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Chinesisch an Schulen in Nordrhein-Westfalen

Warum sollen Schülerinnen und Schüler Chinesisch lernen?

Link zu: Chinesischer JungeChina ist der flächengrößte Staat in Ostasien und das bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit 1,3 Milliarden Einwohnern zählt es mehr Einwohner als die EU und Afrika zusammen und hat einen großen Anteil an der weltweiten Produktion von Waren und Dienstleistungen. Die Auseinandersetzung mit der chinesischen Sprache und ihrer Schrift sowie der chinesischen Kultur, ihrer Werttradition und ihrem sozialen Beziehungsgefüge eröffnet neue Horizonte und ist eine wichtige Zusatzqualifikation für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt, die die beruflichen Chancen verbessert und das persönliche Leben bereichert.

Was wird im Chinesischunterricht gelernt?

Der Chinesischunterricht eröffnet vielfältige authentische Einblicke in die Lebenswirklichkeit Chinas. Im Unterricht werden sprachlernorientierte und auch authentische Texte eingesetzt, die Themen zum Beispiel aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur, Literatur aufgreifen.

Der Unterricht wird möglichst einsprachig geführt. Bei der Behandlung soziokultureller Themen wird auch die deutsche Sprache eingesetzt, um komplexe Zusammenhänge darzustellen.

Der Unterricht wird erweitert durch Projektphasen (z.B. Exkursionen zu chinesischen  Einrichtungen in Deutschland, internationale Begegnungen, Berufspraktika) sowie den Unterricht begleitende Vorhaben (Teilnahme an Wettbewerben, Korrespondenzprojekten).

Im Chinesischunterricht der gymnasialen Oberstufe wird die den Han-Chinesen als Verkehrssprache dienende und im öffentlichen Leben verbindliche Standardsprache (Putonghua) gelehrt. Im Unterricht werden die heute in der Volksrepublik gebräuchlichen so genannten Kurzzeichen verwendet; zur Lauttranskription wird die Hanyu Pinyin verwendet.

Wer kann am Unterricht teilnehmen?

Link zu: Chinesisches MädchenAm Chinesischunterricht können alle interessierten und sprachbegabten Schülerinnen und Schüler teilnehmen.

GRUNDLAGEN

Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II - Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen: Chinesisch

Der Rahmenlehrplan wurde 2002 eingeführt, siehe Abl.1 Nordrhein-Westfalen 54 (2002) 9, S. 329. Der Rahmenlehrplan erschien in der Schriftenreihe "Schule in NRW" (Heft Nr. 4735). Der Bezug (kostenpflichtig) ist über www.schul-welt.de möglich. Nach Anmeldung kann der Lehrplan auch über diese Internetseite kostenlos heruntergeladen werden.

Chinesisch wird in der Regel als neu einsetzende Fremdsprache in der Oberstufe im Grundkurs (4-stündig) unterrichtet. Der Chinesischunterricht kann aber auch schon in der Jahrgangsstufe 8 (Differenzierung) beginnen und in der Oberstufe als Grundkurs (3-stündig) fortgeführt werden. Die neuen Richtlinien und Lehrpläne für Chinesisch in der gymnasialen Oberstufe des Gymnasiums und der Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen ermöglichen Abiturprüfungen in diesem Fach. An einer Gesamtschule wird zurzeit Chinesisch als 2. Fremdsprache der Klasse 6 erprobt.

Darüber hinaus ist es auch möglich, Chinesisch in Arbeitsgemeinschaften zu lernen.

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