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Extremismus

Als Extremismus werden politische Einstellungen und Bestrebungen bezeichnet, die dem äußersten Rändern des politischen Spektrums zuzuordnen sind.

Auf dem Weg hin zum vollen Erwachsensein suchen Jugendliche nach sozialer Anerkennung und Zugehörigkeit. In dieser sensiblen Phase der Identitätsfindung  können extremistische Gruppen leicht eine starke Anziehungskraft auf die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausüben. Befinden sie sich in der Adoleszenz, erschwerend noch in einer schwierigen psychosozialen Gesamtsituation, können die Verheißungen extremistischer Gruppierungen eine besondere Faszination ausstrahlen.

Wichtige primärpräventive Rahmenbedingungen, die Schulen im Rahmen der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bereitstellen, um ein Abgleiten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in extremistische Kreise zu erschweren, ist ein positives Schulklima, das den Respekt voreinander und die gegenseitige politische, ethnische sowie religiöse Toleranz und Wertschätzung als klaren Fokus hat.

Rechtsextremismus

Das rechtsextremistische Spektrum setzt sich aus sehr verschiedenen Gruppen und Organisationen zusammen, darunter Parteien, neonazistische Kameradschaften und gewaltbereite Gruppen.

Rechtsextremismus ist kein einheitliches, ideologisch geschlossenes Phänomen, sondern umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Strömungen, ideologischer Ausrichtungen und Organisationsformen. Er ist keine Randerscheinung. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet sind Strukturen entstanden, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung massiv gefährden. Der Rechtsextremismus beginnt langsam, die Alltagskultur zu durchdringen. Weiterführende Informationen unter www.nrweltoffen.de.

Extremistischer Salafismus

Extremistische gewaltbereite salafistische Prediger und Netzwerke bieten durch gewaltverherrlichende Propaganda zudem einen höchst problematischen Nährboden für Radikalisierungsprozesse. In entsprechenden Milieus finden sich auch gewaltbereite Einzelpersonen zusammen.

Die von ihnen ausgehende Gefahr und das Radikalisierungspotenzial sind neue Herausforderungen auch für die Schulen in NRW. Empfänglich und betroffen sind vor allem junge Menschen, bei denen offensive Internet-Propaganda verfängt oder die über Freunde oder Dritte zu Extremistinnen und Extremisten Kontakt halten und über deren Anziehungskraft sie dann in die Radikalisierungsfalle laufen.

Salafismus hat sich zu einer Art Lifestyle für bestimmte Jugendliche entwickelt, die auf der Suche nach Identität sind. Dieser drückt sich in der Kleidungs- und Lebensart aus und kann zu einem Übergang zum extremistischen Salafismus führen. Besonders gefährdet sind Jugendliche mit Brüchen in ihrer Biographie. Innerhalb der gewaltbereiten salafistischen Community erleben sie eine Aufwertung und eine echte Aufgabe. Die Ausreisenden dürfen kämpfen, schießen, töten als wäre es ein Kriegsspiel am PC.

Den extremistisch-salafistischen Einstellungen und Aktivitäten muss entschieden begegnet werden. Die Thematik ist in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Menschen in Schule, Jugendarbeit, bei politischer Bildung, in den Kommunen, in Moscheen, bei Polizeiarbeit und in Sportvereinen zu berücksichtigen.

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