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Abitur und zentrale Prüfungen

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Abitur und zentrale Prüfungen

Klausuren (© Christof Wolff)

Klausuren (© Christof Wolff)

Abitur 2020

Ziel war, ist und bleibt, die Allgemeine Hochschulreife auch in diesem Jahr auf der Grundlage von Prüfungen zu vergeben.

Darauf haben sich in dieser Woche am vergangenen Mittwoch auch alle Länder in der Kultusministerkonferenz verständigt und dies ganz formal beschlossen.
Ebenfalls ist mit dem Beschluss gewährleistet, dass die Länder unter den jeweiligen Bedingungen, verursacht durch die Folgen der Corona-Pandemie, weiterhin gegenseitig ihre Abschlüsse anerkennen. Auch Dank des Einflusses von NRW. NRW wird darauf hinwirken, dass dies auch so bleibt.

Die Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen werden um drei Wochen verschoben.

Die Abiturprüfungen 2020 beginnen im Haupttermin demnach am Dienstag, den 12. Mai 2020, und laufen bis Montag, den 25. Mai. Damit verliert der bisherige Zeitplan jegliche Bedeutung und hat sich erledigt.

Mit dieser Verschiebung wollen wir den Schülerinnen und Schülern, die jetzt vor ihren Abiturprüfungen stehen, die Zeit vom 20. April bis zum 11. Mai geben, um sich auch in der Schule zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern weiter auf die Abiturprüfungen vorzubereiten.

Zugleich stehen die Schülerinnen und Schüler durch diese um drei Wochen verlängerte Vorbereitungszeit nicht mehr so unter Stress. Gemeint sind hier Vorbereitung und Prüfung in Zeiten der Corona-Pandemie. Mit der konkreten Verschiebung geben wir den angehenden Absolventinnen und Absolventen ebenfalls Planungssicherheit und sorgen auch in dieser Ausnahmesituation für faire Bedingungen.

Außerdem erlaubt uns dieser Zeitplan, dass an den wenigen Schulen, wo noch nicht alle Schülerinnen und Schüler ihre Vorabiturklausuren schreiben konnten, diese in der Zeit zwischen den Osterferien und dem Prüfungsbeginn nachgeholt werden können.

Für alle Schülerinnen und Schüler, die an diesem neuen Haupttermin nicht teilnehmen können, so wie das in jedem Abiturjahrgang durch Krankheit oder Ähnliches immer der Fall sein kann, wird es einen landesweiten Nachschreibetermin im Anschluss geben.

Durch einen verkürzten Korrekturzeitraum können die Abiturzeugnisse dann, wie vorgesehen, spätestens bis zum 27. Juni ausgegeben werden.

Um die Lehrerinnen und Lehrer, die hiervon stark betroffen sind, bestmöglich zu unterstützen, werden wir versuchen, die besonders korrekturintensiven Fächer möglichst am Beginn der Klausurphase zu terminieren.

Der Rahmenzeitplan für die Abiturprüfung 2020 wurde so konzipiert, dass er unter Beachtung von Ferien- und Feiertagsregelungen funktioniert.

Allerdings muss auch der Brückentag nach Christi Himmelfahrt für die Prüfungen genutzt werden.

Die verpflichtenden Abweichungsprüfungen werden ausgesetzt.

Bei einer Differenz von 4 Punkten oder mehr zwischen den Vornoten und den Noten der schriftlichen Prüfung, müssen die Schülerinnen und Schüler nicht mehr in eine Abweichungsprüfung, außer sie wollen sich verbessern.

Das Schulministerium wird nun die rechtlichen Vorkehrungen treffen, dass diese neue Regelung nicht wie geplant erst zum kommenden Schuljahr in Kraft tritt, sondern schon bei den jetzt bevorstehenden Abiturprüfungen Anwendung finden kann.

Die Prüfungen finden selbstverständlich unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes statt.

Die Gesundheit unserer Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler hat für uns oberste Priorität. Sie steht im Mittelpunkt und ist Voraussetzung aller Überlegungen.

Für die Abiturprüfungen werden daher selbstverständlich die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um die Gesundheit der Prüflinge und der betreuenden Lehrkräfte zu schützen. Hierfur werden jetzt Vorgaben zusammen mit dem Gesundheitsministerium, den Schulträgern und mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Medizin erarbeitet und verbindlich festleget werden. Die Einschätzungen und Empfehlungen dieser Fachleute sind die Richtschnur für unser Handeln.

Abitur an Berufskollegs

An den Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs finden für etwa 10.000 Abiturienten ebenfalls zentrale Abiturprüfungen statt. Hier werden jedoch wegen der Berufsspezifik keine Aufgaben aus dem zentralen Aufgabenpool entnommen. Auch für die BKs gilt analog wie für die anderen Schulformen: kein Abitur ohne Prüfung. Die Zeitabläufe für das gesamte Abiturprüfungsverfahren sind jedoch nahezu identisch mit denen des Abiturs an den Gymnasien und Gesamtschulen und werden daher auch verschoben.

Berufliche Prüfungen an Berufskollegs

Auch die Prüfungsverfahren für 60.000 Schülerinnen und Schüler in anderen Bildungsgängen der Berufskollegs müssen neu terminiert und vor den Sommerferien noch umgesetzt werden.

Dies betrifft vor allen Dingen Prüfungen zum Erwerb der Fachhochschulreife in verschiedenen Bildungsgängen sowie eine Vielzahl von Prüfungen für Berufsabschlüsse nach Landesrecht, zum Beispiel Erzieherinnen und Erzieher, Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger, oder elektrotechnische Assistentinnen und Assistenten mit der Profilbildung Medizintechnik.

Damit Auszubildende ihren Berufsabschluss erreichen können, müssen die dafür berufenen Lehrkräfte an Berufskollegs zusätzlich ihre Aufgaben als ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer in den Prüfungsausschüssen aller Kammern erledigen.

Auch zu den Auswirkungen, die sich aus möglichen Terminverschiebungen ergeben, befinden wir uns in engem Kontakt mit allen Kammerorganisationen.

Zentralen Prüfungen in der zehnten Klasse (ZP10

In den weiterführenden allgemeinbildenden Schulen sollen mit Priorität die Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, die im Sommer den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 oder den Mittleren Schulabschluss erwerben können. Auch hier ist die bestmögliche Vorbereitung das Ziel.

Da auch diese Klassen aus Gründen des Infektionsschutzes voraussichtlich geteilt werden müssen, wird die Wiederaufnahme des Unterrichts allerdings auch für diese Schülerinnen und Schüler keine Rückkehr zum „Normalbetrieb“ bedeuten, sondern vielfach mit einem Wechsel von Lehrkräften und einem den schulischen Verhältnissen anzupassenden Unterrichtsangebot in möglichst allen Unterrichtsfächern, vorrangig aber in den Kernfächern, verbunden sein.

Aufgrund der unterschiedlich weit gediehenen Vorbereitungen der Schülerinnen und Schüler wollen wir in diesem Jahr auf eine Prüfung mit landeseinheitlich gestellten Aufgaben verzichten. An deren Stelle soll eine durch die Lehrkräfte der Schule zu erstellende Prüfungsarbeit treten. Diese orientiert sich einerseits an den inhaltlichen Vorgaben für die ZP 10, nimmt aber andererseits auch stärker auf den tatsächlich erteilten Unterricht Bezug – stärker, als das bei zentralen Prüfungen möglich ist. Diese Prüfungsarbeiten können dann auch zu einem späteren Zeitpunkt als dem für die ZP 10 vorgesehenen ersten Prüfungstag, 12. Mai 2020, geschrieben werden.

Hierzu bedarf es einer Änderung der rechtlichen Vorschriften, die kurzfristig zu erfolgen hat.

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