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Das KMK-Sprachenzertifikat

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Das KMK-Sprachenzertifikat

Die Kultusministerkonferenz verständigte sich mit Beschluss vom 20.11.1998 auf eine Rahmenvereinbarung für die Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung. Die damit verbundene Zielsetzung ist das Angebot einer Prüfung in allen im beruflichen Schulwesen vermittelten Fremdsprachen. Die Prüfung soll nach einem verbindlichen Muster gestaltet werden und verbindlichen Anforderungen verpflichtet sein. Den Schülerinnen und Schülern wird damit die Möglichkeit geboten, sich unabhängig von der Benotung im Zeugnis ihre Fremdsprachenkenntnisse zertifizieren zu lassen.

Organisation und Durchführung der Prüfungen für das KMK-Fremdsprachenzertifikat erfolgen durch die Berufskollegs. Diese können Prüfungen in allen fremdsprachlichen Fächern anbieten, in denen wenigstens zwei Lehrkräfte am einzelnen Berufskolleg unterrichten. Die beabsichtigte Prüfungsmaßnahme ist der Bezirksregierung anzuzeigen.

Die Prüfungsaufgaben werden von regionaler Seite oder von der anbietenden Schule formuliert. Die Aufgaben sollen nach den Erfordernissen der verschiedenen Berufsbereiche differenziert sein. Erstellt die einzelne Schule den Aufgabenvorschlag selbst, ist er mindestens sechs Wochen vor dem Prüfungstermin der oberen Schulaufsichtsbehörde zur Genehmigung vorzulegen. Die Behörde kann den Vorschlag abändern oder durch einen anderen ersetzen.

Die Prüfung wird in drei Niveaustufen angeboten, die sich an den Kompetenzstufen Waystage (Niveau I = A 2), Threshold (Niveau II = B 1) und Vantage (Niveau III = B 2) des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für das Lernen und Lehren von Sprachen orientieren.

Hinsichtlich Anerkennung und Gültigkeitsdauer lassen sich keine definitiven Aussagen machen, da diese Zertifikatsprüfung noch erprobt wird.

Aufgabenformen
Schriftlich
Rezeption: Texten und gesprochenen Mitteilungen Informationen entnehmen
Produktion: Schriftstücke erstellen
Mediation: Texte wiedergeben
Mündlich
Interaktion: Gespräche führen
Mediation: Dolmetschen

Didaktisches Konzept
Die Prüfungsaufgaben orientieren sich an einem handlungsorientiert-rollenbezogenen Fremdsprachenunterricht, der die Fähigkeit der Lernenden zur beruflich verwertbaren strategischen Kommunikation entwickelt.

Vorbereitung
Unterrichtlich
Die Berufskollegs können Vorbereitungskurse im Differenzierungsbereich anbieten.

Übungsmaterialien
Spezielle Übungsmaterialien existieren noch nicht. Bisher gestellte Prüfungsaufgaben können zu Übungszwecken herangezogen werden.

Bewertung
Im schriftlichen Prüfungsteil, der von einer fachkundigen Lehrkraft bewertet wird, können maximal 100 Punkte erzielt werden.
Liegt die vergebene Punktzahl unter 50, wird eine zweite fachkundige Lehrkraft zur Bewertung herangezogen.
Im mündlichen Prüfungsteil können maximal 30 Punkte erzielt werden. Bewertet wird die mündliche Leistung durch zwei fachkundige Lehrkräfte. Eine Lehrkraft führt das Prüfungsgespräch, die andere protokolliert die Prüfungsleistungen.

Prüfungstermine
Die anbietenden Berufskollegs legen die Prüfungstermine eigenständig fest. Sie tun dies in Absprache mit der oberen Schulaufsichtsbehörde, wenn auch Schülerinnen und Schüler anderer Berufskollegs geprüft werden.

Ergebnismitteilung
Baldmöglichst durch das durchführende Berufskolleg auf einem Zertifikat, das die erzielten Punktzahlen für den schriftlichen und den mündlichen Prüfungsteil ausweist.

Prüfungsgebühren
Keine.

Anmeldung
Das durchführende Berufskolleg legt das Anmeldeverfahren fest.

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