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Zum SeitenanfangInteressenten für den Lehrerberuf mit allgemeiner Hochschulreife, die die Absicht haben, einen Studiengang nach Lehrerausbildungsgesetz vom 12.05.2009 zu studieren, sollen sich zukünftig über den Lehrerberuf informieren und über die persönliche Eignung reflektieren. Ab Sommer 2010 wird dazu in Nordrhein-Westfalen ein Eignungspraktikum angeboten. Es findet an einer Schule statt, dauert zwanzig Tage und wird von schulischen Mentorinnen und Mentoren begleitet. Es ist eine gute Möglichkeit, um die eigenen Berufsvorstellungen am Arbeitsplatz Schule zu überprüfen und erste Erfahrungen zu sammeln. weiter ...
Im reformierten Vorbereitungsdienst werden Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter vor dem Hintergrund ihrer erfolgreich abgeschlossenen Hochschulausbildung konsequent als eigenverantwortliche Lernerinnen und Lerner unterstützt und gefördert. Neue Formate wie das Eingangs- und Perspektivgespräch, das als Element der Bestandsaufnahme und Planung am Beginn der schulpraktischen Ausbildung steht und eine personen- und berufsbezogene professionelle Beratung mit Coachingelementen, die der Entwicklung der zentral bedeutsamen Lehrerpersönlichkeit dient, sind Ausdruck dieser neuen Konzeption.
Zum 1. November 2011 wurden die ersten Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter eingestellt, die ihre Ausbildung nach dem auf 18 Monate ausgerichteten, inhaltlich und strukturell neu gestalteten grundständigen Vorbereitungsdienst machen.
Standardorientierung, Wissenschaftsorientierung, Handlungsfeldorientierung und Personenorientierung prägen den reformierten Vorbereitungsdienst. Mit Standard- und Wissenschaftsorientierung werden bewährte Prinzipien fortgeschrieben. Neu dagegen sind Handlungsfeld- und Personenorientierung. Handlungsfeldorientierung als ausbildungsdidaktisches Leitprinzip sichert die enge Anbindung der Ausbildung an Berufsfeld und Schulrealität. Personenorientierung nimmt die Individualität der angehenden Lehrkräfte in den Focus und unterstützt sie effizienter als zuvor bei der Entwicklung ihrer Professionalität und bei der Entwicklung ihrer Lehrerpersönlichkeit.
Ein neues und landesweit verbindliches Kerncurriculum konturiert und strukturiert die Ausbildung im Vorbereitungsdienst. Unter Bezug auf die von der Kultusministerkonferenz vereinbarten bildungswissenschaftlichen Kompetenzen und Standards der Lehrerbildung (2004) werden schulische Handlungsfelder erschlossen. Den Handlungsfeldern sind praxisrelevante Handlungssituationen zugeordnet, in denen LAA in Schule und Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) die Kompetenzen erwerben und vertiefen, die sie benötigen, um in ihrem Berufsfeld professionell agieren zu können. Inhaltliche Bezüge im Kerncurriculum machen allen an der Ausbildung Beteiligten deutlich, auf welchen Referenzrahmen sich die Ausbildung in der zweiten Phase bezieht, auf welche Wissensbestände aus dem Studium zurückgegriffen wird und worauf die Ausbildung im Vorbereitungsdienst aufsetzt.
Auf der Grundlage des Kerncurriculums entwickeln die Ausbilderinnen und Ausbilder der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung auf die Lehrämter zugeschnittene Ausbildungsprogramme. In Verbindung mit einer neu ausgerichteten Zusammenarbeit der Ausbildungspartner Schule und ZfsL gewährleistet der neue Ansatz vergleichbare Ausbildungsstandards und eine landesweit verlässliche und hohe Ausbildungsqualität.
Kerncurriculum für die Ausbildung im reformierten Vorbereitungsdienst und im berufsbegleitenden Seiteneinstieg am 21. Oktober 2011 als Runderlass veröffentlicht.
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Auskünfte zum Vorbereitungsdienst, Seiteneinstieg oder zum Eignungspraktikum erhalten Sie unter: 0 180 3 100 117 (9 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent/Minute)
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