Logo Ministerium für Schule und Bildung

Navigation ein/aus

Workshops

In 12 Workshops werden inhaltliche Impulse zum Themenfeld Digitalsierung in der Grundschule angeboten und im Kontext stehende Unterstützungsprogramme vorgestellt.

Workshop 1: Potentiale digitaler Medien im Mathematikunterricht der Grundschule

Durch die jüngsten bildungspolitischen Initiativen zum digitalen Lernen stehen Lehrerinnen und Lehrer im Mathematikunterricht mehr denn je vor der Herausforderung, digitale Medien im Mathematikunterricht sinnvoll einzusetzen. Dabei ist es zentral vor allem die fachdidaktischen Potentiale digitaler Medien im Unterricht auszuschöpfen. Im Workshop wird ein Überblick zu sinnvollen Einsatzmöglichkeiten verschiedener digitaler Medien gegeben, die für die Unterrichtspraxis vielversprechend erscheinen.

Der Schwerpunkt wird dabei auf verschiedene Tablet-Apps gelegt, die im Unterricht entweder für den Aufbau von mathematischen Kompetenzen oder aber zur Festigung verstandener Inhalte eingesetzt werden können.

Workshop 2: Einsatzmöglichkeiten ausgewählter Apps für den Mathematikunterricht der Grundschule

Viele Kollegien entscheiden sich aufgrund der zunehmend besseren Ausstattung der Schulen im Bereich digitaler Medien für die Anschaffung von Tablet-Computern. Dadurch kommt der zielgerichteten Auswahl von Software eine immer größere Bedeutung zu. Für das Fach Mathematik lassen sich beispielsweise eine Vielzahl unterschiedlichster mobiler Applikationen (‚mobile Apps‘) für die Grundschule finden. Aber: Wofür entscheidet sich die Schule bzw. das Kollegium, wenn es um den konkreten Einsatz dieser Software im Unterricht geht?

Dieser Workshop soll einen Einblick geben, worauf bei der Auswahl von Software – insbesondere von Apps – für den Mathematikunterricht geachtet werden sollte. Dabei stehen fachdidaktische wie auch unterrichtsorganisatorische Potentiale im Fokus, nach denen Apps ausgewählt werden können. Hierzu werden ausgewählte Apps erprobt, hinsichtlich ihrer fachdidaktischen und unterrichtsorganisatorischen Potentiale geprüft sowie konkrete Einsatzmöglichkeiten erarbeitet.

Workshop 3: Programmieren im Mathematikunterricht der Grundschule

Eine aktuelle bildungspolitische sowie gesellschaftliche Forderung ist es, das Programmieren bereits in der Grundschule anzubahnen. Die einzelnen Fächer stehen nun in der Verpflichtung darüber nachzudenken, wie dies jeweils fachdidaktisch umgesetzt werden kann.

Der Workshop befasst sich konkret mit der Fragestellung, welchen Beitrag der Mathematikunterricht bei dieser Aufgabe leisten kann, ohne dabei die fachlichen Ziele aus den Augen zu verlieren.

Zunächst werden grundschulrelevante Aspekte des Programmierens vermittelt. Daraufhin werden Beispiele zum Programmieren im Unterricht vorgestellt.

Workshop 4: WEGE‘ zu einem sprachsensiblen Mathematikunterricht - Aufbau einer fachgebundenen Sprache im Mathematikunterricht durch die Nutzung des ‚WEGE-Konzepts‘ dargestellt an konkreten Unterrichtsbeispielen

Kinder sollen im Mathematikunterricht inhalts- und prozessbezogene Kompetenzen erwerben. Sie sollen u.a. über Entdeckungen, Strategien und Rechenwege sprechen und ihre Entdeckungen und Lernergebnisse schriftlich festhalten. Dabei sollen sie zunehmend die Fachsprache mit ihren spezifischen Begriffen verwenden. Viele Kinder benötigen dabei besondere Unterstützung. Eine Erleichterung des Zugangs zu den Inhalten des Mathematikunterrichts kann durch die Verknüpfung des fachlichen Lernens mit der Stärkung der bildungssprachlichen Kompetenzen nach dem WEGE-Konzept gelingen.

Der Workshop zeigt auf, wie eine systematische Förderung der Bildungs- und Fachsprache im Mathematikunterricht durch den Aufbau des benötigten Fachwortschatzes und durch unterstützende Übungen realisiert werden kann. Die Umsetzung des Konzepts wird anhand von Unterrichtsbeispielen dargestellt. Zudem werden sprachfokussierte Spiele und Unterrichtseinstiege vorgestellt und gemeinsam neue, eigene erarbeitet.

Workshops 5 und 6: Die Handreichung Rechtschreiben zwischen Fachlichkeit und Implementierung

Mit der zum Schuljahr 2019/20 veröffentlichten Handreichung „Rechtschreibunterricht als Leitfaden für Lehrerinnen und Lehrer in der Grundschule“ startet der erste Teil der Fachoffensive Deutsch:

Die Handreichung beschreibt grundlegende Bausteine eines systematischen Rechtschreibunterrichts, die kontinuierlich im Deutschunterricht verankert werden. Welche Rolle spielt dabei die Forderung, lautorientiertes Schreiben auf die Anfangsprozesse des Schriftspracherwerbs zu beschränken? Welche Möglichkeiten bietet der Rechtschreibwortschatz vor dem Hintergrund einer diversitären Schülerschaft? Und welches Wissen benötigen Lehrende über das deutsche Schriftsystem?

Der Workshop bietet eine kurze fachliche Einführung zur Handreichung, Einblicke in Implementierungsprozesse, die Rolle von Schulleitung sowie Erfahrungseinblicke in den zu erwartenden Gewinn für Ihre Schule.

Workshop 7: Lernverlaufsdiagnostik „quop“ in Lesen und Mathematik für die Klassen 1-6

“quop“ wurde unter der Leitung von Prof. Souvignier, Münster entwickelt und wissenschaftlich erprobt.

Die Messungen erfolgen wiederholt im Laufe eines Schuljahres mit sofortiger Rückmeldung der Lernergebnisse an die Lernenden und die Lehrkräfte, ohne dass Daten oder Schülerergebnisse eingeben werden müssen.

„quop“ bietet folgende Leistungen:

  • internetbasierte Erhebung des Lernfortschritts zu wissenschaftlich gesicherten Messzeitpunkten über das Schuljahr hinweg (8 Testungen/Schuljahr)
  • automatisierte, direkte Rückmeldung zum aktuellen Lernfortschritt an Lehrkräfte und Schüler/-innen; ermöglicht den Lernenden Selbstreflexion und - steuerung sowie Selbstwirksamkeitserfahrungen, 
  • Leistungsrückmeldungen auf der Individualebene wie auf der Klassenebene,  
  • graphische Darstellung der Ergebnisse in Form von Lernfortschrittskurven, Daten und Tabellen
  • problemlose Einbindung von „quop“ in den regulären Unterricht, z.B. in Phasen offenen Unterrichts
  • nachweislich hohe Lernzuwächse der Schüler/-innen
  • weitere Effektsteigerung durch Fortbildung der Lehrkräfte zur Interpretation und Nutzung der diagnostischen Informationen
  • fundierte Grundlage für Elterngespräche

einheitliche und kontinuierliche Diagnose- und Gesprächsgrundlage beim Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen

Workshop 8: Leseprogramm „Verstärkte Leseförderung an allen Schulen“

In den Schulen werden bereits vielfältige Angebote zur Leseförderung gemacht, die für die weitere Arbeit aufgenommen und genutzt werden sollen. Zugleich soll gewährleistet sein, dass die Ausrichtung der Leseförderung an wissenschaftlich gesicherten und beeinflussbaren Elementen der Lesekompetenz erfolgt:

  • Einsatz von Leselernstandserhebungen als Grundlage von Förderung
  • Förderung der Dekodierfähigkeit/Leseflüssigkeit
  • Einübung von Lesestrategien/auch Schreiben zum Lesen
  • Lesen in allen Fächern
  • Lesemotivation/Vielleseverfahren
  • Leseförderung von Jungen

Diese Elemente bilden die Kriterien in einer „Checkliste“ für die Bilanzierung der schulischen Leseförderung. Auf der Grundlage der Bilanzierung können die Lehrkräfte gelingende Lesefördermaßnahmen wie auch möglichen Entwicklungsbedarf identifizieren.

Workshop 9: „Wie funktioniert das Internet?“ - Komplexe Zusammenhänge handlungsorientiert erfassen - Lernen durch Spiel (Klasse 3/4)

NaWiT AS stellt in diesem Impulsforum stellt eine Unterrichtsreihe vor, die sich mit den Bestandteilen und Funktionsweisen des Internet befasst. Das Internet ist heute selbst den Kindern der Grundschule (zumindest des 3./4. Schuljahres) ein tägliches Phänomen. Dabei erwerben sie Bedienerwissen (sowie übrigens auch die meisten Erwachsenen) und wissen nicht, was für ein komplexes Netzwerk sich dahinter verbirgt.

Mit der erprobten Unterrichtsreihe erarbeiten sich die Kinder grundlegende Elemente des Internet und deren Zusammenwirken. Zentral ist hierbei ein Spiel, in dem die Kinder selbst diese Grundelemente nachempfinden und reflektieren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Gelegenheit die im Unterricht verwendeten Materialien selbst zu erproben und die didaktische Umsetzung zu reflektieren.

Workshop 10: Programmieren ohne Computer oder Tablet (Klasse 1/2)

In diesem Impulsforum wird von NaWiT AS eine Unterrichtsreihe zum Offline-Coding vorgestellt, in der Kinder einer ersten Klasse eine Befehlsfolge erstellen, die einen „Roboter“ (Spielfigur oder Mitschüler) auf kürzestem Weg durch ein Labyrinth leitet.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen in praktischen Übungen, wie sich Kinder erste Grundlagen des Programmierens erschließen und spielerisch mit Algorithmen, Wiederholungen und Schleifen vertraut machen.

Workshop 11: Offener Sachunterricht entlang der Kinderfragen zum Thema „Gehäuseschnecken“ (Klasse 2-4)

Die direkte Begegnung mit Tieren setzt bei Kindern natürliche Neugier und Interesse frei, die im Sachunterricht gewinnbringend genutzt werden können. NaWiT AS stellt in diesem Impulsforum verschiedene Methoden und Öffnungsgrade zur Gestaltung der Unterrichtsreihe entlang eigener Kinderfragen vor.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden zunächst die unterschiedlichen Dimensionen geöffneten Sachunterrichts und die erprobte Reihe vorgestellt. Anschließend haben sie gemeinsam Gelegenheit, ein Quiz für die App Kahoot kennenzulernen und zu erproben.

Workshop 12: Werbung und Konsum im Internet (Klasse 3/4)

Werbung ist aus dem Alltag von Kindern nicht mehr wegzudenken und begegnet ihnen nicht nur in klassischen Medien, sondern zunehmend auch im Internet z.B. in sozialen Netzwerken, in Spielen, beim Surfen auf Kinderseiten oder bei Videoclips von sogenannten 'Influencern'. In diesem Workshop von NaWiT AS wird eine exemplarisch erprobte Unterrichtsreihe zum Thema Werbung und Konsum präsentiert, die konventionelle Werbung analysiert und diese durch die kritische Auseinandersetzung mit aktueller Werbung in digitalen Medien ergänzt. In der Reihe werden auch im Sinne der Verbraucherbildung Konsum und Konsumverhalten angesprochen und zwischen Wünschen und Notwendigkeiten unterschieden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops lernen zudem das Erklärvideo im Legetrickstil als gestalterisches Mittel für die Präsentation von Informationen kennen.

Zum Seitenanfang

Bildungsthemen im Zuständigkeitsbereich anderer Landesministerien

Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Völklinger Straße 49, 40221 Düsseldorf