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Latein

Das Fach Latein wird als Unterrichtsfach angeboten

  • in Gymnasien
  • in Gesamtschulen
  • in den Weiterbildungskollegs

In den allgemein bildenden Schulen kann Latein in verschiedenen Lehrgängen belegt werden:

  • als erste Fremdsprache ab Klasse 5
  • als zweite Fremdsprache ab Klasse 6
  • als dritte Fremdsprache ab Klasse 8 (Wahlpflichtbereich)
  • in der gymnasialen Oberstufe als neu einsetzende Fremdsprache ab Einführungsphase
  • In der gymnasialen Oberstufe kann Latein darüber hinaus als fortgeführte Fremdsprache in Grund- und Leistungskursen bis zum Abitur und als Fach der Abiturprüfung gewählt werden.

[Seitenanfang]Das Latinum

Das Latinum ist die Definition eines Standards an Kenntnissen und Kompetenzen im Umgang mit lateinischen Texten hinsichtlich der Fähigkeit, lateinische Originaltexte zu verstehen und zu übersetzen. Der Nachweis des Latinums wird bei der Zulassung zum Studium bzw. bei der Zulassung zum Examen in zahlreichen Fächern / Studiengängen gefordert. An den einzelnen Universitäten in Nordrhein-Westfalen und den übrigen Bundesländern gelten hinsichtlich des Latinums unterschiedliche Bedingungen. In der Regel können über die Homepages der jeweiligen Universitäten die konkreten Bedingungen abgefragt werden.

Das Latinum ist eine Qualifikation, die in der Regel durch aufsteigenden Unterricht in diesem Fach erworben wird, sofern im Abschlusshalbjahr die Note ausreichend (5 Punkte) erreicht wird.

 Das Latinum kann auf unterschiedlichen Wegen erworben werden:

  • bei Lateinbeginn ab Klasse 5 am Ende der Klasse 9 bei mindestens 20 Wochenstunden (mit Stunden aus dem Deputat der Ergänzungsstunden), Lektüre ab Klasse 8 und mindestens ausreichenden Leistungen im Abschlussjahr,
  • bei Lateinbeginn ab Klasse 5 oder 6 am Ende der Einführungsphase und mindestens ausreichenden Leistungen im Abschlussjahr,
  • bei Lateinbeginn ab Klasse 8 am Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase auf der Grundlage von insgesamt 14 Wochenstunden und mindestens ausreichenden Leistungen im Abschlussjahr,
  • bei Lateinbeginn ab Klasse 8 am Ende der Qualifikationsphase und mindestens ausreichenden Leistungen im Abschlussjahr,
  • bei Lateinbeginn ab Einführungsphase am Ende der Qualifikationsphase plus Prüfung. Die Prüfung besteht aus einem mündlichen und einem schriftlichen Prüfungsteil. Ist Latein 3. oder 4. Abiturprüfungsfach, so wird der entsprechende Prüfungsteil anerkannt.

4. Schülerinnen und Schüler, die Lateinunterricht ab Klasse 5 ohne zusätzliche Stunden besucht haben, und ab der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe drei weitere Fremdsprachen, darunter eine neu einsetzende Fremdsprache, belegen wollen, können am Ende der Sekundarstufe I zu einer Prüfung zum Erwerb des Latinums (APO-GOSt B Anlage 15 Nr. 1.2.7) zugelassen werden. Voraussetzungen sind mindestens gute Leistungen in den Halbjahren 8.2 und 9.1.

5. Bei nicht ausreichenden Leistungen im Abschlussjahr oder Vorversetzung oder bei Beurlaubung wegen eines Auslandsaufenthaltes kann das Latinum

  • durch Teil­nahme am Latein­unter­richt einer Jahrgangsstufe, die mit dem Latinum abschließt (Einführungsphase oder Qualifi­ka­tions­phase), und mindestens ausreichenden Leistungen erworben werden,
  • über die Teilnahme am Lateinunterricht im Abschlusskurs der Einführungsphase oder Qualifikationsphase erworben werden, wenn mindestens ausreichende Leistungen vorliegen oder
  • über eine Prüfung gemäß den Anforderungen für eine "Erweiterungsprüfung zum Abiturzeugnis" (APO-GOSt B Anlage 15 Nr. 1.4). Die Prüflinge werden von der Schulleitung spätestens bis zum 1. Februar des Schuljahres, in dem die Prüfung stattfindet, bei der oberen Schulaufsichtsbehörde angemeldet. Die Prüfung umfasst eine dreistündige Klausur und eine mündliche Prüfung im Umfang von bis zu 20 Minuten. Die Aufgaben der schriftlichen Prüfung werden landeseinheitlich zentral gestellt und von einer Fachlehrkraft der Schule korrigiert und bewertet. Die mündliche Prüfung wird von der Schule durchgeführt. Zur Vorbereitung auf die Prüfung werden jährlich Themen und Autoren genannt. Die Vorbereitung auf die Prüfung liegt in der Verantwortung der Prüflinge und der Erziehungsberechtigten. Die Schule berät die Schülerinnen und Schüler dabei. Ein Anspruch auf ein zusätzliches Unterrichtsangebot besteht nicht.

6. Schülerinnen und Schüler, die noch keine Lateinkenntnisse nachweisen können, das Latinum aber als Berechtigung für ihr Studium benötigen, haben die Möglichkeit, das Latinum im Rahmen der Erweiterungsprüfung zum Abiturzeugnis zu erwerben.


7. Für Studierende, die den Nachweis des Latinums für die Aufnahme eines Studiums oder die Zulassung zum Examen an einer Hochschule benötigen, diese Qualifikation aber während ihrer Schulzeit nicht erworben haben, werden an den Universitäten (in der Regel über das betreffende Seminar für Klassische Philologie bzw. die Institute für Altertumskunde) Kurse angeboten, die auf eine Prüfung vorbereiten: Das Latinum kann in diesen Fällen über eine Erweiterungsprüfung zum Abiturzeugnis erworben werden. 

[Seitenanfang]Wettbewerbe

Bundeswettbewerb Fremdsprachen
Wettbewerb für die Sekundarstufe I

Die Anforderungen in den Wettbewerbsaufgaben sind so gestaltet, dass sie im 4. Lernjahr Latein bewältigt werden können. Eine Zulassung bereits im 3. Lernjahr ist nicht ausgeschlossen. Der Wettbewerb wird in zwei Formen angeboten:

  • Einzelwettbewerb: In fünf verschiedenen Aufgabentypen findet sich eine Mischung von Aufgabenstellungen, wie sie für den altsprachlichen Unterricht typisch sind, mit solchen, die eher für die modernen Fremdsprachen verwendet werden.
  • Gruppenwettbewerb: Eine Schülergruppe, bestehend aus mindestens 6 Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern, wählt das Thema einer Gruppenarbeit, ebenso die Art der Präsentation. Voraussetzung ist, dass die Texte überwiegend in lateinischer Sprache abgefasst werden. Die Lehrerin bzw. der Lehrer fungieren als Beraterin bzw. Berater.
Mehrsprachenwettbewerb

Dieser Wettbewerb im Rahmen des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen ist zugänglich für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II der Schulen. Er setzt voraus, dass wenigstens zwei Wettbewerbssprachen eingesetzt werden.

Weitere Informationen erhält man auf der Internetseite des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen.

[Seitenanfang]Certamen Carolinum

Der Landesschülerwettbewerb in den Alten Sprachen – Certamen Carolinum – richtet sich an Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen, die in der gymnasialen Oberstufe Latein und / oder Griechisch als fortgeführte Fremdsprache belegt haben.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen. Das Kaiser-Karls-Gymnasium in Aachen und der Verein zur Förderung der Alten Sprachen in den Schulen e.V. sind gemeinsame Träger des Wettbewerbs. In Erinnerung an Karl den Großen trägt der Wettbewerb den Namen „Carolinum“ und zeigt so seine Verbindung zur Stadt Aachen.

Der Wettbewerb wird in drei Runden ausgetragen:

  1. Runde: Facharbeit zu jeweils einem der vorgegebenen Themen aus dem Gebiet der alten Sprachen und der antiken Kultur
  2. Runde: Übersetzungsklausur, der im Lateinischen und Altgriechischen ein Prosa-Autor zugrundeliegt
  3. Runde: Endrunde mit einem Kurzvortrag zu einem selbst gewählten Thema und einem anschließenden Colloquium

Während der Endrunde finden auch die Auswahlgespräche der Studienstiftung des deutschen Volkes statt.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.certamencarolinum.de

Im Menü „Mehr zum Thema“ finden Sie ausgewählte Präsentationen und Vorträge der Preisträgerinnen und Preisträger der letzten Wettbewerbsrunde.

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