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Testlauf für das Zentralabitur 2007 erfolgreich abgeschlossen

Zwei Wochen lang hatten die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufen an Gymnasien und Gesamtschulen Gelegenheit, am Probelauf für die zentralen Prüfungen im Abitur 2007 teilzunehmen. Bereitgestellt wurden Klausuren in den am häufigsten gewählten Abiturfächern Deutsch, Englisch, Biologie, Geschichte und Mathematik. Ca. 750 Gymnasien und Gesamtschulen, dies entspricht ca. 90 %, nahmen an den Probeklausuren teil.

Über das Angebot der Probeklausuren und die vorausgesetzten Schwerpunkte der Unterrichtsarbeit wurden die Schulen im August und Dezember 2005 informiert, um eine sachgerechte Vorbereitung zu ermöglichen. In den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik standen Klausuren zu unterschiedlichen Schwerpunkten zur Wahl.

Die Aufgaben und die Vorgaben für die Bewertung der Probeklausuren wurden von der Fachaufsicht bei den Bezirksregierungen erstellt.

Wie angekündigt und im Vorfeld mit den Schulen geprobt, wurden die Klausuren internetbasiert übermittelt. In der Zeit des Downloads (jeweils 12 bis 17 Uhr) und in der Zeit der Klausur (jeweils 7.30 bis 12 Uhr) stand den Schulen eine telefonische Hotline zur Verfügung. Mitarbeiter des Referats 54, des LfS/QA und Vertreter der Fachaufsicht beantworteten technische und fachliche Fragen.

Den teilnehmenden Schulen war freigestellt, in welcher Weise sie von dem Angebot der Probeklausuren Gebrauch machten. Ein Großteil der Schulen wählte die zentral gestellten Aufgaben als Ersatz für eine Klausur; andere wollten den Probelauf nicht gleich zum 'Ernstfall' machen und nutzten die Aufgaben lediglich als Test; in anderen Fällen wurden Aufgaben und Bewertungssysteme ausführlich mit den Schülerinnen und Schülern besprochen, um ihnen eine möglichst genaue Vorstellung darüber zu vermitteln, was sie im Abitur erwartet.

So bedeutsam es war, Lehrkräften und Schülern durch die Probeklausuren weitere Möglichkeiten der Vergewisserung auf dem Weg zum Zentralabitur 2007 zu geben, so wichtig war auch der Test für das Ministerium: Entsprechen Inhalte und Anforderungshöhe dem Vorbereitungsstand der Schüler? Sind die Aufgabenstellungen vertraut und für alle gleichermaßen verständlich? Erfasst das Bewertungssystem in hinreichender Differenzierung und Breite die von den Schülern erbrachten Leistungen? Oder auch: Entspricht das internetbasierte System der Aufgabenbereitstellung unseren Erwartungen an Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit?

Insbesondere galt es noch verborgene "Fallstricke" aufzudecken, die wir bislang nicht vorausgesehen hatten und auf die wir nicht vorbereitet waren.

[Seitenanfang] Erste Wahrnehmungen und Rückmeldungen (Stand: 19. Mai 2006):

Die elektronische Aufgabenübermittlung erfolgte reibungsfrei und ohne bekannt gewordene Probleme. Lediglich beim erstmaligen Download für das Fach Deutsch wandten sich einige wenige Schulen aus Unsicherheit mit der Bitte um Hilfestellung an die Hotline. Für geringfügige Probleme fanden sich unmittelbar Lösungen.

Die Anrufe bei der Hotline beschränkten sich weitgehend auf organisatorisch-technische Fragen und ihre Anzahl nahm von anfänglich ca. 30 bis zu lediglich 3 Anfragen am letzten Klausurtag ab.

Auch die erhofften Hinweise auf bislang nicht vorhergesehene Probleme tauchten auf: So gab es z. B. für eine Aufgabe im Fach Deutsch Lösungshilfen in einer kommentierten Textausgabe, die an einigen Schulen genutzt und den Schülern bei der Klausur zur Verfügung gestellt wurde. Oder es wurde ein Vorlauf von drei Tagen zwischen Download und Klausurtermin dazu genutzt, Kurse im Vorfeld gezielt auf die Klausur vorzubereiten - ohne zu realisieren, dass sich Schüler und Lehrer damit um eine wichtige Chance des Feedback für sich selbst und für das gesamte Verfahren gebracht haben.

Es war wichtig, Probleme in dieser Art frühzeitig festzustellen, damit Wiederholungen im Abitur 2007 durch geeignete Maßnahmen verhindert werden können.

Zu den entscheidenden Fragen der Aufgabenformate, der Anforderungen oder der Passung zur Vorbereitung im Unterricht gab es - wie es auch die überwiegende Zahl der Medienberichte zeigte - ein unerwartet hohes Maß an Zustimmung. Hier bestätigt sich, dass die Schulen ihre Schülerinnen und Schüler gut auf die Klausuren vorbereitet haben und dass sich der intensive Dialog zwischen Schulen, Fachaufsicht und Ministerium bei der Vorbereitung auf die zentralen Prüfungen gelohnt hat.

Das soll uns nicht leichtsinnig machen: Allen bekannt werdenden Problemen werden wir nachgehen und die notwendigen Schlussfolgerungen für das Jahr 2007 ziehen.

[Seitenanfang]Evaluation und weiteres Vorgehen

Am 23. Mai, am Tag nach der letzten Klausur, wurden alle Aufgaben mit Bewertungsvorgaben im Internet auf dem nordrhein-westfälischen Bildungsserver learn:line für jedermann zugänglich veröffentlicht. Gleichzeitig wurden die teilnehmenden Schulen gebeten, über eine Internetabfrage kurze Rückmeldungen zu den Probklausuren und zum Distributionsverfahren zu geben.

Je Fach wurden 10 % der teilnehmenden Gymnasien und Gesamtschulen pro Regierungsbezirk für ein Nachkorrekturverfahren ausgelost. Die Fachaufsicht wird eine Nachkorrektur vornehmen und die Schulen über das jeweilige Ergebnis informieren. Repräsentative Aufgabenbeispiele mit Lösungen werden in anonymisierter Form im Internet veröffentlicht.

Die Rückmeldungen der Schulen und die Ergebnisse der Nachkorrektur werden sorgfältig ausgewertet und zu Beginn des kommenden Schuljahres veröffentlicht. Sie werden unmittelbar Rückwirkungen auf die Arbeit der Aufgabenkommissionen haben, die gegenwärtig die Prüfungsaufgaben für 2007 erarbeiten.

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