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Weiterentwicklung des Gymnasiums (G8)

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Weiterentwicklung des Gymnasiums (G8)

 (© Alex Büttner)

(© Alex Büttner)

Die Schulzeitverkürzung am Gymnasium („G8“ statt „G9“) ist in Nordrhein-Westfalen als Forderung aller Landtagsfraktionen im Jahr 2004 politisch auf den Weg gebracht worden. Begründet wurde die damalige Einführung, die der nahezu weltweit herrschenden Praxis sowie den Entwicklungen in fast allen Bundesländern folgte, mit der Erfordernis eines „verantwortungsvolleren Umgangs mit der Lebenszeit unserer Kinder“.

Umstritten war allerdings der Weg einer Schulzeitverkürzung. Während die bis 2005 amtierende rot-grüne Landesregierung eine Verkürzung der Oberstufe plante, vollzog die ab 2005 amtierende schwarz-gelbe Landesregierung diese Verkürzung in der Sekundarstufe I.

In Folge der Schulzeitverkürzung gelangen die seit Sommer 2005 neu in die Sekundarstufe I der nordrhein-westfälischen Gymnasien eintretenden Schülerinnen und Schüler in einen um ein Jahr verkürzten gymnasialen Bildungsgang, der seitdem ein zentrales Alleinstellungsmerkmal dieser Schulform darstellt. Mit dem doppelten Abiturjahrgang am Gymnasium im Jahr 2013 ist die strukturelle Umstellung von G8 nach G9 inzwischen abgeschlossen.

Eine Reform dieser Größenordnung bedarf der Flankierung durch eine Vielzahl geeigneter Maßnahmen zu ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Optimale Entwicklungsmöglichkeiten für alle Gymnasiastinnen und Gymnasiasten sowie eine angemessene gesellschaftliche Akzeptanz des verkürzten gymnasialen Bildungsgangs können in diesem Zusammenhang nur hergestellt und erhalten werden, wenn die entsprechenden Maßnahmen flächendeckend in allen Gymnasien vor Ort greifen und von den an Schule Beteiligten in möglichst großer Breite auch als zielführend angesehen werden.

Ungeachtet in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegener bzw. stabiler Übergangsquoten an das Gymnasium (derzeit knapp 42 Prozent), guter Abiturergebnisse der nordrhein-westfälischen G8-Schülerinnen und Schüler im doppelten Abiturjahrgang 2013, der Bestätigung dieser Ergebnisse auch in den Folgejahren, umfangreicher administrativer (Stichwort: G8-Handlungsfelder), vor allem aber schulischer Aktivitäten zur Optimierung der Bildungsverläufe, ist die öffentliche Debatte um „G8 versus G9“ auch in NRW nie ganz abgerissen. Im Zuge von Umsteuerungen in einigen westdeutschen Bundesländern, die eine geringere Vielfalt von Wegen zum Abitur anbieten, ist die G8-Diskussion seit 2014 auch in Nordrhein-Westfalen geführt worden. Insbesondere die Aspekte schulische Belastbarkeit von Kindern und Jugendlichen sowie angemessener Umfang verbleibender Zeit für außerschulische Bildungsangebote spielen hierbei eine Rolle.

Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung im Mai 2014 unter Vorsitz von Ministerin Sylvia Löhrmann einen „Runden Tisch zu G8/G9“ eingerichtet, um sich darüber zu vergewissern, inwiefern der damalige Konsens zur Verkürzung des gymnasialen Bildungsgangs weiterhin besteht. Die im November 2014 beschlossenen „Empfehlungen zur verbindlichen Weiterentwicklung von G8“ des „Runden Tisches“ dokumentieren das sehr weitgehende Fortbestehen dieses Konsenses der beteiligten Verbände und Organisationen zum Entschließungszeitpunkt. Mit seinem Beschluss vom 18. Dezember 2014 hat sich nach Unterrichtung durch Frau Ministerin auch der nordrhein-westfälische Landtag die Empfehlungen des „Runden Tisches“ zu Eigen gemacht und die Landesregierung zur entsprechenden Umsetzung und anschließenden Berichterstattung aufgefordert. Die Empfehlungen des  „Runden Tisches" sowie die aktuellen Umsetzungsschritte der Landesregierung finden Sie nachfolgend sowie in den erweiterten Angeboten rechts:

1. Empfehlung: Nutzung der Ergänzungsstunden auf eine neue Grundlage stellen

  • Klarstellung, dass alle Ergänzungsstunden der individuellen Förderung dienen. Klarstellung, dass Ergänzungsstunden nicht dazu dienen, den Unterrichtsumfang in den Fächern der Stundentafel zu erhöhen.
  • Allen Schülerinnen und Schülern am Gymnasium müssen zwölf (zehn) Ergänzungsstunden angeboten werden, fünf Ergänzungsstunden davon müssen aber nicht von allen Schülerinnen und Schülern belegt werden.
  • Dadurch verringert sich die verpflichtende Unterrichtszeit in der Sekundarstufe I des Gymnasiums für viele Schülerinnen und Schüler auf 158 Wochenstunden und damit in etwa auf dasselbe Stundenvolumen im Jahr wie in allen anderen Schulformen.
  • Die fünf nicht für alle verpflichtenden Ergänzungsstunden sollten insbesondere als Hilfestellung für jene, die zusätzliche besondere Unterstützung benötigen, aber auch als Angebote für besonders leistungsstarke Jugendliche eingeplant und verwendet werden.
  • Ergänzungsstunden können klassenübergreifend eingesetzt werden und somit für Schülerinnen und Schüler individuellere Angebote darstellen. Das umfasst auch schulische Angebote im AG-Bereich.
  • Ergänzungsstunden können dazu beitragen, einer Schule ein besonderes Profil zu geben.
  • Für die Nutzung der Ergänzungsstunden entwickelt die Schule zeitnah ein Konzept, das in der Schulkonferenz beschlossen wird.
  • Die Ergänzungsstunden werden im Stundenplan kenntlich gemacht.

Umsetzung u.a. durch: APO-SI-Änderung und VVzAPO-SI-Änderung

2. Empfehlung: Hausaufgaben begrenzen, Lernzeiten entwickeln

  • Klarstellung, dass Hausaufgaben der individuellen Förderung dienen, jedoch nicht dazu, Fachunterricht zu kompensieren bzw. zu verlängern.
  • Es ist dafür Sorge zu tragen, dass Schülerinnen und Schüler an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht keine Hausaufgaben machen müssen (bisherige Regelung: Lehrkräfte geben keine Hausaufgaben für den Folgetag).
  • Die höchst zulässige Hausaufgabenmenge wird reduziert.
  • Hausaufgaben können auch individuell aufgegeben beziehungsweise erlassen werden. Die Lehrkräfte einer Klasse berücksichtigen beispielsweise bei ihrer Absprache, ob einzelne Schülerinnen und Schüler derzeit durch Referate, Vorbereitungen auf Klassenarbeiten und andere Aufgaben besonders gefordert sind.
  • Alle Schulen können Ergänzungsstunden als „Lernzeiten“ nutzen, um den Umfang von häuslichen Aufgaben zu reduzieren.
  • Ganztagsschulen sorgen – abgesehen von Übungs- und Lektürezeiten – grundsätzlich dafür, dass möglichst alle Hausaufgaben in „Lernzeiten“ integriert werden.
  • Die Lehrkräfte einer Klasse sorgen gemeinsam für die Einhaltung der Vorgaben des Erlasses. Der Gesamtumfang der Hausaufgaben ist so zu bemessen, dass er an Tagen ohne verpflichtenden Nachmittags­unterricht bewältigt werden kann.
  • Die Erlasse zur 5-Tage-Woche und zu Hausaufgaben werden zusammengeführt.
  • Das Ministerium veröffentlicht eine „Orientierungshilfe“ zum Thema „Lernzeiten und Hausaufgaben“, die u.a. die Erfahrungen des Projekts „Lernpotenziale. Individuell fördern im Gymnasium“ nutzt.
  • Die Schule stimmt ihr Hausaufgaben- und Lernzeitenkonzept mit Eltern und Schülerinnen und Schülern ab. Qualitäts- und Unterstützungs-Agentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LiS) stellt Beispiele gelungener Hausaufgabenpraxis zur Verfügung, die von den Schulen genutzt werden können. Das Hausaufgaben- und Lernzeitenkonzept wird in der Schulkonferenz beschlossen und regelmäßig evaluiert.
  • Die Schulaufsicht berät die Schulen aktiv, entsprechend zu verfahren.

Umsetzung u.a. durch: Runderlass vom 05.05.2015, VVzAPO-GOSt-Änderung, QUA-LiS-Orientierungshilfe (wird sukzessive ergänzt), Schulleiterdienstbesprechungen

3. Empfehlung: Zahl der Klassenarbeiten pro Woche stärker begrenzen

  • Begrenzung auf zwei, im Ausnahmefall höchstens drei Klassenarbeiten pro Woche in der Sekundarstufe I.
  • Keine schriftlichen Übungen an Tagen von Klassenarbeiten.
  • In der gymnasialen Oberstufe sollte geprüft werden, ob die Zahl der Klausuren im Regelfall auf zwei begrenzt werden kann.
  • Die Möglichkeit, die vorgeschriebene Anzahl von Klassenarbeiten zu reduzieren, soll im Zusammenhang mit anderen Elementen der Leistungsbewertung außerhalb der Debatte über die Dauer des gymnasialen Bildungsgangs für alle Schulformen zeitnah geprüft werden.

Umsetzung u.a. durch: Änderung VVzAPO-S I und VVzAPO-GOSt, Runderlass vom 05.05.2015

4. Empfehlung: Fächerbindung in der Jahrgangsstufe 9 lockern

In der Klasse 9 müssen derzeit alle natur- und alle gesellschaftswissenschaftlichen Fächer unterrichtet werden, um eine Wahlentscheidung für die Oberstufe zu erleichtern. Dadurch ist nicht nur die zeitliche Belastung von Schülerinnen und Schülern in dieser Jahrgangsstufe besonders hoch, sondern auch die Herausforderungen durch ein außerordentlich breites Fächerspektrum.

  • Schulen sollen nach Beschluss der Schulkonferenz die Fächerbindung in der Klasse 9 aufheben können.
  • Insgesamt darf dabei die im Rahmen der Kontingentstundentafeln für die Jahrgangsstufen 7 bis 9 vorgesehene Unterrichtszeit in den Fächern nicht unterschritten werden, das MSW stellt Beispiele zur Verfügung.
  • Die Schulkonferenz ist vor dem Beschluss über die schulinterne Umsetzung der Kontingentstundentafeln zu unterrichten.

Umsetzung u.a. durch: APO-SI-Änderung

5. Empfehlung: Schülerlaufbahnen in der Sekundarstufe I stärker unterstützen

  • Bisher richten die Schulen bei der Beratung von Schülerinnen und Schülern ihr besonderes Augenmerk auf die Übergänge (von der Grundschule und in die Sekundarstufe II). Künftig soll die Schullaufbahnberatung auch im Anschluss an die Erprobungsstufe intensiviert werden.
  • Die Mittelstufenkoordinatoren werden hierzu geschult.

Umsetzung u.a. durch: APO-SI-Änderung

6. Empfehlung: Nachmittagsunterricht, schulische Ganztagsangebote, außerschulische Angebote und Freizeit in Einklang bringen

  • Verpflichtender Unterricht an Gymnasien ohne gebundenen Ganztag findet in den Klassenstufen 5 bis 7 höchstens an einem Nachmittag pro Woche statt, in den Klassen 8 und 9 an einem, höchstens aber an zwei Nachmittagen. Dabei sollte eine schuleinheitliche Regelung angestrebt werden. Auch an Tagen mit Nachmittagsunterricht darf die Gesamtzahl von acht Schulstunden nicht überschritten werden. Nach der Mittagspause findet in den Klassen 5 bis 7 in der Regel kein Unterricht in Fächern mit Klassenarbeiten statt.
  • Die Gesamtmenge von Unterrichtszeit und Hausaufgaben wird begrenzt.
  • Das Land ermöglicht neben den gebundenen Ganztagsschulen auch offenere Formen des Ganztags - zum Beispiel in Kooperation mit außerschulischen Partnern (Jugendverbände, Sport, Kultur und andere Träger der Jugendhilfe), deren Gestaltung die Strukturen und Eigenheiten der außerschulischen Partner einbeziehen.
  • Ziel ist es dabei auch, Hausaufgaben durch schulinterne Lernzeiten zu verringern.
  • Auch an Ganztagsgymnasien sollten Schülerinnen und Schüler an ein bis zwei Nachmittagen pro Woche keinen Pflichtunterricht haben, damit sie andere, auch außerschulische Angebote wahrnehmen können.
  • Die Schulaufsicht sorgt dafür, dass die Vorgabe, in Ganztagsschulen Hausaufgaben durch Lernzeiten weitestgehend abzulösen, in den Schulen umgesetzt wird.
  • Das Schulministerium macht die in „Ganz In“ und in „Lernpotenziale“ erprobten Konzepte über Schulleitungsbesprechungen, Fortbildung etc. in allen Gymnasien bekannt.
  • Das Land regt an, beispielsweise über die Regionalen Bildungsnetzwerke, die Kooperation von Schulen mit gemeinnützigen außerschulischen Partnern zu intensivieren, auch im Hinblick auf räumliche und zeitliche Abstimmungen (z.B. Festlegung freier Nachmittage).
  • Die außerschulischen Partner aus den Bereichen Kultur, Sport, Jugendarbeit etc. gestalten den Prozess vor Ort kooperativ und aktiv mit. Dabei steht für Schulen und außerschulische Bildungsträger das Ziel im Mittelpunkt, allen Schülerinnen und Schülern ihre jeweils individuellen Bildungswünsche zu ermöglichen.

Umsetzung u.a. durch: VVzAPO-SI-Änderung, Runderlass vom 05.05.2015, QUA-LiS-Orientierungshilfe (wird sukzessive ergänzt)

7. Empfehlung: In den Schulen wird eine neue „Anerkennungskultur“ etabliert

  • Es werden Möglichkeiten zu einer stärkeren Anerkennung außerschulischer Leistungen, zumindest im Wahlpflichtbereich und im AG-Bereich aufgezeigt.
  • Das Land macht Vorgaben für eine großzügigere Praxis der Freistellung von Schülerinnen und Schülern vom Unterricht für ehrenamtliches Engagement, z.B. als Jugendleiterin oder Jugendleiter, oder kulturelle und sportliche Aktivitäten. Dazu gehören z.B. besondere Aktivitäten in Jugendverbänden, im Jugendorchester, im Leistungssport, aber auch in der Breitenförderung im Vorfeld von Spitzenleistungen, u.a. über „Drehtürmodelle“.
  • Das Schulministerium veröffentlicht gemeinsam mit den gemeinnützigen Verbänden der Musikschulen, des Vereinssports und der Jugendarbeit gute Beispiele der Anerkennung außerschulischer Leistungen (z.B. auf Zeugnissen) in Schule NRW, ggf. in Form einer Handreichung.
  • Das Schulministerium macht gute Praxisbeispiele über Schulleitungsdienstbesprechungen, Fortbildung etc. bekannt.
  • Das Schulministerium bzw. die Schulaufsicht bietet Tagungen zu dieser Thematik an. Die Verbände aus Sport, Kultur und Jugendarbeit werden eingeladen, sich zu beteiligen.

Umsetzung u.a. durch: Schulleiterdienstbesprechungen

„Runderlass vom 24.04.2015“ Schulgesetzänderung (§ 49, Abs. 3), Tagung mit außerschulischen Partnern am 29.04.2016



8. Empfehlung: Bestehende schulinterne Lehrpläne erneut überprüfen

  • Im Rahmen der laufenden Erarbeitungen schulinterner Lehrpläne für die gymnasiale Oberstufe sollen auch die schulinternen Lehrpläne für die Sekundarstufe I überprüft bzw. ggf. neu erarbeitet werden.
  • Insbesondere sollen Kürzungsmöglichkeiten in der Sekundarstufe I und Synergieeffekte genutzt werden.
  • MSW und Qualitäts- und Unterstützungs-Agentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LiS) überarbeiten die jetzigen bereits im Internet eingestellten schulinternen Beispielcurricula, indem weitere Möglichkeiten und Alternativen lehrplankonformer Reduzierungen inhaltlicher Ausdifferenzierungen dargestellt werden.
  • Gegenüber den Schulen wird verdeutlicht, dass diese Beispielcurricula auch mit notwendigen schulspezifischen Modifikationen von den Schulen übernommen werden können.

Umsetzung u.a. durch: QUA-LiS-Beispiele für schulinterne Lehrpläne (wird sukzessive ergänzt)

9. Empfehlung: Gestaltungsmöglichkeiten in der Oberstufe stärker nutzen

  • Die Schulen achten mit Blick auf die zeitliche Belastung von Schülerinnen und Schülern auf eine ausgewogene Balance zwischen einem breiten Angebot an Wahlmöglichkeiten und der Planung kompakter Stundenpläne.
  • Nicht alle im Rahmen der Belegverpflichtung (34 Wochenstunden) zu wählenden Grundkurse sind für die Zulassung zur Abiturprüfung relevant. Statt Grundkurse in weiteren Fächern zu belegen, soll insbesondere in der Einführungsphase und im zweiten Jahr der Qualifikationsphase die stärkere Nutzung von Vertiefungskursen – auch als Element der individuellen Förderung – empfohlen werden (Die Neuausrichtung wird durch das MSW publiziert).
  • Verstärkte Bewerbung der Projektkurse auch im Hinblick auf Entlastung von der Facharbeit und die Besondere Lernleistung.
  • Anerkennung außerunterrichtlicher Qualifikationen durch verstärkte Bewerbung der Besonderen Lernleistung als 5. Abiturfach - auch hinsichtlich der Kooperation mit außerschulischen Bildungspartnern.
  • Die individuelle Planung und Begleitung der Schullaufbahnen durch die Mittelstufen- und Oberstufenkoordinatoren wird intensiviert und ein stärkeres Übergabemanagement zwischen der Sekundarstufe I und Sekundarstufe II etabliert.
  • Die Schulkonferenzen beschließen ein Hausaufgabenkonzept für die gymnasiale Oberstufe, das eine Balance zwischen Anspruch und Entlastung ermöglicht. Das MSW macht Beispiele guter Praxis bekannt.

Umsetzung u.a. durch: VVzAPO-GOSt-Änderung

10. Empfehlung: Wirksamkeit der Maßnahmen sichern und evaluieren

  • Das MSW überarbeitet Erlasse und Rechtsverordnungen und macht diese über Publikationen, z.B. Informationsbroschüren, Schulleiterdienstbesprechungen etc. bekannt.
  • Die Schulaufsicht bildet regionale Qualitätszirkel, um einen Erfahrungsaustausch der Schulen zu unterstützen.
  • QUA-LiS erarbeitet Unterstützungsmaterialien, die Beispiele guter Praxis bekannt machen. Hierzu wird insbesondere auch das Online-Unterstützungsportal zum Referenzrahmen Schulqualität genutzt.
  • Bei der Erarbeitung von Handreichungen/Leitlinien für die Schulen durch das MSW, die grundsätzlicher Art sind, werden neben Lehrerverbänden auch Elternverbände und die LandesschülerInnenvertretung einbezogen.
  • Das MSW lädt die am Runden Tisch beteiligten Verbände nach einem Jahr zu einem Erfahrungsaustausch über die erfolgten Maßnahmen mit dem Ziel einer kontinuierlichen Weiterentwicklung ein.
  • Außerschulische Partner machen ihrerseits Beispiele gelungener Kooperation und Zusammenarbeit bekannt.
  • Die außerschulischen Partner treten vor Ort in eigener Verantwortung für die Umsetzung der Empfehlungen ein.

In Zusammenarbeit zwischen MSW, Schulaufsicht, QUA-LiS und unter wissenschaftlicher Begleitung werden „Gelingensbedingungen“ einer positiven Weiterentwicklung eines achtjährigen Bildungsgangs an Gymnasien exemplarisch untersucht. Dabei stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt:

  • Wahrnehmung der gymnasialen Schulzeitverkürzung durch alle am Schulleben beteiligten Akteure;
  • Förderliche bzw. hinderliche Faktoren bzw. Faktorenkonstellationen (z.B. einzelschulische Organisationsstrukturen, fachspezifische Bedarfe, individuelle Einstellungen);
  • Nutzung unterschiedlicher Gestaltungsansätze und -strategien durch die Gymnasien;
  • Kennzeichen und Merkmale erfolgreicher G8-Gestaltungsprozesse;
  • Strukturelle Stützung positiver Entwicklungsstrategien durch bildungspolitische Maßnahmen.

Umsetzung u.a. durch: APO-SI-Änderung, VVzAPO-SI-Änderung, VVzAPO-GOSt-Änderung, Runderlasse vom 24.04.2015 und vom 05.05.2015, QUA-LiS-Orientierungshilfe (wird sukzessive ergänzt), QUA-LiS-Beispiele für schulinterne Lehrpläne, Schulleiterdienstbesprechungen, Schulaufsichtshandeln, Wissenschaftliche Begleitung

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