Von Christina Lüdeke
Bei schönem Wetter macht das Golfen natürlich mehr Spaß
Der 16-jährige Tim Oliver Hoffmann hat die Golfbegeisterung an seiner Schule ausgelöst
Golf als besondere Herausforderung
Um die Glasfronten der Schulgebäude nicht zu gefährden, werden auf dem Schulgelände vorwiegend Gummibälle geschlagen. "Die sind eben etwas schwieriger zu spielen", sagt Kneißel. Wenn die Schüler alle paar Wochen dann doch zum "richtigen" Golfplatz fahren - die Transportkosten zahlt auch die VcG - dürfen sie natürlich auch die normalen Bälle nutzen. Doch nicht die ganze Zeit verbringen die Jugendlichen den Schläger schwingend auf dem Rasen: Es gibt auch Theoriestunden. "Grundsätzlich gilt, der Ball wird dort weiter gespielt, wo er liegt", sagt Golflehrer Frank Schneider. "Aber es gibt auch Ausnahmefälle, wenn er zum Beispiel in einem Mauseloch landet oder im Wasser. Dann muss man wissen, was zu tun ist." Für die Jugendlichen sei Golf eine besondere Herausforderung, weil jeder für sich allein spielt, so Schneider: "Man kann immer wieder versuchen, seine persönliche Leistung zu verbessern und ist nicht auf eine Mannschaft angewiesen." Die Kombination aus Kraft, Konzentration, sportlicher Technik und mathematisch-physikalischen Kenntnissen, die der Golfsport fordert, reizt vor allem Jungs. "Man kann mit einem einzigen Schlag große Distanzen überwinden, das imponiert vielen." Manche Jugendliche lernen Golf zuerst als Computerspiel kennen und wollen es deshalb auch im wirklichen Leben einmal testen. Auch Daniel, der das Golfen in einer der zwei Arbeitsgemeinschaften ausprobiert, hat schon mal virtuell Golf gespielt. "Da bringt es auf alle Fälle was, wenn man das auch selbst mal gemacht hat", sagt der Elfjährige. Jetzt übt er fleißig mit Trainer Frank Schneider die kurzen Schläge. Aber: "Es ist schwieriger, als es aussieht."
"Es hat viel mit Denken zu tun"
Die Jugendlichen sind beim Wahlpflichtfach Golf mit Begeisterung dabei
Für Tim Oliver, den Initiator der Golfbegeisterung an seiner Schule, kann die Herausforderung gar nicht groß genug sein. Er steht ohnehin fünf Mal die Woche auf dem Platz. Und dabei golfen noch nicht einmal seine Eltern: Bei einem Schnupperkurs im Urlaub hatte er den Sport kennen gelernt und war sofort begeistert. "Es hat viel mit Denken zu tun", findet er. "Aber man muss auch den ganzen Körper beherrschen können." Jetzt ist für ihn klar - sein späterer Beruf soll unbedingt etwas mit Golf zu tun haben. Am liebsten würde er Golflehrer werden. "Aber dafür muss ich noch mein Handicap verbessern", weiß der 16-Jährige. "Aber man kann die Ausbildung sowieso erst mit 18 anfangen, vielleicht schaffe ich es bis dahin."
Mehr zu der golfenden Schule findet man unter http://www.kar.schulnetz.hamm.de/
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