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Bund-Länder-Initiative zur Förderung Leistungsstarker

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Bund-Länder-Initiative zur Förderung Leistungsstarker

Bewerbungsmodalitäten

Hintergrund

Die Möglichkeiten der individuellen Förderung von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Kindern und Jugendlichen sind in den letzten Jahren auch innerhalb der Schulen ausgeweitet worden. Dennoch belegen die Ergebnisse der internationalen Bildungsvergleichsuntersuchungen, dass Deutschland in den obersten Kompetenzstufen nach wie vor hinter vergleichbaren Ländern zurückbleibt.

Vor diesem Hintergrund haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland die gemeinsame Initiative „Förderung leistungsstarker und potentiell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler“ vereinbart, die am 28. November 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit der bundesweiten Initiative sollen die Entwicklungsmöglichkeiten dieser Schülerinnen und Schüler weiter optimiert und auf eine breitere Basis gestellt werden. Es soll auch darum gehen, besonderes Augenmerk auf die Potenziale von Kindern und Jugendlichen aus weniger bildungsnahen Elternhäusern, insbesondere mit Migrationshintergrund sowie die Ausgewogenheit der Geschlechter, insbesondere der Mädchen im MINT-Bereich, zu legen.

Strukturen

Die zehnjährige Initiative, die im Schuljahr 2017/2018 beginnt, besteht aus zwei Phasen (jeweils 5 Jahre). Ziel der ersten Phase ist es, schulische Strategien, Konzepte und Maßnahmen zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler zu entwickeln bzw. weiterzuentwickeln. Die Initiative richtet sich schulformübergreifend an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 10 (Primarbereich und Sekundarstufe I sowie ergänzend ggf. auch an Schülerinnen und Schüler der Sek. II). Die Erarbeitung der Konzepte erfolgt in schulformübergreifenden Netzwerken.

Inhaltliche Ausrichtung

Inhaltlich wird auf die Bereiche Mathematik, Naturwissenschaften, Deutsch (produktive Sprachkompetenz des Schreibens und Argumentierens) und Fremdsprachen (Englisch) fokussiert. Sozial-emotionale, künstlerisch-kreative und psychomotorische Potenziale können ergänzend in den Blick genommen werden.

Zwei Pflichtmodule, Kernmodul 1: „Entwicklung eines schulischen Leitbildes mit Ausrichtung auf eine leistungsfördernde Schulentwicklung und Aufbau einer kooperativen Netzwerkstruktur“ und Kernmodul 2: „Fordern und Fördern im Regelunterricht“ werden ergänzt durch ein weiteres von den Schulen wählbares Modul („Diagnose und Beratung“, „Fordern und Fördern außerhalb des Regelunterrichts“). Schon bestehende Konzepte einzelner Schulen für diese Inhaltsbereiche sollen in die Modulentwicklung integriert werden.

In der zweiten Phase fungieren die beteiligten Schulen als Multiplikatoren für andere Schulen. Parallel erfolgt eine Unterstützung des Transfers der Ergebnisse in die Schulpraxis durch abgestimmte Maßnahmen auf Landes- und Bundesebene.

Voraussetzungen für die Bewerbung

Für Nordrhein-Westfalen werden Schulen gebeten, sich zu bewerben,

  • die an einem 10-jährigen Projekt zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler teilnehmen möchten (2x5 Jahre: nach 5 Jahren Zertifizierung, 5 Jahre Evaluation und Transfer).
  • die in regionalen Netzwerken aus mehreren Schulen (z. B. 2 Grundschulen, 2 Schulen mit Sek. I) zusammenarbeiten wollen (je Bezirksregierung werden 4 Grundschulen und 4 weiterführende Schulen angestrebt, bei den weiterführenden Schulen stehen Gymnasien und Gesamtschulen im Mittelpunkt, bei entsprechender Schülerschaft aber auch andere Schulformen).
  • die bereit sind, differenzierte Förderung mittels evidenzbasierter Konzepte auf diagnostischer Basis als Grundlage für Unterrichtsentwicklung zu realisieren und bereits Erfahrungen damit gesammelt haben, Unterrichts- und Schulentwicklung konzeptionell durchzuführen.
  • die bereit sind, wissenschaftsbasierte Konzepte umzusetzen und im Rahmen einer Evaluation Beobachtungen, Befragungen und Messungen zur Prüfung der Wirksamkeit der Konzepte durchführen zu lassen.
  • die Rücksprache mit der für sie zuständigen Schulaufsicht vor ihrer Bewerbung genommen haben.
  • die für die Teilnahme an dem Projekt die Zustimmung der Schulkonferenz einholen werden (kann auch nachgereicht werden) und im Vorfeld ein Erstgespräch mit der Elternvertretung durchgeführt haben.
  • die über ein Gremium zur Steuerung der schulischen Entwicklungsprozesse sowie über bereits implementierte belastbare Teamstrukturen verfügen.

Unterstützung der Schulen

Schulen erhalten:

  • Inhaltliche Inputs durch Veranstaltungen
  • Unterstützung durch das Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung (lif)
  • Wissenschaftliche Begleitung durch beauftragte Hochschulen
  • 6 Wochenstunden Entlastung

Formale Vorgaben für die Bewerbung

  • 2 Din A4 Seiten „Letter of Intent“ (Begründung, warum die Schule zur Projektteilnahme geeignet ist)
  • Bewerbungen sind bis zum 12. Juni 2017 (Eingang) auf dem Dienstweg an die zuständige Bezirksregierung, Abteilung 4, Generale Individuelle Förderung zu richten.

Ansprechpartnerinnen /Ansprechpartner in den Bezirksregierungen sind:

  • Bezirksregierung Arnsberg: Silke Hinz, Dezernat 43
  • Bezirksregierung Detmold: Gertrud Pannek, Dezernat 43
  • Bezirksregierung Düsseldorf: Stefan Holtschneider, Dezernat 43
  • Bezirksregierung Köln: Achim Eckstein, Dezernat 42
  • Bezirksregierung Münster: Ursula Klee, Dezernat 43
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