Mit einem Aktionsplan „Zukunft durch Ausbildung“ sollen Jugendliche mit türkischer Zuwanderungsgeschichte und ihre Eltern über die Chancen der beruflichen Ausbildung informiert werden. Ziel ist es, deutlich mehr türkischstämmigen Jugendlichen einen Ausbildungsvertrag zu vermitteln. Die Bundesagentur für Arbeit und das Schulministerium unterstützen dieses Projekt.
Anlass für den Aktionsplan ist die Tatsache, dass Jugendliche mit türkischer Zuwanderungsgeschichte nicht nur erheblich größere Schwierigkeiten als deutsche Jugendliche haben, in eine Berufsausbildung einzusteigen. Hinzu kommt, dass sie sich bei ihrer Suche viel zu stark auf wenige besonders beliebte Berufe konzentrieren. Mehr als die Hälfte der ausländischen Bewerber um einen Ausbildungsplatz sind türkischer Herkunft.
Den Aktionsplan setzt die Landesregierung in enger Zusammenarbeit mit den vier türkischen Generalkonsulaten und den Akteuren der Berufsbildung in Nordrhein-Westfalen, insbesondere der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, in die Tat um. Die praktische Durchführung liegt beim türkischen Unternehmerverband ATIAD. Die einzelnen Elemente des Aktionsplans sollen jetzt zügig erarbeitet und im Lauf des Jahres in vier regionalen Veranstaltungen mit Multiplikatoren, Organisationen und Verbänden in Düsseldorf, Essen, Köln und Münster vorgestellt und diskutiert werden.
Neben der Qualifizierung zweisprachiger Multiplikatoren sind weitere Elemente der Kampagne:
56 Hauptschulen und zwölf Gesamtschulen haben sich für einen zweisprachigen Elternabend angemeldet.
Weitere Informationen zum Aktionsplan finden Sie hier.
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