Logo Ministerium für Schule und Bildung

Schulbesuch von Ministerin Gebauer

Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Navigation ein/aus

Schulbesuch von Ministerin Gebauer

Schulbesuch mit Einbahnstraßen und Absperrband - Ministerin Gebauer zu Gast an der Benzenberg-Realschule

Ministerin Gebauer besuchte die Benzenberg-Realschule, um einen Eindruck zu gewinnen, wie die vom Land vorgegebenen Infektionsschutzmaßnahmen an einer Schule konkret umgesetzt werden und wie die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in rollierenden Verfahren funktioniert.

Von Marie-Luise Kaiser

Viele Schulen hat Yvonne Gebauer als Schulministerin von NRW schon besucht, aber der Ortstermin in der Benzenberg-Realschule in Düsseldorf war wohl der bislang ungewöhnlichste.

 (© MSB NRW / Mark Hermenau)

Zu Besuch in der Benzenberg-Realschule: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer (© MSB NRW / Mark Hermenau)

Schon von Weitem sind Schilder auf dem Schulhof und an den Türen zu erkennen, Absperrbänder flattern im Wind. Es ist ungewöhnlich still auf dem Schulgelände, als Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer an der Schule ankommt: kein Toben auf dem Schulhof, kein Lachen oder Lärmen ist zu hören, keine Schulklingel. Der Schulhof ist bis auf vereinzelte Schülerinnen und Schüler leer. Schulleiter Guido Martin begrüßt die Ministerin mit Gesichtsmaske, auch Yvonne Gebauer trägt, wie alle Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler an diesem Vormittag eine Mund- und Nasenbedeckung. Yvonne Gebauer ist hier, um sich ein genaues Bild davon zu machen, wie die Infektionsschutzmaßnahmen an einer Schule umgesetzt werden und wie die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in rollierenden Verfahren im Alltag funktioniert. Sie spricht an diesem Vormittag mit der Schulleitung und den Lehrkräften, nimmt sich aber auch Zeit zum Austausch mit Schülerinnen und Schülern. Ministerin Gebauer ist positiv gestimmt: „Nordrhein-Westfalen hat mit der stufenweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs für die Schülerinnen und Schüler einen verantwortungsvollen Weg beschritten. Die Rückmeldungen aus den Schulen zeigen, dass der Start in den letzten Wochen überwiegend reibungslos funktioniert und sich das Lernen in den Schulen unter Infektionsschutzbedingungen eingespielt hat. Mir auch vor Ort einen Eindruck davon zu verschaffen, wie die vom Land vorgegebenen Maßnahmen umgesetzt werden, ist mir ein großes Anliegen.“

 (© MSB NRW / Mark Hermenau)

Klare "Verkehrsregeln" in Zeiten von Corona (© MSB NRW / Mark Hermenau)

Bei einem Rundgang durch die Schule erklärt Schulleiter Guido Martin der Ministerin, wie die Infektionsschutzmaßnahmen an seiner Schule konkret umgesetzt wurden. Um die im Sinne des Infektionsschutzes wichtige Abstandsregel einzuhalten, war es notwendig, die Klassen in je drei Lerngruppen aufzuteilen. So werden nicht mehr als 10 Schülerinnen und Schüler in einem Raum unterrichtet, erzählt der Schulleiter. Nur wenige dieser Lerngruppen dürften gleichzeitig in die Schule kommen. Er folgt mit der Schulministerin dem Weg, den die Schülerinnen und Schüler nehmen müssen, um in ihre Klassenräume zu gelangen. Vom Haupteingang aus führt eine mit Absperrband abgetrennte Route als ‚Einbahnstraße‘ über den Schulhof zu den Außentoiletten. „Vor dem Unterricht: Hände waschen!“ erinnern Schilder unterwegs. Nach dem Händewaschen gibt es für jede Lerngruppe einen anderen Weg zu ihrem Unterrichtsraum – durch verschiedene Eingänge und Treppenhäuser.

 (© MSB NRW / Mark Hermenau)

Ministerin Gebauer im Gespräch mit Schulleiter Guido Martin (© MSB NRW / Mark Hermenau)

„Die Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen hat unsere Schule zwar vor organisatorische Herausforderungen gestellt“, berichtet Schulleiter Martin, „aber die Schülerinnen und Schüler halten sich gut an die Maßnahmen.“ Auch Ministerin Gebauer lobt: „Es ist schön zu sehen, wie gut hier an der Benzenberg-Realschule der Schulbetrieb unter Einhaltung der Hygienestandards und der Infektionsschutz-Maßnahmen nach der pandemiebedingten Schließung organisiert wurde.“

In den Klassenräumen stehen nur noch zehn Tische und Stühle. Das habe durchaus positive Seiten, erzählt der Schulleiter: „Unterricht mit nur zehn Schülerinnen und Schülern ist eine ganz neue Erfahrung für das Kollegium. Der Unterricht ist intensiver, die Schülerinnen und Schüler sind weniger abgelenkt und arbeiten konzentrierter.“ Trotzdem wünschen sich alle den normalen Schulbetrieb zurück. Das wird auch im Gespräch mit den Jugendlichen einer neunten Klasse deutlich: Zwar hat Schüler Tugay Gefallen am Lernen auf Distanz gefunden, weil jeder in seinem eigenen Tempo lernen kann, er betont aber, dass ihm der direkte Austausch mit den Lehrkräften und Mitschülerinnen und Mitschülern wichtig sei. Zudem habe nicht jede Familie zu Hause einen Computer oder Drucker, ergänzt seine Mitschülerin Alicia.

 (© MSB NRW / Mark Hermenau)

Zur Orientierung für die Schülerinnen und Schüler (© MSB NRW / Mark Hermenau)

Auch Ministerin Gebauer strebt eine schnellstmögliche Rückkehr zum normalen Schulbetrieb an: „Als Schul-und Bildungsministerin ist es mein Ziel und mein Anspruch, den vollständigen Präsenzunterricht zu ermöglichen sobald es die Umstände zulassen.“ Zum Abschied dankt Ministerin Gebauer den Schulleitungen, Lehrkräften, Schulträgern und alle am Schulleben Beteiligten. Durch ihr Engagement habe die schrittweise Wiederaufnahme des Schulbetriebs überwiegend reibungslos funktioniert.

Zum Seitenanfang

Themen im Bildungsportal

Bildungsthemen im Zuständigkeitsbereich anderer Landesministerien

Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Völklinger Straße 49, 40221 Düsseldorf