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Perspektivwerkstatt Neue Medien am 22. September 2016 in Oberhausen

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Perspektivwerkstatt Neue Medien am 22. September 2016 in Oberhausen

„So lernen und leben wir in einer vernetzten Welt – wir in Oberhausen 2.0"

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© MSW NRW/Stadt Oberhausen

Wie können neue Medien das Lernen verbessern? Welche Vor-, aber auch Nachteile sind mit dem Einsatz neuer Medien zuhause und in der Schule verbunden? Welche Herausforderungen sind zu lösen, damit wir uns den digitalen Wandel für mehr Chancengerechtigkeit zunutze machen können?

Zu diesen Fragen haben sich am 22. September 2016 in Oberhausen 30 Kinder und Jugendliche mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann bei der Perspektivwerkstatt „Neue Medien“ in offener und zugleich geschützter Atmosphäre ausgetauscht.

Das Motto der Veranstaltung lautete „So lernen und leben wir in einer vernetzten Welt – wir in Oberhausen 2.0“. Die Kinder und Jugendlichen zwischen neun und 18 Jahren sprachen in drei Gesprächsrunden mit Ministerin Löhrmann über ihre Erfahrungen und Eindrücke mit dem Gebrauch von digitalen Medien in der Schule und im Zusammenleben.

Insgesamt 30 Kinder und Jugendliche sprachen mit Ministerin Sylvia Löhrmann. (© MSW NRW / Ulla Emig)

Insgesamt 30 Kinder und Jugendliche sprachen mit Ministerin Sylvia Löhrmann. (© MSW NRW/Ulla Emig)

„Für mich ist das Thema Neue Medien wichtig, weil mich interessiert, wie die Schülerinnen und Schüler den Einsatz digitaler Medien einschätzen und was sie sich dafür wünschen. Wir können die Möglichkeiten der digitalen Welt gezielt nutzen, damit die Schülerinnen und Schüler noch besser lernen können. Darüber hinaus hoffe ich, dass wir mit dem digitalen Wandel noch mehr Teilhabe und Chancengerechtigkeit erreichen können“, so Sylvia Löhrmann.

In der ersten Runde berichteten die Grundschulkinder der Schule am Froschenteich über die Vorteile der Neuen Medien für sie, z. B. dass sie Wörter nachschlagen oder im Sachunterricht Inhalte recherchieren können sowie dass Lernprogramme und Sprachlern-Apps die Lernfreude steigern können. Auch konkrete Wünsche wie mehr  WLAN an allen Schulen und der Einsatz von digitalen Medien in Kernfächern wie Mathematik und Deutsch wurden geäußert. Schließlich, so die Meinung der Schülerinnen und Schüler, seien elektronische Tafeln auch besser für die Lehrkräfte.

Auch für die Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums stand in der zweiten Gesprächsrunde die Vielfalt beim Lernen mit den digitalen Medien im Mittelpunkt. Die Jugendlichen der Sekundarstufe I sahen den Vorteil des Einsatzes neuer Medien darin, dass verschiedene Quellen und nicht nur ein Lehrbuch zur Verfügung stünden. Anstelle von teuren Fachbüchern plädierten sie für den Gebrauch von Apps und digitalen Schulbüchern. Diese seien leichter zu aktualisieren, ermöglichten individuelleres Lernen und eine interaktive Auseinandersetzung mit dem Lernstoff in allen Fächern. Mit Programmen wie Skype ließen sich Fremdsprachen sicher auch im unterrichtlichen Austausch mit den Partnerschulen im Ausland lernen.

Auf die Frage, ob Lernen in der Zukunft nur noch online von Zuhause aus stattfinde, war die Meinung einhellig: Schule ist ein sozialer Lernort, den die Jugendlichen nicht missen möchten.

Zwischendurch: Kinder und Jugendliche erstellen eigene Videobotschaften (© MSW NRW / Ulla Emig)

Zwischendurch: Kinder und Jugendliche erstellen eigene Videobotschaften (© MSW NRW/Ulla Emig)

Die Jugendlichen der dritten Runde brachten ihre Erfahrungen aus drei Schulen mit: dem Elsa-Brändström-Gymnasium, der Gesamtschule Osterfeld und dem Heinrich-Heine-Gymnasium.

Neben den vielfältigen Möglichkeiten des Internets sahen sie auch kritische Aspekte. Ungeregelter Input mache nicht unbedingt klüger, sondern führe auch zur Überforderung. Gerade beim Lernen für Klausuren greife diese Gruppe gerne auf den komprimierten und überschaubaren Lernstoff des Schulbuches zurück. Besprochen wurde auch, dass Beleidigungen in der Anonymität des Internets und schlechte Vorbilder bei Youtube dazu führten, dass die Sprache und der Umgang miteinander rauer würden. Daher war den Jugendlichen da Thema "Aufklärung über Cybermobbing" ein großes Anliegen. Der Dauer-Gebrauch der digitalen Medien wurde kritisch gesehen, die Jugendlichen sahen sich aber als Erwachsene, die sich bewusst für on- bzw. offline entscheiden könnten. Ihr Plädoyer: Schon bei den ganz Kleinen anfangen, den souveränen Umgang mit Smartphone und Co. von und mit anderen Kindern und Jugendlichen zu lernen. Dieses Konzept der Medienscouts wurde in allen Gesprächsrunden geschätzt.

Intensiver Austausch zwischen den Jugendlichen und Schulministerin Löhrmann (© MSW NRW / Ulla Emig)

Intensiver Austausch zwischen den Jugendlichen und Schulministerin Löhrmann (© MSW NRW/Ulla Emig)

Hintergrund:
Die Perspektivwerkstatt „Neue Medien“ war eine gemeinsame Veranstaltung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie des Bildungsbüros und des Medienzentrums der Stadt Oberhausen. Die Schulministerin wird den Dialog mit Kindern und Jugendlichen fortsetzen und Gespräche zu relevanten gesellschaftlichen Themen in anderen Regionalen Bildungsnetzwerken Nordrhein-Westfalens führen.

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