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Perspektivwerkstatt Umwelt und Gesundheit am 2. Februar 2017 im Kreis Herford

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Perspektivwerkstatt Umwelt und Gesundheit am 2. Februar 2017 im Kreis Herford

„So lernen und leben wir achtsam im Kreis Herford.“

Sport, Klimawandel, Familie, Solardächer, Mülltrennung, Schulgarten, Luft im Wald, Tiere, Mensaessen, Fahrradfahren zur Schule, Freunde, Stress in der Oberstufe, Kinder in Armut: Über Umwelt und Gesundheit und alles, was damit zusammenhängt, diskutierte Schulministerin Sylvia Löhrmann am 2. Februar 2017 mit rund 30 Schülerinnen und Schülern im Alter von sieben bis 19 Jahren auf Gut Bustedt im ostwestfälischen Herford-Hiddenhausen. Das ehemalige Rittergut ist seit 35 Jahren als Biologiezentrum ein naturnaher Ort außerschulischer Bildung und bot einen besonderen Rahmen für die Gespräche.

Bei der Perspektivwerkstatt Umwelt und Gesundheit, zu der das Bildungsbüro des Kreises Herford eingeladen hatte, standen die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt, tauschten sich untereinander und mit der Ministerin in offener und zugleich geschützter Atmosphäre über ihre Gedanken und Erfahrungen aus.

"Ich bin gesund, wenn ich mich wohl fühle" (© MSW NRW / Manfred Horn)

"Ich bin gesund, wenn ich mich wohl fühle" (© MSW NRW / Manfred Horn)

Für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Holsen-Ahle in Bünde trägt es zur eigenen Gesundheit bei, freundlich miteinander umzugehen. Dazu gehöre für sie auch, sich um ärmere Menschen zu kümmern. Schule könne dies durch gerechte Regeln, eine abwechslungsreiche Gestaltung des Schulalltags und viel Grün um das Schulgebäude herum, unterstützen. Auch der Umweltschutz liegt ihnen am Herzen: Auswirkungen von Abgasen, Plastikmüll und Bebauung auf die Gesundheit und die Natur sind ihnen sehr bewusst.

Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Enger betonten ebenso die Bedeutung einer wertschätzenden Schulkultur für das persönliche Wohlbefinden. Das Fach Soziales Lernen wirke sich selbst nach Jahren noch positiv auf ihr Miteinander aus. Generell fühlten sich die Jugendlichen durch ihre Lehrkräfte gut über die Themen Umwelt und Gesundheit informiert, sie wünschten sich aber, dass im Hauswirtschaftsunterricht nicht nur das Kochen unterrichtet werde, sondern noch mehr Wissen über gesunde Ernährung – umsetzen müsse man es allerdings auch zu Hause, da war man sich einig. Die Jugendlichen schlugen deshalb Workshops zur gesunden Ernährung für Eltern vor, um sie mit ins Boot zu holen.

Die Jugendlichen der Oberstufen der Olof-Palme-Gesamtschule Hiddenhausen und des Königin-Mathilde-Gymnasiums Herford begeisterten sich für ihre Idee, außerschulische Angebote und (Umwelt-)Initiativen in der Schule bekannter zu machen, sich mehr miteinander zu vernetzen und beispielsweise zu Aktionen wie Müllsammeln über soziale Netzwerke aufzurufen.

Rückblickend auf ihre eigene Schulzeit betonten sie, dass Umwelt und Gesundheit bereits möglichst früh und entsprechend altersgerecht in der Schule angesprochen werden sollte. Wer früh merke, dass das eigene Verhalten einen Unterschied für sich und für andere macht, geht respektvoller mit der eigenen Gesundheit und Umwelt um. Auch die Sensibilisierung für diese Themen und vor allem die Vermittlung von (welt-)politischen Zusammenhängen und Hintergründen fänden die Jugendlichen sehr sinnvoll. Die Schule kann und soll zu einem gesunden Leben beitragen, doch ist jeder auch selbst dafür verantwortlich, wie er oder sie sich verhält – hier waren sich alle einig. „Die kleinen Dinge sind es, die etwas bringen“, fasste ein Schüler zusammen.

Aufmerksamer Austausch zwischen den Jugendlichen und Schulministerin Löhrmann (© MSW NRW / Manfred Horn)

Aufmerksamer Austausch zwischen den Jugendlichen und Schulministerin Löhrmann (© MSW NRW / Manfred Horn)

„Alle Facetten von Umwelt und Gesundheit wurden angesprochen, und zwar immer ausgehend von der Frage, was das eigentlich mit einem persönlich zu tun hat und wo die Kinder und Jugendlichen sich selbst noch mehr einbringen könnten ", zeigte sich Ministerin Löhrmann beeindruckt am Ende der Veranstaltung und hob gleich einen Aspekt heraus: Schülerinnen und Schüler verstärkt als Verbraucherinnen und Verbraucher zu sehen und ihnen dort mehr Wissen an die Hand zu geben. Das Fach Verbraucherbildung und Initiativen des Ministeriums seien ein Weg. Zugleich ermutigte die Ministerin die Schulen, eigene Schritte zu machen: „Wir müssen mit der Welt so umgehen, dass die Kinder und Jugendlichen in der Zukunft hier auch gut leben können."

Auch Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford, bewertete die Gesprächsrunden positiv. "Ich fühle mich durch die Schülerinnen und Schüler darin bestätigt, dass wir hier im Kreis die richtigen Themen anpacken, beispielsweise, dass wir achtsam mit der Landschaft umgehen und den Flächenverbrauch einschränken müssen." Die Anregungen der Schülerinnen und Schüler nehme er mit in die Verwaltung und politischen Gremien, darunter auch die Kritik, dass Bus und Bahn nicht immer auf Schulzeiten abgestimmt seien. "Engagiert euch. Denn es geht darum, eure Lebenswelt und Umgebung zu gestalten", lautete sein Appell Landrat an die Kinder und Jugendlichen in der Abschlussrunde.

Alle Beteiligten der Perspektivwerkstatt (© MSW NRW / Manfred Horn)

Alle Beteiligten der Perspektivwerkstatt (© MSW NRW / Manfred Horn)

Hintergrund: Die Perspektivwerkstatt „Umwelt und Gesundheit “ war eine gemeinsame Veranstaltung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und des Kreises Herford. Schulministerin Löhrmann wird den Dialog mit Kindern und Jugendlichen zu schulpolitisch relevanten Themen in anderen Regionalen Bildungsnetzwerken Nordrhein-Westfalens fortführen.

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