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Lehrerausbildung durch Lehrkräfte mit Migrationshintergrund

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Lehrerausbildung durch Lehrkräfte mit Migrationshintergrund

von Mona Massumi

 (© Mona Massumi ist abgeordnete Lehrkraft am Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universit ät Köln.)

(© Eleonora Kühne

 Mona Massumi ist abgeordnete Lehrkraft am Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität Köln.)

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung verdeutlicht im Runderlass „Abordnung von Lehrerinnen und Lehrern an Universitäten“ vom 17. Oktober 2000 die besondere Bedeutung qualifizierter Lehrkräfte für die Hochschule. Diese Lehrkräfte können aufgrund ihrer einschlägigen praktischen Erfahrungen wesentlich zur Entwicklung der jeweiligen Fachdidaktik (bzw. Erziehungswissenschaften) gerade im Hinblick auf die Theorie-Praxis-Verzahnung beitragen. Diese Relevanz verstärkt sich vor dem Hintergrund des Lehrerausbildungsgesetztes von 2009 und den darin verankerten, universitären Praxisphasen. Abgeordnete Lehrkräfte gewinnen durch die Erhöhung von Praxisphasen in der Lehrerbildung an außerordentlicher Bedeutung in den Hochschulen. Aufgrund ihrer Praxiserfahrungen bringen sie einen Zugewinn sowohl für die fachdidaktische Lehre als auch für fachdidaktische Forschungsaufgaben sowie -projekte und führen zu einer „qualitativen Verbesserung (...) auch in der Lehrerbildung“. Die gewonnenen wissenschaftlichen Erfahrungen (auch vor dem Hintergrund der Weiterqualifikation) können die Lehrkräfte nach Ablauf ihrer Abordnung ertragreich wieder in die Schule einfließen lassen und so wesentlich zur Schul- und Unterrichtsentwicklung beitragen. Auf diese Weise entsteht durch die Abordnung von Lehrkräften sowohl für die Hochschule als auch für die Schule eine gleichermaßen gewinnbringende Situation.

In den vergangenen Jahren richtet sich das Augenmerk bildungspolitischer sowie wissenschaftlicher Diskurse auf die Bedeutung von Lehrkräften mit Migrationshintergrund. Wenn Schule die Gesellschaft widerspiegelt, dann ist es unstrittig, dass ihr Anteil an Schulen erhöht werden muss, um eine adäquate Repräsentation der Menschen mit Migrationshintergrund unter den Lehrkräften zu bewirken. Darüber hinaus werden Lehrkräften mit Migrationshintergrund Ressourcen und Potenziale unter anderem als Identifikationsperson sowie Vorbild zugesprochen, die im Sinne der „interkulturellen Öffnung von Schule“ (MSW NRW 2010, S. 4) eine enorme Bedeutung haben. Aus diesem Grund erfolgen seit einiger Zeit Maßnahmen, um Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund für das Lehramtsstudium zu gewinnen.

Allerdings bleibt dieser Diskurs bezüglich Lehrende mit Migrationshintergrund in der Hochschullehre vollkommen unberührt. Das Potenzial, das Lehrkräften mit Migrationshintergrund in ihrer Tätigkeit an Schulen zugesprochen wird, lässt sich gleichermaßen auf Hochschullehrende mit Migrationshintergrund übertragen. Die an Schulen gerichtete Forderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach „individuelle[n] Fördermaßnahmen und strukturelle[n] Veränderungen“ (BAMF 2011a) muss sich gleichermaßen auch auf die Ausbildungsinstitutionen der Lehrerkräftebildung (Hochschule, ZfsL) ausdehnen. In diesem Zusammenhang besitzen insbesondere abgeordnete Lehrkräfte mit Migrationshintergrund wichtige Ressourcen, die für alle Studierenden des Lehramtsstudiums sowie für alle Referendarinnen und Referendare nutzbringend eingebracht werden können.

 (© Studierende mit Migrationshintergrund stellen im Lehramt noch eine unterrepräsentierte Gruppe dar.)

© Eleonora Kühne

Insgesamt stellen Studierende mit Migrationshintergrund im Lehramt bisher noch eine unterrepräsentierte Gruppe dar (vgl. Strasser/ Steber 2010, S. 106; BAMF 2010, S. 108), zudem ist unter ihnen eine vergleichbar hohe Studienabbruchquote zu verzeichnen (vgl. BAMF 2010, S. 106). Der Bundesweite Integrationsplan sieht daher vor, mehr Studierende mit Migrationshintergrund für das Lehramt zu gewinnen (vgl. ebd.), allerdings müssen sie auch adäquat gefördert werden. Studierende selbst bemängeln „fehlende Unterstützungsangebote während des Studiums, in denen die spezifischen Anforderungen dieser Studierendengruppe aufgegriffen werden“ (ebd.), wie beispielsweise in Angeboten zur Förderung der (Fach-)Sprache oder zur Überprüfung der individuellen Studieneignung (vgl. Karakaşoğlu/ Wojciechowicz/ Bandorski/ Kul 2013, S.61). Abgeordnete Lehrkräfte mit Migrationshintergrund können auf Grundlage ihrer migrationsbedingten Erfahrungen in der Schule authentisch „gruppenspezifischen Unterstützungsangeboten“ (Karakaşoğlu 2011, S. 128) für Lehramtsstudierende mit Migrationshintergrund anbieten, in denen die Studierenden ihre individuelle Migrationsbiografie und die ihnen zugesprochenen Erwartungen sowie den damit verbundenen Herausforderungen kritisch reflektieren können. Denn die eigene Migrationserfahrung ist in erster Linie ein biografisches Merkmal (vgl. ebd. S. 131), dessen daraus resultierenden Ressourcen gezielt professionalisiert werden können (vgl. Dirim/ Knappik 2012, S. 90f). Erst eine reflektierte Auseinandersetzung mit migrationsbedingten Ressourcen in der Ausbildung kann den Professionalisierungsprozess der Studierenden unterstützen und dazu beitragen, Studierende mit Migrationshintergrund in ihrem professionellen Selbstverständnis ihrer (zukünftigen) Rolle als Lehrende zu bestärken. Dabei reflektieren sie bewusst darüber, inwieweit sie ihren Migrationshintergrund und die damit verbundenen möglichen Ressourcen zukünftig einbringen möchten (vgl. Lengyel/ Rosen 2012‚ S. 73; Karakaşoğlu/ Wojciechowicz/ Bandorski/ Kul 2013, S. 65). So hält eine Person unter den Studierenden in der schriftlichen Evaluation eines Seminarangebots zur Begleitung des bildungswissenschaftlichen Orientierungspraktikums mit dem inhaltlichen Schwerpunkt „Interkulturalität im Lehrerzimmer“ fest:

„Mir ist stärker bewusst geworden, welche Potenziale ich durch meinen Migrationshintergrund an die Schulen bringe, aber auch, dass ich vor erhöhten Erwartungen aufpassen muss und selbst entscheiden kann und darf, wie (und ob) ich meinen Migrationshintergrund nutze.“

Auch Lehramtsstudierende ohne Migrationshintergrund profitieren von dieser reflektierten Auseinandersetzung, da sie im Umgang mit (zukünftigen) Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund sensibilisiert werden, überhöhte Anforderungen und Erwartungen an diese insbesondere in der interkulturellen (Bildungs-)Arbeit zu vermeiden. Sie erkennen dabei, dass die interkulturelle Öffnung von Schule als grundlegende Aufgabe von Schulentwicklung gesehen werden muss und die interkulturelle Kompetenz aller KollegInnen unabhängig ihres Migrationshintergrundes erforderlich ist (vgl. Massumi 2014, S. 94f; Fereidooni 2014, S. 10f). So formuliert eine andere Studierende in einer Seminarevaluation:

„Das Seminar hat mir das Thema aus mehreren Perspektiven und Sichtweisen näher gebracht, Probleme eröffnet, aber auch Verständnis geschaffen. Es wurde deutlich, dass das Thema Migration und Interkulturalität ein sehr komplexes ist und wir uns austauschen müssen. Wir dürfen aber nicht per se interkulturelle Arbeitsbereiche an Kollegen mit Migrationshintergrund abwälzen.“

Seit dem Sommersemester 2013 wird am Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln das Begleitseminar zum bildungswissenschaftlichen Orientierungspraktikum mit dem Schwerpunkt „Interkulturalität im Lehrerzimmer“ angeboten. Diese Veranstaltungen richten sich in erster Linie an Lehramtsstudierende mit Migrationshintergrund und werden von abgeordneten Lehrkräften sowie Lehrbeauftragten mit Migrationshintergrund geleitet. Seit dem Wintersemester 2013/2014 werden diese Praktika schriftlich evaluiert.

Für die Schule ist empirisch belegt, dass sich die Präsenz von Lehrenden mit Migrationshintergrund „positiv auf das Selbstbild und den Bildungserfolg von Lernenden mit Migrationshintergrund auswirkt“ (Georgi 2011, S. 159). Diese Erkenntnisse lassen sich gleichermaßen auf die Hochschule übertragen. Denn Lehrende mit Migrationshintergrund sind „authentisch“ (Georgi 2011, S. 182) und können für Studierende eine „Identifikation und Vorbildrolle“ (ebd.) einnehmen. Dieser Befund wird mithilfe der folgenden Aussage einer bzw. eines Studierenden untermauert:

„Die Dozentin war gerade durch ihren eigenen Migrationshintergrund ein Vorbild. Ich hatte in meiner Schulzeit leider keinen Lehrer mit Migrationshintergrund und jetzt auch keinen anderen Dozenten.“

Durch diese Schlüsselrolle können abgeordnete Lehrkräfte mit Migrationshintergrund dazu beitragen, der bisher vergleichbar hohen Studienabbruchquote von Lehramtsstudierenden mit Migrationshintergrund entgegenzuwirken.

So hält ein Studierender mit Migrationshintergrund fest:

„Das Seminar hat meinen Wunsch Lehrerin zu werden, gestärkt. Davor hatte ich Angst, ins Praktikum zu gehen. Dank diesem Seminar habe ich gelernt, meinen Migrationshintergrund zum Positiven zu nutzen. Ich weiß sogar, dass mein Migrationshintergrund sogar von Vorteil ist! Das Seminar motivierte mich weiter zu machen. Davor wollte ich schon das Studium abbrechen.“

Die häufigere Abordnung von Lehrkräften mit Migrationshintergrund in Hochschulen hat dementsprechend also nicht nur aufgrund der alleinigen Präsenz eine wichtige Funktion zur „interkulturellen Öffnung von Hochschule“ (BAMF 2011b, S. 4) im Allgemeinen sondern speziell in der Ausbildung von Lehramtsstudierenden. Universitäten, Schulverwaltung und die Lehrkräfte selbst sollten sich des Potenzials nicht nur bewusst sein, sondern dementsprechend auch handeln – zum Vorteil vor allem für die Schulklassen, die in Vielfalt gemeinsam lernen wollen.

Literaturauswahl

  • Georgi, V. B. (2013): Zusammenfassung zentraler Forschungsergebnisse und Schlussbetrachtung. In: K. Bräu, V. B. Georgi, Y. Karakaşoğlu & C. Rotter (Hrsg.), Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationshintergrund. Zur Relevanz eines Merkmals in Theorie, Empirie und Praxis. Münster: Waxmann. S. 265 – 274.
  • Karakaşoğlu, Y. (2011): Lehrer, Lehrerinnen und Lehramtsstudierende mit Migrationshintergrund. Hoffnungsträger der interkulturellen Öffnung von Schule. In: U. Neumann & J. Schneider (Hrsg.), Schule mit Migrationshintergrund. Münster: Waxmann. S. 121-135.
  • Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSW NRW) (Hrsg.) (2010): Mehr Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte. Fortschreibung des Handlungskonzepts. Stand August 2010. Verfügbar unter: http://www.schulministerium.nrw.de/docs/LehrkraftNRW/Lehrkraefte-mit-Zuwanderungsgeschichte/Handlungskonzept/Handlungskonzept.pdf. (Stand: 22.11.2014).

Literaturverzeichnis

  • Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (Hrsg.) (2010): Bundesweites Integrationsprogramm. Angebote der Integrationsförderung in Deutschland – Empfehlungen zu ihrer Weiterempfehlung. Verfügbar unter: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Integrationsprogramm/bundesweitesintegrationsprogramm.pdf?__blob=publicationFile (Stand: 22.11.2014)
  • Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (Hrsg.) (2011a): Handlungsfeld Bildung. Verfügbar unter: http://www.bamf.de/DE/DasBAMF/Aufgaben/Integrationsprogramm/HandlungsfeldBildung/handlungsfeldbildung-node.html (Stand: 22.11.2014).
  • Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (Hrsg.) (2011b): Hochschulen als Orte der Integration. Verfügbar unter: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Broschueren/broschuere-hochschule-orte-integration.pdf?__blob=publicationFile (Stand: 22.11.2014).
  • Fereidooni, Karim (2014): Vom interkulturellen Klassenzimmer zum interkulturellen Lehrerzimmer: Gelingensbedingungen der diversitätsbewussten Schulöffnung. In: Diver-kontrovers? Ideen für den interkulturellen Schulalltag. München: ISB. S. 6-11.
  • Georgi, Viola. B. (2013): Zusammenfassung zentraler Forschungsergebnisse und Schlussbetrachtung. In: K. Bräu, V. B. Georgi, Y. Karakaşoğlu & C. Rotter (Hrsg.), Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationshintergrund. Zur Relevanz eines Merkmals in Theorie, Empirie und Praxis. Münster: Waxmann. S. 265 – 274.
  • Karakaşoğlu, Yasemin (2011): Lehrer, Lehrerinnen und Lehramtsstudierende mit Migrationshintergrund. Hoffnungsträger der interkulturellen Öffnung von Schule. In: U. Neumann & J. Schneider (Hrsg.), Schule mit Migrationshintergrund. Münster: Waxmann. S. 121-135.
  • Karakaşoğlu, Yasemin, Wojciechowicz, Anna A., Bandorski, Sonja. & Kul, Aysun. (2013): Zur Bedeutung des Migrationshintergrundes im Lehramtsstudium. Quantitative und qualitative empirische Grundlagenstudie und Reflexion von Praxismaßnahmen an der Universität Bremen. Verfügbar unter: http://www.fb12.uni-bremen.de/fileadmin/Arbeitsgebiete/interkult/Publikationen/Bedeutung_Migrationshintergrund_Lehramtsstudium_Stand_AK18.05..pdf. (Stand: 22.11.2014).
  • Knappik, Magdalena/Dirim, Inci (2012): Von Ressourcen zu Qualifikationen – Was es heißt, Lehrerin mit Migrationshintergrund zu sein. In: Karim Fereidooni (Hrsg.), Das interkulturelle Lehrerzimmer. Perspektiven neuer deutscher Lehrkräfte auf den Bildungs- und Integrationsdiskurs. Wiesbaden: Springer VS. S. 89-94.
  • Massumi, Mona (2014): Diversität in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung – zur Bedeutung von Lehrkräften mit Migrationshintergrund. In: Haushalt & Bildung 1, S. 87-95.
  • Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSW NRW) (2000): Runderlass. Abordnung von Lehrerinnen und Lehrern an Universitäten. 17. Oktober 2000. Verfügbar unter: http://www.ruhr-uni-bochum.de/imperia/md/content/zfl/pdfs/erlasse/abordnung.pdf (Stand: 22.11.2014).
  • Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW (MSW NRW) (2016): Lehrerausbildungsgesetz 2016. Gesetz über die Ausbildung für Lehrämter an öffentlichen Schulen (Lehrerausbildungsgesetz – LABG). Verfügbar unter: https://lv.recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_detail_text?anw_nr=6&vd_id=15619&ver=8&val=15619&sg=0&menu=1&vd_back=N (Stand: 26.04.2016).
  • Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSW NRW) (Hrsg.) (2010): Mehr Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte. Fortschreibung des Handlungskonzepts. Stand August 2010. Verfügbar unter: http://www.schulministerium.nrw.de/docs/LehrkraftNRW/Lehrkraefte-mit-Zuwanderungsgeschichte/Handlungskonzept/Handlungskonzept.pdf. (Stand: 22.11.2014).
  • Rosen, Lisa & Lengyel, Drorit (2012). Vielfalt im Lehrerzimmer?! – Erste Einblicke in ein Lern-/Lehr- und Forschungsprojekt mit Lehramtsstudentinnen mit Migrationshintergrund an der Universität zu Köln. In: K. Fereidooni (Hrsg.), Das interkulturelle Lehrerzimmer. Perspektiven neuer deutscher Lehrkräfte auf den Bildungs- und Integrationsdiskurs. Wiesbaden: Springer VS. S. 71-88.
  • Strasser, Josef/  Steber, Corinna (2010): Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationshintergrund. Eine empirische Reflexion einer bildungspolitischen Forderung. In: J. Hagedorn, V. Schurt, C. Steber, W. Waburg (Hrsg.): Ethnizität, Geschlecht, Familie und Schule. Heterogenität als erziehungswissenschaftliche Herausforderung. 1. Aufl. Wiesbaden. S. 97–126.

 

 

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