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Kinder und Jugendliche mit Autismus

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Kinder und Jugendliche mit Autismus

Bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus liegt eine tiefgreifende Entwicklungsstörung vor. Die schulische Situation ist erschwert durch Verhaltensweisen, die von ihrer Umwelt nicht verstanden werden. Die Fähigkeit, mit anderen Menschen zu kommunizieren, soziale Verhaltensweisen zu entwickeln, Strategien zur Alltagsbewältigung zu gebrauchen und Erfahrungen auf neue Situationen zu übertragen ist erschwert.

Daher benötigen die Kinder und Jugendlichen sonderpädagogische Förderung und Lern- und Unterstützungsangebote für die Entwicklung größtmöglicher Beziehungsfähigkeit zur Welt, für eine aktive Lebensgestaltung in ihrem sozialen Umfeld und für ein Leben in weitgehender Selbstständigkeit und Selbstbestimmung.

Die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs richtet sich nach der AO-SF und den speziellen Regelungen nach § 42 AO-SF.

Schulbesuch für Kinder mit Autismus

Neben dem Gemeinsamen Unterricht und dem Unterricht in einer Integrativen Lerngruppe können Schülerinnen und Schüler mit Autismus die Förderschule besuchen, die ihrem vorrangigen Förderbedarf entspricht. Die Dauer der Schulbesuchspflicht richtet sich nach der Schule, in der ein Schüler oder eine Schülerin mit Autismus unterrichtet wird.

Wird eine autistische Schülerin oder ein autistischer Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der allgemeinen Schule unterrichtet, so erhalten die Lehrkräfte Unterstützung durch sonderpädagogische Lehrkräfte. Der Schulträger kann weitere Fachkräfte zur Verfügung stellen.

Unterricht für Kinder mit Autismus

Im Unterricht ist das Bildungsziel der jeweiligen Schulform, wenn nötig, unter Einbeziehung des Nachteilsausgleichs, anzustreben. Zu den Möglichkeiten des Nachteilsausgleichs zählen u.a.:

  • Verlängerung der Bearbeitungszeit,
  • mediale Aufarbeitung der Aufgabenstellungen bzw. Arbeitsmittel,
  • Gebrauch unterstützter Kommunikationshilfen,
  • personelle Assistenz in Form der Schulbegleitung.

Unabhängig von der besuchten Schulform ist für die Erziehung und den Unterricht bei Schülerinnen und Schülern mit Autismus die wechselseitige Anbahnung und Gestaltung einer Beziehung zu den Lehrkräften und den Mitschülerinnen und Mitschülern von besonderer Bedeutung. Aufgrund ihres besonderen Förderbedarfs benötigen die Schülerinnen und Schüler eine Lernumgebung, die ihnen ein hohes Maß an Vorhersehbarkeit, Verlässlichkeit, Eindeutigkeit und Konstanz hinsichtlich personeller, räumlicher und zeitlicher Bedingungen ermöglicht.

Hierzu gehören ein eindeutiges Erziehungsverhalten, ein vertrauter Lernplatz in möglichst reizarmer Umgebung, verlässliche Rückzugsmöglichkeit in Unterrichts- und Pausenzeiten sowie bei Bedarf Hilfen zur Orientierung im Schulgebäude. Die Sicherstellung eines überschaubaren und vorhersehbaren Ablaufes des Schulalltages ist von besonderer Bedeutung.

Schulabschlüsse

Die für Schülerinnen und Schüler mit Autismus vermittelten Abschlüsse richten sich nach dem Leistungsvermögen der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Sie können alle Schulabschlüsse erreichen.

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