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Ferien, zusätzliche Ferienangebote, bewegliche Ferientage

Wiederaufnahme des Unterrichts

Präsenzunterricht in den Grundschulen

Seit dem 15. Juni 2020 wird in den Grundschulen und den Primarstufen der Förder- und Primusschulen ohne eine Teilung der Lerngruppen wieder im Klassenverband unterrichtet. Diese Schulen kehren damit wieder zu einem regulären Schulbetrieb zurück. Wo ein Regelbetrieb aus personalwirtschaftlichen Gründen nicht gewährleistet werden kann, sollen alle Schülerinnen und Schüler an der Ausweitung des Unterrichts gleichmäßig teilhaben. Möglich ist die Rückkehr zum Regelbetrieb durch eine Neuregelung der infektionsschutzrechtlichen Rahmenbedingungen.

Im Mittelpunkt steht hierbei ein schon in anderen Ländern verfolgtes Konzept. Es ersetzt für die Schulen der Primarstufe die individuelle Abstandswahrung (1,50 m) durch ein Konzept, wonach konstante (Lern-)Gruppen gebildet und durch deren Trennung Durchmischungen vermieden werden. Dies ist in der Primarstufe wegen des vorherrschenden Unterrichts im Klassenverband und wegen des Klassenlehrerprinzips, das zusätzliche Fluktuation vermeiden hilft, mit pädagogischen und schulorganisatorischen Rahmenbedingungen gut vereinbar.

Unter Beachtung des Hygienekonzepts der Schule und der vorhandenen Kapazitäten wurde auch der OGS-Betrieb sowie der Betrieb der sonstigen Betreuungsangebote wiederaufgenommen. Schulleitung und OGS-Leitungen treffen gemeinsam Regelungen über die Teilnahme.

Überall dort, wo den Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen wieder ein tägliches Unterrichtsangebot gemacht werden kann, endete die Notbetreuung mit Ablauf des 12. Juni 2020. Kann eine weiterführende Schule für die Jahrgangsstufen 5 und 6 ein volles Unterrichtsangebot nicht gewährleisten, wird die Notbetreuung in diesen Schulen für nicht beschulte Kinder fortgesetzt.

Präsenzunterricht an den allgemeinbildenden weiterführenden Schulen

Seit dem 11. Mai 2020 kommen an den Schulformen der Sekundarstufe I (Hauptschule, Realschule, Sekundarschule) neben der Jahrgangsstufe 10 ein bis zwei weitere Jahrgänge rollierend in die Schule. Entsprechendes gilt für die Studierenden der Abendrealschulen.

Ebenfalls seit dem 11. Mai 2020 kommen an den Schulformen mit gymnasialer Oberstufe (Gymnasium und Gesamtschule) die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase 1 in die Schule. Sollten räumliche und personelle Kapazitäten zur Verfügung stehen, ist die Beschulung weiterer Lerngruppen bzw. Jahrgangsstufen möglich. In den Weiterbildungskollegs kommen die Studierenden des fünften Semesters hinzu, die im Herbst ihre Abiturprüfungen ablegen, ggfs. auch die des vierten Semesters.

Seit dem 26. Mai 2020, dem Tag nach dem Haupttermin der Abiturprüfungen, kommen an den Schulformen mit gymnasialer Oberstufe Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangstufen im Rahmen der vorhandenen personellen und räumlichen Kapazitäten im annähernd gleichen Umfang bis zum Ende des Schuljahres dazu.

Unterricht an Förderschulen

Die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts erfolgt seit dem 23. April 2020 an Förderschulen, vor allem für die Schülerinnen und Schülern, die in diesem Schuljahr einen zielgleichen Schulabschluss anstreben.

Seit dem 11. Mai 2020 gilt für die übrigen Jahrgänge an Förderschulen mit anderen Förderschwerpunkten als Geistige Entwicklung (GE) und Körperliche und motorische Entwicklung (KME) grundsätzlich dasselbe Vorgehen wie an den weiterführenden allgemeinbildenden Schulen. Das bedeutet: Bildung konstanter Lerngruppen in allen Jahrgangsstufen mit dem Ziel, diese bis zum Ende des Schuljahres in möglichst gleichem Umfang in Präsenzform in einem rollierenden System zu unterrichten. Der Unterricht für zielgleich lernende Schülerinnen und Schüler im Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung, die jetzt vor Prüfungen stehen, fand weiterhin statt.

Seit dem 25. Mai 2020 wurde an allen Förderschulen der Unterricht wiederaufgenommen.

Weitere aktuelle Informationen nach Themenbereichen:

Notbetreuung

Berufliche Bildung und Übergänge Schule/Beruf

Prüfungen, Abschlüsse und Versetzungen

Vorbereitungsdienst, Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer

Psychosoziale und mögliche krisenhaften Aspekte

Lehrkräfte – Arbeitsschutz und Dienstpflicht

Offener Brief von Ministerin Yvonne Gebauer an alle Eltern schulpflichtiger Kinder in NRW (23. April). (Der Brief steht in 14 Fremdsprachen zur Verfügung.)

Unterrichtsteilnahme von Schülerinnen und Schülern

Sofern Schülerinnen und Schüler in Bezug auf das Corona-Virus (COVID-19) relevante Vorerkrankungen (siehe hierzu III.) haben, entscheiden die Eltern – gegebenenfalls nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich mit, dass aufgrund einer Vorerkrankung eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch bei ihrem Kind grundsätzlich möglich ist. Die Art der Vorerkrankung braucht aus Gründen des Datenschutzes nicht angegeben zu werden. Bei volljährigen Schülerinnen und Schülern gelten die vorstehenden Ausführungen entsprechend.

In der Folge entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht. Diesen Schülerinnen und Schülern sollen Lernangebote für zu Hause gemacht werden (Lernen auf Distanz).

Eine Teilnahme an Prüfungen ist für diese Schülerinnen und Schülern durch besondere Maßnahmen zu ermöglichen. So muss das Schulgebäude zu einer bestimmten Zeit einzeln oder durch einen gesonderten Eingang betreten werden können und erforderlichenfalls die Prüfung in einem eigenen Raum durchgeführt werden. Können diese Schutzmaßnahmen nicht sichergestellt werden, soll ein Nachholtermin unter dann geeigneten Bedingungen angeboten werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regeln für das krankheitsbedingte Versäumen von Prüfungen.

Wie werden vorerkrankte Schülerinnen und Schüler und Angehörige mit Vorerkrankungen in häuslicher Gemeinschaft nach Wiederaufnahme des Schulbetriebs vor Corona geschützt?

Grundsätzlich sind Schülerinnen und Schüler nach Wiederaufnahme des Schul- und Unterrichtsbetriebes verpflichtet, am Präsenzunterricht teilzunehmen. Es gelten die allgemeinen Bestimmungen zur Schulpflicht und damit zur Teilnahmepflicht. Dies gilt auch für den Fall eines eingeschränkten Unterrichts (z.B. bei einem sog. rollierenden System).

Sofern Schülerinnen und Schüler eine Corona-relevante Vorerkrankung haben oder mit Angehörigen mit entsprechenden Vorerkrankungen in häuslicher Gemeinschaft leben, entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020 unter den folgenden Voraussetzungen:

  • Für Schülerinnen und Schüler mit relevanten Vorerkrankungen finden die Bestimmungen über Erkrankungen (§ 43 Absatz 2 SchulG) Anwendung. Die Eltern entscheiden, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte - die Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt wird angeraten. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich mit, dass aufgrund einer Vorerkrankung eine gesundheitliche Gefährdung durch die Teilnahme am Präsenzunterricht bei ihrem Kind möglich ist. Bei begründeten Zweifeln kann die Schule von den Eltern ein ärztliches Attest verlangen und in besonderen Fällen ein schulärztliches oder amtsärztliches Gutachten einholen.
  • Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern, Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine Corona-relevante Vorerkrankung besteht, entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht, wenn ein ärztliches Attest des betreffenden Angehörigen vorgelegt wird, aus dem sich die Corona-relevante Vorerkrankung ergibt. Ist der Schulleiterin oder dem Schulleiter diese Vorerkrankung bereits bekannt, so kann von der Vorlage des Attestes abgesehen werden; in diesem Fall ist die Kenntnis der Vorerkrankung zu dokumentieren.

Für die Schülerinnen und Schüler entfällt lediglich die Verpflichtung zur Teilnahme am Präsenzunterricht. Sie sind weiterhin dazu verpflichtet, daran mitzuarbeiten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann (§ 42 Absatz 3 Satz 1 SchulG). Hierzu gehört auch die Wahrnehmung von Lernangeboten und Bearbeitung von Aufgaben (insbesondere im Rahmen des Lernens auf Distanz). Die Verpflichtung zur Teilnahme an Prüfungen bleibt bestehen. Eine Wiederaufnahme der Teilnahme am Präsenzunterricht ist jederzeit nach schriftlicher Erklärung seitens der Eltern – oder bei Volljährigkeit durch die Schülerin oder den Schüler selbst – möglich.

Prüfungstermine

Rahmentermine Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs (Sommersemester 2020), Waldorf-Schulen und für die Externenprüfung

Erste Konferenz des Zentralen Abiturausschusses

Donnerstag, 7. Mai 2020*)

Letzter Unterrichtstag für die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase 2

Freitag, 8. Mai 2020*)

Schriftliche Abiturprüfungen

ab Dienstag, 12. Mai 2020

bis Montag, 25. Mai 2020

Nachschreibetermine

ab Dienstag, 26. Mai 2020

bis Dienstag, 9. Juni 2020

Übergabe der Prüfungsarbeiten zur externen Zweitkorrektur

entfällt

Rückgabe der Prüfungsarbeiten der externen Zweitkorrektur bzw. Weitergabe zur Drittkorrektur

entfällt

Rückgabe der drittkorrigierten Prüfungsarbeiten

entfällt

Mündliche Prüfungen im 4. Abiturfach

ab Dienstag, 26. Mai 2020**)

Letzter Tag der mündlichen Prüfungen im 1. bis 3. Abiturfach

Freitag, 26. Juni 2020

Letzter Tag der Zeugnisausgabe

Samstag, 27. Juni 2020*)

Voraussetzung für die Umsetzung dieser Terminpläne ist die rechtzeitige Wiederaufnahme eines geregelten Unterrichts- und Schulbetriebs.

*) Für Waldorf-Schulen werden abweichende Regelungen durch Verfügung der oberen Schulaufsicht getroffen.

**) Da ggf. zeitgleich Nachschreibetermine für die schriftlichen Prüfungen im 1. - 3. Fach zentral angesetzt sind, ist dies bei der Terminplanung für die Prüfungen im 4. Fach zu berücksichtigen. Nachschreibetermine mit zentral gestellten Prüfungsaufgaben haben in jedem Fall Vorrang vor der Terminsetzung der Schulen für Prüfungen im 4. Fach.

Die Termine für die einzelnen Fächer der schriftlichen Abiturprüfungen finden Sie hier.
Die Nachschreibetermine finden Sie hier.

Rahmentermine an Beruflichen Gymnasien

Erste Konferenz des allgemeinen Abiturprüfungsausschusses

 Donnerstag, 7. Mai 2020

Letzter Unterrichtstag für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13

Freitag, 8. Mai 2020

Zentrale Abiturprüfung im Profil bildenden Leistungskursfach (2. Leistungskursfach) [ohne Leistungskursfach Englisch]

Dienstag, 12. Mai 2020

Zentrale Abiturprüfung im Profil bildenden und im weiteren Leistungskursfach Englisch (1. und 2. Leistungskursfach)

Freitag, 15. Mai 2020

Zentrale Abiturprüfung im weiteren Leistungskursfach 
(1. Leistungskursfach) [ohne Leistungskursfach Englisch]

Dienstag, 19. Mai 2020

Zentrale Abiturprüfung 3. Prüfungsfach (Grundkursfach)

Dienstag, 26. Mai 2020

Mündliche Prüfungen im 4. Abiturfach**

ab Donnerstag, 28. Mai 2020

Nachschreibetermin im Profil bildenden Leistungskursfach (2. Leistungskursfach) [ohne Leistungskursfach Englisch]***

Freitag, 5. Juni 2020

Nachschreibetermin im Profil bildenden und im weiteren Leistungskursfach Englisch (1. und 2. Leistungskursfach)***

Dienstag, 9. Juni 2020

Nachschreibetermin im weiteren Leistungskursfach 
(1. Leistungskursfach) [ohne Leistungskursfach Englisch]***

Freitag, 12. Juni 2020

Nachschreibtermin 3. Prüfungsfach (Grundkursfach)***

Dienstag, 16. Juni 2020

Letzter Tag der mündlichen Prüfungen im 1. bis 3. Abiturfach

Freitag, 26. Juni 2020

Letzter Tag der Zeugnisausgabe

Samstag, 27. Juni 2020

Voraussetzung für die Umsetzung dieser Terminpläne ist die rechtzeitige Wiederaufnahme eines geregelten Unterrichts- und Schulbetriebs.

*) Für den Unterricht können, abweichend von den in den Stundentafeln vorgegebenen Wochenstunden für die jeweiligen Fächer, Schwerpunkte durch erhöhte Wochenstunden in ausgewählten Fächern - beispielsweise in den schriftlichen Abiturfächern - gebildet werden. Die in der jeweiligen Stundentafel vorgegebene Gesamtstundenzahl soll dabei jedoch nicht überschritten werden.

**) Nachschreibetermine mit zentral gestellten Prüfungsaufgaben haben in jedem Fall Vorrang vor der Terminsetzung der Schulen für Prüfungen im 4. Abiturfach.

***) Ein eventuell notwendig werdender zweiter Nachschreibetermin wird dezentral durchgeführt. Für diesen Fall stimmen die Berufskollegs umgehend das weitere Verfahren mit der oberen Schulaufsichtsbehörde ab. Es ist ein weiterer Prüfungsvorschlag einzureichen.

Prüfungen, Abschlüsse und Versetzungen

Wie werden die Lernangebote aus der Zeit des Ruhens des Unterrichts bewertet?

In dieser FAQ-Liste und auch im Rahmen der 9. Schulmail hat das Schulministerium NRW hervorgehoben, dass die während des Ruhens des Unterrichts bearbeiteten Aufgaben in der Regel keiner Leistungskontrolle oder -bewertung unterliegen.

Knüpft der Unterricht nach Wiederbeginn an die bearbeiteten Aufgaben an, so können Leistungen, die dann, auch infolge des häuslichen Arbeitens, aus dem Unterricht erwachsen, bewertet werden.

Für die Phase der Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs wurde inzwischen geregelt, dass gute Leistungen, die während des Lernens auf Distanz erbracht worden sind und noch erbracht werden, auch zur Kenntnis genommen werden und in die Abschlussnote im Rahmen der Sonstigen Leistungen im Unterricht (also in die „Somi-Noten“) miteinfließen können.

Nicht erbrachte oder nicht hinreichende Leistungen hingegen werden selbstverständlich nicht in die Zeugnisnote einbezogen.

Wir berücksichtigen hierbei den Umstand, dass es in dieser Zeit individuelle Situationen geben kann, die dazu führen, dass Aufgaben nicht so erledigt werden können wie es im Präsenzunterricht ggf. möglich gewesen wäre.

In diesen Fällen werden Lehrkräfte vor allem gezielt beraten und unterstützend aktiv werden, auch hinsichtlich geeigneter Strategien, um Lernziele dennoch zu erreichen.

Finden die schulischen Abschlussprüfungen in Nordrhein-Westfalen statt?

Nordrhein-Westfalen hat sich dafür ausgesprochen, dass die schulischen Abschlussprüfungen im Abitur nach Möglichkeit stattfinden sollen, sofern die weiteren Entwicklungen es zulassen. Dazu hat die Landesregierung einen neuen Zeitplan erarbeitet. Die Abiturprüfungen für rund 88.000 angehende Abiturientinnen und Abiturienten an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen sowie an den Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs beginnen demnach am Dienstag, 12. Mai 2020. Letzter Prüfungstermin in diesem Haupttermin ist Montag, der 25. Mai. Die zentralen Nachschreibetermine für die Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden Schulen schließen sich dann unmittelbar ab dem 26. Mai 2020 an und dauern bis zum 9. Juni 2020. Die neuen Prüfungstermine wurden mit der Schulmail vom 3. April 2020 mitgeteilt. Durch einen stark verkürzten Korrekturzeitraum können die Abiturzeugnisse dann, wie vorgesehen, spätestens bis zum 27. Juni ausgegeben werden. Der Rahmenzeitplan für die Abiturprüfung 2020 wurde so konzipiert, dass er unter Beachtung von Ferien- und Feiertagsregelungen funktioniert. Allerdings muss auch der Brückentag nach Christi Himmelfahrt für die Prüfungen genutzt werden.

Aufgrund der durch das Ruhen des Unterrichts bedingten unterschiedlich weit gediehenen Vorbereitungen der Schülerinnen und Schüler der Klasse 10, die den Hauptschulabschluss oder den mittleren Schulabschluss anstreben, wird in diesem Jahr die in der nach dem Abschlussverfahren vorgesehenen Prüfung (ZP 10) mit landeseinheitlich gestellten Aufgaben durch dezentrale Prüfungsarbeiten ersetzt. Diese schriftliche Prüfungsarbeit werden  durch die Lehrkräfte der Schule erstellt  und orientieren sich einerseits an den inhaltlichen Vorgaben für die ZP 10, nehmen aber andererseits auch stärker auf den tatsächlich erteilten Unterricht Bezug als das bei zentral gestellten Aufgaben möglich ist. Diese Prüfungsarbeiten können dann auch zu einem späteren Zeitpunkt als dem für die ZP 10 vorgesehenen ersten Prüfungstag, 12. Mai 2020, geschrieben werden.

Die entsprechenden rechtlichen Grundlagen hierfür finden sich in dem Bildungssicherungsgesetz und der Verordnung zur befristeten Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 SchulG.

Für die Landesregierung ist entscheidend, dass alle schulischen Prüfungen, die in den kommenden Wochen anstehen, selbstverständlich unter strenger Berücksichtigung der Vorgaben des Infektionsschutzes stattfinden. Für die Prüfungen werden daher besondere Vorkehrungen getroffen, um die Gesundheit der Prüflinge und der betreuenden Lehrkräfte zu schützen.

Informationen zum neuen Abitur-Zeitplan in Fremdsprachen:

Warum müssen die Abiturprüfungen stattfinden, damit die Abiturzeugnisse von den Bundesländern gegenseitig anerkannt werden?

Zwar ist die gegenseitige Anerkennung von Abiturzeugnissen vom Grundsatz her bereits in dem aus dem Jahr 1964 stammenden „Hamburger Abkommen“ zwischen den Ländern der Bundesrepublik in § 17 geregelt; dort heißt es: „Die in den Ländern ausgestellten Reifezeugnisse und sonstigen Abschlußzeugnisse von Schulen, die Gegenstand dieses Abkommens sind, werden anerkannt.“ Allerdings folgt dann noch ein zweiter Satz, der da lautet: „Die Erteilung der Zeugnisse erfolgt nach Richtlinien der Kultusministerkonferenz.“ Und die KMK hat in ihrer Oberstufenvereinbarung vom 7. Juli 1972 in der Fassung vom 15. Februar 2018 unter anderem festgelegt, dass das Abitur durch Prüfungen erworben wird. Genau daran festzuhalten haben die Kultusministerinnen und Kultusminister sowie die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder wiederholt bekräftigt.

Gibt es Sonderregelungen im Abiturverfahren 2020?

Auch wenn der Beginn der Abiturprüfungen verschoben wurde, wird das Prüfungsverfahren regulär durchgeführt. Die ohnehin vorgesehene Abschaffung der so genannten „Abweichungsprüfungen“, (d.h. verpflichtende mündliche Prüfungen im ersten bis dritten Abiturfach bei einer Abweichung der Prüfungsnote von der Vornote von vier oder mehr Punkten,) wird vorgezogen und gilt bereits für das diesjährige Abiturprüfungsverfahren. Schülerinnen und Schüler haben weiterhin die Möglichkeit, über freiwillige mündliche Prüfungen ihre Chance auf Notenverbesserungen zu wahren.

Gibt es Ausnahmeregelungen für Prüflinge im Abitur, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen ihre Klausuren schreiben müssen?

Schülerinnen und Schüler, die im Haupttermin an drei aufeinanderfolgenden Tagen Klausuren schreiben müssen, können in Abstimmung mit der Schulleitung eine dieser Klausuren im Nachschreibetermin schreiben.

Die betreffenden Schülerinnen und Schüler werden von der Schulleitung beraten. Die Beratung und deren Ergebnis müssen schriftlich dokumentiert und von den Schülerinnen und Schülern bzw. den Erziehungsberechtigten gegengezeichnet werden.

Was ist mit den Schülerinnen und Schülern, die wegen des Ruhens des Unterrichts oder Erkrankung ihre sogenannten "Vorabiturklausuren" bisher nicht geschrieben haben?

Die Verschiebung der Abiturprüfungstermine um drei Wochen ermöglicht es, dass an den Schulen, wo noch nicht alle Schülerinnen und Schüler ihre "Vorabiturklausuren" schreiben konnten, diese in der Zeit zwischen den Osterferien und dem Prüfungsbeginn nachgeholt werden können. Das gleiche gilt für Schülerinnen und Schüler, die die "Vorabiturklausuren" aufgrund von Erkrankung nicht schreiben konnten. Für angehende Abiturientinnen und Abiturienten aus dem Kreis Heinsberg, deren Schulen ja bereits länger geschlossen waren, werden zudem unter Nutzung auch der zentralen Nachschreibetermine für die Abiturprüfungen individuelle Lösungen angestrebt.

Welche Regelungen gibt es für den Abiturbereich Sport aufgrund des Ruhens des Trainingsbetriebs und der Schließung von Sporthallen und anderen Trainingsmöglichkeiten? Wie werden in diesem Zusammenhang die noch ausstehenden praktischen Prüfungen im Abiturfach Sport organisiert?

Mit Erlass vom 28.04.2020 (Sportpraktische Abiturprüfungen im Abitur 2020 - 521-6.03.15.06-55618) wurden folgende Regelungen getroffen: Wesentlicher Bestandteil der Abiturprüfung im Fach Sport sind die sportpraktischen Prüfungen. Daher soll den Schülerinnen und Schülern die Ablegung der notwendigen Prüfungen unter Beachtung der Infektionsschutzregelungen weitgehend ermöglicht werden. Sportstätten sind im Rahmen der Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen für das Sportabitur unter Beachtung der Infektionsschutzregelungen nutzbar. Im Einzelnen sind in Absprache mit den Schulträgern und Betreibern der Sportanlagen die aktuellen Nutzungsvorschriften und Hygienestandards (s. Schulmail vom 18.4.2020, Punkt IV - Corona-Schulmail Nr. 15) zu beachten.

Darüber hinaus gilt Folgendes:

Bereits in sportpraktischen Prüfungen erbrachte Leistungsnoten haben Bestand. Die Schule kann - nach vorheriger Anzeige bei der Fachaufsicht Sport (Dezernat 43 der Bezirksregierungen) - die Termine der bereits ausgefallenen, der noch ausfallenden bzw. der auf Grund aktuell fehlender Trainingsmöglichkeiten zu verschiebenden sportpraktischen Abiturprüfungen unter Berücksichtigung der internen schulorganisatorischen Aspekte selbst neu festlegen.

Die bekannte, verbindliche Reihenfolge der Prüfungsteile (im Leistungskurs zuerst die Überprüfung der Ausdauerleistung) muss dabei in diesem Jahr nicht berücksichtigt werden. Die Terminänderungen werden in den Abiturunterlagen entsprechend dokumentiert und alle Prüflinge informiert. Die Ausdauerleistung im Leistungskurs kann nach Beratung durch die Schule auf Wunsch des Prüflings auch in einer anderen als der ursprünglich gewählten Sportart erbracht werden. Bei der Planung sportpraktischer Prüfungen sind die Vorgaben zur Einhaltung des Infektionsschutzes zu beachten und daher geeignete Prüfungsszenarien vorzusehen. Sportpraktische Prüfungen, die nach Maßgabe des Zentralen Abiturausschusses aus o.g. Gründen nicht erfolgen können, werden durch mündliche Ersatzprüfungen zu den gewählten Bewegungsfeldern (im Leistungskurs auch zum Thema Ausdauer) ersetzt. Je sportpraktischer Prüfung wird eine mündliche Ersatzprüfung im Umfang von 10 Minuten angesetzt. Es sind die für mündliche Abiturprüfungen vorgesehenen Regularien einzuhalten (vgl. §§ 37 und 38 APO-GOSt). Sind zwei oder (im Leistungskurs) drei Ersatzprüfungen notwendig, finden diese Prüfungen gemeinsam zu einem Termin statt. Die Prüfungsteile sind getrennt zu bewerten. Die Vorbereitungszeit je Prüfungselement beträgt 10 Minuten. Der Fachprüfungsausschuss legt aus den Noten für die sportpraktischen Prüfungen und den mündlichen Ersatzprüfungen bei gleicher Gewichtung eine Gesamtnote für den Prüfungsbereich fest. Nicht ganzzahlige Ergebnisse werden mathematisch gerundet.

Wie werden die so genannten „Vorabiturklausuren“ zurückgegeben und wie erfolgen die Leistungsmitteilungen und die Zulassungsentscheidung?

Bereits geschriebene Klausuren werden korrigiert und bewertet nach den Osterferien zurückgegeben und besprochen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten ihre Leistungsmitteilungen sowie die Mitteilung über die Zulassung zur Abiturprüfung am 8. Mai 2020. Ungeachtet dessen gilt § 13 Absatz 3 APO-GOSt, wonach die jeweilige Fachlehrkraft den Schülerinnen und Schülern die Kursabschlussnote vor der ersten Sitzung des Zentralen Abiturausschusses bekannt gibt. 

Was passiert mit den verpflichtenden Informations- und Beratungsveranstaltungen in der gymnasialen Oberstufe?

Ausgefallene Informationsveranstaltungen sind entweder nachzuholen oder aber die Informationen werden in schriftlicher oder digitaler Form den Schülerinnen und Schülern und ggf. deren Erziehungsberechtigten zugänglich gemacht. Die Schülerinnen und Schüler oder deren Erziehungsberechtigten unterschreiben anschließend ggf. bei Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs, dass sie diese Information zur Kenntnis genommen haben. Die Klärung von Verständnisfragen oder individuelle Beratungen können bei entsprechender Dokumentation auch über E-Mail o.ä. erfolgen.

Haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 nach den Osterferien noch Unterricht?

Seit Donnerstag, 23. April 2020, haben die Abiturientinnen und Abiturienten in den allgemeinbildenden Schulen Gelegenheit, sich gezielt auf die Abiturprüfungen vorzubereiten. Dabei geht es jedoch nicht um die Wiederaufnahme des Unterrichts nach Stundenplan. Vielmehr erhlten sie in ihren jeweiligen Prüfungsfächern noch einmal gezielte Lernangebote. Die Wahrnehmung dieser Angebote ist freiwillig. Schülerinnen und Schüler, die sich zuhause auf ihre Prüfungen vorbereiten wollen, können das tun, müssen sich aber bei ihrer Schule abmelden.

Welche neuen Regelungen gelten für das Ende der Erprobungsstufe?

Zwar können alle Schülerinnen am Ende der Erprobungsstufe in die Klasse 7 übergehen, die Erprobungsstufenkonferenz berät aber über den Leistungsstand jeder Schülerin und jedes Schülers. Sie kann den Eltern einen Schulwechsel empfehlen. Diese entscheiden, ob sie dem Rat der Schule folgen. Rechtliche Grundlage hierfür ist Artikel 2 § 44b der „Verordnung zur befristeten Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 Schulgesetz NRW“.

Gibt es Vorgaben, ob und wann "blaue Briefe" zu drohenden Defiziten auf dem Schuljahresend-Zeugnis verschickt werden sollen? Oder sind diese Mitteilungen angesichts der Coronakrise ausgesetzt?

Das Ministerium für Schule und Bildung hat am 25. März 2020 entschieden, dass aufgrund des derzeit ruhenden Schulbetriebs in diesem Schuljahr keine Benachrichtigungen gemäß § 50 Absatz 4 Schulgesetz NRW („Blaue Briefe“) wegen Versetzungsgefährdung versandt werden.

Ein Grund dafür ist, dass die den „Blauen Briefen“ zugrundeliegenden Konferenzbeschlüsse wegen der Schließung der Schulen derzeit nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten gefasst werden können. Außerdem setzt ein „Blauer Brief“ voraus, dass sich die Leistungen in einem Fach seit dem Halbjahreszeugnis verschlechtert haben. Um dies festzustellen, ist ein ausreichender Zeitraum erforderlich. Daran fehlt es wegen des derzeit ruhenden Schulbetriebs.

Können noch ausstehende Leistungsnachweise z.B. im Fach Sport per Videoaufnahme erbracht werden?

Sofern die Nachholung von Leistungsnachweisen erforderlich ist, wird dies geordnet nach Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs erfolgen.

Was passiert, wenn angesetzte Klassenarbeiten aufgrund des Ruhens des Unterrichtsbetriebs nicht planmäßig durchgeführt werden können? Kann die Anzahl der Klassenarbeiten reduziert werden?

Mit Runderlass vom 30.04.2020 wurde den Schulen die Möglichkeit eingeräumt, im Schuljahr 2019/2020 eine geringere Anzahl von Klassenarbeiten festzulegen. Die Pflicht zur Durchführung der schriftlichen Prüfungsarbeiten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch, die gemäß § 12 Abs. 5 Bildungssicherungsgesetz an die Stelle der landeseinheitlich gestellten Aufgabe im Abschlussverfahren zum Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und zum mittleren Schulabschluss treten sollen, bleibt hiervon unberührt.

Was passiert, wenn angesetzte Klausuren in der gymnasialen Oberstufe aufgrund des Ruhens des Unterrichtsbetriebs nicht planmäßig stattfinden können?

Die verpflichtende Anzahl der Klausuren in der Einführungsphase und in der Qualifikationsphase ist in § 14 Abs. 1 und 2 der Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe (APO-GOSt) bzw. für die Beruflichen Gymnasien in § 9 der APO-BK, Anlage D, geregelt.  Sonderregelungen für die gymnasiale Oberstufe:

Gemäß § 46 Abs. 2 und 3 der Verordnung zur befristeten Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 SchulG vom 01.05.2020 kann in der Einführungsphase auch in den Fächern Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen sowie im ersten Jahr der Qualifikationsphase in den zwei Leistungskursfächern und in den von der Schülerin oder dem Schüler gewählten schriftlichen Grundkursfächern die Anzahl der zu schreibenden Klausuren auf jeweils eine reduziert und die Klausurdauer verringert werden, wenn dies aufgrund von Zeiten des Ruhens des Unterrichts organisatorisch erforderlich ist. Die Schule entscheidet anhand der organisatorischen Möglichkeiten und Umstände im Einzelfall, ob Leistungsnachweise, die Schülerinnen und Schülern aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen nicht erbracht haben, nachzuholen sind.

Sonderregelungen für die Beruflichen Gymnasien:

Gemäß § 59 Abs. 1 bis 3 der Verordnung zur befristeten Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 SchulG vom 01.05.2020 kann in den Jahrgangsstufen 11.2, 12.2 und 14 in den Fächern die Anzahl der zu schreibenden Klausuren auf jeweils eine und die Klausurdauer verringert werden, wenn dies aufgrund von Zeiten des Ruhens des Unterrichts organisatorisch erforderlich ist. Die Schule entscheidet anhand der organisatorischen Möglichkeiten und Umstände im Einzelfall, ob Leistungsnachweise, die Schülerinnen und Schülern aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen nicht erbracht haben, nachzuholen sind. Von dem Grundsatz zur gleichwertigen Bildung der Kursabschlussnote aus den Endnoten beider Beurteilungsbereiche gemäß § 8 Absatz 1 kann zugunsten der Schülerin oder des Schülers abgewichen werden.

Werden die Zentralen Klausuren am Ende der Einführungsphase (ZKE) stattfinden?

Die Zentralen Klausuren am Ende der Einführungsphase finden in diesem Jahr nicht statt.

Gibt es Sonderregelungen für die Leistungsbewertung am Ende der Einführungsphase und am Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase?

Gemäß § 46 der Verordnung zur befristeten Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 SchulG vom 1. Mai 2020 gibt es für die Leistungsbewertung am Ende der Einführungsphase und am Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase folgende Sonderregelungen:

§46 Leistungsnachweise und Leistungsbewertung, Nachprüfung bei Minderleistungen

(1) Von dem Grundsatz zur gleichwertigen Bildung der Kursabschlussnote aus den Endnoten beider Beurteilungsbereiche gemäß § 13 Absatz 1 kann zugunsten der Schülerin oder des Schülers abgewichen werden. 

(2) Abweichend von § 14 Absatz 1 und 2 kann in der Einführungsphase auch in den Fächern Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen sowie im ersten Jahr der Qualifikationsphase in den zwei Leistungskursfächern und in den von der Schülerin oder dem Schüler gewählten schriftlichen Grundkursfächern die Anzahl der zu schreibenden Klausuren auf jeweils eine reduziert und die Klausurdauer verringert werden, wenn dies aufgrund von Zeiten des Ruhens des Unterrichts organisatorisch erforderlich ist.

(3) Die Schule entscheidet anhand der organisatorischen Möglichkeiten und Umstände im Einzelfall, ob Leistungsnachweise, die Schülerinnen und Schülern aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen nicht erbracht haben, nachzuholen sind.

(4) Für Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr der Einführungsphase und im zweiten Halbjahr der Qualifikationsphase, bei denen eine Leistungsbewertung unter Berücksichtigung von Zeiten des Ruhens des Unterrichts, individueller Quarantänemaßnahmen und Erkrankung nicht möglich ist und aus organisatorischen Gründen nicht herbeigeführt werden kann, ist auf die Benotung des vorangegangenen Halbjahres zurückzugreifen. Dann gelten die Kursabschlussnoten im ersten Halbjahr der Qualifikationsphase auch als Kursabschlussnoten für das zweite Halbjahr der Qualifikationsphase.

(5) Schülerinnen und Schülern, die aufgrund der Fortschreibung der Kursabschlussnoten (Absatz 4) im zweiten Halbjahr der Qualifikationsphase in einem oder mehreren belegten Leistungs- oder Grundkursen vier oder weniger Punkte der einfachen Wertung erreicht haben, erhalten in analoger Anwendung von § 10 die Möglichkeit zur Nachprüfung in diesen Fächern. Eine Zulassung zur Nachprüfung erfolgt abweichend von § 10 Absatz 1 auch, wenn die Verbesserung einer Minderleistung in mehr als einem Fach erforderlich ist. Es finden dann mehrere Prüfungen statt. Die Prüfungsaufgaben sind dem Unterricht des ersten Halbjahres zu entnehmen. Eine Nachprüfung ist nicht möglich in Fächern, die mit null Punkten abgeschlossen wurden.

Gibt es für das Gymnasium mit achtjährigem Bildungsgang Sonderregelungen für Versetzungen, den Erwerb des mittleren Schulabschlusses (MSA) am Ende der Einführungsphase des Gymnasiums mit achtjährigen Bildungsgang oder den Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife (FHR) am Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase?

Gemäß §§ 47, 49 und 50 der Verordnung zur befristeten Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 SchulG vom 01.05.2020 gibt es folgende Sonderregelungen:

§ 47 Abs. 2 (Einführungsphase, Versetzung in die Qualifikationsphase)

(2) Abweichend von § 9 gehen Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2019/2020 die Einführungsphase besuchen, ohne Versetzung in die Qualifikationsphase über. Der Erwerb und die Zuerkennung von Abschlüssen am Ende der Einführungsphase richtet sich nach § 40 Absatz 2 und 3.

§ 49 Nachprüfung zum Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I

Abweichend von § 40 Absatz 3 erfolgt eine Zulassung zur Nachprüfung zum Erwerb eines dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 gleichwertigen Abschlusses oder des mittleren Schulabschlusses auch dann, wenn die Verbesserung um eine Notenstufe in mehr als einem Fach erforderlich ist, um einen Abschluss oder eine Berechtigung zu erwerben. Es finden dann mehrere Prüfungen statt.

§ 50 Erwerb der Fachhochschulreife (schulischer Teil)

(1) Erfolgt die Ermittlung der Kursabschlussnote des zweiten Halbjahrs der Qualifikationsphase gemäß § 46 Absatz 4, so können Schülerinnen und Schüler, die auf der Basis der vorliegenden Leistungen die Voraussetzungen für den Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife nicht erfüllen, diese auch abweichend von § 40a über Nachprüfungen in den verpflichtend einzubringenden Fächern erwerben, die mit weniger als fünf Punkten bewertet wurden.

(2) Für Nachprüfungen zum Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife gilt § 10 Absatz 2 bis 4 entsprechend mit der Maßgabe, dass das Ergebnis der Nachprüfung und das Ergebnis der Kursabschlussnote im Verhältnis eins zu eins gewichtet werden. Dabei ist das arithmetische Mittel zu bilden und aufzurunden.“

Vergleichsarbeiten in der Grundschule (VERA 3)

Die Kultusministerkonferenz hat beschlossen, dass die Vergleichsarbeiten VERA 3 in diesem Jahr in den Ländern freiwillig durchgeführt werden können. Nordrhein-Westfalen wird in diesem Jahr darauf verzichten. Auch eine spätere oder freiwillige Testung ist in diesem Jahr nicht vorgesehen.

Zentrale Prüfungen 10 (ZP 10)

Informationen aus der Schulmail vom 16. April 2020: In den weiterführenden allgemeinbildenden Schulen sollen mit Priorität die Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, die im Sommer den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 oder den Mittleren Schulabschluss erwerben können. Auch hier ist die bestmögliche Vorbereitung das Ziel.

Da auch diese Klassen aus Gründen des Infektionsschutzes voraussichtlich geteilt werden müssen, wird die Wiederaufnahme des Unterrichts allerdings auch für diese Schülerinnen und Schüler keine Rückkehr zum „Normalbetrieb“ bedeuten, sondern vielfach mit einem Wechsel von Lehrkräften und einem den schulischen Verhältnissen anzupassenden Unterrichtsangebot in möglichst allen Unterrichtsfächern, vorrangig aber in den Kernfächern, verbunden sein.

Aufgrund der unterschiedlich weit gediehenen Vorbereitungen der Schülerinnen und Schüler wollen wir in diesem Jahr auf eine Prüfung mit landeseinheitlich gestellten Aufgaben verzichten. An deren Stelle soll eine durch die Lehrkräfte der Schule zu erstellende Prüfungsarbeit treten. Diese orientiert sich einerseits an den inhaltlichen Vorgaben für die ZP 10, nimmt aber andererseits auch stärker auf den tatsächlich erteilten Unterricht Bezug – stärker, als das bei zentralen Prüfungen möglich ist. Diese Prüfungsarbeiten können dann auch zu einem späteren Zeitpunkt als dem für die ZP 10 vorgesehenen ersten Prüfungstag, 12. Mai 2020, geschrieben werden. Hierzu bedarf es einer Änderung der rechtlichen Vorschriften, die kurzfristig zu erfolgen hat.

Das Schulministerium wird im Vorfeld der anstehenden Prüfungsarbeiten noch einmal auf die Schulen zugehen und weitere Vorgaben zur genauen Ausgestaltung geben.

Welche Prüfungen finden am Ende der Klasse 10 im Schuljahr 2019/2020 für alle Schulformen und Bildungsgänge, die im Regelfall an den Zentralen Prüfungen 10 teilnehmen, statt?

Aufgrund der besonderen Situation wird in diesem Jahr auf das in §12 Absatz 3 SchG gesetzlich verankerte Abschlussverfahren (ZP 10) in der üblichen Form verzichtet. An die Stelle der schriftlichen Prüfung mit landeseinheitlichen Aufgaben tritt eine von den Lehrkräften in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik erstellte schriftliche Prüfungsarbeit. Diese soll sich einerseits an den Vorgaben für die ZP 10 orientieren sich andererseits aber auch stärker auf den tatsächlich erteilten Unterricht beziehen.

Welche Inhalte und Kompetenzen werden in den schriftlichen Prüfungsaufgaben geprüft?

Die Prüfungsarbeiten prüfen nicht nur Inhalte und Kompetenzen aus der vorausgegangenen Unterrichtssequenz, sondern berücksichtigen - so wie es bei der ZP10 üblich ist - unterschiedliche Inhalte und Kompetenzen, die im Verlauf der S I (schwerpunktmäßig in den Jahrgangsstufen 9 und 10) erworben wurden. 

An welchen Vorgaben orientieren sich die schriftlichen Prüfungsaufgaben?

Die Aufgaben orientieren sich an den ZP10-Vorgaben der Fächer und an den Formaten der schriftlichen ZP10-Prüfungen für den zweiten Prüfungsteil. Gleichzeitig wird der in den drei Fächern in der Klasse tatsächlich erteilte Präsenzunterricht berücksichtigt.

Insbesondere gilt:

  • Deutsch: Die erste Wahlaufgabe orientiert sich am Aufgabentyp 4a, die zweite an einem der beiden Aufgabentypen 2 oder 4b der Kernlehrpläne.
  • Englisch: Die Prüfungsarbeit umfasst rezeptive kommunikative Kompetenzen im Bereich des Leseverstehens, die produktive kommunikative Kompetenz Schreiben sowie die Kompetenz Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachliche Korrektheit innerhalb eines Kontextes. Die Überprüfung des Hörverstehens ist nicht vorgesehen. Großbritannien und/oder Irland bilden den interkulturellen Rahmen.
  • Mathematik: Es werden komplexere Aufgaben mit jeweils mehreren Teilaufgaben innerhalb eines Kontextes gestellt, die insgesamt Kompetenzen aus mehreren Inhaltsbereichen sowie Prozessbereichen gemäß Kernlehrplan überprüfen.

Welche Hilfsmittel dürfen in den schriftlichen Abschlussprüfungen eingesetzt werden?

Weiterhin gelten die Regelungen der ZP10-Vorgaben zum Einsatz von Hilfsmitteln in allen drei Prüfungsfächern.

Sind schulinterne Parallelarbeiten möglich?

Schulinterne Parallelarbeiten in einer Klassenstufe sind möglich.

Ist die Bearbeitungsdauer der schriftlichen Prüfungen festgelegt?

Der zeitliche Umfang der Prüfungsarbeiten entspricht der in der Schule vereinbarten Dauer von Klassenarbeiten in Klasse 10 gemäß § 6 VVzAPO-S I.

An welchen Termine müssen die schriftlichen Prüfungsarbeiten geschrieben werden?

Die Termine werden von den Schulen eigenständig festgelegt. Die Prüfungsarbeiten finden frühestens am 12.05.2020 statt.

Wer beurteilt und bewertet die schriftlichen Prüfungsarbeiten?

Die Fachlehrerin oder der Fachlehrer beurteilt und bewertet die Prüfungsarbeit im Rahmen der von der Fachkonferenz an der Schule beschlossenen Grundsätze zur Leistungsbewertung schriftlicher Arbeiten. Eine Zweitkorrektur ist nicht vorgesehen (abweichend von APO-SI § 33 Absatz 3).

Finden mündliche Abweichungsprüfungen statt?

Mündliche Abweichungsprüfungen sind nicht vorgesehen (abweichend von APO-SI § 34).

Wie fließen die schriftlichen Prüfungsarbeiten in die Zeugnisnoten ein?

Die Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch im Zeugnis am Ende der Klasse 10 beruhen auf den schulischen Leistungen in diesen Fächern im gesamten Schuljahr einschließlich der Leistung in der schriftlichen Prüfungsarbeit.

Kann eine Note im Fach Deutsch, Mathematik und Englisch durch zusätzliche Leistungen verbessert werden?

Unabhängig von den schriftlichen Prüfungsarbeiten soll Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2019/2020 auf ihren Wunsch hin und im Rahmen der organisatorischen Möglichkeiten die Gelegenheit zu zusätzlichen schriftlichen, mündlichen oder praktischen Leistungen mit dem Ziel der Notenverbesserung gegeben werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen hierzu entsprechend zu beraten werden.

Sind Nachprüfungen in den Fächern der schriftlichen Prüfungen möglich?

Nachprüfungen sind auch in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch möglich (abweichend von APO-SI § 44 Absatz 3).

Fragen und Antworten zu Waldorfschulen

Welche Änderungen gelten in diesem Schuljahr für die Waldorfschulen für den Erwerb eines dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10  und eines dem mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) gleichwertigen Abschlusses?

An die Stelle der landeseinheitlichen Prüfungsaufgaben treten im Schuljahr 2019/2020 schriftliche Prüfungsarbeiten (Deutsch, Mathematik – HSA 10; Deutsch, Mathematik, Englisch – FOR), die die jeweilige Waldorfschule von der ihr zugeordneten Partnerschule im Regelsystem erhält. Die Waldorfschulen dürfen als Ersatzschulen eigener Art weiterhin keine schriftlichen Prüfungsarbeiten in den genannten Fächern selbst erstellen. Die Vergabe von Abschlüssen muss immer an staatliche qualitätssichernde Maßnahmen geknüpft bleiben, die geeignet sind sicherzustellen, dass die staatlichen Abschlüsse auch an Waldorfschulen nur denjenigen zuerkannt werden, die den entsprechenden Bildungsgrad erworben haben.

Welche Bedingungen gelten für die Prüfungsarbeiten in Deutsch, Englisch und Mathematik?

Die Prüfungsarbeiten orientieren sich an den Vorgaben für die ZP 10, die auch für die Waldorfschulen Gültigkeit haben, und berücksichtigen stärker den tatsächlichen Unterricht. Diesbezüglich wird auf die FAQ-Liste für die Schulen des Regelsystems verwiesen.

Erfahren die Partnerschulen, welcher tatsächliche Unterricht an Waldorfschulen erteilt wurde?

Die Waldorfschule teilt der Partnerschule den Stand der Prüfungsvorbereitungen rechtzeitig mit.

Wann finden die Prüfungen statt?

Terminfestlegungen durch die staatliche Schulaufsicht erfolgen nicht. Die Prüfungen an der Partnerschule und der Waldorfschule finden zeitgleich statt, frühestens ab dem 12. Mai 2020. Insofern bedarf es einer Terminabsprache zwischen den Schulen.

Welche rechtlichen Regelungen gelten für die Vergabe der staatlichen Abschlüsse?

Es gelten weiterhin die Bestimmungen der PO-Waldorf SI (BASS 13-51 Nr. 2.1). Abweichungen gelten in diesem Schuljahr – wie beschrieben- bezüglich der landesweit gestellten Prüfungsaufgaben. Außerdem kann eine Schülerin oder ein Schüler in diesem Schuljahr ausnahmsweise auch zu einer Nachprüfung in den Prüfungsfächern im Abschlussverfahren (Deutsch, Mathematik, Englisch) zugelassen werden.

Zeugnisverleihungen

Am Ende der Schulzeit, wenn alle Prüfungen abgelegt und die letzte Unterrichtsstunde erfolgreich beendet wurde, dann ist Zeugniszeit. Für alle Jugendlichen symbolisiert die Zeugnisverleihung den erfolgreichen Abschluss der Schulzeit. Und sie markiert gleichzeitig den Eintritt in den nächsten Lebensabschnitt. Vor den Augen der stolzen Eltern werden Zeugnisse an die Absolventen vergeben. Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten in den Schulen dazu geführt, dass strenge Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten werden müssen. Durch die erfreuliche Entwicklung des Infektionsgeschehens konnte seit Ende April der Schulbetrieb schrittweise wiederaufgenommen werden.

Zur Planungssicherheit für die Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräften und Schulleitungen hat das Ministerium für Schule und Bildung schon früh klare Regelungen für die Zeugnisverleihungen 2020 festgelegt.

Neben den Absolventinnen und Absolventen und dem Schulpersonal können selbstverständlich auch Eltern bei der feierlichen Zeugnisvergabe anwesend sein. Und selbstverständlich können auch Vertreterinnen und Vertreter des Schulträgers an der Feier teilnehmen. Möglich ist dies, da auch rein rechtlich die Ausgabe von Abschlusszeugnissen sowie Schulentlassungen nach § 49 SchulG in der Schule unter der Beteiligung von Eltern der Schülerinnen und Schüler grundsätzlich als eine ,schulisch-dienstliche" Nutzung der Schule im Sinne der aktuellen Fassung der Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrV0) gelten und damit erlaubt sind.

Der bei Veranstaltungen mit verschiedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern geltende Mindestabstand (1,50 m) ist dabei einzuhalten, weshalb auch die Zahl der Gäste nach der verfügbaren Raumgröße ausgerichtet werden muss. Natürlich kann die feierliche Übergabe der Abschlusszeugnisse auch außerhalb von Schulen durchgeführt werden, wobei die rechtlichen Corona-Regelungen Anwendung finden. Bei der Durchführung in Schulen gilt zur Wahrung des Infektionsschutzes die Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO), bei einer Feier an einem Ort außerhalb der Schule die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO).

Juristisch bedeutet dies, dass diese Veranstaltungen aus Gründen des Infektionsschutzes keinen „überwiegend geselligen Charakter“ haben dürfen und der ,,schulisch-dienstliche" Zweck den Rahmen der Veranstaltung prägen muss.

Damit fallen Abiturbälle als privat organisierte und sehr gesellige Veranstaltungen ausdrücklich nicht unter diese Regelung. Für die Abiturientinnen und Abiturienten ist dies schmerzlich, aber die geltenden Infektionsschutzregelungen machen diese Einschränkung nötig.

Grundsätzlichen Regelungen über die Termine zur Aushändigung von Zeugnissen trifft der Runderlass „Zeugnisse, Bescheinigungen über die Schullaufbahn" vom 24. April 2015 (BASS 12-65 Nr. 6).

  • Danach gilt für Grundschulen, dass die Zeugnisse im Laufe der letzten Unterrichtswoche ausgegeben werden können.
  • In der Sekundarstufe I und II sollen Zeugnisse „am letzten Tag vor den Sommerferien" übergeben werden. Hierbei kann es sich um den letzten Unterrichtstag handeln. Als Ausnahme ist auch ein postalischer Versand der Zeugnisse möglich.
  • Für Abiturientinnen und Abiturienten ist der letzte Tag der Zeugnisausgabe auf den 27. Juni 2020 festgelegt
  • Für den Bereich der Schulentlassung finden sich die Detailregelungen in Nummer 2 des Runderlasses „Zeugnisse, Bescheinigungen über die Schullaufbahn" vom 24. April 2015 (BASS 12-65 Nr. 6). Die teils bereits flexiblen Regelungen stellen ausdrücklich auf den letzten Unterrichtstag ab.

 

Abschlussfeiern

Dürfen Eltern an Zeugnisverleihungen teilnehmen?

Ja. Schülerinnen und Schüler sollen im Beisein ihrer Eltern und den ihnen Nahestehenden mit der gebührenden Feierlichkeit ihre Zeugnisse auch im Jahr 2020 erhalten können.

Wo darf die Zeugnisverleihung stattfinden?

Die feierliche Übergabe der Abschlusszeugnisse kann sowohl in Schulen als auch außerhalb durchgeführt werden. Bei der Durchführung in Schulen gilt zur Wahrung des Infektionsschutzes die Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO), bei einer Feier an einem Ort außerhalb der Schule die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO).

Was gilt es zu beachten?

Die Abstandsregelung (1,50 m) ist einzuhalten und daher muss die Zahl der Gäste an der verfügbaren Raumgröße ausgerichtet werden. Eine Möglichkeit, dem nachzukommen, sind zeitversetzte, gruppenbezogene Termine.

Die Veranstaltungen dürfen aus Gründen des Infektionsschutzes keinen überwiegend geselligen Charakter haben (§ 1 CoronaBetrVO, § 13 CoronaSchVO).

Abiturbälle als privat organisierte und sehr gesellige Veranstaltungen fallen nicht unter diese Regelung und dürfen nicht organisiert werden.

Einschulungen Schuljahr 2020/2021

Wird trotz Corona am diesjährigen Einschulungstermin festgehalten?

Ja. Nach geltendem Recht beginnt die Schulpflicht für Kinder, die bis zum Beginn des 30. September das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Kalenderjahres (§ 35 Absatz 1 des Schulgesetzes NRW). Die Entscheidung über eine etwaige Zurückstellung vom Schulbesuch gemäß § 35 Absatz 3 Schulgesetz NRW obliegt nach der gesetzlichen Zuständigkeitszuweisung allein der Schulleiterin oder dem Schulleiter. Sie oder er trifft die Entscheidung auf der Grundlage des schulärztlichen Gutachtens. Weitere, von Eltern beigebrachte fachärztliche oder fachtherapeutische Stellungnahmen sind zu berücksichtigen. Die Regelungen der Verwaltungsvorschriften zur Ausbildungsordnung Grundschulen gelten auch für die Einschulung im Schuljahr 2020/21.

Allgemeine Vorgaben für den Unterricht

Die an den Schulen einzuhaltenden Abstandsgebote und Hygienevorschriften werden in der Regel zur Teilung von Klassen, Kursen und Lerngruppen führen. Dass dafür an den Schulen unterschiedlich viele Lehrkräfte für den Präsenzunterricht zur Verfügung stehen, ist uns allen bewusst. Ähnliches gilt für die Raumsituation.

Für eine Ausweitung des Unterrichts an den allgemeinbildenden weiterführenden Schulen gelten bis zu den Sommerferien folgende Vorgaben:

  • Vorrang hat die Durchführung von Abiturprüfungen sowie der schriftlichen Prüfungsarbeiten, die anstelle der landeseinheitlich gestellten Aufgaben in Deutsch, Englisch und Mathematik im Abschlussverfahren zum Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und zum mittleren Schulabschluss geschrieben werden.
  • Für Schülerinnen und Schüler im ersten Jahr der Qualifikationsphase, die im kommenden Schuljahr das Abitur anstreben, soll sichergestellt werden, dass – soweit erforderlich – eine Klausur in diesem Schulhalbjahr geschrieben wird, um so zu einer angemessenen Leistungsbeurteilung kommen zu können.
  • Darüber hinaus sollen alle Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und aller Schulformen bis zu den Sommerferien Präsenzunterricht erhalten, auch wenn dies nur an einzelnen Tagen möglich sein sollte.
  • Alle Jahrgangsstufen sind dabei schulintern in vergleichbarem Umfang mit einer Mischung aus Präsenz- und Distanzlernen zu unterrichten, beispielsweise durch ein tageweises Rollieren.
  • Alle Schulen sollen, auch im Interesse der Eltern, einen transparenten und verbindlichen Plan erarbeiten, aus dem ersichtlich wird, an welchen Tagen die verschiedenen Lerngruppen bis zu den Sommerferien Präsenzunterricht haben. Hierbei ist zu beachten, dass die festgelegten beweglichen Ferientage weiterhin Bestand haben. Gleichwohl finden am Freitag, 22. Mai 2020 die Abiturprüfungen im Fach Mathematik statt. 
  • Auf eine Vorgabe, welche Fächer vorrangig in Präsenzform zu unterrichtet sind, wird angesichts der unterschiedlichen Situation in den Schulen und mit Blick auf die Gesamtheit der für den Präsenzunterricht zur Verfügung stehenden Lehrkräfte verzichtet. Dies gilt nicht für die Vorbereitung auf die schriftlichen Prüfungsarbeiten in Deutsch, Mathematik und Englisch für Schülerinnen und Schüler, die den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 oder den mittleren Schulabschluss erwerben wollen.
  • Die Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 ist aufrechtzuerhalten.
  • Aus Gründen des Infektionsschutzes sollen in der Sekundarstufe I feste und permanente Lerngruppen gebildet werden (z.B. unter derzeitigem Verzicht auf äußere Fachleistungsdifferenzierung und Wahlpflichtkurse mit Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Klassen).
  • Der Präsenzunterricht wird auch an Ganztagsschulen in der Sekundarstufe I auf den Vormittag beschränkt. Ein Ganztag findet bis zu den Sommerferien aus Gründen des Infektionsschutzes (u.a. Mensa-Betrieb, Durchmischung von Schülergruppen) in der Sekundarstufe I nicht statt.
  • Zur Einhaltung der Hygienevorschriften können nicht mehrere Lerngruppen nacheinander in dem selben Raum unterrichtet werden. Daher findet kein Schichtbetrieb statt.
  • Eine Ausdehnung der Unterrichtszeit auf den unterrichtsfreien Samstag erfolgt nicht.
  • Angesichts der für dieses Schuljahr geänderten schulrechtlichen Grundlagen soll auf Klassenarbeiten weitgehend verzichtet und stattdessen anderen Wegen der Leistungsbeurteilung der Vorrang gegeben werden. Einzige Ausnahme bilden hier die schriftlichen Prüfungsarbeiten, die an die Stelle der landeseinheitlich gestellten Aufgaben im Abschlussverfahren zum Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und zum mittleren Schulabschluss geschrieben werden. Hinweise zur Erstellung dieser Prüfungsarbeiten finden Sie im Anhang dieser SchulMail.
  • Der Präsenzunterricht soll in den kommenden Wochen auch dazu dienen, den wichtigen Beziehungskontakt zwischen Schülerinnen und Schüler und Lehrkräften zu sichern und damit auf die jeweiligen Bedürfnisse der Schülergruppen in den Zeiten von Corona einzugehen. Zudem soll er dazu beizutragen, die Möglichkeiten eines Lernens auf Distanz zu verbessern und entsprechende Grundlagen dafür zu optimieren.

Schulrechtliche Änderungen / Bildungssicherungsgesetz

Eine Grundlage der Wiederaufnahme des Schulbetriebs für weitere Schülergruppen ist die Corona-Betreuungsverordnung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Die Neufassung tritt mit Wirkung vom 7. Mai 2020 in Kraft. Sie bestimmt unter anderem, dass in allen Schulen beim Unterricht ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Schülerinnen und Schülern und auch zu den Lehrkräften zu wahren ist. Die neue Betreuungsverordnung finden Sie unter:

https://www.mags.nrw/erlasse-des-nrw-gesundheitsministeriums-zur-bekaempfung-der-corona-pandemie

https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/200505_coronabetrvo_ab_07.05.2020.pdf

Weitere Informationen zu schulrechtlichen Änderungen finden sich im Anhang zur 20.SchulMail.

Wann sind das Bildungssicherungsgesetz und die Verordnung zur befristeten Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 SchulG in Kraft getreten?

Der Landtag hat am 30. April das Gesetz zur Sicherung von Schul- und Bildungslaufbahnen im Jahr 2020 (Bildungssicherungsgesetz) verabschiedet. Es wurde am gleichen Tag im Gesetz- und Verordnungsblatt (GV. NRW. S.311a) verkündet und ist am Tag darauf in Kraft getreten. Das Gesetz kann hier eingesehen werden.

Die Änderungen des Schulgesetzes haben den Weg freigemacht, um die Einzelheiten in den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen zu regeln. Dazu hat Schulministerin Yvonne Gebauer am 1. Mai 2020 mit Zustimmung des Ausschusses für Schule und Bildung die Verordnung zur befristeten Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 Schulgesetz NRW erlassen (GV.NRW S.311b).

Die Verordnung kann hier eingesehen werden. 

Wie lange werden das Bildungssicherungsgesetz und die „Sonderregelungen“ in den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gelten?

Das Gesetz gilt nur für das Schuljahr 2019/2020 und soll einen ordnungsmäßen Abschluss dieses Schuljahres unter den aktuellen Bedingungen der Corona-Pandemie ermöglichen. Die Verordnungen gelten ebenfalls grundsätzlich nur für das Schuljahr 2019/2020.

Welchen Regelungsgegenstand hat das Bildungssicherungsgesetz?

Das Gesetz soll einen ordnungsmäßen Abschluss dieses Schuljahres unter den aktuellen Bedingungen der Corona-Pandemie ermöglichen. Es bestimmt daher:

  • An die Stelle des Abschlussverfahrens am Ende der Sekundarstufe I tritt ein vereinfachtes Prüfungsverfahren (§ 12 Absatz 5 SchulG). Das gilt auch für den Bildungsgang der Abendrealschule im Weiterbildungskolleg.
  • Am Ende der Erprobungsstufe der Sekundarstufe I können alle Schülerinnen und Schüler in die Klasse 7 der bisher besuchten Schulform übergehen (§ 13 Absatz 4 SchulG).
  • Die zentrale schriftliche Leistungsüberprüfung am Ende der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe entfällt (§ 18 Absatz 6 SchulG).
  • Das Verfahren zur Feststellung des Sprachstands der Kinder im Vorschulalter wird verschoben (§ 36 Absatz 4 SchulG).
  • Die Schülerinnen und Schüler gehen ohne Versetzung in die nächsthöhere Klasse über, es sei denn, die Versetzung ist mit einem Abschluss oder einer Berechtigung verbunden (§ 50 Absatz 6 SchulG).

Nicht geändert hat der Landtag den § 18 Absatz 5 SchulG. Damit schließt die gymnasiale Oberstufe auch in diesem Schuljahr mit der Abiturprüfung ab. Nordrhein-Westfalen verhält sich damit wie alle anderen Länder.

Was ist Inhalt der befristeten Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 SchulG?

Zur Sicherung eines ordnungsmäßen Abschlusses des Schuljahres unter den aktuellen Bedingungen der Corona-Pandemie regeln die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen auf der Grundlage des Bildungs- und Sicherungsgesetz für jede Schulform jeweils Sonderregelungen für das Schuljahr 2019/2020. Die Regelungen sollen Nachteile für die Schülerinnen und Schüler aufgrund des Ruhens des Unterrichts vermeiden. Die Einzelheiten ergeben sich jeweils aus den einzelnen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen.

Aus dem Regelungsinhalt der Verordnung ergeben sich konkrete Fragen für die Schullaufbahn. Wie können Schülerinnen und Schüler diese klären?

Die Verordnung trifft nur generelle Regelungen zu den Ausbildungs- Prüfungsverfahren. Zur Klärung von konkreten Fragen und Konsequenzen für die eigene Schullaufbahn sollten sich Schülerinnen und Schüler mit der Bitte um Information und Beratung direkt an ihre Schule wenden.

Erhalten die Schülerinnen und Schüler auch in diesem Schuljahr Zeugnisse mit Noten?

Unabhängig von der Dauer des Ruhens des Unterrichts gilt der stundenplanmäßige Unterricht im zweiten Halbjahr des Schuljahrs 2019/2020 als erteilt. Die Schul- und Belegungsverpflichtungen gelten als erfüllt. Es werden die vorgesehenen Zeugnisse ausgestellt.

Wie erfolgt eine Leistungsbewertung und Benotung, obwohl der Unterricht so lange geruht hat?

Bei den meisten Schülerinnen und Schülern liegen für das laufende Halbjahr bewertbare Leistungen vor. Es besteht die Möglichkeit, in Abstimmung mit der Schule weitere Leistungsnachweise zum Zweck der Notenverbesserung zu erbringen. Dazu sollte unmittelbar mit der Lehrerin oder dem Lehrer Kontakt aufgenommen werden.

Ferien, zusätzliche Ferienangebote, bewegliche Ferientage

Das Ministerium für Schule und Bildung erwägt nicht, die Sommerferien wegen des derzeit ruhenden Schulbetriebs zu verkürzen. In NRW gibt es ein ordentliches Abitur und termingerechte Ferien. Das ist die Rückkehr zur verantwortungsvollen Normalität.

Eine Änderung der bestehenden Regelung zu den Sommerferien ist ohnehin nicht ohne weiteres möglich. Diese müsste von den Ländern in der Kultusministerkonferenz vereinbart werden.

Zusätzliche NRW-Sommerferienangebote des Landes

Die Landesregierung wird in diesem Sommer zwei zusätzliche große NRW-Ferienangebote auflegen, eines speziell zur Förderung und Unterstützung von Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie eines für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien.

Fragen und Antworten zu den Sommerferienangeboten für Allgemeinbildende Schulen und Förderschulen finden Sie hier.

Darf die Schule bis zu den Sommerferien bereits festgelegte bewegliche Ferientage streichen, zum Beispiel an den Tagen nach Christi Himmelfahrt und nach Fronleichnam?

Nein. Festgelegte bewegliche Ferientage haben weiterhin Bestand. Gleichwohl finden am 22. Mai 2020 die Abiturprüfungen in Mathematik statt.

Notbetreuung und Ganztag

In den Grundschulen sowie den weiterführenden Schulen wird das Notbetreuungsangebot für die Jahrgangsstufen eins bis sechs aufrechterhalten und ggf. um weitere Bedarfsgruppen, die nach der geltenden Leitlinie zu den kritischen Infrastrukturen gehören, erweitert.

Das entsprechende Antragsformular für die Notbetreuung steht hier zum Download zur Verfügung.

Die Notbetreuung am Wochenende endete in der 17. Kalenderwoche. Bereits seit dem 25./26. April 2020 findet keine Wochenendnotbetreuung mehr statt.

An den kommenden Feiertagen findet ebenfalls keine Notbetreuung statt.

Die Notbetreuung an den Schulen erstreckt sich ab dem 23. März 2020 an allen Wochentagen auf den Zeitraum des Schulbetriebs, wie dieser an der jeweiligen Schule stattfinden würde. Dies schließt sowohl die Pädagogische Übermittagbetreuung wie Angebote des Offenen und Gebundenen Ganztags und andere Betreuungsangebote ein, sofern diese auch bisher an der Schule vorhanden sind.

Weitere Informationen

Eine umfangreiche Liste von Fragen und Antworten zur Notbetreuung sowie zur Wiederaufnahme der Ganztags- und Betreuungsangebote, unter anderem zur Erweiterung der Notbetreuung zur Abwehr von Kindeswohlgefährdungen, finden Sie hier.

Elterninformationen in 14 Fremdsprachen

Es stehen Elterninformationen zur Notbetreuung in 14 Fremdsprachen zur Verfügung:

Digitales Lernen

Wo finde ich Impulse für das Lernen auf Distanz?

Die Autoren Axel Krommer, Philippe Wampfler und Wanda Klee haben im Auftrag des Schulministeriums Impulse für das Lernen auf Distanz als didaktisches Unterstützungs- und Reflexionsangebot für Lehrerinnen und Lehrer konzipiert, sie sollen impulsgebend auch für Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder an den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung wirken. Die Hinweise sind bewusst allgemein formuliert, erfordern eine Konkretisierung, die an die jeweilige Schulsituation angepasst ist, und sollen dazu beitragen, dass sich in der Phase des Distanzlernens vielfältige Lernchancen ergeben und gleichzeitig die sozialen Aspekte des Lernens angemessen gewürdigt werden. Sie sind nicht als starres Regelwerk zu verstehen, sollen aber Orientierung geben. Die Impulse finden Sie hier.

Welche Kommunikationsmittel sollen Lehrkräfte jetzt nutzen, um mit ihren Schülerinnen und Schülern zu kommunizieren?

Unter Rückgriff auf die allgemeine Regelung des § 3 Abs. 1 DSG NRW ist es zur Erfüllung des Bildungsauftrags der Schulen datenschutzrechtlich zulässig, in Fällen der längeren Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie von den Schülerinnen und Schülern bzw. Eltern die Angabe der privaten E-Mail-Adresse zu fordern und ihnen die Materialien zuzusenden.

Einsatz von Videokonferenzen im schulischen Kontext

Videokonferenztools sind eine von vielen guten Möglichkeiten, den Unterricht auf Distanz zu gestalten. Sie eignen sich besonders, wenn die Schülerinnen und Schüler (alle oder auch Teilgruppen von einzelnen Klassen) zu gleicher Zeit erreicht und unterrichtet werden sollen. Sie können die Beziehungsarbeit zu den Schülern unterstützen und ermöglichen außerdem soziale Kontakte der Schülerinnen und Schüler untereinander. Auch wenn durch Videokonferenzen der Präsenzunterricht nicht 1:1 abgebildet werden kann und auch nicht soll, können sie gut zum Auftakt neuer Lerneinheiten genutzt werden oder auch für den Austausch von Lernerfahrungen und Lernergebnissen. Daneben können Videokonferenzen ein wesentlicher Bestandteil für eine notwendige Tagesstruktur der Schülerinnen und Schüler sein. Weitere Informationen zum Datenschutz sowie pädagogische und technische Hinweise in Bezug auf Videokonferenzen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Sind die Schulen verpflichtet, Aufgaben zu stellen?

Die Schulen stellen für die Zeit des Ruhens des Unterrichts den Schülerinnen und Schülern Aufgaben zur eigenständigen Bearbeitung zur Verfügung. QUA-LiS stellt dazu weitere Hilfestellungen derzeit zusammen und den Lehrkräften und Lernenden zeitnah zur Verfügung. Diese Zurverfügungstellung von Aufgaben erfolgt innerhalb der technischen und organisatorischen Möglichkeiten der Schulen. Daher können sich die Angebote unterscheiden. Für Schülerinnen und Schüler, die unmittelbar vor einer Prüfung stehen, dienen diese Angebote und die Möglichkeiten zur Kommunikation mit den Fachlehrern auch der Unterstützung der ordnungsgemäßen Prüfungsvorbereitung.

Müssen Kinder digitale Aufgaben erledigen, obwohl kein Unterricht stattfindet?

Seit dem 20. April 2020 hat die behutsame und schrittweise Öffnung der Schulen begonnen. Jedoch wird der Unterricht nicht für alle Schülerinnen und Schüler zur gleichen Zeit am gleichen Ort stattfinden können. Es wird auch weiterhin die Notwendigkeit bestehen, das Lernen auf Distanz zu organisieren. Auch weiterhin stellen Lehrerinnen und Lehrer hierzu Lernaufgaben bereit. Diese sollen so konzipiert werden, dass sie das Lernen der Schülerinnen und Schüler zum Beispiel in Form von Projekten, fachübergreifenden Vorhaben oder Vorbereitungen von Präsentationen unterstützen und an den Unterricht anknüpfen.

Die Schulleitungen stellen sicher, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, welche Aufgaben in häuslicher Arbeit zu erledigen sind. Die Eltern sind in geeigneter Form zu informieren.

Klarstellend sei darauf hingewiesen, dass mit dem Angebot nicht die Erwartung verbunden wird, der Stundenplan werde in die häusliche Arbeit der Schülerinnen und Schüler verlagert. Es gilt für alle Beteiligten (Lehrkräfte und Eltern), Augenmaß zu bewahren (siehe Schulmail Nr. 5, 15. März 2020).

Gemäß § 42 Absatz 3 Satz 1 SchulG haben Schülerinnen und Schüler die Pflicht daran mitzuarbeiten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. Die Aufgabenerledigung kann daher erwartet werden. Sie unterstützt die Aufgabenerfüllung der Schule und erleichtert das Erreichen von Bildungszielen nach Wiederaufnahme des Unterrichts. Die Aufgabenerledigung liegt vor diesem Hintergrund im hohen Maße im Eigeninteresse der Schülerinnen und Schüler.

Werden diese Aufgaben benotet?

Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten (§ 48 Absatz 2 Schulgesetz NRW). Die während der gegenwärtigen Zeit des Ruhens des Unterrichts bearbeiteten Aufgaben werden – ebenso wie Hausaufgaben – daher in aller Regel nicht benotet. Sie können aber durch die Lehrerinnen und Lehrer überprüft und für die weitere Arbeit im Unterricht ausgewertet werden.

Stellt das Land finanzielle Ressourcen zur Verfügung, damit schnell digitale Lernsoftware und Plattformen angeschafft werden können?

Das Land rät nicht zur kurzfristigen und überhasteten Beschaffung von Software und Plattformen, es prüft aber die Bereitstellung zentraler Plattformen. Bitte beachten Sie unsere Sammlung zu Unterstützungsangeboten.

Welche mediale Unterstützung erhalten die Schulen, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler durch das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW?

Viele Schulen haben sich bereits auf den Weg gemacht und verfügen über Lern-Management-Systeme und entsprechende Lernangebote. Für alle Schulen und Lehrkräfte, die bislang wenig oder keine Erfahrungen mit digitalen Lern-Management-Systemen haben, stellt das Schulministerium in Kürze eine Liste mit Unterstützungsangeboten und digitalen Lerninhalten zur Verfügung. Daneben stehen den Schulen auch die Medienberater vor Ort und die kommunalen Medienzentren als Ansprechpartner zur Verfügung und können Unterstützung anbieten. Weitere Angebote anderer Art werden derzeit zusätzlich geprüft.

Da das Ruhen des Schulbetriebs mehrere Wochen dauern wird, außerdem die Frage, ob kurzfristig Fernkurse für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler geplant sind, die den Umgang mit den elektronischen Medien schulen, erleichtern und somit das Tele-Schooling unterstützen?

Fernkurse für Lehrkräfte oder Schülerinnen und Schüler sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant. Die Lernangebote werden von den Lehrkräften so konzipiert, dass sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, Methoden oder Werkzeugen bearbeitet werden können.

Wie sieht digitales Lernen zurzeit nach Ansicht des Schulministeriums aus? In welcher Form soll das Ganze stattfinden?

Die Lehrkräfte sind angehalten, ihre Schülerinnen und Schüler mit Unterrichtsmaterial zu versorgen. Es werden von den Schulen Lernangebote geschaffen, die die Bedingungen der jeweiligen Schule und Schulform ebenso berücksichtigen wie den Lernstand ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Lernaufgaben werden so konzipiert werden, dass sie das eigenverantwortliche Lernen der Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum unterstützen. Ziel ist, die unterrichtsfreie Zeit möglichst sinnvoll zu nutzen. Wie von Schulministerin Yvonne Gebauer angekündigt, wird das Schulministerium zur Unterstützung der Lehrkräfte zeitnah ein Impulspapier mit didaktischen Hinweisen für das Lernen auf Distanz veröffentlichen.

Wie werden Schülerinnen und Schüler unterstützt, die zuhause keinen Laptop oder Computer für sich zum Lernen haben oder kein schnelles Internet? Zum Beispiel geflüchtete Kinder, die die Sprache nicht beherrschen, Kinder aus ökonomisch schwachen Familien, die keinen Computer oder Drucker besitzen.

Die digitale Ausstattung der Schülerinnen und Schüler muss bei der Aufgabenstellung berücksichtigt werden. Die Schulen vor Ort kennen ihre Schülerschaft sehr genau. Besonders im Bereich der Schulen der Primarstufe wurden und werden daher auch Arbeitspakete in Form von Büchern, Heften und Arbeitsblättern gepackt, welche den Schülerinnen und Schülern an der Schule übergeben wurden oder jetzt postalisch zugeschickt werden. Grundsätzlich gilt: Die Schulen machen den Schülerinnen und Schülern Angebote, um die unterrichtsfreie Zeit sinnvoll zu nutzen. Durch die Aussetzung des Unterrichts darf keinem Schüler und keiner Schülerin ein Nachteil entstehen.

Wie sieht es mit dem Urheberrecht aus? Dürfen Lehrkräfte Seiten aus Fachbüchern oder Arbeitsblätter einfach kopieren und online stellen beziehungsweise zum Herunterladen freigeben?

Grundsätzlich gilt, dass Werke für den Unterrichtsgebrauch an Schulen nur mit Einwilligung der Berechtigten vervielfältigt werden dürfen – daher sind analoge oder digitale Kopien aus Schulbüchern ohne Erlaubnis der Verlage grundsätzlich nicht erlaubt. Um den Lehrkräften die Nutzung von Schul-/ Fachbüchern im Unterricht zu vereinfachen, haben die Bundesländer mit den Verwertungsgesellschaften WORT, Bild-Kunst und Musikedition, der Presse-Monitor GmbH und den Bildungsmedienverlagen einen so genannten „Fotokopiervertrag“ – den Gesamtvertrag „Vervielfältigungen an Schulen“ – geschlossen. Der Vertrag läuft vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2022. Nach diesem Vertrag ist es Lehrkräften erlaubt, für ihren eigenen Unterrichtsgebrauch auch Scans und Kopien aus Schulbüchern zu erstellen und abzuspeichern. Dafür gelten unter Berücksichtigung der allgemeinen Regelungen zur Quellenbenennung folgende Vorgaben:

  • Aus Werken zu Unterrichtszwecken dürfen maximal 15 Prozent, jedoch höchstens 20 Seiten je Werk, analog und digital vervielfältigt werden – pro Schuljahr und Schulklasse.
  • Kopien und Scans dürfen immer nur dem eigenen Unterrichtsgebrauch einer Lehrkraft, einschließlich der Unterrichtsvor- und -nachbereitung, dienen.
  • Eine Weitergabe des Scans an Schülerinnen und Schüler per Mail ist zulässig, ein freier Download dagegen nicht.
  • Dies gilt für alle Lehrkräfte an öffentlichen (staatlichen oder kommunalen) sowie an privaten Schulen im Sinne der Schulgesetze der Länder sowie an den Schulen des Gesundheitswesens.

Folgende Werke dürfen vollständig genutzt werden:

  • Noten im Umfang von maximal 6 Seiten;
  • Schriftwerke, mit Ausnahme von Unterrichtswerken, im Umfang von maximal 20 Seiten;
  • Pressebeiträge;
  • Bilder, Fotos und sonstigen Abbildungen;
  • vergriffene Werke

Wird es wieder „Schul-Fernsehen“ geben?

Der WDR hat gemeinsam mit dem Ministerium für Schule und Bildung die Bedürfnisse von Schulen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern in der unterrichtsfreien Zeit weiter konkretisiert. Ab Montag, 23. März 2020, wird im WDR Fernsehen täglich in der Zeit zwischen 9 Uhr und 12 Uhr ein Programm für Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter ausgestrahlt. Das Angebot kombiniert Inhalte aus bekannten Kinderprogrammen wie der Sendung mit der Maus, Wissen macht Ah! und Planet Schule mit interaktiven Elementen, also beispielsweise Rätselmöglichkeiten und aktive Bewegungspausen. Durch das Programm führen André Gatzke und die Grundschullehrerin Pamela Fobbe.

Darüber hinaus wird es für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen unter www.planet-schule.de und www.wdr.de/schule/digital sowie in der Mediathek des WDR weitere, auch fachbezogene Inhalte und Lernangebote (Lernspiele, Apps, Simulationen) geben. Das Online-Angebot kann von den Lehrkräften etwa bei der Konzeption von Übungsaufgaben genutzt werden. Auch mit diesem Angebot wird nicht die Erwartung einer Leistungskontrolle oder gar Leistungsbewertung verbunden. Es gilt weiterhin für alle Beteiligten, Augenmaß zu bewahren.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Materialsammlung für Lernangebote auf Distanz

Sammlung von Unterstützungsangeboten für Lehrkräfte

Das Ministerium für Schule und Bildung hat in Zusammenarbeit mit der QUA-LiS und der Medienberatung NRW eine Sammlung von Unterstützungsangeboten für Lehrerinnen und Lehrer in Phasen des Distanzlernens zusammengestellt. Die Liste wird in den kommenden Tagen und Woche weiter aktualisiert, sodass es sich lohnt, diese immer mal wieder aufzurufen. Neben staatlich-kommunalen Angeboten finden sich sowohl überfachliche als auch fachliche Hinweise, die es den Lehrkräften erleichtern sollen, sinnvolle Lernangebote für die Schülerinnen und Schüler zu konzipieren.

Musikalische Ideen und Unterrichtsmaterialien des WDR für die Grundschule (und bestimmt auch für ältere Kinder und Jugendliche) finden Sie hier:

dacklkonzerte.wdr.de
Neben Konzertmitschnitten unserer WDR Dackl Konzerte mit der WDR Big Band, dem WDR Sinfonieorchester und dem Rundfunkchor finden Sie hier auch kurze Videoclips, in denen der Dackl witzig, frech und unterhaltsam die Kinder zum Mitmachen animiert – so bastelt Dackl Musikinstrumente oder macht mit Ralph Caspers ein Musikquiz. 
 mauskonzerte.wdr.de
Die Maus geht ins Konzert! Hier finden Sie Konzertmitschnitte der letzten Maus-Konzerte und Unterrichtsmaterial mit vielen Anregungen, wie Werke und Komponisten den Kindern spielerisch zugänglich gemacht werden können.
klangkiste.wdr.de
Einen eigenen Hit gestalten, Instrumente kennenlernen oder ein Spiel mit der Stimme steuern – mit der Webapp "WDR Klangkiste" für Kinder bis 12 Jahren ist das möglich. Hier gibt es dazu das passende Unterrichtsmaterial.

„(Vor-)Lesen, Spielen und Lernen in Zeiten von Corona“ - Angebot der Stiftung Lesen

Die Stiftung Lesen hat mit der Seite „(Vor-)Lesen, Spielen und Lernen in Zeiten von Corona“ einen Service für Eltern, Kinder und Lehrkräfte eingerichtet. Hier finden sich Medientipps, Aktionsideen, digitale Vorlesegeschichten und Unterrichtsmaterialien die helfen, Kinder für das Lesen zu begeistern und zuhause gemeinsam Zeit mit Geschichten zu verbringen.

Unterrichtsmaterial und Angebote des RBB

  • Das komplette Angebot aller Ausgaben der Aktion Schulstunde finden Sie hier.
  • Das mehrfach mit dem  deutschen Bildungsmedienpreis "digita" ausgezeichnete Angebot richtet sich schwerpunktmäßig an  Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 6. Die  digitale Unterrichtsplattform Aktion Schulstunde bietet ein umfangreiches und kostenloses Angebot an  Filmen, Audiobeiträgen, Unterrichtsblättern und Projektideen  zu den Themen: Tod, Glück, Toleranz, Heimat Glaube, Arbeit, Bildung und Gerechtigkeit.  
  • Knietzsche, preisgekrönte Figur der Aktion Schulstunde des rbb, philosophiert über große Themen der Zeit - ob über Tod, Toleranz, Respekt oder Glück - und findet seine ihm eigenen Antworten. Auch Corona ist eine Herausforderung. "Jetzt geht es um Rücksicht, Zusammenhalt und Vertrauen" meint Knietzsche und ist zuversichtlich, dass wir jetzt alle etwas für eine schönere Zukunft lernen können. Knietzsche und das Coronavirus steht hier für Sie zum Download bereit.

Kulturelle Bildung

Gerade jetzt kann die künstlerisch-kreative Beschäftigung einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation leisten.

Die Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW unterstützt und berät Schulen, Kultureinrichtungen und Einrichtungen der Jugendarbeit bei der Umsetzung und Verankerung kultureller Bildung. Sie wird gefördert vom Schul- Jugend- und Kulturministerium NRW.  Die Arbeitsstelle hat auf ihrer Seite eine umfassende Sammlung von Kulturangeboten in Corona-Zeiten zusammengetragen, darunter auch Mitmachangebote für Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen künstlerischen Sparten.

Die Sammlung finden Sie unter folgendem Link: https://www.kulturellebildung-nrw.de/corona/

Das Angebot wird laufend erweitert und ergänzt.

Lehrkräfte – Arbeitsschutz und Dienstpflicht

Unterrichtseinsatz von Lehrerinnen und Lehrern vom 20. April 2020 bis zum 24. Mai 2020, verlängert bis 2. Juni (einschließlich)

Die nachfolgenden Regelungen gelten nur noch übergangsweise und wurden trotz veränderter RKI-Einschätzung zu Risikogruppen aus Praktikabilitätsgründen auch im Interesse der Verlässlichkeit und Planbarkeit für die Betroffenen für eine Übergangszeit bis zum 2. Juni 2020 wortgleich fortgeschrieben. Danach gelten die untenstehenden Regelungen ab dem 3. Juni 2020.

Selbstverständlich trifft das Land Nordrhein-Westfalen als Dienstherr und Arbeitgeber gegenüber allen Beschäftigten gerade in Zeiten einer Pandemie eine besondere Fürsorgepflicht. Daher sind besondere Regelungen zum Schutz der Beschäftigten getroffen worden, die sich auf die jeweils aktuelle Erkenntnislage stützen. Soweit darüber hinaus dienst- und arbeitsrechtliche Regelungen im Einzelfall durch Schulleitungen oder Schulaufsichtsbehörden getroffen werden müssen, gilt als oberster Grundsatz, dass mögliche Gesundheitsgefährdungen so weit wie möglich auszuschließen sind.        
Die nachfolgenden Regelungen gelten entsprechend für sonstiges pädagogisches, sozialpädagogisches und nicht-lehrendes Personal im Schulbereich.

Lehrerinnen und Lehrer mit Vorerkrankungen

Insbesondere bei nachfolgenden Vorerkrankungen besteht – unabhängig vom Lebensalter – grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Corona-Virus (COVID-19):

  • Therapiebedürftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. coronare Herzerkrankung, Bluthochdruck)
  • Erkrankungen der Lunge (z.B. COPD, Asthma bronchiale)
  • Chronische Lebererkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Onkologische Erkrankungen
  • Diabetis mellitus
  • Geschwächtes Immunsystem (z.B. auf Grund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z.B. Cortison)

Deshalb ist bei Lehrerinnen und Lehrern mit diesen Vorerkrankungen ein besonderer Schutz erforderlich. Diese Lehrerinnen und Lehrer dürfen bis 02. Juni 2020 (einschließlich) aus Gründen der Fürsorge nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden. Das gilt ebenso für andere Tätigkeiten mit direkten Schülerkontakten, also auch Klausuraufsicht, Pausenaufsicht etc.

Ein Einsatz bei digitalen Lernformaten (Lernen auf Distanz) sowie die Teilnahme an (z.B. prüfungsvorbereitenden) Konferenzen und schulinternen Besprechungen ist – unter strikter Einhaltung der Hygienevorgaben (siehe hierzu IV.) – zulässig. Gleiches gilt für den Einsatz in Verfahren zur Abnahme mündlicher Prüfungen. Auch hier sind die Hygienischen Standards gemäß der CoronaBetrVO einzuhalten. Auf die besondere Situation der Betroffenen ist Rücksicht zu nehmen. Diese Regelung gilt für die Termine der mündlichen Prüfungen im Schuljahr 2019/2020.

Der Nachweis der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe erfolgt durch eine schriftliche Erklärung der Lehrkraft gegenüber der Schulleiterin oder dem Schulleiter. Die Art der Vorerkrankung ist aus Gründen des Datenschutzes nicht anzugeben.

Bei bestehenden Unsicherheiten über das Vorhandensein einer Vorerkrankung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Lehrerinnen und Lehrer, die das 60. Lebensjahr vollendet haben

Lehrerinnen und Lehrer, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, sind unabhängig von Vorerkrankungen nicht im Präsenzunterricht einzusetzen. Das gilt ebenso für andere Tätigkeiten mit direkten Schülerkontakten, also auch Klausuraufsicht, Pausenaufsicht etc.

Ein Einsatz bei digitalen Lernformaten (Lernen auf Distanz) sowie die Teilnahme an Konferenzen und schulinternen Besprechungen ist – unter strikter Einhaltung der Hygienevorgaben (siehe hierzu IV.) – zulässig. Gleiches gilt für den Einsatz in Verfahren zur Abnahme mündlicher Prüfungen. Auch hier sind die Hygienischen Standards gemäß der CoronaBetrVO einzuhalten. Auf die besondere Situation der Betroffenen ist Rücksicht zu nehmen. Diese Regelung gilt für die Termine der mündlichen Prüfungen im Schuljahr 2019/2020.

Wollen Lehrerinnen und Lehrer dieser Altersgruppe in der Schule im Präsenzunterricht freiwillig tätig werden, ist dies möglich. Eine kurze schriftliche Erklärung gegenüber der Schulleiterin oder dem Schulleiter ist erforderlich.

Lehrerinnen und Lehrer mit Schwerbehinderungen

Bei einer Schwerbehinderung – ohne Vorerkrankung und vor Vollendung des 60. Lebensjahres – ist ein Einsatz auch im Unterricht grundsätzlich möglich. Bei bestehenden Unsicherheiten sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Die Vertretungen der Schwerbehinderten sind einzubinden.

Schwangere und stillende Lehrerinnen

Aus arbeitsmedizinischen Gründen ist angesichts der derzeitigen Umstände für schwangere und stillende Lehrerinnen ein Beschäftigungsverbot auszusprechen, das sich – analog der Regelung für die Beschäftigten in Risikogruppen – grundsätzlich nur auf den Präsenzunterricht bezieht. Das gilt ebenso für andere Tätigkeiten mit direkten Schülerkontakten, also auch Klausuraufsicht, Pausenaufsicht etc., nicht hingegen für die dienstlichen Tätigkeiten, die von zu Hause aus erledigt werden können sowie die Teilnahme an Konferenzen.

Der Einsatz in Verfahren zur Abnahme mündlicher Prüfungen ist zulässig. Beim Einsatz schwangerer oder stillender Lehrinnen sind die Hygienischen Standards gemäß der CoronaBetrVO einzuhalten. Auf die besondere Situation der Betroffenen ist Rücksicht zu nehmen. Diese Regelung gilt für die Termine der mündlichen Prüfungen im Schuljahr 2019/2020.

Die zuständigen Schulaufsichtsbehörden werden um entsprechende Veranlassung gebeten.

Pflegebedürftige Angehörige mit Vorerkrankungen

Ebenfalls kein Einsatz im Präsenzunterricht und in den o.g. Tätigkeiten mit direkten Schülerkontakten erfolgt bei Lehrerinnen und Lehrern, die pflegebedürftige Angehörige mit relevanten Vorerkrankungen (siehe hierzu oben) im häuslichen Umfeld betreuen. Analog den o.g. Ausführungen für Lehrkräfte mit Vorerkrankungen ist der Einsatz in Verfahren in mündlichen Prüfungen zulässig, ebenso für die o.g. dienstlichen Tätigkeiten ohne direkten Schülerkontakt.

Hier erfolgt der Nachweis der Betreuung eines vorerkrankten Angehörigen durch eine schriftliche Erklärung gegenüber der Schulleiterin oder dem Schulleiter. Die Art der Vorerkrankung des Angehörigen ist aus Gründen des Datenschutzes nicht anzugeben.

Wie ist der Begriff „pflegebedürftige Angehörige“ zu verstehen?

Pflegebedürftig sind Angehörige, denen auf Grund einer pflegefachlich begründeten Begutachtung ein Pflegegrad nach den Vorschriften des Pflegestärkungsgesetzes II zuerkannt worden ist. 

Unterrichtseinsatz von Lehrerinnen und Lehrern vom 3. Juni bis 26. Juni (letzter Unterrichtstag vor den Sommerferien) sowie für die Termine der mündlichen Prüfungen des Schuljahrs 2019/20 bis zu deren endgültiger Abnahme 

Selbstverständlich trifft das Land Nordrhein-Westfalen als Dienstherr und Arbeitgeber gegenüber allen Beschäftigten gerade in Zeiten einer Pandemie eine besondere Fürsorgepflicht. Daher sind besondere Regelungen zum Schutz der Beschäftigten getroffen worden, die sich auf die jeweils aktuelle Erkenntnislage stützen.          

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf angepasst (Stand: 13.05.2020). Die Änderungen gegenüber der früheren Empfehlung werden vom RKI wie folgt benannt: „Die verschiedenen vorgenannten Einflüsse und deren Kombinationsmöglichkeiten machen die Komplexität einer Risiko-Einschätzung deutlich. Daher ist eine generelle Festlegung zur Einstufung in eine Risikogruppe nicht möglich. Vielmehr erfordert dies eine individuelle Risikofaktoren-Bewertung im Sinne einer (arbeits-) medizinischen Begutachtung.“    

Auf Grundlage dieser aktuellen Bewertungen des RKI zu den Risiken eines Covid-19 Krankheitsverlaufs sowie nach Beratung durch den für das Personal an öffentlichen Schulen bestellten überbetrieblichen Dienst nach § 19 ASiG sind die nachstehenden Regelungen ergangen. Sie gelten für weiteres im Schulbereich eingesetztes Landespersonal und für Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder sowie Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter entsprechend.      

  1. Lehrkräfte, bei denen aufgrund besonderer gesundheitlicher Risiken die Gefahr eines schweren Verlaufs von Covid-19 besteht, können auf Grundlage eines ärztlichen Attests von der Verpflichtung zum Präsenzunterricht (einschließlich Pausen- oder Klausuraufsichten etc.) befreit werden. Dieses legen sie ihrer Schulleiterin oder ihrem Schulleiter vor. Eine konkrete Krankheitsdiagnose ist nicht erforderlich, das Attest muss vielmehr die vg. erhöhte Gefahr bestätigen. Im Einzelfall kann bei Bedarf eine zusätzliche arbeitsmedizinische Begutachtung hinzugezogen werden. Bis zur Vorlage eines solchen Attests sind Lehrkräfte zum Dienst verpflichtet.     

    Diese Befreiungsmöglichkeit wird auch Lehrkräften eingeräumt, die mit einer tatsächlich zu betreuenden Person mit Pflegegrad (Antragsstellung reicht aus) in häuslicher Gemeinschaft leben. Hier ist ebenfalls ein ärztliches Attest über die o.g. besondere Gefährdung der pflegebedürftigen Person aufgrund einer relevanten Vorerkrankung vorzulegen.

  2. Ein derartiges Attest entbindet nicht von der Verpflichtung, alle übrigen dienstlichen Tätigkeiten am häuslichen Arbeitsplatz oder in der Schule zu erfüllen, wie beispielsweise das Bereitstellen von Materialen im „Lernen auf Distanz“ oder die Teilnahme an Konferenzen und Dienstgesprächen sowie die Abnahme von mündlichen Prüfungen.

  3. Schwangere und stillende Lehrerinnen sind auf Wunsch ohne Vorlage eines ärztlichen Attests vom Einsatz im Präsenzunterricht (einschließlich Pausen- oder Klausuraufsichten etc.) zu befreien.   Die Dienstpflichten für übrige Tätigkeiten am häuslichen Arbeitsplatz oder in der Schule (s.o.) bestehen auch für sie weiterhin.          

    Anzumerken ist, dass nach Einschätzung des RKI bei Schwangeren kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von Covid-19 gegenüber nicht schwangeren Frauen mit gleichem Gesundheitsstatus gegeben sein soll.

           
Bei Präsenzdiensten in der Schule sind die hygienischen Standards gemäß der Coronabetreuungsverordnung einzuhalten. Auf die dazu in den FAQ unter „Hygienemaßnahmen“ eingestellten Informationen wird insoweit verwiesen.

Wie sieht es mit der Dienstpflicht und Erreichbarkeit von Schulleitungen und Lehrkräften aus?

Das Ruhen des Unterrichtsbetriebes entbindet die Schulleitungen und die Lehrkräfte nicht von den bestehenden Dienstpflichten.

Das (teilweise) Ruhen des Unterrichts aus Gründen des Infektionsschutzes gilt grundsätzlich nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die Lehrkräfte (siehe Schul-Mails Nr. 1 und 3), entbindet die Schulleitungen und die Lehrkräfte jedoch nicht von den bestehenden Dienstpflichten.

Die Lehrkräfte erfüllen, soweit sie im Rahmen der Wiederaufnahme des Unterrichtes oder in der Notbetreuung eingesetzt sind, ihre Dienstaufgaben in der Schule. In den übrigen Fällen erfüllen die Lehrkräfte ihre Dienstaufgaben, soweit möglich, am heimischen Arbeitsplatz.

Nach wie vor gilt, dass eine Schule auch teilweise weiter genutzt werden kann, wenn sichergestellt ist, dass a) ein Zusammenkommen einer begrenzten Anzahl von Menschen mit den Zielen des Infektionsschutzes vereinbar ist und b) von den betroffenen Schulräumen keine Infektionsgefahren ausgehen. Dieses liegt im Ermessen der zuständigen Behörden (örtliche Ordnungsbehörden bzw. Gesundheitsämter). In einem solchen Fall kann die Anwesenheit der Lehrkräfte durch die Schulleitung für dringend erforderliche Dienstgeschäfte (Abnahme von Prüfungen, Teilnahme an Konferenzen) angeordnet werden.

Der Ausbildungsbetrieb der Lehrerausbildung in Verantwortung der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (interne und externe Seminarveranstaltungen, ausbildungsfachliche Begleitung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern und Praxissemesterstudierenden) sowie Veranstaltungen der staatlichen Lehrerfortbildung (Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der Kompetenzteams und der Bezirksregierungen) werden bis auf weiteres ausgesetzt.

Das Krisenmanagement des Ministeriums und der Bezirksregierungen bleiben für schulische Krisen unter den bekannten Nummern erreichbar.

Besteht Dienstunfallschutz, wenn sich eine Lehrkraft im Unterricht mit dem Coronavirus infiziert?

Eine pauschale Anerkennung einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus als Dienstunfall/ Berufskrankheit kommt nach geltendem Recht nicht in Betracht. Der nach dem Landesbeamtenversorgungsgesetz (LBeamtVG) erforderliche Nachweis, dass eine eventuelle Ansteckung in Ausübung oder infolge des Dienstes erfolgt ist, wird angesichts der Allgegenwärtigkeit der Ansteckungsgefahren schwierig sein. Sofern Beamtinnen und Beamte im Schuldienst positiv getestet an COVID-19 erkrankt sind und eine Infektionskette nachgewiesen ist, die Anhaltspunkte dafür bietet, dass diese in Ausübung der beruflichen Tätigkeit erfolgt ist, sollten sie sich über die Schulleitung an die Bezirksregierungen als zuständige personalführende Stelle wenden. Wenn der Nachweis im Einzelfall geführt werden kann, kommt eine Anerkennung als Dienstunfall in Betracht (§ 36 LBeamtVG).

Die Unfallfürsorge für Tarifbeschäftigte ist im Sozialgesetzbuch VII geregelt und somit Bundesrecht. Zuständiger Träger der gesetzlichen Unfallversicherung ist für Beschäftigte des Landes die Unfallkasse NRW. Sofern Tarifbeschäftigte im Schuldienst positiv getestet an COVID-19 erkrankt sind und eine Infektionskette nachgewiesen ist, die Anhaltspunkte dafür bietet, dass diese in Ausübung der beruflichen Tätigkeit erfolgt ist, sollten sie sich über die Schulleitung an die Unfallkasse NRW wenden.

Können sich Lehrkräfte weigern die Betreuung sicherzustellen und selbst unter Quarantäne stellen –  aus Sorge sich anzustecken?

Nein, Lehrkräfte können sich nicht selbst „unter Quarantäne“ stellen. Bei Krankheits- oder Ansteckungsverdächtigen kann die zuständige Behörde gem. §§ 28 bis 31 Infektionsschutzgesetz Schutzmaßnahmen, insbesondere eine Quarantäne anordnen. Werden keine fachlich begründeten Schutzmaßnahmen angeordnet, besteht – außerhalb der bekannten Hygienemaßnahmen – keine Veranlassung zu Maßnahmen des Selbstschutzes.

Beratungstelefon für Lehrkräfte

Die als arbeitsmedizinischer Dienst für alle Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen vom MSB bestellte B·A·D GmbH erweitert das Angebot Sprech:ZEIT. Hinzugekommen ist eine arbeitsmedizinische Beratung zu Fragestellungen zu Corona, mit Weiterleitung des Anliegens am das Ärzteteam der B·A·D GmbH. Rückruf innerhalb von 48 Stunden von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr. Zudem besteht jetzt auch die Möglichkeit Kontakt über die E-Mailadresse frag-den-experten@bad-gmbh.de aufzunehmen. Auch hier antwortet die B·A·D GmbH innerhalb von 48 Stunden.

Viele Workshops zu Arbeitsschutz und Gesundheitsthemen der B·A·D GmbH können inzwischen auch online durchgeführt werden. Dieses Angebot steht nun in allen fünf Regierungsbezirken zur Verfügung.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Zehn Tipps zur mentalen Gesundheit

Der arbeitsmedizinische Dienst hat für Lehrkräfte zehn Tipps "Wie bleibe ich mental gesund in Krisenzeiten?" zusammengestellt.

Informationen für Bewerberinnen und Bewerber zur Lehrereinstellung

  • Der in einer Vielzahl von Ausschreibungen angegebene Termin der Auswahlgespräche 2. April 2020 wird wegen der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus auf den 7. Mai 2020 verschoben.
  • Mit den Auswahlgesprächen ab 7. Mai 2020 wird der Einstellungstermin 1. Juni 2020 erreicht. Bewerberinnen und Bewerber bekommen für diese Auswahlgespräche die Einladung durch die Schulen kurzfristig (ggf. per Mail oder telefonisch).
  • Die Listenziehung am 8. April 2020 wird für Einstellungen zum 1. Mai 2020 intensiv genutzt. Bitte nutzen Sie auch diesen Weg für eine Einstellung in den Schuldienst zum 1. Mai 2020 und setzen - wenn noch nicht geschehen - schnellstmöglich Ihren "Listenwunsch".
  • Weitere Informationen finden Sie hier.

Vorbereitungsdienst, Lehrkräfte-Ausbildung

Das Ruhen des Unterrichts an Schulen und die aktuell sich schrittweise vollziehende Wiederaufnahme des Schulbetriebs haben auch Folgewirkungen für die Lehrerausbildung. Lehramtsstudierende sowie Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sollen nach Möglichkeit keine Nachteile für ihr berufliches Fortkommen aus der Corona-Krise haben – und wir brauchen mehr denn je neu einzustellende Lehrkräfte.

Mit dem Bildungssicherungsgesetz und Verordnungsregelungen wird es dem Ministerium und den Hochschulen (nach regionalen Gegebenheiten) für das Jahr 2020 ermöglicht, Anforderungen an die Dauer und Ausgestaltung der Praktika im Lehramtsstudium zu modifizieren. Der Runderlass vom 5. Mai 2020 regelt dies folgendermaßen:

  • Ein aufgrund des ruhenden schulischen Unterrichtsbetriebs unterbrochenes Eignungs- und Orientierungspraktikum nach § 12 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 LABG (Blockpraktikum) kann im Jahr 2020, soweit erforderlich, auch im folgenden Schulhalbjahr beendet werden. Vorrangig werden die Hochschulen gebeten zu prüfen, ob die mit dem Praxiselement im Studium verbundenen Kompetenzerwartungen bereits auf der Grundlage der nachgewiesenen Praxiserfahrung erfüllt werden können und auf das Ableisten der noch fehlenden Praktikumstage verzichtet werden kann. Die Schulen bescheinigen in jedem Fall die erbrachten Praktikumstage.
  • Praxissemester, die im Februar 2020 aufgenommen wurden, umfassen die in § 12 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 LABG vorgesehene Dauer von mindestens fünf Monaten, können im Übrigen aber ohne quantitative schulseitige Vorgaben absolviert werden. Insbesondere kann im schulpraktischen Teil von den Vorgaben zur Anwesenheitspflicht (§ 8 Abs. 2 S. 1 LZV i. V. m. Nummer 5 Abs. 8 S. 2 des Praxiselementeerlasses (Praxiselemente in den lehramtsbezogenen Studiengängen, RdErl. v. 28. Juni 2012, zuletzt geändert am 8. Dezember 2017, ABl. NRW. S. 32) entsprechend der Dauer des Ruhens von schulischem Unterricht abgewichen werden. Entsprechendes gilt für Anforderungen an Unterricht unter Begleitung und Unterrichtsvorhaben (Nr. 5 Abs. 8 Praxiselementeerlass) sowie die Begleitung von Praxissemesterstudierenden durch die Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung. Ein Bilanz- und Perspektivgespräch (§ 12 Abs. 3 Satz 6 LABG) ist durchzuführen, erforderlichenfalls in verändertem Format. Die Hochschulen werden gebeten, für die aktuelle Ausnahmesituation ihre Ordnungen zum Praxissemester und dabei auch die Anforderungen an Anzahl und Ausgestaltung der Studienprojekte zu überprüfen. Bei der abschließenden Feststellung des mit dem Praxissemester verbundenen Kompetenzerwerbs sollte ein großzügiger Maßstab angelegt werden.

Die Bewerbungsfrist für den Einstellungstermin in den Vorbereitungsdienst zum 1.November 2020 ist am 15. Juni 2020 abgelaufen, Bewerbungen zu diesem Termin sind nicht mehr möglich. Für den Einstellungstermin am 1. Mai 2021 beginnt die Bewerbungsfrist voraussichtlich Anfang Oktober 2020. Bitte beachten Sie die aktualisierten Hinweise des Online-Bewerbungsportals SEVON.

Der Präsenz-Ausbildungsbetrieb an den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung wurde ab dem 4. Mai 2020 sukzessive wiederaufgenommen. Zur Gewährleistung der Vorgaben zum Infektionsschutz findet die Seminarausbildung derzeit anteilig in Präsenzveranstaltungen und parallel über Ausbildungsbegleitung auf Distanz statt.

Die Schulleitungen der Ausbildungsschulen sind gebeten, den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern eigenes Unterrichten –  wo immer sinnvoll regelbar –  zu ermöglichen, so dass diese ihre Kompetenzen weiterentwickeln und sich auch auf ihren Ausbildungsabschluss vorbereiten können. Etwa 4.000 der aktuell fast 11.200 Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter im Vorbereitungsdienst werden unmittelbar nach den Sommerferien ihre Staatsprüfung ablegen, so dass sie im Herbst zur Einstellung in den Schuldienst zur Verfügung stehen.

Für den Einsatz der Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder sowie für die Teilnahme der Auszubildenden gelten die für Lehrkräfte an Schulen getroffenen Regelungen in der jeweils gültigen Fassung.

Klassenfahrten / Erstattungen

Umgang mit Schulfahrten bis zum Beginn der Herbstferien

Das Ministerium für Schule und Bildung (MSB) hat mit Blick auf geplante Schulfahrten bis zu den Herbstferien neue Regelungen erlassen. Die Regeln dienen dem Gesundheitsschutz der Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte und geben den Schulen Planungssicherheit.

Für Fahrten ins Ausland gilt: Das MSB hat per Erlass für alle öffentlichen Schulen geregelt, dass alle ein- und mehrtägigen Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche, die im Zeitraum vor den Herbstferien geplant waren, abzusagen sind. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt die Stornierungskosten dieser Schulen von Fahrten ins Ausland, die im Zeitraum bis zu den Herbstferien geplant waren, soweit die Stornierung durch die Schulen bis zum 12. Juni erfolgt.

Fahrten und Exkursionen innerhalb Deutschlands können unter Beachtung der erforderlichen Maßnahmen zur Wahrung des Infektionsschutzes durchgeführt werden. Mehrtägige Reisen innerhalb Nordrhein-Westfalens oder in andere Bundesländer sowie eintägige Wandertage und Exkursionen zu außerschulischen Lernorten, wie z.B. Museumsbesuche, sind somit möglich. Bei der Buchung und Planung ist im Vorfeld sorgfältig die Vereinbarkeit mit dem Infektionsschutz zu prüfen.

Erstattung von Stornokosten für abgesagte Schulfahrten

Mit Schulmail vom 6. März 2020 wurde im Falle der erforderlichen Absage von Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustauschen sowie bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen eine grundsätzliche Kostenübernahme für die vom Vertragspartner (z.B. Reiseveranstalter, Transportunternehmen, Unterkünfte) in Rechnung gestellten und nachgewiesenen Stornierungskosten durch das Land zugesagt. Dies gilt nunmehr für alle Schulfahrten im Sinne der Richtlinien für Schulfahrten (BASS 14-12 Nr. 2), die bis zum Beginn der Sommerferien durchgeführt worden wären.

 Das Land Nordrhein-Westfalen tritt jedoch nicht in bestehende Verträge mit Dritten ein. Daher erfolgt die Auszahlung nicht direkt an den oder die Vertragspartner, sondern ausschließlich an die Schulen. Die Erstattung von Stornierungskosten wird über die Bezirksregierungen erfolgen.

Um eine zeitnahe und geordnete Abwicklung zu gewährleisten, bitte ich Sie, Ihre Anträge auf Erstattung der Stornierungskosten auf dem beigefügten Formular bis zum 15. Mai 2020 bei der zuständigen Bezirksregierung ausschließlich per E-Mail an die dort eingerichteten Funktionspostfächer einzureichen.

• Bezirksregierung Arnsberg: corona-storno@bra.nrw.de

• Bezirksregierung Detmold: corona-stornokosten@brdt.nrw.de

• Bezirksregierung Düsseldorf: corona-stornokosten@brd.nrw.de

• Bezirksregierung Köln: reisekostenstelle@brk.nrw.de

• Bezirksregierung Münster: stornokosten@bezreg-muenster.nrw.de

Bitte fügen Sie dem Antrag die folgenden Unterlagen bei:

• die Rechnung der Vertragspartner inklusive aller berücksichtigten Rückzahlungen (vgl. Nummern 5 und 6 des Formulars) sowie

• den Vertrag oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, aus denen die Höhe der Stornierungskosten hervorgeht.

Die Anträge können nur von den Schulen selbst, nicht aber von den Eltern oder den Vertragspartnern gestellt werden. Auf dem Antragsformular ist die sachliche und rechnerische Richtigkeit zu bestätigen.

Die Auszahlungen der Erstattungen werden voraussichtlich am 15. Juni 2020 beginnen.

Die vorgenannten Regelungen gelten gleichermaßen für Ersatzschulen, die in die Zusage zur Übernahme von Stornokosten ausdrücklich einbezogen werden.

Können auch Stornokosten für abgesagte Abiturfeiern (Abi-Bälle, Mottowoche) erstattet werden?

Die Möglichkeit von Erstattungen von Stornokosten beziehen sich nur auf Schulfahrten. Zu den Schulfahrten zählen Schulwanderungen, Schulfahrten, Schullandheimaufenthalte, Studienfahrten und internationale Begegnungen (Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 19.03.1997, BASS 14-12 Nr. 2). Abiturfeiern (Abi-Bälle, Mottowochen et al.) werden durch die Schülerschaft organisiert und sind daher keine schulische Veranstaltung. Folglich erfolgt hier keine Erstattung.

Welche Regelung gilt für die Erstattung von Stornierungskosten bei Schulprojekten ( z.B. Zirkusveranstaltungen, die wegen der erhöhten Infektionsgefahr abgesagt wurden)?

Es gelten gegenwärtig auch weiterhin die Ausführungen der 12. Schulmail.

Dies bedeutet, dass die Kostenzusage nur für Veranstaltungen/Fahrten im Sinne der Richtlinien für Schulfahrten gilt.

Eine Analog-Anwendung auf andere Schulveranstaltungen und Projekte ist nicht möglich.

Dem Ministerium für Schule und Bildung sind mehrfach Fälle bekannt geworden, in denen den Schulen von einem Zirkus nach erstem Anschein überhöhte Stornokosten in Rechnung gestellt wurden. Teilweise wurden auch Stornokosten geltend gemacht, wenn der Zirkus selbst die Veranstaltung aufgrund Unmöglichkeit der Leistungserbringung abgesagt hat. Es wird empfohlen, dass hier die Ansprüche der Unternehmen sorgfältig geprüft werden, ehe Zahlungen vorgenommen werden. Vertragspartner ist, wie auch bei den Schulfahrten, der jeweilige Schulträger.

Erstattung der Elternbeiträge bei Ganztagsangeboten

Die Landesregierung hat am 31. März 2020 beschlossen, dass das Land zur Hälfte die für den Monat April anfallenden Elternbeiträge für Angebote im Rahmen des Erlasses „Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe I“ (BASS 12-63 Nr. 2) erstattet.

Die andere Hälfte tragen gemäß einer Vereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden die Kommunen selbst. Das Verfahren der Beitragserstattung der Bezirksregierungen an die Kommunen wird derzeit erarbeitet, die Bezirksregierungen werden zeitnah informiert. Die Rückerstattung der Elternbeiträge erfolgt über die Kommunen. Rückfragen von Eltern hinsichtlich des Zeitpunkts und Verfahrens der Rückerstattung können nur von den Schulträgern beantwortet werden.

Internationaler Austausch

Was muss eine Schule in den Landesprogrammen Internationaler Austausch beachten?

Landesweit ist die Bezirksregierung Düsseldorf, Teildezernat 43.03, für Internationalen Austausch zuständig. Rückfragen richten Schulen daher an die bekannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.

Schulen, die bereits eine Förderung erhalten haben und die aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ihre Begegnung nicht antreten können, müssen die Förderung nicht zurückzahlen. Die Fördersumme kann für entstehende Stornokosten verwandt werden. Die entsprechenden Belege sind – wie in den Fördergrundsätzen beschrieben – einzureichen. Nicht verausgabte Mittel sind zurückzuzahlen. Das Finanzministerium räumt mit Erlass vom 01.04.2020 einmalig die Möglichkeit ein, von den Fördergrundsätzen abzuweichen. Daher ist in den Landesprogrammen Internationaler Austausch im Kalenderjahr 2020 eine erneute Antragstellung möglich.

Hinweise zur Erstattung von Stornierungskosten, die über die Förderung der Landesprogramme hinausgehen, können unter folgendem Link abgerufen werden.

Das Formular zur Kostenerstattung ist hier abrufbar.

Was müssen Schulen bei beantragten Projekten im Rahmen von Erasmus+ beachten?

Für alle Fragen rund um Mobilitäten und Projekte im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+, ist grundsätzlich die Nationale Agentur (NA) des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz zuständig. Rückfragen sollten Schulen daher an den PAD richten, aktuelle Hinweise des PAD zu „Internationalem Austausch und Corona“ finden Sie unter folgendem Link. Die NA im PAD bittet zeitnah und in jedem Fall schriftlich informiert zu werden, wenn einzelne Mobilitäten oder ein ganzes Projekt abgesagt oder verschoben werden müssen. Der PAD stellt zudem auf seiner Seite Verfahrenswege zu den einzelnen Leitaktionen zur Verfügung, wie Sie bei Stornierungen von Reisen oder einer Verlängerung von Erasmus+ Projekten vorgehen sollten.

Kooperation mit außerschulischen Partnern

Ist das „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ von der Aussetzung von Schulfahrten und Schulveranstaltung an außerschulischen Lernorten betroffen?

Nein, beim „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ handelt es sich um keine schulische Veranstaltung, sondern um ein außerunterrichtliches Angebot, welches von öffentlichen oder freien Trägern verantwortet wird. Das Land gewährt nach Maßgabe der Richtlinie Zuwendungen für die Durchführung „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“, BASS 11-02 Nr. 31 lediglich Zuwendungen zur Durchführung der außerunterrichtlichen Angebote. Die praktische Durchführung (auch etwaige Absagen) verantworten die jeweiligen Maßnahmenträger (auch unter Beachtung der derzeitig gültigen Vorschriften, wie z.B. der CoronaSchVO).

Findet das „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ in den Sommer- und Herbstferien 2020 statt?

Die Landesregierung hat weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassen (z.B. weitgehendes Kontaktverbot oder Schließung von Freizeit-, Kultur-, Sport- und Vergnügungsstätten). Die Eindämmung der Pandemie und der Infektionsschutz haben gegenwärtig die höchste Priorität. Wie lange diese Maßnahmen notwendig sein werden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht vorhersagen.

Wenn es die allgemeine Lage wieder zulässt, wird das „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch in den Sommer- und Herbstferien durchgeführt. Das Schulministerium möchte daher alle Maßnahmeträger ermutigen, für die Sommer- und Herbstferien 2020 weiterhin Anträge im gewohnten Verfahren zu stellen.

Müssen in Zeiten der Corona-Pandemie bei der Organisation und Durchführung des „FerienIntensivTraining - FIT in Deutsch" besondere Regularien beachtet werden?

Die für die Organisation und Durchführung des „FerienIntensivTraining - FIT in Deutsch" relevanten Aspekte und Zuwendungsvoraussetzungen sind in der Richtlinie Zuwendungen für die Durchführung „FerienIntensivTraining - FIT in Deutsch", BASS 11-02 Nr.31 geregelt. Bei der Durchführung des Programms während der Corona-Pandemie sind zudem zwingend die Maßgaben der jeweils zum Durchführungszeitraum gültigen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) zu beachten. Sofern eine Durchführung der Maßnahme in schulischen Räumlichkeiten geplant ist, ist zudem die jeweils zum Durchführungszeitraum gültige Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) zu berücksichtigen.

In der Rundverfügung heißt es, dass Veranstaltungen "an außerschulischen Lernorten" entfallen. Inwiefern betrifft die Rundverfügung Veranstaltungen von außerschulischen Partnern (Theater, etc.) in der Schule? Gemäß der Überschrift der Verfügung geht es um außerschulische Lernorte. Ist damit auch festgelegt, dass die nachfolgende Formulierung „weitere Projekte mit außerschulischen Partnern“ sich ebenfalls eindeutig auf außerschulischen Lernorte bezieht?

Mit Runderlass vom 24. März 2020 an die oberen Schulaufsichtsbehörden wurde diesen mitgeteilt, dass schulische Veranstaltungen an außerschulischen Lernorten bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr möglich sind. Mit Schulmail vom 3. April 2020 wurde klargestellt, dass der Runderlass sich nur auf Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes erstreckt, um Infektionsgefährdungen vorzubeugen. Kulturelle oder sportliche Veranstaltungen und weitere Projekte mit außerschulischen Partnern bleiben davon zunächst unberührt und können – vorausgesetzt der Schulbetrieb ist wiederaufgenommen worden – weiterhin durchgeführt werden, sofern sie in der Schule stattfinden. Weitere Einschränkungen für die Durchführung von Veranstaltungen können sich ggf. allerdings aus infektionsschutzrechtlichen Auflagen und Vorgaben für die Wiederaufnahme des Schulbetriebes ergeben. Dies ist gegenwärtig noch nicht absehbar.

Dürfen Schulen mit ihren Schülerinnen und Schülern Bibliotheken besuchen (obwohl eine Bibliothek als Lernort gilt)?

Schulrechtlich betrachtet ist die außerhalb eines Schulgeländes liegende öffentliche Bibliothek ein außerschulischer Lernort im Sinne des Runderlasses vom 24. März 2020. Die CoronaSchVO vom 22.03.2020 sieht allerdings in § 4 bei Bibliotheken eine Zugangsgestattung für benutzende Personen unter den dort genannten „strengen Schutzauflagen“ vor. Ziel ist die Verhinderung von Infektionen und Infektionsketten mit dem Corona-Virus. Wenn durch RechtsVO diese Möglichkeit eröffnet wird und durch die jeweilige Bibliothek die Schutzauflagen beachtet werden, besteht kein Anlass, die Zugangsermöglichung durch den hiesigen Rd.Erl. wieder einzuengen.

Wer trägt die Stornokosten von Veranstaltungen/Fahrten, die im Rahmen der OGS stattfinden sollten (Beispiel: außerschulisches Zirkusprojekt o.ä.) – fallen diese auch unter den Fahrtenerlass?

Die Zusage für die Übernahme der Stornierungskosten bezieht sich auf Schulfahrten im Sinne des Runderlasses „Richtlinien für Schulfahrten“. Dies wurde mit Schulmail vom 3. April 2020 nochmals klargestellt. Schulfahrten in diesem Sinne sind schulisch veranlasste Schulwanderungen und Schulfahrten, Schullandheimaufenthalte, Studienfahrten und internationale Begegnungen, nicht aber im Rahmen der offenen Ganztagsbetreuung durchgeführte Fahrten und Projekte.

Ist es richtig, dass Leitungen von Grundschulen (Beispiele gibt es in Neuss und Dortmund) bereits jetzt den örtlichen Musikschulen alle Termine im Zusammenhang mit dem Projekt JeKits abgesagt haben und sich dabei auf den Erlass „Klassenfahrten außerschulische Lernorte“ berufen?

Dem Ministerium liegen entsprechende Mitteilungen vor. Mit Runderlass vom 24. März 2020 an die oberen Schulaufsichtsbehörden wurde diesen mitgeteilt, dass schulische Veranstaltungen an außerschulischen Lernorten bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr möglich sind. Insoweit regelt der Runderlass einen anderen Sachverhalt. Kulturelle oder sportliche Veranstaltungen und weitere Projekte mit außerschulischen Partnern bleiben davon unberührt und können – vorausgesetzt der Schulbetrieb ist wiederaufgenommen worden – weiterhin durchgeführt werden, sofern sie in der Schule stattfinden. Dies wurde mit Schulmail vom 3. April 2020 klargestellt.

Müssen auch Veranstaltungen abgesagt werden, bei denen außerschulische Kooperationspartner (Vertretungen außerschulischer Lernorte) in die Schulen kommen?

Mit Runderlass vom 24. März 2020 an die oberen Schulaufsichtsbehörden wurde diesen mitgeteilt, dass schulische Veranstaltungen an außerschulischen Lernorten bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr möglich sind. Mit Schulmail vom 3. April 2020 wurde klargestellt, dass der Runderlass sich nur auf Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes erstreckt, um Infektionsgefährdungen vorzubeugen. Kulturelle oder sportliche Veranstaltungen und weitere Projekte mit außerschulischen Partnern bleiben davon zunächst unberührt und können – vorausgesetzt der Schulbetrieb ist wiederaufgenommen worden – weiterhin durchgeführt werden, sofern sie in der Schule stattfinden. Weitere Einschränkungen für die Durchführung von Veranstaltungen können sich ggf. allerdings aus infektionsschutzrechtlichen Auflagen und Vorgaben für die Wiederaufnahme des Schulbetriebes ergeben. Dies ist gegenwärtig noch nicht absehbar.

Sind die Veranstaltungen der Girls´ and Boys´ Academies von der Aussetzung von Schulfahrten und Schulveranstaltung an außerschulischen Lernorten betroffen?

Nein, da es sich bei der Girls´ and Boys´ Academy nicht um eine schulische Veranstaltung handelt. Die Veranstaltungen finden außerhalb der Schulzeit statt und können freiwillig wahrgenommen werden. Ob die Veranstaltungen gemäß Corona-Schutzverordnung unter Infektionsschutzvorgaben durchgeführt werden, wird in der jeweiligen Kommune (Ansprechpartner unter https://www.mhkbg.nrw/themen/gleichstellung/berufliche-gleichstellung/girls-boys-academies) entschieden. Die Entscheidung über eine Teilnahme der Jugendlichen treffen die Eltern.

Berufliche Bildung

Beschulung ab dem 11. Mai 2020

Welche Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs werden ab dem 11. Mai 2020 prioritär beschult?

Ab dem 11. Mai 2020 werden weiterhin wie seit dem 23. April 2020 die Abschlussklassen prioritär beschult. Im Rahmen vorhandener bzw. nach und nach freiwerdender Kapazitäten werden die Schülerinnen und Schüler nachfolgender Gruppen prioritär beschult:

 1. Schülerinnen und Schüler:

  • der Klassen 12 des Beruflichen Gymnasiums,
  • in 3,5-jährigen oder 2,5-jährigen dualen Ausbildungsverhältnissen, die im Herbst 2020 ihre Berufsabschlussprüfungen vor den zuständigen Stellen ablegen,
  • im 2. Jahr 3-jähriger dualer Ausbildungsberufe (sofern der 1. Teil der gestreckten Abschlussprüfung auf den Herbst verschoben wurde).

2. Schülerinnen und Schüler:

  • im 2. Jahr 3-jähriger dualer Ausbildungsberufe,
  • im 1. Jahr 2-jähriger dualer Ausbildungsberufe,
  • im 2. Jahr 3-jähriger Bildungsgänge zum Erwerb eines Berufsabschlusses nach Landesrecht,
  • im 1. Jahr 2-jähriger Bildungsgänge mit Berufsabschluss nach Landesrecht,
  • Studierende im 1. Jahr der Fachschulen (bei Fachschulen des Sozialwesens in praxisintegrierter Ausbildungsorganisation nur in Abstimmung mit den Trägern).

3. Schülerinnen und Schüler:

  • im 1. Jahr 3- und 3,5-jähriger dualer Ausbildungsberufe,
  • im 1. Jahr 2-jähriger Bildungsgänge ohne Berufsabschluss nach Landesrecht,
  • in Klasse 11 des Beruflichen Gymnasiums,
  • im 1. Jahr dreijähriger Bildungsgänge zum Erwerb eines Berufsabschlusses nach Landesrecht.
Wie erfolgt die Förderung der Schülerinnen und Schüler, solange Sie noch nicht stundenplanmäßigen Unterricht erhalten?

Auch wenn für einzelne Klassen weiterhin zunächst kein Unterricht oder nur ein Teil des Unterrichts stattfindet, ermöglichen die Berufskollegs bis auf weiteres das Lernen der Schülerinnen und Schüler. Lehrerinnen und Lehrer stellen hierzu Lernaufgaben und Aufgaben bereit. Diese werden so konzipiert, dass sie das Lernen der Schülerinnen und Schüler z.B. in Form von Projekten, fachübergreifenden Vorhaben oder Vorbereitungen von Präsentationen unterstützen und an den Unterricht anknüpfen. Die Schulleitungen stellen sicher, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, welche Aufgaben zu erledigen sind. Die Eltern bzw. Ausbilderinnen und Ausbilder werden in geeigneter Form informiert. Mit dem Angebot wird allerdings nicht die Erwartung verbunden, der Stundenplan werde in die häusliche Arbeit der Schülerinnen und Schüler verlagert. Es gilt für alle Beteiligten (Lehrkräfte, Eltern, Ausbilderinnen und Ausbilder), Augenmaß zu bewahren.

Ausbildungsbetriebe prüfen, wie sie den Auszubildenden Gelegenheit einräumen, die schulischen Aufgaben zu bearbeiten. Dazu konstatiert das Kuratorium der Deutschen Wirtschaft in der Berufsbildung (KWB) am 1. April 2020: „Sofern anstelle des regulären Unterrichts Online-Angebote geschaffen werden bzw. Aufgaben zur eigenverantwortlichen Bearbeitung zur Verfügung gestellt werden, muss den Auszubildenden entsprechend Zeit eingeräumt werden, um diese wahrzunehmen bzw. zu bearbeiten. Insofern gilt die Pflicht zur Freistellung für den Berufsschulunterricht gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 1 BBiG fort. Falls aufgrund eines erhöhten betrieblichen Bedarfs die Auszubildenden unverzichtbar im Betrieb sind, gibt es entsprechend der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen die Möglichkeit, eine Befreiung von der Berufsschule zu beantragen (in der Regel nur wenige Tage). …es empfiehlt sich, aufgrund der derzeitigen Ausnahmesituation, ggf. einen formlosen Antrag per E-Mail zu senden (mit Angabe der betroffenen Auszubildenden) und mit Hinweis auf die aktuelle Situation um Befreiung zu bitten. Selbstverständlich muss im Nachgang dann gemeinsam eine Möglichkeit gefunden werden, den Berufsschulstoff nachzuholen, damit den Auszubildenden kein Nachteil entsteht.“

Können Auszubildende, bei denen das Ausbildungsverhältnis (z. B. wegen Betriebsschließung) beendet wird, weiterhin in den Fachklassen des dualen Systems beschult werden?

Auszubildende der Oberstufen mit 2,5- und 3,5-jährigen Berufsausbildungsverhältnissen absolvieren regelmäßig im November eines Jahres den schriftlichen Teil der Berufsabschlussprüfung und im Januar den mündlichen/praktischen Teil. Auszubildende, die vor Beendigung der regulären Ausbildungszeit ihren Ausbildungsplatz verlieren sollten, können in diesem Fall bis zum Ablegen der Berufsabschlussprüfung in ihrer Fachklasse weiter beschult werden. Über die Zulassung zur Berufsabschlussprüfung entscheidet gemäß BBiG § 46 die zuständige Stelle. Eine Zulassung zur Abschlussprüfung muss in diesem Fall separat von den Auszubildenden bei der zuständigen Stelle erfragt und geprüft werden.

Grundsätzlich ist bei allen bestehenden Berufsausbildungsverhältnissen zu befürchten, dass es vermehrt zur vorzeitigen Beendigung von Ausbildungsverhältnissen kommen wird. Auch in diesem Fall ist es, im Sinne des kontinuierlichen Kompetenzerwerbs zur Sicherung des Ausbildungsverhältnisses möglich, dass die Auszubildenden, die weiterhin ein berechtigtes Interesse am Unterricht in der Fachklasse haben, z. B. bis sie ein alternatives Ausbildungsverhältnis gefunden haben oder einen anderen Bildungsweg einschlagen, vorerst in der Fachklasse verbleiben und beschult werden können.

Planungserfordernisse zur Beschulung in den Fachklassen des dualen Systems im Schuljahr 2020/2021 und Information von Betrieben, Maßnahmenträgern und weiteren Partnern

Derzeit sind viele Ausbildungsbetriebe von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, daher sinkt derzeit die Anzahl der angebotenen Ausbildungsstellen, aber auch die der Bewerberinnen und Bewerber für das kommende Ausbildungsjahr.

Es ist zu befürchten, dass durch vermehrte Insolvenzen und Geschäftsaufgaben Auszubildende ihre Ausbildung nicht wie geplant fortsetzen können.

Was wird aus der meiner Ausbildung, wenn mein Betrieb Insolvenz anmelden muss?

Die Partner in der Allianz für Ausbildung auf Bundesebene und die Partner im Ausbildungskonsens auf Landesebene setzen sich mit berufsbildungspolitischen Aktivitäten und Instrumenten stark dafür ein, dass nicht nur die Fortführung bereits begonnener Ausbildungen gesichert ist, sondern auch der Ausbildungsmarkt 2020/2021 mit Förderinstrumenten stabilisiert wird. Im Sinne des kontinuierlichen Kompetenzerwerbs zur Sicherung des Ausbildungserfolges, können die Auszubildenden bis sie ein alternatives Ausbildungsverhältnis abgeschlossen oder einen anderen Bildungsweg eingeschlagen haben, weiterhin in den Fachklassen des dualen Systems mitbeschult werden.

Welche Lösungen sieht das Land NRW vor?

Zur Fortführung bereits begonnener Ausbildungen werden gemeinsam mit Unternehmen und Auszubildenden, Sozialpartnern, Kammern, der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern pragmatische Lösungen entwickelt, die auf die o. g. Regelungen zu Möglichkeiten der kontinuierlichen Beschulung in den Fachklassen des dualen Systems bei möglichen Auswirkungen der Corona-Krise auf bestehende Ausbildungsverhältnisse aufsetzen können.

Was gilt für die Beschulung neuer Ausbildungsplatzbewerberinnen und -bewerber?

Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung eines derzeit zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes in Ergänzung der auf Bundesebene beschlossenen Maßnahmen in Entwicklung befindlichen Maßnahmenpaketes wird vermutlich verstärkt von den Möglichkeiten der Nachvermittlung von Ausbildungsplatzbewerberinnen und -bewerbern bis zum 31. Januar 2021 Gebrauch gemacht werden. Damit werden absehbar im kommenden Schuljahr mehr Auszubildende erst später in die Fachklassen des dualen Systems einmünden.

Wie kann ein möglichst ähnlicher Lernstand aller Auszubildenden gewährleistet werden?

Insbesondere für die vorgenannten Auszubildenden aber auch für Auszubildende, die in diesem Jahr ihre Zwischen- und Abschlussprüfung absolvieren, sind in Abstimmung mit den Betrieben zur Anpassung von unterschiedlichen Lernständen nach Möglichkeit erweiterte Stützangebote gemäß § 7 APO-BK, Anlage A APO-BK im Differenzierungsbereich anzubieten.

Gibt es Besonderheiten bei Blockschulunterricht?

Zur Sicherung des Ausbildungserfolgs von Auszubildenden, die in der Organisationsform des Blockunterrichts beschult werden, können, falls erforderlich, mit Blick auf die Prüfungen in Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben Blockzeiten gemäß § 5 APO-BK Anlage A verschoben werden.

Wie werden Informationen zu Planungen der Beschulungen der Fachklassen des dualen Systems bekannt gegeben?

Unabhängig vom weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens, sollen für das kommende Schuljahr Planungen zur Beschulung der Fachklassen des dualen Systems frühzeitig vorgenommen und Ausbildungsbetriebe, Maßnahmenträger und ggf. weitere Partner wie überbetriebliche Ausbildungsstätten wie gewohnt über die Planungen zur Unterrichtsorganisation informiert werden.

Welche Vorgaben werden zum Präsenz-und Distanzunterricht und damit zur Freistellungsverpflichtung der Ausbildungsbetriebe gesetzt?

Entsprechend der diesbezüglichen Beschlüsse und Entwicklungen in der Kultusministerkonferenz und in der Allianz für Ausbildung auf Bundesebene werden entsprechende schulrechtliche Vorgaben zu Präsenz- und Distanzunterricht und damit zur Freistellungsverpflichtung der Ausbildungsbetriebe gemäß Berufsbildungsgesetz sowie Unterstützungsmaterialien zur Verknüpfung von Präsenzunterricht und Distanzunterricht schnellstmöglich entwickelt

Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)

Wie erfolgt die weitere Umsetzung der Standardelemente im Rahmen von KAoA?

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Leistungsbewertung, Abschlüsse, Zertifikate

Wie wirkt sich das Ruhen des Unterrichtsbetriebs auf die Leistungsbewertung aus?

Die während des Ruhens des Unterrichts bearbeiteten Aufgaben werden keiner Leistungskontrolle oder Bewertung unterliegen. Knüpft der Unterricht nach Wiederbeginn an die bearbeiteten Aufgaben an, so können Leistungen, die dann auch infolge des häuslichen Arbeitens aus dem Unterricht erwachsen, bewertet werden.

Gute Leistungen, die während des Lernens auf Distanz erbracht worden sind und noch erbracht werden, sollen auch zur Kenntnis genommen werden und in die Abschlussnote im Rahmen der sonstigen Leistungen im Unterricht mit einfließen können.

Wie wirkt sich das Ruhen des Unterrichtsbetriebs auf die Vergabe von Schulabschlüssen nach erfolgreichem Absolvieren von Bildungsgängen aus?

Schülerinnen und Schüler im Abschlussjahrgang der Fachklassen des Dualen Systems und den Klassen der Ausbildungsvorbereitung bzw. der einjährigen Bildungsgänge der Berufsfachschule Anlage B erhalten ab dem 23.04.2020 mit Blick darauf, dass sie mit den Noten des Abschlusszeugnisses die Vergabe eines Schulabschlusses erreichen können, wieder Unterricht im Berufskolleg.

Wird mit dem Versetzungszeugnis der Fachschule die Fachoberschulreife zuerkannt, auch wenn der Unterricht im ersten Jahr nicht vollständig erteilt wurde und nicht alle Leistungsnachweise erbracht werden konnten?

Schülerinnen und Schülern soll durch das Ruhen des Unterrichts kein Nachteil entstehen. Daher wird mit dem Versetzungszeugnis auch die Fachoberschulreife zuerkannt, wenn die Leistungsanforderungen erfüllt sind.

Was ist, wenn die FHR- oder landesrechtlich geregelten Berufsabschlussprüfungen inhaltlich nicht mehr „passen“, weil die Schülerinnen und Schüler Unterrichtsstoff versäumt haben?

Sofern wegen Corona-Unterrichtsausfall geringfügige Änderungen der geplanten Prüfungsaufgaben nötig sind, können die Berufskollegs die notwendigen Anpassungen nach vorheriger Rücksprache mit der Bezirksregierung in eigener Zuständigkeit vornehmen.

Prüfungen

Zu welchen Terminen finden die Berufsabschlussprüfungen in den Fachklassen des Dualen Systems statt?

Die Termine für die Berufsabschlussprüfungen werden von den jeweils für die Ausbildungsberufe zuständigen Stellen (z.B. Kammern) festgelegt und veröffentlicht.

Wie erfolgt der Einsatz von Lehrkräften in Prüfungsausschüssen im Rahmen des Ehrenamtes bei Ruhen des Schulbetriebs, eingeschränktem Schulbetrieb und in der unterrichtsfreien Zeit?

Durch avisierte oder auch bereits festgelegte Verschiebungen von Terminen schriftlicher Abschlussprüfungen durch die Kammern bzw. zuständigen Stellen, ist nicht auszuschließen, dass der Einsatz von Lehrkräften im Rahmen des Ehrenamtes bei zeitlich verschobenen Berufsabschlussprüfungen zum Teil auch in der unterrichtsfreien Zeit oder in Zeiten, in denen der Unterrichtsbetrieb noch ruht oder eingeschränkt ruht wahrgenommen werden sollen.

Lehrkräfte, die während des noch ruhenden oder eingeschränkt ruhenden Schulbetriebs im Rahmen ihrer dienstlichen Obliegenheiten ihr Ehrenamtes als Prüfungsausschussmitglied einer Kammer oder zuständigen Stelle wahrnehmen, tun dies unter der Voraussetzung, dass die Kammer oder zuständige Stelle, die zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Vorgaben zum Infektions- und Gesundheitsschutz einhält.

Wegen der im Rahmen der Corona-Krise notwendigen zeitlichen Verschiebungen von Prüfungsterminen bei allen Kammern und zuständigen Stellen, wird es sich ggf. nicht vermeiden lassen, dass Prüfungsteile in der unterrichtsfreien Zeit absolviert werden. Das angenommene Ehrenamt ist auch in diesem Fall auszuüben. Das MSB hat sich dafür eingesetzt, dass die Inanspruchnahme der Lehrkräfte als ehrenamtliche Prüfungsausschussmitglieder in der unterrichtsfreien Zeit möglichst gering zu halten und auf die Belange von Lehrkräften im Einzelfall Rücksicht zu nehmen ist.

Nutzung von Räumen in Berufskollegs zur Durchführung von Berufsabschlussprüfungen der Kammern und weiteren zuständigen Stellen

Wie sieht es mit der vereinbarten Nutzung von Räumen der Berufskollegs zur Durchführung von Berufsabschlussprüfungen der Kammern und weiteren zuständigen Stellen aus?

Mit 7. Schulmail (18.3.2020) hat das MSB kommuniziert: „Die zuständigen externen Stellen (Kammern) wenden sich bei Bedarf an die jeweiligen Schulträger. Die Schulleitungen unterstützen die Kammern darin, Lösungen zur Sicherstellung der Prüfungen zu finden."

In Abstimmung mit den Kommunalen Spitzenverbänden wird seitens des Ministeriums für Schule und Bildung versichert, dass auch weiterhin die Schulträger bemüht sind, die geübte und ggf. auch für diesen Prüfungsdurchgang langfristig oder auch kurzfristig bereits mit Schulleitungen und Schulträgern vereinbarte Nutzung von Räumen der Berufskollegs zu ermöglichen.

Mit Blick auf die Verantwortung des einzelnen Schulträgers, gemäß Schulmail Nr. 14 und 21 zu planende Unterrichtsveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler von Abschlussklassen zum Teil ggf. tageweise mit Blick auf räumliche und personelle Kapazitäten zu realisieren, sind dem jedoch individuell an den einzelnen Berufskollegs unterschiedliche Grenzen gesetzt.

Was ist wenn eine Durchführung von Abschlussprüfungen in Räumlichkeiten eines oder mehrerer Berufskollegs grundsätzlich nicht ermöglicht werden kann?

Die Schulträger können ggf. alternative Veranstaltungsräume in ihrer jeweiligen Zuständigkeit empfehlen.

Welche Schülerinnen und Schüler können in diesem Schuljahr 2019/2020 noch an der Prüfung zum Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats teilnehmen?

Alle Schülerinnen und Schüler, die sich zur Teilnahme an der Prüfung zum Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats angemeldet haben, sollen auch in diesem Schuljahr 2019/20 noch an der Prüfung teilnehmen können.

Schülerinnen und Schüler der Fachklassen des dualen Systems, die gemäß W zu § 9 Absatz 9.4.1 Anlage A APO-BK für den Erwerb des mittleren Schulabschlusses Englischkenntnisse auf der Niveaustufe B 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprache (GER) nachweisen müssen sowie
Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule 13, die gemäß § 58 Absatz 2 c) Anlage D APO-BK zur Zuerkennung der allgemeinen Hochschulreife den Erwerb des KMK-Zertifikats zum Nachweis der zweiten Fremdsprache auf der Niveaustufe B1 (GER) benötigen, soll die Prüfung verbindlich angeboten werden.

Wann können die Schülerinnen und Schüler das KMK-Fremdsprachenzertifikat ablegen?

Für alle Prüfungen ist der 3. Juni 2020 als zentraler Termin festgelegt worden.

Wie werden die Berufskollegs die Prüfungen für das KMK-Fremdsprachenzertifikat erhalten?

Die Prüfungen werden in der Zeit vom 14. Mai 2020 - 20. Mai 2020 zur Verfügung gestellt.

Was ist, wenn das Berufskolleg wegen der derzeit gültigen Hygienemaßnahmen zur Einhaltung des Infektionsschutzes, personelle oder räumliche Engpässe hat und eine Ablegung der Prüfung zum KMK-Fremdsprachenzertifikat am zentralen Termin nicht möglich ist?

Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die das Berufskolleg zum Schuljahresende 2019/2020 verlassen werden, haben die Möglichkeit als „externe Prüflinge" an den regulären Prüfungen ihres ehemaligen Berufskollegs im kommenden Schuljahr teilzunehmen.

Was ist Corona-bedingt bei der praktischen Prüfung der Gymnastiklehrerin/des Gymnastiklehrers zu beachten?

Für die praktische Prüfung der Gymnastiklehrerin/des Gymnastiklehrers gilt:

Auch für praktische Prüfungen gelten die aktuellen Rahmenvorgaben, insbesondere Schulmail Nr. 14 mit den dortigen Vorgaben zum Infektionsschutz, zur Raumnutzung sowie zum Rahmen-Hygieneplan einschließlich Punkt 6 (Hygiene in Sporthallen). Je nach schulischen Gegebenheiten ergeben sich zwei Varianten der Prüfungsdurchführung:

  1. Sofern die Räumlichkeiten in der Schule oder in Sportstätten nach Rücksprache mit den Trägern unter Berücksichtigung dieser Vorgaben grundsätzlich nutzbar sind, kann die praktische Prüfung durchgeführt werden. Dem Infektionsschutz muss in diesem Fall auch durch bei der Bildung angemessener Gruppengrößen Rechnung getragen werden. Es ist daher ausschließlich die Prüfung von Kleinstgruppen bis max. 5 Personen plus Prüfungskommission (3 Personen) in einem Raum möglich. Als Gruppenmitglieder kommen vornehmlich die zu prüfenden Schülerinnen und Schüler selbst in Betracht.
    Sofern Prüfungen auf dieser Grundlage prinzipiell durchführbar sind, aber die vorgesehenen Aufgabenstellungen angepasst werden müssen, ist dies in Absprache mit der zuständigen Schulaufsicht möglich. Ebenso ist es möglich, die praktische Prüfung zu verkürzen und wegen des Infektionsschutzes nicht durchführbare einzelne Prüfungsteile in ein Prüfungsgespräch zu verlagern.

  2. Sofern die Räumlichkeiten in der Schule oder den angrenzenden Sportstätten nach Rücksprache mit den Trägern unter Berücksichtigung der infektionsschutzrechtlichen Vorgaben nicht genutzt werden können, ist auf Ersatzleistungen zurückzugreifen. Hierfür ist im Vorfeld eine Abstimmung mit der zuständigen Schulaufsicht herbeizuführen. In diesem Fall gilt:
  • Der erste Teil der praktischen Prüfung ist die schriftliche Ausarbeitung der Prüfungsaufgabe zur Didaktisch-Methodischen Planung. Es gelten hierbei die Maßgaben unter Kapitel 4.2 (vgl. S. 21) der Handreichung für die praktische Prüfung in den Assistenten-Bildungsgängen.
  • Der zweite Prüfungsteil ist ein 20-minütiges Kolloquium über die geplante Fachpraktische Unterweisung. Die Prüflinge präsentieren und begründen zunächst den geplanten Verlauf der Unterweisung nach den bekannten drei Teilaspekten (Verhalten der Anleiterin/des Anleiters, Organisation der Unterweisung, Umsetzung der Planungsüberlegungen). Danach können ggf. auftretende Probleme sowie Lösungsvorschläge thematisiert werden.
  • Der dritte Prüfungsteil ist die 20-minütige mündliche Prüfung. Hier werden übergreifende fachliche, didaktische und methodische Fragestellungen erörtert.

Die Prüfungsteile sind wie folgt zu gewichten: Didaktisch-Methodische Planung: 20 %, Kolloquium: 60 %, mündliche Prüfung: 20%.

Was ist Corona-bedingt bei der praktischen Prüfung der Kosmetikerin/des Kosmetikers zu beachten?

Für die praktische Prüfung der Kosmetikerin/des Kosmetikers gilt:

Die praktische Prüfung enthält die drei Teilbereiche

1. Planung (z. B. Anamnese mit Arbeitsplanung), 2. Durchführung und 3. Reflexion sowie eine mündliche Prüfung. Dabei wird die Durchführung mit ca. 50 % der Gesamtleistung bewertet. Die anderen 50 % entfallen auf die restlichen Prüfungsteile.

Der fachpraktische Anteil wird in der Regel durch eine Dienstleistung, z. B. eine Gesichtsbehandlung, dargestellt. Dies lässt sich wegen der geringen körperlichen Distanz nicht mit den Vorgaben des Infektionsschutzes vereinbaren.

Für die Durchführung der praktischen Prüfung bestehen daher zwei Varianten:

  1. Die Prüfungsleistung besteht in der Planung, der mündlichen Erläuterung der geplanten Durchführung einschließlich der dabei getroffenen Entscheidungen sowie der Reflexion. An die Stelle der konkreten manuellen Durchführung tritt also die mündliche Erläuterung der geplanten Durchführung.
  2. Die Durchführung wird an Modellköpfen/Übungspuppen simuliert, an denen die Prüflinge u. a. Massagegriffe bzw. Massagetechniken demonstrieren können. In vergleichbarer Weise sind auch andere praktische Tätigkeiten ohne direkten Körperkontakt vorstellbar.

Die Entscheidung über die Umsetzungsmöglichkeit der Variante 1 oder 2 trifft die Schule. Diese Entscheidung gilt für alle Prüflinge.

Was ist Corona-bedingt bei der praktischen Abiturprüfung im Fach Sport und bei der Prüfung zur Freizeitsportleiterin/zum Freizeitsportleiter zu berücksichtigen?

Im Bildungsgang Allgemeine Hochschulreife (Freizeitsportleiterin/Freizeitsportleiter) (Sport/Gesundheitsförderung, Biologie) nach Anlage D 17 kommt die Durchführung praktische Sportprüfungen dann in Betracht, wenn diese in der konkreten Situation mit den aktuellen Rahmenvorgaben vereinbar sind. Verwiesen wird dabei insbesondere auf Schulmail Nr. 14 mit den dortigen Vorgaben zum Infektionsschutz, zur Raumnutzung sowie zum Rahmen-Hygieneplan einschließlich Punkt 6 (Hygiene in Sporthallen).

Sofern es auf Grundlage der schulischen Gegebenheiten grundsätzlich möglich ist, praktische Prüfungen durchzuführen, dafür aber Anpassungen der Prüfungen erforderlich sind, ist dies in Abstimmung mit der oberen Schulaufsichtsbehörde möglich. Diese Anpassungen können sich auf den zweiten und dritten Prüfungsteil, die Gruppengrößen, die Prüfungszeit und die Leistungsbewertung beziehen.

Sollten sportpraktische Prüfungen angesichts der Bedingungen vor Ort nicht durchgeführt werden können, so entscheidet die Schule in Abstimmung mit der Schulaufsicht über die Bildung und Heranziehung von Ersatzleistungen.

  • Der erste Prüfungsteil (Einzelsportart) der sportpraktischen Prüfung kann durch eine mündliche Prüfung mit 30 Minuten Vorbereitungszeit und 20 Minuten Prüfungszeit (ca. 10-minütiger Vortrag und ca. 10-minütiges Fachgespräch) zu der jeweils praktisch vorgesehenen Sportart ersetzt werden.
  • Der zweite Prüfungsteil (Sportspiele) der sportpraktischen Prüfung kann durch eine mündliche Prüfung mit 30 Minuten Vorbereitungszeit und 20 Minuten Prüfungszeit (ca. 10-minütiger Vortrag und ca. 10-minütiges Fachgespräch) zu der jeweils praktisch vorgesehenen Sportart ersetzt werden.
  • Der dritte Prüfungsteil (Anleitung zur Sportpraxis) baut auf die im Fach Didaktik und Methodik schriftlich ausgearbeitete didaktisch-methodische Planung der Anleitung zu der in der Regel 45-minütigen-Sportpraxis auf, die im Rahmen des dritten Prüfungsteils nicht bewertet wird. Der dritte Prüfungsteil besteht dann aus einem circa 20-minütigen Kolloquium über die geplante sportpraktische Durchführung der Anleitung zur Sportpraxis mit den Schwerpunkten des Anleiterinnenverhaltens/ Anleiterverhaltens, der Organisation der Übungsstunde und der geplanten Umsetzung der Planungsüberlegungen.

Die Gewichtung der drei Prüfungsteile bleibt unabhängig von der gewählten Variante unverändert.

Bezüglich der Nutzung von Sportstätten wird darauf hingewiesen, dass Schülerinnen und Schüler diese im Rahmen der Vorbereitung auf oder der Durchführung von schulischen Prüfungen nutzen können. Bitte berücksichtigen hierzu die unter § 3 Absatz 3 Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) genannte Regelung.

Praktika zum Erwerb von Abschlüssen und zur Zulassung zu Bildungsgängen und Studiengängen

Kann eine Bescheinigung über den Erwerb der Fachhochschulreife ausgestellt werden, wenn das einschlägige halbjährige Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife wegen Corona ausgesetzt werden musste?

Schülerinnen und Schülern, die das einschlägige halbjährige Praktikum (Abschnitt III. Praktikum-Ausbildungsordnung) zum Erwerb der Fachhochschulreife (§ 4 Nr. 1 Gleichwertigkeitsverordnung) wegen Corona bedingter Betriebsschließungen in dem Zeitraum des Ruhens des Unterrichts aussetzen mussten, kann die Fachhochschulreife von den Berufskollegs trotzdem bescheinigt werden, wenn die Praktikumsinhalte nach Anlage 1 der Praktikum-Ausbildungsordnung ordnungsgemäß vermittelt werden konnten.

Nach Wiederaufnahme des Unterrichts (23.04.2020) ist eine Bescheinigung über die Fachhochschulreife auch dann möglich, wenn – aufgrund eines durch die Corona-Pandemie verspäteten Beginns oder einer Absage des Praktikums – zum vollständigen Nachweis des 24-wöchigen Praktikums bis zu drei Wochen fehlen. Außerdem bestehen in Absprache mit dem Berufskolleg folgende Möglichkeiten, wenn nicht absehbar ist, dass das einschlägige Praktikum aufgrund der Corona-Pandemie bis zum Beginn eines Fachhochschulstudiums vollständig abgeleistet werden kann:

- Abweichend von Abschnitt III Nr. 5 Praktikum-Ausbildungsordnung können einschlägige Betriebspraktika aus der Sekundarstufe I angerechnet werden.

- Das Praktikum kann in einem anderen Fachbereich abgeleistet werden.

- Die Schule entscheidet anhand der organisatorischen Möglichkeiten und Umstände im Einzelfall, ob sie bis zum Ende des Schuljahres Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnen kann, einschlägige Praxisleistungen an der Schule zu erbringen.

Können Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2020/2021 in die Klasse 11 der Fachoberschule aufgenommen werden, obwohl sie keinen Praktikumsplatz nachweisen können?

Ein Einstieg in die FOS 11 ist zum Schuljahresbeginn 2020/21 ausnahmsweise auch dann möglich, wenn zum 01.08.2020 noch kein Praktikumsplatz zur Verfügung steht. Der Praktikumsplatz ist dann bis zum 09.10.2020 nachzuweisen. Voraussetzung hierfür ist, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler parallel mit der Aufnahme in die FOS 11 eine Aufnahmezusage für einen alternativen Bildungsgang mit vergleichbarem Abschlussziel (z.B. berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie schulischer Teil der FHR) erhalten, in den sie wechseln, wenn bis zu den Herbstferien kein Praktikumsplatz nachgewiesen werden kann. Der Übergang wird von den Berufskollegs durch die Abstimmung der didaktischen Jahresplanung gewährleistet.

Kann eine ordnungsgemäße Durchführung des einjährigen gelenkten Praktikums zum Erwerb der Fachhochschulreife bescheinigt werden, wenn das Praktikum wegen Corona unterbrochen werden musste?

Praktikantinnen und Praktikanten im einjährigen gelenkten Praktikum (Abschnitt IV. Praktikum-Ausbildungsordnung) zum Erwerb der Fachhochschulreife (§ 4 Nr. 3, 4 Gleichwertigkeitsverordnung) kann die ordnungsgemäße Durchführung des Praktikums dann bescheinigt werden, wenn die Ausfallzeiten einer erfolgreichen Ableistung des Praktikums und der Vermittlung der vorgesehenen Kenntnisse nicht entgegenstehen. Als Anhaltspunkt für hinnehmbare Ausfallzeiten, die eine ordnungsgemäße Durchführung nicht prinzipiell behindern, ist der Zeitraum des tatsächlich ruhenden Unterrichtsbetriebs anzusehen. Wenn diese Voraussetzungen nicht vorliegen, wäre das Praktikum entsprechend zu verlängern.

Was passiert, wenn das Praktikum zum Erwerb des praktischen Teils der Fachhochschulreife nicht vor Ablauf der Einschreibungsfrist an den Hochschulen beendet werden kann?

Es wird auf § 24 der Verordnung über die Vergabe von Studienplätzen in Nordrhein-Westfalen verwiesen, der Regelungen zur vorbehaltlichen Einschreibung für Personen mit Fachhochschulreife trifft.

Entstehen für Schülerinnen und Schüler Nachteile, die Praktika in den Assistentenbildungsgängen der Anlage B und im Bildungsgang Staatlich geprüfte Kinderpflegerin / Staatlich geprüften Kinderpfleger sowie in den Assistentenbildungsgängen der Anlage C und D sowie in der Fachoberschule (FOS) Klasse 11 bedingt durch Corona nicht absolvieren konnten?

Auch für Schülerinnen und Schüler dieser Bildungsgänge, die ihre Praktika aufgrund des Ruhens des Unterrichts nicht absolvieren können, gilt gemäß Schulmail Nr. 7, dass durch die nicht vollständig absolvierten Praktika keine Nachteile entstehen. Bezogen auf den Übergang in die FOS Klasse 12, für den das erfolgreiche Absolvieren des Praktikantenjahres erforderlich ist, wird auf die Rollen und Aufgaben von Praktikumsbetrieben, Berufskollegs und Bezirksregierung auf die Verwaltungsvorschriften 10.1.2 und 10.1.3 zu § 10 der APO-BK, Anlage C, hingewiesen.

Was ist mit den Berufsabschlüssen im sozialpädagogischen Bereich an den Fachschulen, bei denen zur Zulassung Praktika erforderlich sind?

Die Berufsabschlussprüfung für staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher sowie Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger erfolgt an den jeweiligen Berufskollegs, Zulassungsvoraussetzung ist dabei das erfolgreich abgeschlossene Berufspraktikum. Schülerinnen und Schüler, die ihr Berufspraktikum in der anerkannten sozialpädagogischen Einrichtung aus infektionsschutzrechtlichen Gründen nicht absolvieren können, entstehen durch das Ruhen des Unterrichts beziehungsweise der fachpraktischen Ausbildung keine Nachteile, sie können also zur Prüfung und zum Kolloquium zugelassen werden.

Sind Praktika im Zusammenhang mit Bildungsgängen der Berufskollegs ausgesetzt?

Solange der Unterrichtsbetrieb ruht, sind Praktika im Zusammenhang mit Bildungsgängen der Berufskollegs nur zu absolvieren, wenn es dazu Anstellungsverträge mit Betrieben oder Einrichtungen gibt und die Durchführung aufgrund der Gegebenheiten der jeweiligen Praktikumsstelle vor Ort möglich ist. Insbesondere betrifft dies Bildungsgänge der FOS 11, der Fachschule für Sozialwesen und entsprechende Bildungsgänge des Beruflichen Gymnasiums.

Wenn das Absolvieren nicht möglich ist, entstehen den Schülerinnen und Schülern durch die nicht absolvierten Praktika keine Nachteile.

Auch Schülerinnen und Schüler der Bildungsgänge der FOS 11 erhalten übrigens Lernangebote entsprechend dem Unterrichtsumfang von in der Regel 12 Wochenstunden. Gegebenenfalls werden einvernehmlich zwischen Schülerinnen und Schülern und dem jeweiligen Praktikumsbetrieb wegen erhöhten Arbeitsaufkommens in kritischen Infrastrukturen wie im Gesundheits- oder Sozialbereich die ursprünglich abgestimmten Praktikumszeiten erhöht. Zur Sicherstellung von Chancengleichheit aller Schülerinnen und Schüler müssen dann die so verkürzten Lernzeiten durch spätere Erhöhung der Lernzeiten während der Praktika ausgeglichen werden.

Sind auch die Praktika der Fachoberschule (FOS) des Berufskollegs ausgesetzt?

Für Praktika im Zusammenhang mit dem Bildungsgang FOS 11 des Berufskollegs: Bei bestehenden Verträgen mit Einrichtungen und Betrieben ist in Analogie zu den Vorgaben für die Fachschule für Sozialwesen und die Erzieherausbildung (Allgemeine Hochschulreife) zu verfahren.

Informationen zu KAoA

Umsetzung der Standardelemente im Rahmen von KAoA an allgemeinbildenden Schulen und Berufskollegs

Die Umsetzung von KAoA-Standardelementen ist mit Blick auf die prioritäre Sicherstellung des Bildungserfolges hinsichtlich der Vorgaben der Lehr- und Bildungspläne bis zum Ende des Schuljahres nicht verpflichtend und sollte, wenn möglich, als ein ergänzendes unterrichtliches Angebot umgesetzt werden.

Mit der Wiederaufnahme des Unterrichts soll auch der Prozess der Beruflichen Orientierung fortgesetzt werden.

Im Fokus soll hierbei die Übergangsgestaltung der Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Jahrgangsstufen liegen, die die Schule am Ende des Schuljahres verlassen. Besonders für die Jugendlichen, die derzeit noch ohne Anschlussoption sind, sind mit dem Lockdown in vielen Betrieben und den Folgen der Corona-Epidemie für den Arbeitsmarkt viele Unsicherheiten für den Übergang und den möglichen Anschluss entstanden.

Diese Schülerinnen und Schüler müssen im Rahmen der organisatorischen und personellen Möglichkeiten beraten und betreut werden, um einen passgenauen Übergang zu realisieren.

Die meisten Standardelemente bieten für die Umsetzung einen flexiblen zeitlichen Rahmen, der ausgeschöpft werden kann und sollte. Unter Berücksichtigung der aktuellen Situation können Standardelemente, die noch im laufenden Schuljahr stattfinden sollen, abweichend von der bestehenden Jahresplanung des schulinternen BO-Curriculums verschoben und in der folgenden Jahrgangsstufe stattfinden oder abgesagt werden.

Das Nachholen von ausgefallenen bzw. vorzeitig abgebrochenen Standardelementen nach der Wiederaufnahme des Unterrichts muss von jeder Schule für jede Jahrgangsstufe einzeln betrachtet und regional abgestimmt werden.

Nähere Empfehlungen und Vorgaben sind im Folgenden in der Beschreibung zu den einzelnen Standardelementen zu finden.

Die folgenden Regelungen zur Umsetzung in diesem Schuljahr wurden in Absprache mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW für die einzelnen Standardelemente getroffen.

Umsetzung einzelner Standardelemente

Bei der Umsetzung der Standardelemente ist nach Schulmail vom 06.05.2020 Folgendes zu beachten:

Aus Gründen des Infektionsschutzes sollen in der Sekundarstufe I feste und permanente Lerngruppen gebildet werden (z.B. unter derzeitigem Verzicht auf äußere Fachleistungsdifferenzierung und Wahlpflichtkurse mit Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Klassen).

Monitoring (SBO 1)

Das Monitoring ist in diesem Schuljahr ausgesetzt.

Elterninformationsveranstaltungen (SBO 2.3.1) und STAR – Elterninformationsveranstaltungen (SBO 2.3.2)

Die aktuellen Regelungen für Versammlungen und Veranstaltungen sind in der Corona-Schutzverordnung aufgeführt. Als Ersatz für Elterninformations-veranstaltungen können die Informationen an Eltern auch digital oder postalisch weitergegeben werden.

Einwilligung zu KAoA-STAR und Rückmeldung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler durch die Schulen

Die noch ausstehenden Veranstaltungen in der jetzigen Jahrgangsstufe 7 zur Information über KAoA-STAR für Eltern von im nächsten Schuljahr neu einsteigenden Schülerinnen und Schüler können auch digital oder postalisch durch die Schulen erfolgen. Auch die unterschriebenen Einwilligungserklärungen sollen postalisch oder digital eingeholt werden. Dies kann auch noch zu Beginn des nächsten Schuljahres erfolgen. Beratungen der Eltern zu KAoA-STAR können bis auf Weiteres telefonisch durchgeführt werden.

Die Rückmeldung der noch ausstehenden bzw. noch offenen Potenzialanalysen aus dem laufenden Schuljahr ist nicht gemeint.

Schulische Beratung (SBO 2.1) und STAR-Berufswegekonferenzen

Wenn möglich, ist die schulische Beratung mit dem Schwerpunkt auf der Übergangs-gestaltung fortzuführen (ggf. telefonisch oder digital).

Einzelberatung sollte (ggf. telefonisch oder digital) wiederaufgenommen werden, insbesondere von Abgangsschülerinnen und -schülern ohne sicheren Anschluss.

Beratungs- und Berufsorientierungsangebot der Bundesagentur für Arbeit (SBO 2.2)

Die Beratungsfachkräfte der Agentur für Arbeit werden, sobald eine Präsenzzeit in der Schule wieder möglich ist, Kontakt zu den Schulen aufnehmen, um die Möglichkeiten der Wiederaufnahme der persönlichen Beratung in der Schule zu besprechen.

Die individuelle Einzelberatung in der Schule soll wiederaufgenommen werden, wenn die Schule diese in ihren organisatorischen Tagesablauf integrieren kann und die hygienischen Rahmenbedingen in der Schule sichergestellt werden können.

Die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit ist bis auf Weiteres über den telefonischen Kontakt oder per E-Mail zu erreichen. Persönliche Beratungstermine in Einzelfällen in den Agenturen für Arbeit sind über die bewährte Hotline zu erfragen.

Die den Prozess der systematischen Beruflichen Orientierung unterstützenden Maßnahmen der vertieften Berufsorientierung nach § 48 Drittes Sozialgesetzbuch (SGB III) der Bundesagentur für Arbeit und der Ko-Finanzierenden können in den einzelnen Jahrgangsstufen fortgesetzt werden.

Workshops Standortbestimmung und Entscheidungskompetenz I und II (SBO 5.6 / 5.7 / 5.8)

Die Umsetzung der Workshops kann flexibel über die Jahrgangstufen EF bis Q2.1 verteilt werden.

STAR Potenzialanalysen (SBO 5.3 / 5.4 / 5.5)

Die KAoA-STAR-Potenzialanalyse kann abweichend vom bisherigen zeitlichen Rahmen bis zum Ende des Schuljahres durchgeführt werden. Eine Verschiebung in das kommende Schuljahr ist ggf. möglich. Eine Durchführung muss jedoch bis zum 31.12.2020 erfolgen. Hierzu erfolgen Absprachen zwischen Träger, Schule und dem jeweiligen Integrationsfachdienst (IFD).

STAR – Berufsorientierungsseminar (SBO 6.1.3), STAR-TASK (SBO 6.3.2) und STAR Kommunikationstrainings (SBO 7.1.2 / SBO 7.1.3 / SBO 7.1.4)

Das Berufsorientierungsseminar und die Trainings können durchgeführt bzw. fortgesetzt werden, wenn die Schule dies in ihren organisatorischen Tagesablauf integrieren kann und die hygienischen Rahmenbedingen in der Schule geschaffen werden. Ein Nachholen im nächsten Schuljahr ist in Absprache mit dem Integrationsfachdienst (IFD) möglich, wenn die Kapazitäten dies zulassen.

Praxisphasen (SBO 6)

Die Durchführungsdauer bei Standardelementen der Praxisphasen (Berufsfelderkundungen, Praxiskurse, Schülerbetriebspraktika, Praxiselemente Sek. II, KAoA-kompakt) kann in diesem und nächstem Schuljahr verkürzt werden, wenn schulische Belange, ein fehlendes Angebot an betrieblichen Plätzen oder Engpässe im Rahmen der trägergestützten Angebote dies erforderlich machen. Zur Verkürzung trägergestützter Elemente sind die unten folgenden Regelungen zu beachten.

Für betriebliche Standardelemente (Berufsfelderkundungen, Schülerbetriebs-praktika, Langzeitpraktika, Praxiselemente Sek. II), die für den weiteren Verlauf noch in diesem Schuljahr oder direkt nach Beginn des neuen Schuljahres terminiert sind bzw. ggf. nachgeholt werden sollen, sollte frühzeitig der Kontakt zu den Betrieben aufgenommen werden, um zu klären, ob das jeweilige Standardelement stattfinden kann. Insgesamt sollte die aktuelle Lage in den Betrieben berücksichtigt werden (z.B. Lockdown bestimmter Branchen, hohe Hygieneanforderungen, Home-Office vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter usw.). Die betrieblichen Standardelemente bieten für die Umsetzung einen flexiblen zeitlichen Rahmen, der ausgeschöpft werden kann und sollte. Es sollen pragmatische Lösungen gefunden werden, insbesondere auch im Hinblick auf die Möglichkeiten der externen Partner und des Gesundheitsschutzes.

Die noch ausstehenden und ggf. nachzuholenden trägergestützten Standardelemente (Berufsfelderkundungen, Praxiskurse und KAoA-kompakt) können nur in regionaler Abstimmung mit der Kommunalen Koordinierungsstelle, der Schulaufsicht mit der Generale KAoA und den Bildungsträgern durchgeführt werden. Es muss auf regionaler Ebene geklärt werden, welche Möglichkeiten der Umsetzung nach der jeweils gültigen Fassung der CoronaSchVO geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen bzgl. trägergestützter Standardelemente bestehen und welche Kapazitäten in den jeweiligen Regionen zur Verfügung stehen. Auch eine Verschiebung in das nächste Schuljahr kann nur in regionaler Abstimmung mit der Kommunalen Koordinierungsstelle und der Schulaufsicht mit der Generale KAoA erfolgen.

Eine Entscheidung betriebliche und trägergestützte Standardelemente nicht nachzuholen, kann ebenfalls durch die Schule getroffen werden. Diese Entscheidung ist in Abstimmung mit der zuständigen Schulaufsicht mit der Generale KAoA zu treffen. Die Kommunale Koordinierungsstelle und die von der Entscheidung betroffenen weiteren Akteure sind zu informieren. Im Rahmen von KAoA-STAR ist der Integrationsfachdienst (IFD) zu beteiligen.

Praxisphasen in Krankenhäusern und im Pflegebereich (SBO 6)

Berufsfelderkundungen, Schülerbetriebspraktika, Langzeitpraktika und Praxiselemente Sek. II können bis auf Weiteres i. d. R. nicht in Krankenhäusern und Altenpflegeheimen und anderen Bereichen der Altenpflege absolviert werden.

Praxisphasen im Ausland (SBO 6)

Berufsfelderkundungen, Schülerbetriebspraktika, Langzeitpraktika und Praxis-elemente in der Sek. II im Ausland sind in diesem Schuljahr auszusetzen. An Nordrhein-Westfalen angrenzende Nachbarstaaten sind hiervon ausgenommen. Die Corona-Schutzverordnung und die Corona-Einreiseverordnung sind einzuhalten. Die Bestimmungen der Nachbarstaaten sind zu beachten.

Inwiefern im kommenden Schuljahr in Ländern, die dann nicht vom RKI als Krisenregion benannt werden, wieder entsprechende Elemente durchgeführt werden können, bleibt abzuwarten.

Trägergestützte Berufsfelderkundungen (SBO 6.1) und trägergestützte Praxiskurse (SBO 6.3)

Die trägergestützten Berufsfelderkundungen und Praxiskurse können wie folgt durchgeführt werden:

Den Bildungsträgern wird ermöglicht, BFE und Praxiskurse unter Einhaltung der nach der jeweils gültigen Fassung der CoronaSchVO bestehenden Hygiene- und Abstandsregelungen umzusetzen. Da die Bildungsträger ggf. die vorgesehenen Gruppengrößen reduzieren müssen und / oder um ausreichende Kapazitäten zu ermöglichen, können die Bildungsträger – zunächst zeitlich befristet bis zum 26.06.2020 - in Abstimmung mit den Schulen neben der regulären Umsetzung der drei BFE-Tage bzw. des dreitägigen Praxiskurses auch zwei weitere Modelle als zeitlich verkürzte Formate zur Umsetzung anbieten:

a)         2 –Tages - Modell: Die Umsetzung der BFE-Tage/ des Kurses erfolgt in zwei statt drei Tagen bei einer täglichen Dauer von mindestens 7 Stunden (inklusive Pausen nach JArbSchG). Die Inhalte der BFE-Tage/ des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren

b)         2 - Schicht - Modell

Eine Gruppe wird in 2 Teil-Gruppen geteilt. Jede Teil-Gruppe kommt an den drei Tagen für jeweils 4 Stunden reiner Werkstattzeit zum Bildungsträger. Die Inhalte der BFE-Tage/ des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren. Die eine Gruppe kommt vormittags, die andere Gruppe nachmittags. Die Zeiten werden so gelegt, dass sich die Gruppen nicht begegnen.

Bei dem Wunsch einer Umsetzung verständigen sich Schule und Bildungsträger auf ein Modell und teilen dies der KoKo und der Schulaufsicht mit. Die KoKo informiert die LGH per Mail, der Träger kann anschließend den entsprechenden Kurs ins BAN Portal eintragen und die Schule dort ihre Buchung vornehmen.

Diese Regelungen gelten bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020.

Bei einer Absage noch ausstehender BFE-Tage oder Praxiskurse in diesem Schuljahr sind die Bildungsträger umgehend zu informieren.

Im Falle einer Umsetzung von verkürzten Modellen der dreitägigen BFE und des dreitägigen Praxiskurses, benötigt die LGH für die Anpassung der Weiterleitungs-verträge der umsetzenden Träger eine Information darüber, wie sich die Platzzahlen auf Ihre KAoA-BOP-Träger verteilen.

KAoA-kompakt

In der Regel sind die Potenzialanalysen durchgeführt. Die Umsetzung der Berufsfelderkundungen und der Praxiskurse können wie folgt durchgeführt werden:

Den Bildungsträgern wird ermöglicht, BFE und Praxiskurse unter Einhaltung der nach der jeweils gültigen Fassung der CoronaSchVO bestehenden Hygiene- und Abstandsregelungen umzusetzen. Da die Bildungsträger ggf. die vorgesehenen Gruppengrößen reduzieren müssen und / oder um ausreichende Kapazitäten zu ermöglichen, können die Bildungsträger – zunächst zeitlich befristet bis zum 26.06.2020 - in Abstimmung mit den Schulen neben der regulären Umsetzung der drei BFE-Tage bzw. des dreitägigen Praxiskurses auch zwei weitere Modelle als zeitlich verkürzte Formate zur Umsetzung anbieten:

a)    2 - Tages - Modell: Die Umsetzung der BFE-Tage/ des Kurses erfolgt in zwei statt drei Tagen bei einer täglichen Dauer von mindestens 7 Stunden (inklusive Pausen nach JArbSchG). Die Inhalte der BFE-Tage/ des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren

b)    2 - Schicht - Modell: Eine Gruppe wird in 2 Teil-Gruppen geteilt. Jede Teil-Gruppe kommt an den drei Tagen für jeweils 4 Stunden reiner Werkstattzeit zum Bildungsträger. Die Inhalte der BFE-Tage/ des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren. Die eine Teil-Gruppe kommt vormittags, die andere Teil-Gruppe nachmittags. Die Zeiten werden so gelegt, dass sich die Gruppen nicht begegnen.

Schule und Bildungsträger verständigen sich bei dem Wunsch einer Umsetzung auf ein Modell und teilen dies der KoKo und der Schulaufsicht mit. Die KoKo informiert die LGH per Mail, der Träger kann anschließend den entsprechenden Kurs ins BAN Portal eintragen und die Schule buchen.

Im Falle einer Umsetzung von verkürzten Modellen der dreitägigen BFE und des dreitägigen Praxiskurses und / oder von KAoA-kompakt, benötigt die LGH für die Anpassung der Weiterleitungsverträge der umsetzenden Träger, eine Information darüber, wie sich die Platzzahlen auf Ihre KAoA-BOP-Träger verteilen.

Bei einer Absage noch ausstehender BFE-Tage/ Praxiskurse in diesem Schuljahr sind die Bildungsträger umgehend zu informieren.

Diese Regelungen gelten bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020.

Schülerbetriebspraktika (SBO 6.2.1), STAR- Betriebspraktikum im Block (SBO 6.2.2) und Praxiselemente in der Sek. II (SBO 6.2.3)

Praktika können wiederaufgenommen werden. Der Kontakt zu den Betrieben sollte frühzeitig hergestellt werden, um zu klären, ob das Praktikum stattfinden kann. Insgesamt sollte die aktuelle Lage in den Betrieben berücksichtigt werden. Bei KAoA-STAR erfolgt der Kontakt zum Betrieb und die Betreuung der Schülerinnen und Schüler durch den Integrationsfachdienst (IFD).

In dieser Krisensituation kann für das Schülerbetriebspraktikum in diesem und im nächsten Schuljahr eine alternative Umsetzung abweichend vom internen BO-Curriculum durch die Schulen geplant werden, z. B. können die noch in diesem Schuljahr anstehenden Praktika in das nächste Schuljahr verschoben werden oder/und verkürzt werden oder nicht durchgeführt werden. Bei der alternativen Umsetzungsplanung muss berücksichtigt werden, dass für jede Schülerin bzw. jeden Schüler mindestens ein einwöchiges Praktikum insgesamt in der Sekundarstufe I oder II durchgeführt wird. Diese Abweichung von den Mindeststandards gilt nur in diesem und im nächsten Schuljahr.

Eine Schülerin bzw. ein Schüler der jetzigen und der zukünftigen EF (bzw. Klasse 11 des Beruflichen Gymnasiums) des kommenden Schuljahrs sollte in der Oberstufe mindestens eine Praxisphase von fünf Tagen durchlaufen.

Schülerinnen und Schüler, die wegen der Krisensituation keine Praktikumsplätze finden, müssen durch die Schule in das laufende Unterrichtsangebot der Schule integriert werden. Im Mittelpunkt soll die Berufliche Orientierung stehen.

Langzeitpraktikum (SBO 6.4.1) und STAR – Praktikum in Langzeitform (SBO 6.4.2)

Das Langzeitpraktikum kann für bestehende Praktikumsplätze wiederaufgenommen werden. Hier muss die entsprechende Zustimmung der Betriebe, Eltern und Schülerinnen bzw. Schüler vorliegen. Es muss gewährleistet sein, dass die hygienischen Bestimmungen im Betrieb eingehalten werden und dass ein Kontakt zwischen Schule und Betrieb besteht und die Schülerinnen und Schüler von Schulseite betreut werden (ggf. telefonisch oder online). Bei KAoA-STAR erfolgt der Kontakt zum Betrieb und die Betreuung der Schülerinnen und Schüler durch den Integrationsfachdienst (IFD).

Schülerinnen und Schüler, die im Augenblick keinen Praktikumsplatz haben, sollen in der Regel keinen neuen Platz suchen, sondern in das laufende Unterrichtsangebot der Schule integriert werden.

Studienorientierung (SBO 6.5)

Die einzelnen Hochschulen bieten alternative Formen der Beratung an. Diese sind über die Internetseite der Studienberatung der jeweiligen Hochschule zu erreichen. Die einzelnen Zentralen Studienberatungsstellen mit ihren Kontaktdaten sind unter www.zsb-in-nrw.de zu finden.

Über die Angebote der Studienorientierung an den Hochschulen sind Informationen auf der Internetseite der jeweiligen Hochschule zu finden.

Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) (SBO 7.2.1)

Die Arbeit der Berufseinstiegsbegleitung in den Schulen kann unter Berücksichtigung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregelungen wieder aufgenommen werden. Ob und in welcher Form im Einzelfall eine Durchführung der Berufseinstiegsbegleitung physisch in der Schule möglich ist, stimmen die Schulen und durchführenden Maßnahmeträger vor Ort ab.

Darüber hinaus kann die Kontaktaufnahme in alternativer Form telefonisch oder elektronisch erfolgen und am Arbeitsplatz der Berufseinstiegsbegleitung in den Räumen des Bildungsträgers.

Beratung und Übergangsbegleitung durch den Integrationsfachdienst (IFD) (SBO 7.2.2)

Individuelle Einzelberatung durch den IFD kann in der Schule stattfinden, wenn die Schule dies in ihren organisatorischen Tagesablauf integrieren kann und die hygienischen Rahmenbedingen in der Schule geschaffen werden können. Die Beratung kann auch telefonisch oder in digitaler Form erfolgen.

Anschlussvereinbarung Sek. I und Sek. II (SBO 7.3)

Die Anschlussvereinbarungen Sek. I und Sek. II sollen im Rahmen der organisatorischen und personellen Möglichkeiten mit den Jugendlichen ausgefüllt werden. Abweichend vom vorgegebenen Mindeststandard kann dies auch im Rahmen einer Unterrichtstunde gemeinsam in der jeweiligen Lerngruppe stattfinden oder mittels einer Telefon-/Videokonferenz.

AV Sek. I und Sek. II zum Download unter:

www.berufsorientierung-nrw.de/standardelemente/uebergangsgestaltung-/anschlussvereinbarung/index.html

EckO (SBO 7.3)

EckO wird in diesem Schuljahr ausgesetzt.

Schulmails zum Coronavirus

Informationen auf Arabisch, Bulgarisch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Kurdisch, Persisch, Polnisch, Rumänisch, Serbisch, Türkisch Russisch

Schulministerin Yvonne Gebauer hat sich am 23. April 2020 mit einem Offenen Brief an alle Eltern schulpflichtiger Kinder in NRW gewandt, um sie über die Pläne des Ministeriums für Schule und Bildung zu einer behutsamen Öffnung der Schulen zu informieren. Dieser Brief steht in insgesamt 14 Fremdsprachen zur Verfügung:

Die Pressemitteilung "Coronavirus: Unterricht in allen Schulen wird bis zu den Osterferien ausgesetzt" von Freitag, 13. März 2020, wurde in insgesamt elf Sprachen übersetzt:

Informationen für Schulleitungen - „Führen und Leiten in Krisensituationen“

Die dynamische Entwicklung im Zusammenhang mit dem Coronavirus erfordert ein gleichermaßen umsichtiges wie effektives Handeln der Schulleitungen. Der Notfallordner „Hinsehen und Handeln“ unterstützt Schulen dabei, kompetent mit verschiedensten Notlagen umzugehen, auch bei der Bewältigung der aktuellen Situation. 

Ein Auszug aus dem Notfallorder (Seiten 231 – 234) bietet wichtige Handlungsempfehlungen für Schulleitungen und gibt Schulleiterinnen und Schulleitern wichtige Orientierung. Der gesamte Notfallordner steht allen Schulen auch online zum Download zur Verfügung. (www.notfallordner.nrw.de, Anmeldung mit Schulkennung und Kennwort)

Sport- und Bewegungsideen für drinnen

Aufgrund der aktuellen Maßnahmen, das Coronavirus zu begrenzen, verbringen Kinder und Jugendliche viel Zeit im Haus. Deshalb sind im Schulsportportal NRW in den kommenden Wochen von Montag bis Freitag Bewegungsideen veröffentlicht, die zu Hause in der Wohnung geübt werden können. Die Angebote aus verschiedenen Sportbereichen sind einfach und kreativ. Und alle können Mitmachen!

Bewegungsintensive Pausen sollten Teil eines Schultages sein, doch die Infektionsschutzmaßnahmen schränken die Möglichkeiten von Bewegung, Spiel und Sport in der Pause stark ein. Trotzdem sind bewegte Pausen auf dem Schulhof oder im Klassenraum möglich. Auch dazu werden viele Ideen, Anregungen und Spielbeschreibungen ab dem 5. Mai 2020 im Schulsportportal NRW abrufbar sein.

Zuständigkeit für Schutzmaßnahmen

Die Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus liegt – wie ausgeführt – in der Zuständigkeit der Gesundheitsbehörden unter der Aufsicht des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Das NRW-Gesundheitsministerium steht in ständigem Kontakt zur Bundesebene, zu anderen Bundesländern und orientiert sich an den Risikobewertungen und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI).

Das RKI in Berlin beobachtet und bewertet die Lage stetig und ist bundesweit die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Coronavirus. Von dort aus werden Maßnahmen bundesweit koordiniert.

Grundsätzlich haben auch Schulleitungen im Einzelfall die Befugnis, Schülerinnen und Schüler vom Unterricht auszuschließen, wenn von ihnen eine Gesundheitsgefahr ausgeht (§ 54 Absatz 4 SchulG). Dies gilt nach beamten- bzw. arbeitsrechtlichen Regelungen auch für Lehrkräfte. Darüber hinaus kann im Ausnahmefall eine Schule auf Grundlage des Hausrechtes der Schulleitung (§ 59 Absatz 1 Ziffer 6 in Verbindung mit Absatz 8 SchulG) zur Abwehr erheblicher konkreter Gefahren geschlossen werden.

Hygienemaßnahmen

Anforderungen an die Hygiene in der Schule

Basierend auf der Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) und der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) ist bei der Beachtung von Präventionsmaßnahmen und der Einhaltung bestimmter Rahmenbedingungen die Wiederaufnahme des Schulbetriebs möglich. Auch Prüfungen können dann durchgeführt werden.

Eine Zusammenfassung, Ergänzung und zugleich praktische Auslegungshinweise zu den Empfehlungen, die bereits in verschiedenen Schulmails (insb. 15. Schulmail) enthalten sind bieten die "Hinweise und Verhaltensempfehlungen für den Infektionsschutz an Schulen im Zusammenhang mit Covid-19".

Im Wesentlichen sind die nachstehend genannten Punkte zu beachten:

Zahl und Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Teilnehmerzahl ist zu begrenzen in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und der Zahl der benötigten Aufsichtspersonen. Es muss zwischen den Schülerinnen und Schülern (Prüflingen) und zwischen diesen und Lehrkräften (Prüfende / Aufsichtspersonal) ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden können.

Es hat eine namentliche und nach Sitzplatz bezogene Registrierung zu erfolgen, um eine etwaige Nachbefragung bzw. Kontakt-Nachverfolgung zu ermöglichen.

Personen mit bestimmten Vorerkrankungen (s.o.) sollten Rücksprache mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt nehmen.

Gestaltung des Unterrichts- bzw. Prüfungsraums

Aus Gründen eines fortdauernden Infektionsschutzes ist damit zu rechnen, dass auf absehbare Zeit die Klassen und Kurse nicht in der ursprünglichen Größe unterrichtet bzw. auf Prüfungen und Abschlüsse vorbereitet werden können, sondern dass zumindest eine Teilung der Lerngruppen erforderlich sein wird.

Die dreitägige Vorlaufzeit vom 20. April 2020 bis zum 22. April 2020 gibt die Gelegenheit, in den Schulen Raumnutzungskonzepte zu entwickeln, die einen ausreichenden Abstand bei der Benutzung der einzelnen Räume sowie der Verkehrsflächen und Pausenhöfe sicherstellen. Es empfiehlt sich ein abgestimmtes Vorgehen mit dem Schulträger.

Die Gestaltung der Räumlichkeit muss von der Tisch- und Sitzordnung, dem Zugang zum Raum (auch Treppenhäuser und sonstige Verkehrsflächen) und zum Sitzplatz, den Belüftungsmöglichkeiten und dem Zugang zu Toiletten und Waschgelegenheiten die Gewähr bieten, dass der vorgegebene Mindestabstand zwischen Prüflingen und Prüfern von 1,5 Metern zu jedem Zeitpunkt eingehalten werden kann. Die Hand-Kontaktflächen wie z.B. Tische sollen leicht zu reinigen sein.

Schülerbeförderung

Ein weiteres Thema, das mit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs in engem Zusammenhang steht, ist die Schülerbeförderung. Die Frage einer infektionsschutzrechtlich zulässigen Benutzung von Bussen und Bahnen gehört jedoch nicht zum Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Schule und Bildung.

Durch die schrittweise Wiederaufnahme des Schulbetriebs nutzen Schülerinnen und Schüler seit Donnerstag, 23. April 2020, wieder vermehrt Busse und Bahnen. Um die Ansteckungsgefahr auch auf dem Weg zur Schule so gering wie möglich zu halten, haben das Land, die kommunalen Spitzenverbände und die Branchenverbände Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWO) Hinweise und Verhaltensregeln für einen besseren Infektionsschutz im Schülerverkehr erarbeitet. Diese sind auf der Webseite des Verkehrsministeriums abrufbar. Sie gelten auch für den Schülerspezialverkehr:

https://www.vm.nrw.de/presse/pressemitteilungen/Archiv-des-VM-2020/2020_04_22_Hygieneregeln_Schuelerverkehr/20200421-finale-Fassung-Infektionsschutz-Schuelerbefoerderung.pdf

Laut Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) in der ab dem 30. Mai 2020 gültigen Fassung gilt bei der Benutzung von Beförderungsleistungen des Personenverkehrs sowie seiner Einrichtungen ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtend (§ 2 Abs. 3 Nr. 9 CoronaSchVO).

Der rollierende Unterrichtsbetrieb führt bisher dazu, dass aufgrund des eingeschränkten Schüleraufkommens jedenfalls im Schülerspezialverkehr in den Schulbussen faktisch ein gewisser Abstand gewahrt werden kann.

Persönliches Verhalten

Neben Beachten der Husten- und Nieß-Etikette, der Händehygiene und der Abstandsregeln sollten keine Bedarfsgegenstände wie Gläser, Flaschen zum Trinken, Löffel etc. gemeinsam genutzt werden.

Ausschluss von Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Symptomen

Symptomatisch kranke Personen sind von der Teilnahme an Unterricht und Prüfungen auszuschließen. Die Beteiligten (Prüflinge und Prüfende) sollten keiner gefährdeten Gruppe (s.o.) angehören. Zur Symptomatik bei COVID-19 finden Sie Hinweise in der verlinkten medizinisch-hygienischen Stellungnahme.

Erweiterte Präventivmaßnahmen durch Tragen von Masken

Eine Maskenpflicht ist nur dann erforderlich, wenn die gebotene Abstandswahrung nicht eingehalten werden kann.

Händewasch- und Händedesinfektionsmöglichkeiten

Es ist für ausreichende Hände-Waschmöglichkeiten zu sorgen. Die Sanitäranlagen müssen mindestens mit ausreichend Seifenspendern ausgestattet sein. Sie müssen unter dem Kriterium der Abstandswahrung gut erreichbar sein. Der Zugang zur Händedesinfektion sollte vor Eintritt in den Unterrichts- bzw. Prüfungsraum und gegebenenfalls zusätzlich an gut erreichbaren Plätzen im Gebäude wie z.B. auf Fluren ermöglicht werden. Auf das Händeschütteln soll verzichtet werden. Die Hände sollten regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife über 20-30 Sekunden gewaschen werden. Hautverträgliche Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis können bei nicht sichtbarer Verschmutzung alternativ benutzt werden.

  • Mittel für die Händehygiene und für Reinigung und Flächendesinfektion: Bei Verwendung von Desinfektionsmitteln für bestimmte, häufig von unterschiedlichen Personen berührten Flächen sollten nur geeignete Desinfektionsmittel für alle Handkontaktflächen verwendet werden. Ihr Schulträger verfügt dazu über die notwendigen Informationen.
  • Standards für die Sauberkeit in den Schulen: Potentiell kontaminierte Flächen, die durch Händekontakte zu einer Übertragung beitragen könnten, sollen durch eine arbeitstägliche Reinigung und in zuvor definierten Bereichen (z.B. Handkontaktflächen, gemeinsam benutze Tastaturen, Sanitäranlagen, Türkliniken und Treppenläufe) ggfls. durch eine zusätzliche Flächendesinfektion mittels Wischdesinfektion (z.B. vorgetränkte Wischtücher) dekontaminiert werden. Es sollten nur geeignete Desinfektionsmittel für alle Handkontaktflächen verwendet werden. Ihr Schulträger verfügt dazu über die notwendigen Informationen.
  • Hygieneplan: Die ergriffenen Maßnahmen sollen Eingang finden in den Hygieneplan nach § 36 Absatz 1 Infektionsschutzgesetz. Muster:Rahmen-Hygieneplan für Schulen und sonstige Ausbildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche und Muster-Reinigungs- und Desinfektionsplan für Schulen und sonstige Ausbildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche

Kommunikation der Prüfungsbedingungen

Informationen zu den Prüfungsvoraussetzungen sollen schriftlich zusammengefasst werden und allen Beteiligten einschließlich der Erziehungsberechtigten, des sonstigen Schulpersonals und sonstiger Personen, die sich während des Unterrichts und der Prüfungen im Schulgebäude aufhalten, ausgehändigt oder in geeigneter Form zur Kenntnis gebracht werden.

Die medizinisch-hygienische Stellungnahme können Sie hier nachlesen.

Weitere Informationen

Schulträger, die sich über zuverlässige Beschaffungsmöglichkeiten für geeignete Desinfektions- und Reinigungsmittel sowie für geeignete Masken für den Infektionsschutz informieren wollen, können das hier tun:

Krisenstab bei der Bezirksregierung Münster

hygiene-schule@bezreg-muenster.nrw.de

BAD-Handlungsempfehlung Prüfungssituation

BAD Handlungsempfehlung Prüfungssituation

Digitales Medienpaket

Elterninformationen

Hygiene-Tipps für Eltern

Hygiene-Tipps für Kinder

Literatur

Die medizinisch-hygienische Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) und der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) finden Sie hier.

Grundsätzlich verweisen wir noch einmal auf die Informationsangebote des RKI und der Gesundheitsbehörden.

Verhalten bei Auftreten von Krankheitssymptomen

Nach den Hinweisen des NRW-Gesundheitsministeriums sollen Menschen, die zurzeit grippeähnliche Symptome aufweisen, ihren Hausarzt beziehungsweise eine Notarztpraxis kontaktieren, um die weitere Vorgehensweise abzuklären. Wegen der Ansteckungsgefahr soll die Kontaktaufnahme zunächst telefonisch erfolgen.

Informationen zum Coronavirus, Bürgertelefon

Robert-Koch-Intstitut (RKI)

Das RKI veröffentlicht auf seiner Internetseite eine Vielzahl von Informationen für Fachleute, aber auch die allgemeine Öffentlichkeit.

Bürgertelefon

Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus ein Bürgertelefon zum Coronavirus unter der Nummer (0211) 9119 1001 geschaltet. Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner am Bürgertelefon beantworten allgemeine Fragen zum Coronavirus und zur Vorbeugung.

Portal der Landesregierung

Wichtige Fragen und Antworten zum Corona-Virus sind zu den folgenden Themenkomplexen in der FAQ-Liste auf dem Landesportal aufbereitet: Grundsätzliche Informationen, Situation in Nordrhein-Westfalen, Unternehmen, Arbeitnehmer, Kinderbetreuung, Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser/Pflege- und Altenheime, Justiz, Kultureinrichtungen, Verbraucher

Ansprechpartner/Hotlines, Aktuelle Meldungen, gesammelte Informationen etc. sind auf der Corona-Seite des Landes zusammengestellt.

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS NRW)

Erlasse des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW zur Bekämpfung der Corona-Pandemie finden Sie hier in chronologischer Reihenfolge.

Aktuelle Fallzahlen für NRW sind hier zu finden.

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW (MWIDE NRW)

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen verschiedene öffentliche Angebote zur Verfügung. Hier finden Sie Informationen zu den Themen Bürgschaftsbank NRW, Landesbürgschaftsprogramm, Förderberatung der NRW.BANK, Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW sowie zu steuerlichen Maßnahmen.

Bundesagentur für Arbeit (BA)

Aktuelle Informationen der Bundesagentur für Arbeit für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier.

Weitere aktuelle Informationen der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hier.

unternehmer nrw

unternehmer nrw stellt hier die wichtigsten Informationen zur aktuellen Entwicklung aus arbeitsrechtlicher und wirtschaftspolitischer Perspektive zur Verfügung.

Deutscher Gewerkschaftsbund NRW (DGB NRW)

Was Beschäftigte wissen müssen: Arbeitsrecht, Home Office, "Kurzarbeitergeld - 14 Fragen und Antworten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer" sowie zusätzliche Informationen bei Entlassung und Arbeitslosigkeit aber auch zur betrieblichen Pandemieplanung finden Sie hier.

Industrie- und Handelskammer NRW (IHK NRW)

Der Coronavirus stellt die gesamte Wirtschaft vor eine große Herausforderung: Wie gehe ich als Unternehmer mit den Problemen um, was gilt es zu tun? Hilfreiche Links und Tipps für Unternehmen hat IHK NRW hier zusammengestellt.

Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH)

Die LGH fasst auf ihrer Corona-Serviceseite schwerpunktmäßig Informationen für Handwerksunternehmen in Form einer Linkliste zusammen. Das Angebot wird mehrmals täglich aktualisiert. Ergänzt wird das Informationsangebot durch eine Service-Hotline für die NRW-Handwerksorganisationen sowie eine Übersicht der Service-Hotlines der NRW-Handwerkskammern für Ihre Mitgliedsbetriebe.

Barrierefreie Informationen zum Coronavirus

Wenn Sie Hilfe brauchen – Schulpsychologische Dienste und Schulsozialarbeit

Die aktuelle Situation rund um das Coronavirus verändert viele gewohnte Abläufe und stellt eine Herausforderung für uns alle dar. Ab dem 23. April 2020 wird eine schrittweise Öffnung der Schulen erfolgen; zunächst für prüfungsvorbereitende Maßnahmen und Unterricht, ausschließlich nur für die Schülerinnen und Schüler, die in diesem Schuljahr noch Prüfungen zu absolvieren haben, weil sie Schulabschlüsse anstreben. Die bisherige Notbetreuung wird fortgesetzt und in einem angemessenen Umfang auf weitere Bedarfs- und Berufsgruppen ausgeweitet. Vorgesehen ist darüber hinaus, den Schulbetrieb an den Grundschulen am 4. Mai 2020 vorerst ausschließlich für den Jahrgang 4 wiederaufzunehmen.

Sie haben als Eltern vielleicht Fragen zu Ihrem Kind oder zum häuslichen Lernen in der Übergangsphase, bei denen Sie ein Schulpsychologe oder eine Schulpsychologin beratend unterstützen kann. Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort kennen das lokale Unterstützungsnetzwerk sehr genau und können Ihnen die passende Hilfestellung vermitteln.

Dasselbe gilt natürlich auch für alle Fragen, die Lehrkräfte; Schulleitungen und Schulen in dieser Zeit bewegen und das Zwischenmenschliche, die Kommunikation und die eigene Belastung betreffen. Auch hier ist die Schulpsychologie weiterhin Ihr gewohnter Ansprechpartner.

Weitere Informationen zum Thema "Schulpsychologie - Zurück in den Schulalltag" finden Sie hier.

Hier finden Sie die Kontaktdaten der Beratungsstellen in Ihrer Nähe. Sie erreichen die Beratungsstellen zu den jeweils bei der Stelle angegeben Zeiten:

Bezirksregierung Arnsberg

Bezirksregierung Detmold

Bezirksregierung Düsseldorf

Bezirksregierung Köln

Bezirksregierung Münster

Falls Sie Ihre Beratungsstelle telefonisch nicht erreichen

Rufnummern für spezielle Hilfen

Unterstützungsangebote für Schülerinnen und Schüler

Ein besonderes Thema ist der Umgang mit Ängsten vor Ansteckung mit dem Corona-Virus (COVID-19), die neben Lehrkräften auch Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern ggf. haben. Diese Ängste müssen in jedem Fall ernst genommen werden. Für die Betroffenen ist es hilfreich, möglichst umfassend und transparent über die vor Ort geltenden Sachverhalte und die durchgeführten Hygienemaßnahmen informiert zu werden. Verunsicherte Menschen benötigen klare Information: Was kann ich selbst tun, wie geht es weiter, auf welche Unterstützungsangebote kann ich zurückgreifen?

Sollte es sich hierbei um Ängste handeln, die sehr stark ausgeprägt sind, können sich alle zuvor genannten Betroffenen auch an die für sie zuständige Schulpsychologische Beratungsstelle wenden, die Kontaktdaten finden Sie hier.

Mehr Informationen zum Thema "Umgang mit Ängsten“ haben wir auch auf unserer Informationsseite „Schule und Corona“ zusammengestellt.

Auf dieser Informationsseite gibt es darüber hinaus auch weitere Informationen für Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler zu Themen wie Gestaltung des ersten Unterrichtstages, Umgang mit heterogenen Lernausgangslagen, Eltern- und Schülerfragen, sowie ein Spezial „Sicher durchs Abitur“.

Informationen zur Schulsozialarbeit

Das eingeschränkte Zusammenleben zu Hause und der fehlende Kontakt zu vertrauten Menschen außerhalb der Familie können sehr belastend sein. Wenn Rat und Unterstützung außerhalb der Familie benötigt werden, stehen die Fachkräfte für Schulsozialarbeit den Schülerinnen und Schülern weiterhin als vertraute Ansprechpartner für Beratungsgespräche zur Verfügung. Ebenso beraten und unterstützen sie Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte in dieser herausfordernden Zeit auf Grundlage ihrer besonderen Expertise und unterstützen die Angebote der Notbetreuung in den Schulen.
Bitte informieren Sie sich auf der Homepage Ihrer Schule über Angebote und Beratungszeiten der Schulsozialarbeit.

Weitere Fragen

Sollten Kinder nicht generell getestet werden? Sollten Kinder von Schlüsselpersonal nicht generell getestet werden auf Corona?

Diese Frage fällt in die Zuständigkeit des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW.

Dürfen Schüler in der Zeit der Schulschließung in den Urlaub fahren?

Grundsätzlich besteht für alle Schülerinnen und Schüler Schulpflicht nach § 43 Absatz 1 Schulgesetz. Die behördlichen Schulschließungen nach dem Infektionsschutzgesetz heben diese Schulpflicht nicht auf. Sie führen lediglich dazu, dass die Präsenzpflicht der Schülerinnen und Schüler in den Schulen aufgehoben wird.

Die behördlichen Schulschließungen sind nicht mit Ferien gleichzusetzen, sie bedeuten also keine Verlängerung der Osterferien. Die Lehrkräfte halten während dieser Schulschließungen ein alternatives Lernangebote beispielsweise über digitale Medien aufrecht. Schülerinnen und Schüler sollen diese Angebote nutzen.

Ziel der Schulschließungen ist eine Eindämmung des Corona-Virus. Reisen im In- und Ausland widerlaufen dieser Strategie, da sie neue Infektionen begünstigen können. Deshalb sind Schülerinnen und Schüler gehalten, Außenkontakte zu minimieren und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Eine Fahrt ins Ausland beispielsweise macht die Bemühungen, die Infektionsketten zu durchbrechen, zunichte.

Bitte beachten Sie dazu auch die Hinweise des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales vom 17. März 2020 zu weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen (u.a. bzgl. touristischer Aktivitäten).

Erhalte ich das Geld für das Mittagessen zurück, wenn mein Kind wegen der Schulschließung nicht daran teilnehmen kann?

Da die Mittagsverpflegung nicht durch das Land, sondern durch die Kommunen als Schulträger organisiert wird, kann das Schulministerium hierzu keine Aussagen treffen.

Muss der entfallende Unterricht zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden?

Nein, der entfallende Unterricht muss nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

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Themen im Bildungsportal

Bildungsthemen im Zuständigkeitsbereich anderer Landesministerien

Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Völklinger Straße 49, 40221 Düsseldorf