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Schulpflicht

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Schulpflicht

Bestimmungen des Schulgesetzes finden Sie in §§ 34-41 SchulG.

Wie lange dauert die Schulpflicht?

Die Schulpflicht untergliedert sich in

  • eine Voll­zeit­schul­pflicht mit einer Dauer von zehn Schul­jahren (Schul­pflicht in der Primar­stufe und in der Sekundar­stufe I - § 37 SchulG) und

  • eine sich anschließende Schul­pflicht in der Sekundar­stufe II (§ 38 SchulG).

Die Voll­zeit­schul­pflicht wird durch den Besuch der Grund­schule und einer weiter­führenden allgemein­bildenden Schule (Hauptschule, Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule) erfüllt. Die Schul­pflicht in der Sekundar­stufe II wird durch den Besuch der Teil­zeit­berufs­schule erfüllt; sie kann auch durch den Besuch eines allgemein­bildenden Bildungs­gangs in einer Schule der Sekundar­stufe II erfüllt werden.

Für Jugend­liche ohne Berufs­aus­bildungs­ver­hältnis dauert die Schul­pflicht bis zum Ab­lauf des Schul­jahres, in dem die Schülerin oder der Schüler das 18. Lebens­jahr voll­endet. Für Jugend­liche mit Berufs­aus­bildungs­ver­hältnis dauert die Schul­pflicht so lange, wie ein Berufs­aus­bildungs­ver­hältnis besteht, das vor Voll­endung des 21. Lebens­jahres begonnen worden ist.

Wann beginnt die Schulpflicht?

Die aktuelle Regelung für das Einschulungsalter finden Sie hier.

Gibt es eine vorzeitige Einschulung?

Den Eltern bleibt es weiter­hin un­be­nommen, für ein nach dem jeweiligen Stich­tag ge­borenes Kind eine frühere Ein­schulung zu be­an­tragen, wenn es schul­fähig ist. Kinder, die nach dem 30. September das sechste Lebens­jahr voll­enden, können auf Antrag der Eltern auch ein Jahr später ein­ge­schult werden, ohne dies im Einzelnen be­gründen zu müssen.

Wer überwacht die Schulpflichterfüllung?

Zunächst einmal haben die Eltern dafür zu sorgen, dass die oder der Schul­pflichtige am Unter­richt und an den sonstigen Ver­an­staltungen der Schule regel­mäßig teil­nimmt.

Bei Schülerinnen und Schülern der Berufs­schule haben neben den Eltern auch die Aus­bildenden und Arbeit­geber die Pflicht dafür zu sorgen, dass die oder der Schul­pflichtige am Unter­richt und an den sonstigen Ver­an­staltungen der Schule regel­mäßig teil­nimmt.

Die Schul­leitung sowie die Lehrerinnen und Lehrer sind eben­falls ver­pflichtet, Schul­pflichtige, die ihre Schul­pflicht nicht erfüllen, zum regel­mäßigen Schul­besuch an­zu­halten und auf die Eltern sowie auf Aus­bilder und Arbeit­geber ent­sprechend ein­zu­wirken (§ 41 SchulG).

Dürfen Hauptschüler / Hauptschülerinnen vor Beendigung der Vollzeitschulpflicht eine andere Einrichtung besuchen?

§ 37 Abs. 2 SchulG er­öffnet die Möglich­keit, dass in Aus­nahme­fällen schul­pflichtige Jugend­liche das zehnte Jahr ihrer Voll­zeit­schul­pflicht nicht in einer all­gemein­bildenden Schule, sondern in einer sonstigen schulischen oder außer­schulischen Ein­richtung be­suchen.

Bedingungen hier­für sind also:

Eine solche sonstige schulische Ein­richtung ist das Berufs­kolleg. Dort können in der Vor­klasse zum Berufs­grund­schul­jahr der Haupt­schul­ab­schluss und im Berufs­grund­schul­jahr der Sekundar­ab­schluss I – Haupt­schul­ab­schluss nach Klasse 10 – nach­ge­holt werden.

Un­ge­achtet der Regelung des § 37 Abs. 2 SchulG gibt es im Lande zahl­reiche Beispiele für gelungene Kooperationen zwischen den Berufs­kollegs und Haupts­chulen sowie mit Schul­trägern, den Schul­auf­sichten, der Jugend­hilfe und der Arbeits­ver­waltung.

Ziel aller Ansätze ist es,

  • die betroffenen Schülerinnen und Schüler für Leistung wieder zu interessieren,
  • sie in die Schulen zu reintegrieren,
  • sie einem Abschluss näher zu bringen und
  • sie in Ausbildungsverhältnisse zu vermitteln.

Die Förder­an­sätze beruhen nicht auf einem ein­heitlich für das Land ent­wickelten Konzept, sondern werden auf der Grund­lage von Analysen der Bedürf­nisse für die Bezirke und Regionen ent­wickelt.

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