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Für Gleichstellungsbeauftragte und Ansprechpartnerinnen für Gleichstellungsfragen

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Für Gleichstellungsbeauftragte und Ansprechpartnerinnen für Gleichstellungsfragen

In der Gleichstellungspolitik haben sich in den vergangenen Jahrzehnten unterschiedliche Strategien und Ziele entwickelt:  Frauenförderung als ein inzwischen weitgehend institutionalisiertes Politikfeld geht aus von festgestellten Benachteiligungen / Defiziten und entwickelt Maßnahmen zu deren Beseitigung. Gender Mainstreaming als eine neue Strategie der Gleichstellungspolitik setzt früher und umfassender an: bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von politischen Entscheidungsprozessen und Maßnahmen wird prinzipiell und von Beginn an die Frage nach den Auswirkungen auf  bzw. der Betroffenheit von Frauen und Männern  gestellt und im Ergebnis steuernd eingesetzt. Politische Entscheidungen und Maßnahmen können so besser auf zielgruppenspezifische Interessen und Bedürfnisse ausgerichtet und (kosten)effizienter durchgeführt werden.

Gender Mainstreaming macht also Frauenförderung nicht überflüssig. (Frauen-)Gleichstellungsförderung  und Gender Mainstreaming sind vielmehr zwei unterschiedliche, einander ergänzende Strategien mit dem gemeinsamen Ziel, die Gleichberechtigung   von Frauen und Männern im Sinne einer Chancengleichheit, d.h. einer echten Wahlfreiheit in der Lebensgestaltung  zu fördern.

Rechtsgrundlage für beide Strategien ist Artikel 3, Abs. 2 Grundgesetz, nach dem der Staat "die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung" zu fördern und "auf die Beseitigung bestehender Benachteiligungen hin zu wirken" hat  - es ist der Auftrag zu einer aktiven Gleichstellungsförderung.  Das Landesgleichstellungsgesetz (1999) konkretisiert entsprechende Aufgabenfelder und Verantwortlichkeiten. Das neue Schulgesetz (§ 2 Abs. 5) macht den grundgesetzlichen Auftrag ausdrücklich zur Aufgabe der Schulen.

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