Sprachförderung in den Kindertagesstätten ist ein bildungspolitisches Schwerpunktthema.
Sprache ist eine wesentliche Schlüsselkompetenz. Spätestens nach den aufrüttelnden Ergebnissen verschiedener Leistungsstudien hat sich diese Erkenntnis überall durchgesetzt. Es muss alles getan werden, dass Kindergartenkinder und Schulanfänger über eine ausreichende Sprachkompetenz verfügen, um ihre Schulkarriere erfolgreich meistern zu können.
Ergebnisse empirischer Studien belegen, dass etwa 10 bis 15 % der Schülerinnen und Schüler eines Jahrganges Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung aufweisen. Bei Kindern, die von Sozialisationsrisiken betroffen sind, beispielsweise durch Migrationshintergrund, ist der Prozentsatz doppelt so hoch.
Für berufstätige Erzieherinnen und Erzieher bieten die Berufskollegs mit ihren Fachschulen des Sozialwesens ein interessantes Weiterbildungsangebot an. Der Aufbaubildungsgang "Sprachförderung" wurde unter Federführung der Universität Dortmund, Frau Prof. Lilian Fried, gemeinsam mit einem Team von Lehrerinnen und Lehrern aus sieben Fachschulen für Sozialpädagogik in NRW grundlegend überarbeitet. Der veränderte Curriculumentwurf liegt nunmehr zusammen mit methodischen Handreichungen vor und steht den Berufskollegs, die diesen Aufbaubildungsgang bereits anbieten oder die Errichtung des Aufbaubildungsganges beabsichtigen, als Informationsgrundlage zur Verfügung.
Der modular gegliederte Aufbaubildungsgang umfasst 600 Unterrichtsstunden mit folgenden Themen:
Ø Bildung / Sprache
Ø Interkulturelle Pädagogik
Ø Sprachentwicklung und -sozialisation
Ø Kommunikation und Gesprächsführung
Ø Sprachdiagnostik
Ø Sprachförderung
Curriculumsentwurf "Fachschulen des Sozialwesens" Aufbaustudiengang Sprachförderung
Handreichungen zum Curriculumsentwurf Aufbaubildungsgang Sprachförderung
PowerPoint: Vortrag zum Modellprojekt "ErzieherInnen als ExpertInnen für Sprachförderung"
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