Zusätzliche Hinweise zu den Bewerbungsmöglichkeiten für Lehrkräfte mit dem Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen oder für das Lehramt für die Sekundarstufe II

Mit dem Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen oder dem Lehramt für die Sekundarstufe II können Sie sich auch auf Stellenausschreibungen an Grundschulen, auf Stellen der Sekundarstufe I, an Berufskollegs und an Förderschulen bewerben, wenn diese auch für andere Lehrämter geöffnet sind. Beachten Sie hierzu bitte die Formulierungen in jeder konkreten Stellenausschreibung.

Bitte beachten Sie die folgenden laufbahnrechtlichen Besonderheiten:

  • Bewerbungen auf Ausschreibungen der Grundschulen:

    Abhängig von der Ausschreibung erhalten Sie entweder ein Angebot für ein Dauerbeschäftigungsverhältnis oder ein befristetes Beschäftigungsverhältnis.

    • Dauerbeschäftigungsverhältnis

      Sofern Sie im Auswahlgespräch erfolgreich sein sollten, wird Ihnen ein Dauerbeschäftigungsverhältnis an der Grundschule angeboten mit der Zusage, nach zwei Jahren ohne erneute Bewerbung ein Angebot zur Versetzung auf eine Stelle der Sekundarstufe II an einer Schule in der Nähe der Grundschule (Umkreis von 35 Kilometern) zu erhalten.

    Die Einstellung erfolgt zunächst als Tarifbeschäftigte oder Tarifbeschäftigter gemäß dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) in der Entgeltgruppe 11; ab dem Zeitpunkt der Versetzung aus der Entgeltgruppe 13 T-VL oder, soweit die persönlichen Voraussetzungen für eine Beschäftigung im Beamtenverhältnis vorliegen, aus der Besoldungsgruppe A 13 Landesbesoldungsordnung.

    oder

    • Befristetes Beschäftigungsverhältnis

      Sofern Sie im Auswahlgespräch erfolgreich sein sollten und Ihnen ein befristetes Beschäftigungsverhältnis gemäß dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) in der Entgeltgruppe 11 in der Regel befristet zunächst für ein Jahr, mit der Option der Verlängerung um ein weiteres Jahr, angeboten. Während des befristeten Beschäftigungsverhältnisses besteht die Möglichkeit, weiterhin am Einstellungsverfahren für Stellen der Sekundarstufe II  teilzunehmen. Die Tätigkeit wird bei der Berechnung der Ordnungsgruppe nach den geltenden Regelungen berücksichtigt und erhöht die Einstellungschancen im Einstellungsverfahren für Stellen der Sekundarstufe II.

    Zu Beginn der Tätigkeit nehmen Sie an einer Qualifizierungsmaßnahme zur Grundschuldidaktik teil, um Ihnen damit den Einstieg an der Grundschule zu erleichtern.

  • Bewerbungen auf Ausschreibungen der Sekundarstufe I:

Abhängig von der Ausschreibung erhalten Sie entweder ein Angebot mit oder ohne Versetzungsgarantie.

    • ohne Versetzungsgarantie:

Sofern Sie im Auswahlgespräch erfolgreich sein sollten, ist eine Einstellung im Beamtenverhältnis auf Grund der fehlenden Befähigung für das Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen oder entsprechender Lehramtsbefähigungen (Laufbahn des gehobenen Dienstes) zunächst nicht möglich. Die Einstellung erfolgt zunächst als Tarifbeschäftigte oder Tarifbeschäftigter gemäß dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) in der Entgeltgruppe 11. Nur unter den Voraussetzungen des § 20 Abs. 9 LABG ist derzeit der Erwerb der Befähigung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entsprechenden Jahrgangsstufen der Gesamtschulen (Schwerpunkt Haupt-, Real- und Gesamtschule) ggf. mit einer Übernahme in das Beamtenverhältnis (A 12 BBesO) möglich.

    •  mit Versetzungsgarantie:

Sofern Sie im Auswahlgespräch erfolgreich sein sollten, wird Ihnen ein Dauerbeschäftigungsverhältnis an der Sek-I-Schule angeboten mit der Zusage, nach vier Jahren ohne erneute Bewerbung ein Angebot zur Versetzung auf eine Stelle der Sekundarstufe II, soweit möglich an derselben Schule, zu erhalten. Ist dort ein Laufbahnwechsel nicht möglich, erhalten Sie ohne erneute Bewerbung ein Versetzungsangebot an eine Schule in der Nähe Ihres jetzigen Einsatzortes der Sek-I-Schule (im Umkreis von 35 Kilometern unter Berücksichtigung der Unterrichtsversorgung).

Nach der Versetzung erhalten Sie eine Bezahlung aus der Entgeltgruppe 13 T-VL oder, soweit die persönlichen Voraussetzungen für eine Beschäftigung im Beamtenverhältnis vorliegen, aus der Besoldungsgruppe A 13 Landesbesoldungsordnung. Ein erneutes Ableisten einer Probezeit an der Sek-II-Schule ist dann nicht mehr erforderlich.

Bitte beachten Sie die jeweilige Stellenausschreibung mit der genannten Fächerkombination. Stellenausschreibungen werden zum Ende der Sommerferien veröffentlicht werden.

  • Bei Bewerbungen auf Ausschreibungen an Berufskollegs:
    Sofern Sie im Auswahlgespräch erfolgreich sein sollten, ist - da es sich bei einer Einstellung an Berufskollegs um eine Einstellung in der Laufbahn des höheren Dienstes handelt - eine Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe als Studienrätin/ Studienrat vorgesehen, sofern Sie die laufbahn- und sonstigen dienstrechtlichen Voraussetzungen zur Übernahme in das Beamtenverhältnis insgesamt erfüllen.

  • Bei Bewerbungen auf Ausschreibungen an Förderschulen und allgemeinen Schulen für das Gemeinsame Lernen (außer Grundschule und PRIMUS):
    Neben Lehrkräften mit einem Lehramt für sonderpädagogische Förderung können auch Lehrkräfte mit einem anderen Lehramt eingestellt werden, wenn sie sich verpflichten, die Befähigung für das Lehramt für sonderpädagogische Förderung berufsbegleitend zu erwerben (VOBASOF - Verordnung zur berufsbegleitenden Ausbildung zum Erwerb des Lehramtes für sonderpädagogische Förderung). Die Einstellung erfolgt in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis. Nach Erwerb des Lehramtes für sonderpädagogische Förderung erfolgt die Übernahme in ein Dauerbeschäftigungsverhältnis, bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen in ein Beamtenverhältnis auf Probe in der Laufbahn der Förderschullehrkraft (A13 gehobener Dienst).

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