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Deutsch-israelisches Wissenschaftscamp am Weizmann Institut in Rehovot

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Deutsch-israelisches Wissenschaftscamp am Weizmann Institut in Rehovot

Rund 45 Jugendliche aus Deutschland und Israel nahmen vom 26. September bis 4. Oktober 2015 am deutsch-israelischen Wissenschaftscamp unter dem Motto „Minds on MINT“ am Weizmann Institut in Rehovot teil. Das Wissenschaftscamp, das sich an begabte Schülerinnen und Schüler richtete, die bereits bei anderen Wettbewerben im MINT-Bereich erfolgreich waren, fand im Jahr 2015 zum ersten Mal statt. Anlass war das 50-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.

„Alles in allem war dieses MINT-Camp für mich eine besondere Erfahrung, an die ich noch lange denken werde“, erklärt Anna-Meta Pientka, Ruhrtal-Gymnasium Schwerte.

Bevor es für die 22 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland auf die Reise nach Israel ging, nahmen sie an einem eintägigen Vorbereitungsseminar in Köln teil. Beim Vorbereitungsseminar standen vor allem kulturelle Aspekte im Vordergrund, um die Jugendlichen auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Lebensweise vorzubereiten.

In Israel erwartete die deutschen und israelischen Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches Programm. Im Rahmen von Vorlesungen in englischer Sprache informierten Expertinnen und Experten des Weizmann Instituts die Jugendlichen über Themen aus dem Bereich der Gentechnologie oder Hirnforschung, z. B. eine „Brain Lecture“, und sprachen über ethische Fragen, denen Wissenschaftler sich stellen müssen. Für die Schülerinnen und Schüler war besonders die gemeinsame Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Fragestellungen eine schöne Erfahrung.

Dominik Meier, Schüler am Gymnasium Adolfinum in Moers, zeigte sich begeistert: „Durch den Einblick in verschiedene aktuelle Forschungsprojekte am Institut ist mir die Breite des MINT-Spektrums bewusster geworden. Außerdem war es toll diese verschiedenen Bereiche alle so kennenzulernen wie es in der Schule nicht möglich wäre“.

Neben dem wissenschaftlichen Teil gab es auch ein landeskundliches und kulturelles Programm. So standen auch Ausflüge ins Umland auf dem Programm, zum Beispiel zur ehemaligen Festung „Massada“ oder ein Bad im Toten Meer. Diese Erlebnisse luden besonders zum kulturellen Austausch ein.

„Zuerst ging es in den Garden of Science, in dem wir z.B. ein Spiegelei mit der durch einen großen Spiegel reflektierten Sonnenenergie gebraten haben. Nach einem Picknick im Park des Instituts fuhren wir an den Strand Tel-Avivs, wo wir einen traumhaften Sonnenuntergang beobachten konnten.“ erzählt Schülerin Anna-Meta Pientka.

Jörn Erik Fleischhauer, Schüler am Ruhrtal-Gymnasium Schwerte, berichtet von seinen Erfahrungen: „Von Programm her war vielleicht nicht die schönste aber die wichtigste Erfahrung die Besichtigung von Yad Vashem. Im Geschichtsunterricht der Schule lernt man über den Holocaust größtenteils aus der Sicht der Deutschen, doch gerade diese Exkursion hat die Sicht der Juden deutlich reflektierter dargestellt“.

Untergebracht waren alle Jugendlichen im Youth Village des Weizmann Instituts, in dem sich jeweils zwei Deutsche und zwei Israelis ein Haus teilten. Dies war eine besondere Erfahrung, die beide Nationen enger miteinander verband. „Die Weltoffenheit  und Kontaktfreudigkeit besonders der Jugendlichen die mit uns im Camp waren haben mein Bild von der Gesellschaft dort geändert“, erzählt Dominik Meier.

Am letzten Tag besuchten die deutschen Schülerinnen und Schüler nach Abschluss des Wissenschaftscamps noch das Parlament und einen Markt in Jerusalem. Maike Manderfeld, Schülerin am Gymnasium Adolfinum in Moers, erzählt von ihren Erlebnissen: „Der Ausflug nach Jerusalem bot dank des Marktes mit zahlreichen Gewürzen interessante Aspekte des israelischen Lebens. Ich fand es schade, dass wir aufgrund der Sicherheitslage nicht in die Altstadt konnten, aber zumindest  konnten wir uns mit einem Ausblick über die Stadt die Schönheit und Faszination der Altstadt Jerusalems ausmalen. Ich hoffe, dass sich die Lage bald wieder verbessert“.

Organisiert  wurde das Wissenschaftscamp vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz im  Auftrag der Länder. Das Auswärtige Amt stellte finanzielle Mittel zur Verfügung.

Aus Nordrhein-Westfalen nahmen teil: Dominik Meier und Maike Manderfeld (Adolfinum Moers), Anna-Meta Pientka und Jörn Erik Fleischhauer (Städtisches Ruhrtal-Gymnasium Schwerte) (© PAD)

Aus Nordrhein-Westfalen nahmen teil: Dominik Meier und Maike Manderfeld (Adolfinum Moers), Anna-Meta Pientka und Jörn Erik Fleischhauer (Städtisches Ruhrtal-Gymnasium Schwerte) (© PAD)

Für die 45 Jugendlichen aus Deutschland und Israel war die Teilnahme am Wissenschaftscamp ein unvergessliches Erlebnis und aus Fremden wurden Freunde. „Der Aufenthalt dort hat mir die größere Vielseitigkeit Israels gezeigt“, erzählt Jörn Erik Fleischhauer. Auch für Maike Manderfeld steht fest, dass sie gerne noch einmal nach Israel zurückkehren möchte.

Für die Internetseite des Gymnasiums Adolfinum (http://www.adolfinum.de/) haben Dominik Meier und Maike Manderfeld einen ausführlichen Bericht und Fotos über ihre Erfahrungen im deutsch-israelischen Wissenschaftscamp verfasst.

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