Logo Ministerium für Schule und Bildung

Integration durch Bildung

Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Navigation ein/aus

Integration durch Bildung

Integration

Integration

Derzeit erhalten etwa 95.000 neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen eine Deutschförderung. Das gemeinsame Unterrichten von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Zuwanderungsgeschichte schafft Verständnis und leistet einen nachhaltigen Beitrag für die Integration in unserer Gesellschaft. Daher ist die Schule ist nicht nur ein Bildungs-, sondern auch ein zentraler Integrationsort.

Wenn sich Schulen interkulturell öffnen, um die schulische und gesellschaftliche Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen weiter zu entwickeln, leisten sie zweierlei: Zum einen tragen sie entscheidend zur Verwirklichung von mehr Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe in Nordrhein-Westfalen bei, zum anderen vermitteln sie Orientierung für das Zusammenleben in der Demokratie sowie für verantwortungsbewusstes Handeln in einer globalisierten Welt. Das Ministerium für Schule und Bildung (MSB) NRW unterstützt hierbei die Schulen vor Ort durch die Bereitstellung von Ressourcen für die interkulturelle Schulentwicklung, die schulrechtliche Neuregelung erweiterter Gestaltungsmöglichkeiten für die Einzelschulen, den Aufbau von Supportstrukturen und die Mitwirkung bei innovativen Forschungsvorhaben. Außerdem begleitet das MSB viele Projekte und Maßnahmen, die sich mit der schulischen Integration und mit der Verbesserung des Bildungserfolgs von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen praktisch befassen.

Beschulung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen

Die Schulaufsicht sorgt in Abstimmung mit den Schulträgern und in Zusammenarbeit mit den Kommunalen Integrationszentren (KI) unter möglichst früher Einbindung der Schulleitungen dafür, dass zugewanderte Kinder und Jugendliche so rasch wie möglich einen Platz in einer Schule erhalten. Damit sie nach der Aufnahme an einer Schule erfolgreich am Regelunterricht teilnehmen können, steht im Sinne einer individuellen Erstförderung häufig der Erwerb von alltagssprachlichen Deutschkenntnissen im Vordergrund. Die Deutschförderung an allgemeinbildenden Schulen findet im Rahmen verschiedener Organisationsformen statt. Zum einen können vorübergehend separate Klassen eingerichtet werden, in denen die Schülerinnen und Schüler schwerpunktmäßig Deutsch lernen, zum anderen können sie aber auch in kleinen Lerngruppen temporär gefördert werden und besuchen für die restliche Zeit den Unterricht der Regelklasse. Die Berufskollegs bieten zwei Formen der Deutschförderung an, entweder in den „Internationalen Förderklassen“ (IFK) im Bildungsgang der Ausbildungsvorbereitung oder im Rahmen des vorgelagerten einjährigen Angebots „Fit für mehr“, das neu zugewanderte Jugendliche auch außerhalb der Schulpflicht für ihren weiteren Bildungsweg vorbereitet. Die sprachliche Bildung im Sinne eines sprach- u. kultursensiblen Fachunterrichts ist darüber hinaus Aufgabe aller Lehrkräfte und aller Fächer. Lesen Sie den Erlass „Unterricht für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler“ vom 28. Juni 2016 hier.

Natürliche Mehrsprachigkeit

Es ist absehbar, dass in wenigen Jahren etwa die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler mehr als eine Sprache sprechen wird. Umso wichtiger ist es, diese „natürliche Mehrsprachigkeit“ (Teilhabe- und Integrationsgesetz NRW) wertzuschätzen und produktiv zu nutzen. Sie ist Ausdruck der gesellschaftlichen Vielfalt und kulturellen Öffnung, stärkt die gesellschaftliche Teilhabe und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In den Schulen wird die natürliche Mehrsprachigkeit auf vielen Ebenen gefördert. Der sprachliche Unterricht gliedert sich in die drei Säulen: Deutschunterricht, Fremdsprachenunterricht und herkunftssprachlicher Unterricht. So werden insgesamt alle sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt und als Bildungspotentiale für die ein- ebenso wie für die zwei- oder mehrsprachig aufwachsenden Schülerinnen und Schüler in Lernprozesse einbezogen und gefördert.

Unterstützung durch die Kommunalen Integrationszentren

Eine unverzichtbare Hilfe bei der Integration der neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen bieten vor allen Dingen die Kommunalen Integrationszentren (KI). Aufgabe der Kommunalen Integrationszentren ist es, die verschiedenen Akteure im Bereich der Integration vor Ort zusammen zu bringen und mit eigenen Angeboten zu unterstützen. Damit tragen sich dazu bei, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, um möglichst früh die Grundlagen für einen erfolgreichen Lebens- und Berufsweg zu schaffen. In den Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen arbeiten derzeit 53 Kommunale Integrationszentren. Sie werden vom Ministerium für Schule und Bildung und vom Ministerium für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Integration gemeinsam finanziert. Die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) mit Sitz in Dortmund unterstützt die Kommunalen Integrationszentren bei der Umsetzung ihrer Arbeitsschwerpunkte. Weitere Informationen erhalten sie hier.                                      

In Kürze werden Sie hier weitere Informationen zum Thema „Integration“ finden. 

Zum Seitenanfang

Bildungsthemen im Zuständigkeitsbereich anderer Landesministerien

Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Völklinger Straße 49, 40221 Düsseldorf