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Die Schuleingangsphase

 Junge im Klettergerüst

Zentrales Ziel der Schuleingangsphase ist, alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs in die Grundschule aufzunehmen und sie dem Grad ihrer Schulfähigkeit entsprechend zu fördern. Dabei hat sich das Verständnis von "Schulfähigkeit" gewandelt. In der Vergangenheit ging man davon aus, dass Kinder im Verlauf ihrer Entwicklung gleichsam von selbst den Zeitpunkt der Schulfähigkeit erreichen. Heute wird Schulfähigkeit als gemeinsame Aufgabe verstanden, an der Eltern, Erzieher und Pädagogen durchgängig von der vorschulischen Erziehung bis in die Grundschule hinein mitwirken. Nicht das Kind entwickelt sich bis zur Schulfähigkeit, sondern die Schulfähigkeit des Kindes muss entwickelt werden. 

Bislang ist es häufig geübte Praxis, dass Kinder vom Schulbesuch zurückgestellt werden, weil ihnen noch nicht die Schulfähigkeit bescheinigt werden kann. Eine solche Zurückstellung vom Schulbesuch bedeutet aber immer auch eine Ausgrenzung. Die wird vermieden, wenn alle Kinder eines Jahrgangs gleichzeitig in die Schule kommen. Parallel dazu wird bei der Neugestaltung der Schuleingangsphase dafür Sorge getragen, dass die Kinder je nach ihrem individuellen Stand der Schulfähigkeit gezielt gefördert werden - und zwar sowohl vor wie in der Schule (s. u.).

Die Erfahrungen in anderen Ländern haben gezeigt, dass die zeitgleiche Einschulung aller Kinder eines Jahrgangs wesentlich effektiver ist als eine Zurückstellung und getrennte Förderung im Schulkindergarten. Viele Formen des differenzierten Unterrichtes ermöglichen es, alle Kinder in ihren Begabungen individuell zu fördern.

 

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