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Perspektivwerkstatt Lernen – Wohnen – Arbeiten am 2. März 2017 im Kreis Warendorf

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Perspektivwerkstatt Lernen – Wohnen – Arbeiten am 2. März 2017 im Kreis Warendorf

„So leben wir im Kreis Warendorf – Heute und in Zukunft!“

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Wie kann ich gut lernen? Was ist Arbeit für mich, und was verspreche ich mir davon? Wie sieht ein gutes und gelungenes Leben für mich aus? Diese und weitere Fragen zum Thema „So leben wir im Kreis Warendorf – Heute und in Zukunft!“ diskutierten 31 Schülerinnen und Schüler aus Grundschule, Gesamtschule und Gymnasium im Kreis Warendorf mit Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Perspektivwerkstatt Lernen – Wohnen – Arbeiten. Diese fand am 2. März 2017 in der Landvolkshochschule in Warendorf-Freckenhorst statt. Ziel dieser Perspektivwerkstatt war es, jungen Menschen in der Region zuzuhören, ihre Sicht auf ihr Leben heute und ihre Erwartungen für Lernen, Wohnen und Arbeiten in der Zukunft zu erfahren.

„Für mich sind Lernen, Wohnen und Arbeiten zentrale Themen: Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort des Zusammenlebens, wo auf das Leben vorbereitet wird“, so Schulministerin Sylvia Löhrmann. Landrat Dr. Olaf Gericke bestätigte: „Für die Gestaltung und Entwicklung unserer Region ist es vor allem wichtig, den jungen Leuten zuzuhören. Sie bestimmen im Wesentlichen die Zukunft und sorgen dafür, dass unser Kreis auch langfristig ein lebenswerter Ort bleibt.“

Die Schülerinnen und Schüler sprachen in drei Gesprächsrunden mit der Ministerin und teilten offen ihre Gedanken, Erfahrungen und Ideen.

Ministerin Löhrmann im Gespräch mit Jugendlichen (© MSW NRW / Steffi Köhler)

Ministerin Löhrmann im Gespräch mit Jugendlichen (© MSW NRW / Steffi Köhler)

In der ersten Gesprächsrunde berichteten die Schülerinnen und Schüler der Franz-von-Assisi-Grundschule im Alter von sieben bis zehn Jahren begeistert darüber, wie gerne sie in Ostbevern wohnen, dass sie sich hier wohl fühlen und möglichst auch zukünftig dort ihren Lebensmittelpunkt haben wollen. Bezüglich ihrer Zukunftsperspektiven standen bei den Grundschulkindern vor allem das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie faire Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt. Auch die Frage, ob sie demnächst einen Arbeitsplatz finden würden, der es ihnen ermöglichen würde, in Ostbevern zu bleiben, beschäftigte sie. Mitzubestimmen und sagen zu dürfen „was man gut findet und was nicht“, so eine Schülerin, finden sie wichtig. Das lernen sie in der Schule, zum Beispiel in den vielfältigen AGs, bei der Schülerzeitung oder im Klassenrat.

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Warendorf tauschten sich in der zweiten Gesprächsrunde über ihre Vorstellungen von Zufriedenheit in einem zukünftigen Beruf und eine gute work-life-balance aus. Als Grundlage für die richtige Berufswahl wünschten sie sich noch mehr Möglichkeiten für Berufsfelderkundungen. Ebenso wichtig für ein ausgefülltes Berufsleben sei, dass man bereits in der Schule ein gutes Miteinander lerne und wie man mit Menschen umgehen sollte. Ansprechpersonen in der Schule zu Themen wie z.B. Mobbing würden dabei helfen. Als förderlich für gutes Lernen bewerteten die Schülerinnen und Schüler die Freiheit zu bekommen, nach dem eigenen Tempo zu lernen.

Unsere Meinung zählt! Im kulturellen Rahmenprogramm gestalteten die Kinder und Jugendlichen Plakate und Sprechblasen  (© MSW NRW / Steffi Köhler)

Unsere Meinung zählt! Im kulturellen Rahmenprogramm gestalteten die Kinder und Jugendlichen Plakate und Sprechblasen
(© MSW NRW / Steffi Köhler)

Besonders in kleineren Orten und Ortsteilen ist die ausgeprägte Vereinskultur und der starke Gemeinsinn ausgeprägt, was Vernetzung und Engagement ermöglicht und das Leben im Kreis Warendorf für die Jugendlichen des Gymnasiums Laurentianum lebenswert macht. Jedoch stellten sie auch klar heraus, dass sie sich manchmal durch mangelnde Mobilitätsmöglichkeiten eingeschränkt fühlen. Für ihr Lernen wünschen sie sich vor allem Flexibilität und Rücksichtnahme auf die individuellen Stärken und Lernfortschritte, z.B. durch vorübergehendes Lösen des Klassenverbands und die selbstständige Gestaltung der Lernzeiten. Ein großes Anliegen für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft war ihnen ein guter Umgang miteinander und mit Schwächeren.

Landrat Dr. Gericke hebt die frühen Bestrebungen hervor, die die Region weiterhin auf einen zukunftsfähigen Kurs halten sollen: „Über die Zukunft haben wir uns hier im Kreis Warendorf schon früh gekümmert und Bürgerinnen und Bürger des Kreises - Jung und Alt - dazu befragt. Auf der Basis haben wir das Kreisentwicklungsprogramm 2030 an den Start gebracht. Darin sind viele Ideen und konkrete Maßnahmen enthalten, die sich auch schon in der Umsetzung befinden.“

Ministerin Löhrmann nahm die Anregungen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen gerne auf und zog ein positives Fazit der Perspektivwerkstatt: „Unser Austausch hat gezeigt, dass sich die Kinder und Jugendlichen mehr Flexibilität im Umgang mit ihrer Lernzeit wünschen und wir die Einbeziehung von ihnen in politische Entscheidungen noch systematischer umsetzen müssen. Veränderungen brauchen Zeit, aber wir sind auf dem Weg.“

Alle Beteiligten der Perspektivwerkstatt (© MSW NRW / Steffi Köhler)

Alle Beteiligten der Perspektivwerkstatt (© MSW NRW / Steffi Köhler)

Hintergrund: Die Perspektivwerkstatt war eine gemeinsame Veranstaltung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Kreises Warendorf. Schulministerin Löhrmann wird den Dialog mit Kindern und Jugendlichen zu schulpolitisch relevanten Themen in anderen Regionalen Bildungsnetzwerken Nordrhein-Westfalens fortführen.

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