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FAQ

Welche Schulen können sich als Talentschule bewerben?

In den Schulversuch Talentschulen werden ausschließlich Schulen aufgenommen, die aufgrund ihrer sozial-räumlich benachteiligten Lage und einer entsprechend zusammengesetzten Schülerschaft mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind.

Bewerben können sich Schulen mit Sekundarstufe I (Schulformen: Hauptschule, Förderschule, Realschule, Sekundarschule, Gymnasium, Gesamtschule), sowie Berufskollegs.

Berufskollegs müssen die Bildungsgänge Ausbildungsvorbereitung und die einjährigen Bildungsgänge der Berufsfachschule (BFS I und II, APO-BK Anlage B) anbieten und eine fachbereichs- bzw. berufsfeldübergreifende berufliche Orientierung in mindestens einem Förderprofil (MINT/gewerblich-technisch/gestalterisch) systematisch ausdifferenzieren können.

Kann sich ein Schulträger mit mehreren Schulen bewerben?

Ja, ein Schulträger kann sich auch mit mehreren Schulen einzeln bewerben. In diesem Fall sind für jede Schule einzeln die Bewerbungsunterlagen auszufüllen und einzureichen.

Können sich mehrere Schulen „im Verbund“ bewerben?

Kooperationen zwischen Schulen sind als Teil des Schulversuchs erwünscht, den Titel "Talentschule" und die damit verbundenen zusätzlichen Ressourcen und Unterstützungsleistungen kann aber nur eine einzelne Schule erhalten.

Richtet sich die Ausschreibung auch an Schulen aus dem ländlichen Raum?

Die Ausschreibung richtet sich auch an Schulen aus dem ländlichen Raum, die vor besonderen Herausforderungen stehen.

Wie kann sich eine Schule bewerben?

Antragsteller für die Aufnahme in den Schulversuch Talentschulen ist der jeweilige öffentliche Schulträger in Zusammenarbeit mit der sich bewerbenden Schule.

Interessierte Schulen mit Sekundarstufe I bzw. Berufskollegs benötigen für eine Bewerbung zum Schulversuch Talentschulen die fachlich dargelegte Unterstützung und das Einverständnis des zuständigen Schulträgers.

Es werden nur Bewerbungen berücksichtigt, die mit den hinterlegten Formularen erfolgen. Die Bewerbungsunterlagen finden Sie hier.

Muss im Rahmen der Bewerbung ein Ratsbeschluss vorgelegt werden?

Bewerbungen für den Schulversuch Talentschulen sind vom Schulträger einzureichen. Das Ministerium für Schule und Bildung geht dabei davon aus, dass die eingereichten Bewerbungen auf einem rechtmäßigen kommunalen Entscheidungsverfahren beruhen. Einen Nachweis darüber (etwa in Form eines Ratsbeschlusses) wird nicht verlangt.

Nach welchen Kriterien werden die teilnehmenden Schulen ausgewählt?

In den Schulversuch aufgenommen werden 45 Schulen mit Sekundarstufe I und 15 Berufskollegs.

Bei der Auswahl der in den Schulversuch Talentschulen aufzunehmenden Schulen sind die besonderen sozialen Herausforderungen der Schule ein wichtiges Kriterium. Um diese besser einschätzen zu können werden seitens des Schulministeriums relevante Daten herangezogen.

Ein weiteres Kriterium ist die Darlegung der geplanten standortspezifischen Umsetzung des Schulversuchs im Rahmen der Angaben im Bewerbungsformular und im Letter of Intent.

Welche Angaben muss der Letter of Intent enthalten?

Im Mittelpunkt der Umsetzung des Schulversuchs steht der Aufbau einer zusätzlichen „Fördersäule“. In dem maximal dreiseitigen Letter of Intent geben Sie bitte an, wie Sie als Talentschule ein Profil auf- bzw. ausbauen werden. Die bereit gestellten fachlich-pädagogischen Leitlinien sollen hierbei Orientierung bieten. Diese Darlegung soll auch Ihr schulfachliches Konzept zur Umsetzung des Schulversuchs in Eckpunkten enthalten. Die Beschreibung erster Ideen zur Umsetzung des Schulversuchs entsprechend der Inhalte des Ausschreibungstexts, der nächsten Schritte, der geplanten Ressourcen, der Kooperationen, der Chancen und Perspektiven mit Bezug auf die an Ihrer Schule bestehenden Herausforderungen (der sozial-räumlich benachteiligten Lage und einer entsprechend zusammengesetzten Schülerschaft) wird erwartet.

Wer wählt die Talentschulen aus?

Die Talentschulen werden durch eine von der Ministerin für Schule und Bildung berufene Jury ausgewählt. Die Jurymitglieder weisen einen einschlägigen fachlichen Hintergrund auf und entstammen verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.

Was wird von den Talentschulen bei der Umsetzung des Schulversuchs erwartet?

Schon mit dem Einreichen der Bewerbung müssen die Schulen mit Sekundarstufe  I angeben, ob sie sich für ein MINT-Profil oder ein Profil aus dem Bereich Kulturelle Bildung entscheiden.

Berufskollegs müssen die Fachbereiche/Berufsfelder benennen, in denen im Rahmen des ausgewählten Förderprofils/der ausgewählten Förderprofile (MINT/gewerblich-technisch/gestalterisch) berufsfeld- bzw. fachbereichsübergreifend beruflich orientiert wird.

Dieses Profil bauen sie an den fachlich-pädagogischen Leitlinien orientiert auf bzw. aus.

Die Talentschulen nutzen außerdem Fortbildungs- und Unterstützungsangebote, um sich entsprechend der Zielsetzung des Schulversuchs weiterzuentwickeln.

Ebenso soll die Bereitschaft bestehen, die wissenschaftliche Evaluation aktiv zu unterstützen, was auch die Vorlage leistungsbezogener Daten der beteiligten Schülerinnen und Schüler – bei Beachtung des Datenschutzes – zum Zwecke der wissenschaftlichen Auswertung  beinhaltet.

Was wird vom Schulträger erwartet?

Im Rahmen der Bewerbung legt der Schulträger Entwicklungsziele für Schule und Quartier dar und macht Angaben zur Schule und zum Umfeld.

Der Schulträger verpflichtet sich im Rahmen der Bewerbung über die Nutzung der Mittel aus dem NRW-Programm „Gute Schule 2020“, dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz, dem Digitalpakt, der Schulpauschale / Bildungspauschale und ggf. weiterer schulbezogener Infrastrukturförderprogramme eine sehr gute bauliche und digitale Ausstattung der Talentschulen zu ermöglichen.

Um eine Wirkung in das Umfeld der Schule hinein zu erzielen, sind die Schulträger im Rahmen des Projekts zur ämterübergreifenden Zusammenarbeit aufgefordert.

Der Schulträger verpflichtet sich außerdem bereits der Schule zugewiesene Mittel zu erhalten.

Welche Unterstützung durch zusätzliche Stellen erhalten die allgemeinbildenden Schulen (SEK I)?

Die am Schulversuch teilnehmenden allgemeinbildenden Schulen werden mit einem Zuschlag in Höhe von 20% auf den Grundstellenbedarf als zusätzliche Ressource unterstützt.

Dies bedeutet zum Beispiel für ein Gymnasium einer durchschnittlichen Größe (mit ca. 640 Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I und einem darauf beruhenden Grundstellenbedarf von rund 32 Stellen) einen Zuschlag von insgesamt 6,4 Stellen. Für eine Gesamtschule durchschnittlicher Größe (mit ca. 790 Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I) bedeutet dies einen Zuschlag von insgesamt 8,4 Stellen.

An Ganztagsschulen bildet der Grundstellenbedarf ohne Ganztagszuschlag die Berechnungsgrundlage für den 20%-Zuschlag.

Neben den für die Umsetzung des fachlichen Förderprofils benötigten Stellen sind mit den zusätzlichen Stellen insbesondere folgende Aufgaben zu erfüllen:

  • Zur Entlastung der Schulleitung im Rahmen der mit dem Schulversuch verbundenen Entwicklungsprozesse soll ein Teil der zusätzlichen Stellen im Umfang von regelmäßig bis zu einer Stelle zur Einstellung von unterstützendem Verwaltungspersonal (Einsatz nur im Rahmen von Landesaufgaben) verwendet werden.
  • Ebenso soll die Schulleitung unterstützt werden, indem sie bei der Gestaltung und Koordination der Kooperation mit externen Partnern im Umfang von bis zu einer Stelle im Schulleitungsteam unterstützt wird.
  • Der innerschulische Transfer der Maßnahmen des Schulversuchs auf weitere Jahrgangsstufen und Fachbereiche soll ebenfalls im Umfang von bis zu einer weiteren Stelle unterstützt werden.

 Weitere Stellenanteile sollen für die Verbesserung des sozialen Klimas an der Schule genutzt werden:

  • So soll unabhängig von der Schulgröße mindestens eine Stelle für Schulsozialarbeit zum Ausbau der Beratungs- und Elternarbeit eingerichtet werden.
  • Außerdem soll in den Klassen 5-10 ein verpflichtendes soziales Training für die Schülerinnen und Schüler eingerichtet werden, welches eine Erhöhung des Bedarfs an Wochenstunden bedeutet.

Der Zuschlag soll grundsätzlich mit den betroffenen Jahrgängen anteilig aufwachsen. Damit die teilnehmenden Schulen bereits zu Beginn des Schulversuchs über zusätzliche Ressourcen verfügen, wird der jahrgangsweise Aufwuchs so gestaltet, dass bereits im Schuljahr 2019/20 je Schule drei Stellen bereitgestellt werden. Der weitere Aufwuchs vollzieht sich je nach Größe der Schule dann jahrgangsweise.

Der Zuschlag, bzw. die zusätzlichen Stellen sind für alle teilnehmenden Schulen im Schulversuch so bemessen, dass neben den für den Ausbau des Fachunterrichts notwendigen zusätzlichen Lehrkräften auch andere Berufsgruppen in multiprofessionellen Teams eingestellt werden können.

So ist es neben der Beschäftigung von zusätzlichen Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern auch möglich – im Rahmen der arbeitsrechtlichen Bestimmungen – andere Berufsgruppen (wie z.B. Handwerksmeisterinnen und -meister, Führungskräfte aus Unternehmen, Künstlerinnen/Künstler, IT-Expertinnen- und Experten etc.) zur Wahrnehmung von Unterricht unterstützenden Tätigkeiten und projektorientierter Unterrichtsgestaltung zu beschäftigen.

Dies gilt auch für Schulleitung unterstützende Tätigkeiten, sofern es sich um Landesaufgaben handelt.

Welche Unterstützung durch zusätzliche Stellen erhalten die berufsbildenden Schulen?

Wegen der Besonderheiten der berufsbildenden Schulen (im Vergleich zu den Schulen der Sekundarstufe I sehr heterogene Schülergruppen sowohl hinsichtlich der schulischen/beruflichen Vorerfahrungen als auch hinsichtlich der Altersstruktur, einjährige Bildungsgänge) erfolgt die Bemessung der zusätzlichen Ressourcen bei diesen Schulen nicht über einen Zuschlag zum Grundbedarf. Für die Umsetzung des Konzepts Talentschule werden den 15 berufsbildenden Schulen jeweils mindestens 4 Stellen für das Talentschulprofil in den Bildungsgängen der Ausbildungsvorbereitung (Anlage A APO-BK) und der einjährigen Berufsfachschulen (Anlage B APO-BK) an dem jeweiligen Berufskolleg zur Verfügung gestellt.

Weitere 40 Stellen stehen den teilnehmenden Berufskollegs nach einem wettbewerblichen Verfahren zur Verfügung. Die Kriterien für die Vergabe dieser zusätzlichen Stellen sind im Ausschreibungstext veröffentlicht und transparent gemacht. Über die Bewilligung der zusätzlichen Stellen entscheidet die Schulaufsicht. Insgesamt stehen im Rahmen dieses Schulversuchs für die Berufskollegs 100 Stellen zur Verfügung. 

Der Zuschlag, bzw. die zusätzlichen Stellen sind für alle teilnehmenden Schulen im Schulversuch so bemessen, dass neben den für den Ausbau des Fachunterrichts notwendigen zusätzlichen Lehrkräften auch andere Berufsgruppen in multiprofessionellen Teams eingestellt werden können.

So ist es neben der Beschäftigung von zusätzlichen Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern auch möglich – im Rahmen der arbeitsrechtlichen Bestimmungen – andere Berufsgruppen (wie z.B. Handwerksmeisterinnen und -meister, Führungskräfte aus Unternehmen, Künstlerinnen/Künstler, IT-Expertinnen- und Experten etc.) zur Wahrnehmung von Unterricht unterstützenden Tätigkeiten und projektorientierter Unterrichtsgestaltung zu beschäftigen.

Dies gilt auch für Schulleitung unterstützende Tätigkeiten, sofern es sich um Landesaufgaben handelt.

Wie werden die Talentschulen im Entwicklungsprozess beraten und begleitet?

Als zentrale Unterstützungsmaßnahme erhalten die teilnehmenden Schulen enge Begleitung durch Schulentwicklungsberatung. Um die Schulen in den Gelingensbedingungen – wie der Verbesserung der Datennutzung zur Schulentwicklung – aber auch in den weiteren Maßnahmen – wie der Vernetzung im Sozialraum mit außerschulischen Partnern – gezielt zu unterstützen, werden Schulentwicklungsberaterinnen und -berater mit einem jeweiligen Umfang von zehn Stunden in der Woche entlastet und den einzelnen Talent-Schulen bereitgestellt.

Weiterhin ist seitens des Landes die Bereitstellung einer wissenschaftlichen Begleitung und einer administrativen Unterstützungsstruktur des Schulversuches vorgesehen.

Wer stellt eine sehr gute bauliche und digitale Infrastruktur bereit?

Generell und auch im Rahmen des § 25 Abs. 1 SchulG (Schulversuch) ist keine Abweichung im Hinblick auf die rechtlich festgelegte Zuständigkeit bei Land und Schulträger hinsichtlich der Finanzierung zulässig. D.h. die bauliche und digitale Ausstattung sind vom Schulträger zu finanzieren. Das Land darf keinen Schulträger besser stellen.

Daher ist vorgesehen, dass der Schulträger sich im Rahmen der Bewerbung verpflichtet, über die Nutzung der Mittel aus dem NRW-Programm „Gute Schule 2020“, dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz, dem Digitalpakt, der Schulpauschale/Bildungspauschale und ggf. weiterer schulbezogener Infrastrukturförderprogramme eine sehr gute bauliche und digitale Ausstattung der Talentschulen zu ermöglichen. Ergänzend können im Rahmen bestehender rechtlicher Möglichkeiten zum Beispiel Stiftungen oder auch durch Sponsoring von Unternehmen zivilgesellschaftliche Akteure einen Beitrag zur bestmöglichen Ausstattung der Schulen leisten.

Welches zusätzliche Personal kann beschäftigt werden?

Der Personalzuschlag ist so bemessen, dass neben den notwendigen zusätzlichen Lehrkräften auch die Beschäftigung von zusätzlichen Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern ermöglicht wird. Zudem können diese zusätzlichen Stellen – im Rahmen der arbeitsrechtlichen Bestimmungen – auch zur Wahrnehmung von Unterricht unterstützenden Tätigkeiten durch anderes Personal als Lehrkräfte in Anspruch genommen werden. Dies gilt auch für Schulleitung unterstützende Tätigkeiten, sofern es sich um Landesaufgaben handelt.

Wie werden die Talentschulen bei der Umsetzung der Gelingensbedingungen unterstützt?

Die Schulen erhalten Unterstützung durch Schulentwicklungsberatung, sowie durch Fortbildungs- und weitere Angebote, die vom Land und weiteren Anbietern zur Verfügung gestellt werden sowie ein zusätzliches Fortbildungsbudget.

Wofür können die Schulen das zusätzliche Fortbildungsbudget ausgeben?

Damit die Schulen auch zur Umsetzung des Schulversuchs passende Angebote anderer Anbieter in Anspruch nehmen können, erhalten sie ein zusätzliches Fortbildungsbudget in Höhe von 2500 Euro im Schuljahr zur freien Verwendung. Das zusätzliche Fortbildungsbudget kann für Fortbildungsbedarfe, die bei der standortspezifischen Umsetzung des Schulversuchs entstehen, genutzt werden.

Wo finden die Schulen Unterstützung für die Vernetzung mit weiteren Partnern?

  • Bildungspartner NRW unterstützt bei der Zusammenarbeit mit verschiedenen Kommunalen Partnern: www.bildungspartner.schulministerium.nrw.de/Bildungspartner
  • Hinweise zur Kulturellen Bildung finden sich hier: www.kulturellebildung-nrw.de  
  • Hinweise zur kulturellen Jugendarbeit finden sich hier: www.lkj-nrw.de
  • Der Künstlerpool des Landesprogramms „Kultur und Schule“ findet sich hier: www.kultur-und-schule.de/de_DE/kuenstler
  • Servicestelle „Kultur macht stark“ bei der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW: www.kulturellebildung-nrw.de/servicestelle 
  • Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT ist regional verankert und wird auf Landesebene sowie in den Regionen Nordrhein-Westfalens vom Bildungswerk der nordrhein-westfälischen Wirtschaft und den regionalen Unternehmensverbänden getragen. Das Netzwerk fördert die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Schulen und Betrieben insbesondere in den Bereichen MINT-Bildung, Berufsorientierung und ökonomische Bildung.
    Ansprechpartner der Schulen vor Ort sind die regionalen Unternehmensverbände, die die konkrete Zusammenarbeit von Schulen und Betrieben koordinieren: https://bwnrw.de/schulewirtschaft/unser-netzwerk/schulewirtschaft-vor-ort
  • Zukunft durch Innovation.NRW (zdi) ist eine Gemeinschaftsoffensive zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen. Im ganzen Land verteilt gibt es inzwischen mehr als 40 zdi-Netzwerke und über 60 zdi-Schülerlabore. In den regionalen zdi-Netzwerken haben sich Partner aus Schule, Wirtschaft, Wissenschaft und weitere Bildungspartner zusammengeschlossen, um durch gemeinsame Maßnahmen entlang der gesamten Bildungskette die MINT-Bildung in den Regionen zu stärken. Weitere Informationen zur Initiative „Zukunft durch Innovation.NRW“ und zu Ansprechpersonen in den regionalen zdi-Netzwerken finden sich unter www.zdi-portal.de.
  • In fast allen Kreisen bzw. kreisfreien Städten des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützen die Regionalen Bildungsnetzwerke die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Schulträger, Schulaufsicht und weiteren Bildungseinrichtungen. Wer Ihr Ansprechpartner im Regionalen Bildungsbüro in Ihrer Region ist finden Sie hier.

Welche Schwerpunkte kann eine Talentschule im Bereich „Kulturelle Bildung“ setzen?

Die Talentschulen „Kulturelle Bildung“ können beispielsweise individuelle Schwerpunkte in künstlerischen Sparten und bei der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern setzen. Ausgehend von eventuell bereits verankerten Schwerpunkten Kultureller Bildung im Schulprofil können neue Formate, Projekte, fächerübergreifende Kurse u.ä. etabliert werden. Methoden der Kulturellen Bildung wie die bildnerische, mediale oder szenische Umsetzung von Lerninhalten können in allen Fächern eingesetzt werden.  Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, Einrichtungen der Kulturellen Bildung,  Kulturinstitutionen  und / oder Partnern der kulturellen Jugendarbeit soll ein wesentliches Merkmal des Talentschulkonzepts sein. Im Verlauf des Schulversuchs können Konzepte zur nachhaltigen Verankerung Kultureller Bildung in das Schulprogramm umgesetzt werden.

Welche Schwerpunkte kann eine Talentschule im MINT-Bereich setzen?

Die Talentschulen mit Schwerpunkt MINT legen besonderen Wert auf die Stärkung ihres Fächerangebotes und die Ausschärfung ihres Schulprofils im MINT-Bereich. Die Schule kann insbesondere fachliche Schwerpunkte im Bereich technischer und  informatischer Bildung setzen sowie im Sinne einer Produktorientierung das praktische Arbeiten in besonderer Weise fördern. Ein ausgeprägter MINT-Schwerpunkt im Wahlpflichtbereich setzt zusätzliche Akzente zur Profilierung, um die nachhaltige Entwicklung von MINT-Kompetenzen intensiv  zu fördern.

Bereits von Klasse 5 an hat das experimentelle Arbeiten im Unterricht einen hohen Stellenwert. Das praktische Lernen ermöglicht dabei eine sukzessive Sprachförderung durch den fachbezogenen Aufbau bildungssprachlicher Elemente, z.B. beim Dokumentieren und Präsentieren der Arbeitsergebnisse in der Schule. Durch Lebenswelt- und Praxisbezüge leistet der Unterricht auch einen Beitrag zu Nachhaltigkeit sowie Ausbildungs- und Studienorientierung. Sowohl Mädchen als auch Jungen werden dabei unterstützt, die Bedeutung naturwissenschaftlich-technischer Kompetenzen für sich selbst und für verschiedene Berufsfelder zu erkennen. Auch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

Welche Schwerpunkte können Berufskollegs setzen?

Innerhalb des gewählten Förderprofils bzw. der gewählten Förderprofile (MINT/gestalterisch/gewerblich-technisch) steht die Entwicklung branchenspezifischer Handlungs- und Kommunikationskompetenzen unter Berücksichtigung der jeweiligen beruflichen Handlungsfelder im Zentrum der Talentförderung. Diese zielgerichtete Kompetenzentwicklung erfolgt unter Nutzung der Verzahnung von praxisrelevantem Unterricht mit außerschulischen Praxiserfahrungen in den jeweiligen beruflichen Branchen. Dabei soll zugleich die Förderung  digitaler Schlüsselkompetenzen (Medienkompetenz, Anwendungs-Know-how und informatorische Grundkenntnisse) in branchenspezifischer Ausprägung umgesetzt werden.

Wer berät zu den Schwerpunkten?

  • Landesweiter Ansprechpartner zur Unterstützung und Beratung von Schulen, Kommunen und Kulturakteuren ist die „Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“ mit Sitz in Remscheid.
  • Die Seite www.kulturellebildung-nrw.de bietet Hinweise zur kulturellen Schulentwicklung, Praxisbeispiele, Materialien usw.  Zudem gibt es in jeder Bezirksregierung Ansprechpartnerinnen/ Ansprechpartner für das Thema „Kulturelle Bildung“.
  • Viele Regionale Bildungsbüros haben vor Ort gute Kooperations- und Kooperationsstrukturen zu den Themen Kulturelle Bildung und MINT aufgebaut. Informationen zu Ihrer Region finden Sie hier.
  • Anregungen zur Weiterentwicklung der schulischen MINT-Angebote und Unterstützungsmaterialien für die fachliche Arbeit im Ganztag sind z.B. abrufbar unter:  www.mint.nrw.de und www.schulentwicklung.nrw.de.
  • Die Seite  www.berufsorientierung-nrw.de bietet generelle Hinweise zum Übergang von Schule in den Beruf.
  • Allgemeine Hinweise zu Vernetzungen vor Ort finden Sie hier unter: www.kommunale-koordinierung.com
  • Zu konkreten Fragen und Vernetzungsmöglichkeiten vor Ort gibt es in den Bezirksregierungen  Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner: www.berufsorientierung-nrw.de/zielgruppen/lehrerinnen-und-lehrer

 

Wo sind Fortbildungen zu den Förderprofilen zu finden?

Das Modul „Kulturelle Bildung“ im Rahmen des Fortbildungsprogramms „Kooperation mit Bildungspartnern“ greift wichtige Themenfelder Kultureller Bildung auf. Derzeit stehen in NRW 21 Moderatorinnen und Moderatoren mit diesem Themenschwerpunkt zur Verfügung. Sie beraten Schulen zum Beispiel zu den Themen „Merkmale eines Kulturellen Schulprofils“ oder „Möglichkeiten Kultureller Bildung im Ganztag“. Informationen erhalten Sie hier.

Das Land NRW stellt zudem unter www.suche.lehrerfortbildung.nrw.de eine Suchmaschine für Lehrerfortbildung bereit, in der sich Anbieter registrieren können. Hierbei kann gezielt nach Fortbildungen und weiteren Unterstützungsangeboten, beispielsweise im MINT-Bereich oder zur beruflichen Orientierung gesucht werden. Über berufskollegspezifische Fortbildungsangebote informieren die Bezirksregierungen.

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