eine geringere Gesamtjahreswochenstundenzahl bis zum Ende der Sekundarstufe I (i.d.R. 163 statt 188) beziehungsweise bis zum Ende der Sekundarstufe II (i.d.R. 265 statt 290), die Berechtigung zum Eintritt in die gymnasiale Oberstufe durch einfache Versetzung (ohne gesonderten Qualifikationsvermerk), das Fehlen einer zentralen Prüfung am Ende der Sekundarstufe I sowie die Verpflichtung für alle Schülerinnen und Schüler, ab Klasse 6 eine zweite Fremdsprache zu belegen. 

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